Zweckverband Trinkwasserversorgung

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.
Antworten
jhmatz
Beiträge: 1985
Registriert: 27.01.2006, 15:41
Wohnort: Crossen
Kontaktdaten:

Zweckverband Trinkwasserversorgung

Beitrag von jhmatz » 08.05.2019, 09:03

Hartes Wasser Thema im Verband

Eisenberg. Das immer wieder von Einwohnern beklagte harte Trinkwasser im Einzugsgebiet von Crossen und Hartmannsdorf wird heute Abend Thema in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg sein.
Zur Reduzierung der Trinkwasserhärte im Versorgungsgebiet Crossen-Hartmannsdorf wird das beauftragte Ingenieurbüro erste Ergebnisse vorstellen.

Verbandsverssammlung des ZWE heute um 18 Uhr im Betriebsgebäude des Zweckverbandes in der Teichstraße 16 in Eisenberg

OTZ / 07.05.19

jhmatz
Beiträge: 1985
Registriert: 27.01.2006, 15:41
Wohnort: Crossen
Kontaktdaten:

Zukunftsoption: Weicheres Wasser für alle im Elstertal

Beitrag von jhmatz » 09.05.2019, 16:19

Trinkwasser-Zweckverband sucht Lösung für extrem hartes Wasser im Elstertal. Verbesserung könnte gesamtem Verbandsgebiet zugute kommen.

Bild
Die Wasserversorgung für die Orte im Elstertal mit Tiefbrunnen in Nickelsdorf, Hartmannsdorf und Silbitz und drei Hochbehältern für Wasserdruck und Versorgungssicherheit. Foto: stepmap

Eisenberg/Crossen. Seit Monaten machen die Bewohner im Elstertal und insbesondere die Crossener Druck wegen des extrem harten Wassers, das durch die Leitungen des Trinkwasser-Zweckverbandes in ihre Häuser kommt. Ohne private Wasser-Enthärtungsanlagen wären Leitungen im Haus, Waschmaschinen, Geschirrspüler und andere Haushaltsgeräte binnen kurzer Zeit verkalkt und hinüber.

„Durch den Druck geht manches etwas schneller“, stellte der Vorsitzende des Zweckverbandes Trinkwasser-Versorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE), Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt, am Dienstagabend in der Verbandsversammlung des ZWE fest. Nach deutlichen Forderungen aus Crossen im vergangenen Jahr wurden in der Verbandsversammlung vorgestern die ersten Ergebnisse einer Studie des Weimarer Ingenieurbüros LOPP vorgestellt. Deren Ziel: Das Wasser für die Verbraucher im Elstertal in der Härte deutlich zu reduzieren.

Vier Varianten, wie das Trinkwasser, das zu den Verbrauchern kommt, weicher werden kann, wurden von Marcus Lopp vorgestellt. „Ein Arbeitsstand“, schränkte Lopp in seinem Vortrag ein. Er beschränkte sich in der Präsentation vorerst auf vier technische und wasserchemische Möglichkeiten, wie dem Problem der relativ hohen Wasserhärte beizukommen wäre. Die wirtschaftlichen Aspekte, also die Kosten für notwendige Investitionen in neue technische Anlagen sowie für deren künftige Bewirtschaftung seien noch exakt zu ermitteln.

Eine Entscheidung, welche der vier vorgestellten Möglichkeiten zur Versorgung mit weniger hartem Trinkwasser künftig genutzt werden soll, hat die Verbandsversammlung deshalb am Dienstagabend noch nicht getroffen. Darüber wird in einer nächsten Verbandsversammlung – voraussichtlich am 27. August – zu reden sein. Die Zeit drängt, wenn der Zweckverband die Fördermöglichkeiten für Investitionen noch nutzen will. Dafür müsste bis 2020, also bis zum nächsten Jahr gebaut und abgerechnet sein.
Die aktuelle Trinkwasser- Situation im Elstertal

Aktuell werden die Bewohner in Crossen und Hartmannsdorf vorwiegend über den Tiefbrunnen Nickelsdorf mit Trinkwasser versorgt, das in die Hochbehälter in Crossen und Hartmannsdorf fließt. Dieser Tiefbrunnen liefert Wasser mit 32,5 Grad deutscher Härte. Weiches Wasser hat Härtgrade unter 8.

