VG Umlage

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VG Umlage

Beitragvon jhmatz » 29.12.2015, 08:37

aus OTZ 28.12.2015
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jhmatz
 
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Höhere Verwaltungsumlage belastet Gemeinden

Beitragvon jhmatz » 22.06.2018, 15:58

Haushalt für die Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen beschlossen. Defizit aus dem Vorjahr muss ausgeglichen werden.

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Das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Crossen-Elstertal . Da nach 20 Jahren Betrieb die Heizung im Winter defekt war, musste per Eilentscheidung des VG-Vorsitzenden die Heizung erneuert werden – zu Lasten des diesjährigen Haushaltes, der jetzt beschlossen wurde. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. Zehn Euro mehr je Einwohner haben die Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Heideland-Elstertal-Schkölen in diesem Jahr als Umlage an die Gemeinschaftsverwaltung zu zahlen. Die Verwaltungsumlage steigt damit von 131 auf 141 Euro je Einwohner in den Kommunen.

Der Erhöhung haben die Vertreter der Gemeinden in der Gemeinschaftsversammlung am Dienstagabend mit dem Beschluss des VG-Haushaltes 2018 zwar mehrheitlich zugestimmt. Die höhere Umlage aber schmerzt. Vor allem die Kommunen mit knappen Kassen.

Keinerlei Zustimmung gab es von den Vertretern aus Crossen. Der erste Beigeordnete von Crossen, Jens Lüdtke, und die Gemeinderätin Lisa Beckmann enthielten sich der Stimme. Bürgermeister Uwe Berndt stimmte dagegen. „Für uns bedeutet das eine Umlagehöhung von 15 600 Euro. Ich weiß nicht, wo ich das Geld dafür in diesem Jahr noch hernehmen soll“, erklärte der Crossener Bürgermeister in der Debatte vor der Abstimmung.

Auch in anderen Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft ist das Geld knapp. Heideland und Rauda befinden sich in der Haushaltssicherung und haben Mühe, wegen fehlender Finanzen überhaupt einen ausgeglichenen Gemeindehaushalt auf die Beine zu stellen.

Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt erklärte in der Debatte: „Für Schkölen bedeutet das 25 000 Euro Mehrbelastung, nachdem der Stadthaushalt bereits beschlossen ist.“ Er stimmte wie die Mehrheit seiner Kollegen in der Gemeinschaftsversammlung dem VG-Haushalt 2018 mit der erhöhten Umlage aber zu, da das entstandene Defizit im Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft kompensiert werden müsse.

Allerdings wollte Darnstädt vom VG-Vorsitzenden Martin Bierbrauer genau wissen, wie das Defizit zustande gekommen ist, das in diesem Jahr und absehbar auch im nächsten Jahr zu der höheren Abgabe aus den Mitgliedskommunen führt.

Die Haushaltsverschlechterungen resultieren vor allem aus Mehrausgaben für Personalkosten in diesem und auch schon im vorigen Jahr durch Gehaltsnachzahlungen sowie Tarifsteigerungen und Erhöhungen der Beamtenbezüge, erläuterte Bierbrauer.

Hinzu kamen im Vorjahr Mehraushaben von 6600 Euro für Aus- und Fortbildung. Da ein Teil der Verwaltungsmitarbeiter in nächster Zeit in den Ruhestand gehe, seien zusätzlich Kosten entstanden für einen Auszubildenden und für Schulungen für zwei weitere junge Mitarbeiter. Diese zusätzlichen Kosten würden in diesem Jahr aber nicht entstehen.

„Wir sind auf dem Weg zu einer vernünftigen Personalpolitik“, so der VG-Chef. „Wir dürfen aber nicht vergessen, diese Leute auch zu halten mit einer entsprechenden Vergütung und vernünftigen Perspektive.“

Zudem hatte die VG im Vorjahr Mehrkosten in Höhe von 13 600 Euro durch die Erstattung von Erziehungsgeld. Außerdem hatte das Einwohnermeldeamt 19 000 Euro weniger an Verwaltungsgebühren eingenommen als vorgesehen.

Statt dem Vermögenshaushalt wie geplant Geld zuführen zu können, mussten dem Verwaltungshaus nach Abschluss der Jahresrechnung 2017 mehr als 79 000 Euro zugeführt werden. Das Geld kam im wesentlichen aus der Rücklage der VG. „Die ist jetzt weitgehend aufgebraucht“, erklärte der Gemeinschaftsvorsitzende. Mit den VG-Haushalten in diesem und im nächsten Jahr und der erhöhten Umlage soll das im Vorjahr entstandene Finanzloch in Höhe von etwa 30 000 Euro wieder ausgeglichen werden. Wenn dies wie vorgesehen gelingt, könne die Umlage wieder sinken: im Jahr 2020 auf 128 Euro je Einwohner. Voraussetzung dafür sind jedoch stabile Einwohnerzahlen. Ab dem nächsten Jahr soll auch die geleerte Rücklage wieder aufgebaut werden, um den Mindestbetrag von 30 000 Euro zu sichern.

Größere Investitionen plant die VG in diesem Jahr nicht. Einzig für die Freiwillige Feuerwehr Crossen-Elstertal seien der Feuerwehrumlage 6000 Euro entnommen worden, erläuterte Bierbrauer eine Eilentscheidung vom Januar. Im Winter sei die Heizung im Feuerwehrgerätehaus in Crossen ausgefallen und musste, nachdem sie fast 20 Jahre in Betrieb war, anteilig erneuert werden.

Der VG-Haushalt 2018

Das Gesamtvolumen des Haushaltes 2018 der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen beträgt 1,47 Millionen Euro, davon entfallen knapp 1,46 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und gut 14 000 Euro auf den Vermögenshaushalt.

Das Volumen der VG-Umlage aus den Mitgliedsgemeinden steigt von 1,01 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,09 Millionen Euro.

Die Personalkosten für Angestellte sinken zwar leicht, die Höhe der Beamtenbezüge steigt aber um fast 32 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Angelika Munteanu / 22.06.18
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