Abgabe von Baum- und Strauchschnitt

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Abgabe von Baum- und Strauchschnitt

Beitragvon jhmatz » 25.02.2014, 13:17

Abgabe von Baum- und Strauchschnitt nun an elf Standorten im Saale-Holzland

24.02.2014 - 19:48 Uhr
Bioenergie-Region erweitert kostenlose Annahme von Baum- und Strauchschnitt auf den gesamten Saale-Holzland-Kreis und die Stadt Jena aus. An den neuen Sammelplätzen könnte künftig auch Grün- und Rasenschnitt abgegeben werden.

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Kristian Möller von der Bioenergie-Region Jena-Saale-Holzland zeigt geschreddertes Holz, das in dem hinter ihm befindlichen Biomeiler zum Einsatz kommt. Ab 21 März wird wieder kostenlos Baum- und Strauchschnitt im Landkreis an bestimmten Sammelstellen entgegengenommen. Foto: Frank Kalla

Nickelsdorf. Sammeln statt Verbrennen: Mit einer Ausweitung der 2013 gestarteten Sammelaktion von Baum- und Strauchschnitt auf den gesamten Landkreis und die Stadt Jena will die Bioenergie-Region Jena-Saale-Holzland gemeinsam mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Saale-Holzland-Kreises und dem Jenaer Kommunalbetrieb KSJ erreichen, dass mehr Biomasse aus der Region einer sinnvollen energetischen Verwertung zugeführt wird.

"Die kostenlose Abgabe von Baum- und Strauchschnitt ist auch eine umweltschonende Alternative zur alljährlichen Verbrennung im eigenen Garten", sagt Kristian Möller von der Bioenergieregion.

Konnte im vergangenen Jahr nur in Crossen, Bad Klosterlausnitz, St. Gangloff und bei der Firma Gemes das Material kostenlos abgegeben werden, so stehen ab 21. März bis 5. April elf Standorte im Kreis zur Verfügung.

Kosten übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb

So werden in Kahla (Ölwiesenweg), Eisenberg (Gösener Str./Obere Donitschkau), Hartmannsdorf (Am Raudabach), Stadtroda (Bürgeler Straße), Camburg/Dorndorf (An der Fuchsfarm), Zinna (Gemes GmbH) und St. Gangloff (Alte Schule) Sammelstellen eingerichtet. Hermsdorf und Bad Klosterlausnitz sind sich noch nicht schlüssig, ob sie gemeinsam einen Platz einrichten oder getrennt die Wertstoffe entgegennehmen. In Schkölen ist das dortige Heizkraftwerk die zentrale Sammelstelle. "Hier gilt allerdings der Sonderfall, dass nur Baumschnitt angenommen wird", sagt Möller.

Mit Ausnahme von Schkölen, wo von Montag bis Freitag ständig Material angeliefert werden kann, sollen die Sammelplätze während der drei Wochen jeden Freitag von von 16 bis 18 Uhr sowie jeden Sonnabend von 9 bis 11 Uhr geöffnet haben.

Insgesamt rund 90 Tonnen wurden allein im vergangenen Jahr bei der Frühjahrs- und Herbstsammelaktion abgegeben, davon waren 28 Tonnen holziges Material. "Rein rechnerisch kann damit die Wärmeversorgung von acht Zweipersonen-Haushalten für ein Jahr sichergestellt werden", verweist Möller auf den Energiegehalt des gesammelten Holzes.

Aber auch das restliche Material bleibt nicht ungenutzt. "Das findet bei der Kompostierung eine Verwendung", erklärt der Projektmitarbeiter für energetische Nutzung von Landschaftspflegematerial bei der Bioenergieregion. Die Kosten für die Sammelaktion im Landkreis übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb. "Pro Sammelplatz sind das um die 1500 Euro." Das Geld wird dabei nicht zusätzlich bereitgestellt, sondern stammt aus dem geplanten Budget des AWB. "Der Betrieb hat sonst den Baum- und Strauchschnitt bei den Sperrmülltransporten eingesammelt. Das entfällt nun."

Möller sieht die neuen Sammelstellen im Landkreis zudem als eine mögliche Vorstufe für sogenannte Wertstoffhöfe, bei denen vielleicht schon 2015 Grün- und Rasenschnitt abgegeben werden könnte. "Die Städte und Kreise werden ab 2015 mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz in die Pflicht genommen, die biogenen Abfälle getrennt vom Restmüll zu erfassen und einer Verwertung zuzuführen." Da die Einführung von Biotonnen im Kreis nicht realistisch sei, könnte man über dieses System auf die 100 Kilogramm biogenes Material pro Einwohner und Jahr kommen.

In Nickelsdorf, dem Sitz der Bioenergie-Region, setzt man bereits auf Holz zur Wärmegewinnung. In einem Biomeiler werden Holzschnipsel gelagert und feucht gehalten. Über ein Leitsystem wird die im Meiler erzeugte Wärme an das Barfußhaus weitergeleitet.Kommentar

Frank Kalla / 25.02.14 / OTZ
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