Als Versorgungsreserve dient der Tiefbrunnen in Hartmannsdorf , der Wasser mit mehr als 28 Grad deutscher Härte liefert. Die nutzbaren Quellen im Silbitzer Ortsteil Seifartsdorf liefern Wasser mit 21,3 Grad deutscher Härte. „Das ist außergewöhnlich hart“, konstatierte Ingenieur Lopp . Dazu tragen unter anderem die Calcium- und Magnesium-Anteile im Wasser bei.
Vier Varianten für weicheres Wasser

Silbitz und anteilig der Crossener Ortsteil Tauchlitz werden aktuell autark über einen Tiefbrunnen und einen erneuerten Hochbehälter in Silbitz versorgt.

Theoretisch könnten – so die Sicht des Ingenieurbüros – alle drei Tiefbrunnen mit lokalen Wasserenthärtungsanlagen ausgestattet werden. Das sei, so Lopp , in den Investitionen und im späteren Betrieb recht aufwendig und unwirtschaftlich und komme deshalb nicht in Frage.

1. Eine mögliche Variante, wie das Trinkwasser für die Elstertal-Bewohner weicher werden könnte, ist das Mischen des Wassers aus den dortigen Tiefbrunnen mit „Fremdwasser“ aus dem Verbandsgebiet. Das heißt: mit Wasser aus dem Eisenberger Wasserwerk Ullrichsberg . Dafür soll der Tiefbrunnen Hartmannsdorf der Hauptlieferant im Elstertal werden und Nickelsdorf nur noch im Stand-by-Modus betrieben werden. In die Gesamtversorgung wäre dann auch die Wasserversorgung von Silbitz mit einzubinden. Aus Sicht der Ingenieure die Vorzugsvariante. Zudem würden die Wasserrechte für die Tiefbrunnen im Elstertal für den ZWE aufrecht erhalten bleiben.

Der Effekt für weicheres Wasser wäre zwar für die Elstertal-Bewohner deutlich, aber nicht optimal. Das Wasserwerk Ullrichberg, das Eisenberg und Umgebung und damit das Gros der Bevölkerung im Verbandsgebiet versorgt, liefert auch hartes Wasser mit Werten von mehr als 15 Grad deutscher Härte, so dass Mischwasser für das Elstertal zwar weniger hart, aber keine optimale Verbesserung wäre.

Lopp empfahl als langfristige Option für die Zukunft, das Wasserwerk Ullrichsberg mit einer Wasserenthärtungsanlage aufzurüsten. Das käme letztlich den Verbrauchern im gesamten Verbandsgebiet im nördlichen Saale-Holzland-Kreis zugute.

2. Als weitere Variante stellte Lopp die ausschließliche Lieferung von Fremdwasser aus dem Wasserwerk Ullrichberg ins Elstertal vor. Das hätte allerdings zur Folge, dass für den ZWE für die dann nicht mehr genutzten Tiefbrunnen nahe der Elster die Wasserrechte verloren gehen würden.

3. Auch die Nutzung von Fernwasser aus der Talsperre Leibis , das gegebenenfalls über den in Gera ansässigen Zweckverband Mittleres Elstertal bezogen werden könnte, stellte Lopp als eine Variante vor. Im machbaren Mischungsverhältnis würde sich ein Härtegrad von 13 bis 14 Grad deutscher Härte ergeben, also mittlere Wasserhärte, da für den Mix die Wasserchemie zu berücksichtigen sei. Dafür müssten aber erst Leitungen aus Richtung Gera gebaut werden.

4. Pures Talsperrenwasser aus Leibis ist eine vierte Variante. Weiches Wasser mit etwa 4 Grad deutscher Härte, das – so der Ingenieur – würde den im Inneren verkrusteten Leitungssystemen des ZWE und in den Häusern Schwierigkeiten bereiten würden. In beiden Varianten wäre das Entsäuern des Wassers notwendig.

OTZ Angelika Munteanu / 09.05.1

jhmatz
Beiträge: 1985
Registriert: 27.01.2006, 15:41
Wohnort: Crossen
Kontaktdaten:

Vier Varianten für weicheres Wasser

Beitrag von jhmatz » 09.05.2019, 16:23

Hallo, die Varianten 1 - 3 sind in meinen Augen Schwachsinn.
Da sollte keine müde Mark investiert werden, da es nur 1/4 bis 1/2 Herzige Lösungen sind.

Variante 4 sollte umgehend angegangen werden !

Die Methode: ... „Durch den Druck geht manches etwas schneller“ ...

Jörg-Hendrik Matz

Antworten