Gemeindehaushalt

Hier werden aktuelle Informationen für die Gemeinde zur Verfügung gestellt

Gemeindehaushalt

Beitragvon jhmatz » 05.12.2014, 11:37

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Crossen wird wohl keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können

05.12.2014 - 07:55 Uhr
Der Crossener Gemeinderat wird am 18. Dezember über den Haushalt 2014 beraten. Einen Entwurf hat Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) bereits ausgearbeitet. Das Papier sieht aber alles andere als rosig aus.

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Crossen wird wohl keinen ausgeglichenen Haushalt für 2015 vorlegen können

Crossen. Noch ist nicht alles abgerechnet, aber Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) schaut trotzdem nicht besonders zuversichtlich in die Zukunft. Mit Stand vergangener Woche klafft in der Kasse der Gemeinde Crossen ein Loch von rund 200 000 Euro. Bei einer Einwohnerversammlung präsentierte er die Zahlen und die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre:

Über Rücklagen verfügt die Gemeinde nicht mehr, im Gegenteil: Kredite über 100 000 Euro für die Bestuhlung des Klubhauses, 200 000 Euro Kassenkredite und 290 000 Euro Anteil an der Sanierung des Gebäudes für die Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen drücken.
Der Kassenkredit, eine Art Dispokredit für Gemeinden, koste 3000 Euro Zinsen pro Jahr, sagte Berndt. Der Kredit über die Bestuhlung sei eigentlich im kommenden Jahr fällig gewesen, die Laufzeit wurde aber aufgrund der derzeit günstigen Zinsen verlängert.

2008 habe die Gemeinde noch über Rücklagen in Höhe von 1,2 Million Euro verfügt, erläuterte Berndt. Diese Summe sei - auch durch den Umbau des Klubhauses und die laufenden Kosten - immer weiter gesunken.

Auch die VG-Umlage sinkt: "Hier haben wir bisher noch von den höheren Einnahmen durch den Beitritt Schkölens 2009 und die Erhöhung der Umlage 2008 profitiert", sagte Berndt.

Jetzt sänken die Einnahmen allerdings, und in einem der nächsten Jahren stünde wahrscheinlich wieder eine Erhöhung an. Wie viele andere Gemeinden musste Crossen im laufenden Jahr mit weniger Schlüsselzuweisungen vom Land und einer höheren Kreisumlage wirtschaften. Wie hoch die Kreisumlage genau ausfallen wird, ist aber noch nicht entschieden.

Der Bürgermeister hat in den vergangenen Wochen an einer ersten Fassung der Haushaltsplanung gearbeitet und bereits an die Kommunalaufsicht geschickt. Dort soll geprüft werden, wo es noch Einsparpotenzial gibt, denn dieser erste Entwurf ist nicht ausgeglichen, sondern hat rund 200 000 Euro mehr Ausgaben als Einnahmen. "Ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich kriege den Haushalt nicht rund", sagte er.

Möglich wären beispielsweise Einsparungen beim ländlichen Wegebau, eine Reduzierung der Arbeitszeiten der Gemeindearbeiter und weniger Ausgaben für den Straßenbau. Rund 50 000 Euro könnten so eingespart werden, jedoch immer noch zu wenig, um einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Es laufe also auf einen unausgeglichenen Haushalt und vorläufige Haushaltsführung hinaus, sagte der Bürgermeister. Als Konsequenz müsste Crossen spätestens 2016 das Defizit ausgleichen, sonst würden alle freiwilligen Aufgaben gestrichen. Überhaupt machte der Unterhalt des Klubhauses einen Großteil der freiwilligen Ausgaben aus. Rund 42 000 Euro kosten die Nebenkosten des Gebäudes pro Jahr. Einnahmen durch Veranstaltungen deckten diese Ausgaben nur zu einem geringen Teil. Rund 10 000 Euro kamen im laufenden Jahr dadurch in die Gemeindekasse. Diese hohen Ausgaben für das Klubhaus schränkten den Handlungsspielraum der Gemeinde ein.

Für die anderen freiwilligen Aufgaben wie die Zuschüsse für die Vereine, Veranstaltungen, Rentnerbetreuung, Jugendarbeit, Sportstätten, einen Zuschuss für den Friedhof, die alte Brauerei bliebe nur relativ kleine Spielräume.

Der Crossener Gemeinderat wird am Donnerstag, 18. Dezember, über den Haushalt 2015 beraten. Zwei Tage zuvor ist eine Sitzung des Kreistages angesetzt. "Dann werden wir hoffentlich erfahren, wie hoch die Kreisumlage ausfallen wird", hofft Berndt. Damit soll dann zumindest eines der vielen Fragezeichen im Haushaltsentwurf wegfallen.


Julia Schäfer / 05.12.14 / OTZ
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Gemeindehaushaltszahlen 2004 - 2014

Beitragvon jhmatz » 07.12.2014, 17:15

Hier die Entwicklung der Finanzen als Statistik

http://www.crossen.de/bilder_fuer_forum ... 4-2014.pdf
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Schmerzhafte Einschnitte für die Gemeinde Crossen

Beitragvon jhmatz » 07.03.2015, 19:00

07.03.2015 - 06:34 Uhr
Lange sah es nicht so aus, als könnte Crossen einen ausgeglichenen Haushalt aufstellen. Mit vielen schmerzhaften Einschnitten ist es der Gemeinde jetzt gelungen, Einnahmen und Ausgaben auszugleichen.

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Crossen an der Elster. Teich in der Ortsmitte Foto: Julia Schäfer

Crossen. Der Haushaltsplan der Gemeinde Crossen steht. „Er ist auf Kante genäht und sieht viele schmerzhafte Einschnitte vor“, sagte Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) bei der Sitzung des Gemeinderats Crossen.

Unter anderem ist geplant, bei der Seniorenarbeit zu kürzen, die Arbeitszeiten der Bauhofmitarbeiter zu reduzieren, jede zweite Straßenlaterne auszuschalten, Straßenbau und Reinigungsarbeiten zurückzufahren und die Gebäude Bahnhofsstraße 3 und das ehemalige VG-Gebäude zu verkaufen.

Der Haushaltsplan wurde im Haupt- und Finanzausschuss ausführlich diskutiert. Er hat im Verwaltungshaushalt ein Volumen von knapp 1,8 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt von gut 1,8 Millionen Euro.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A werden auf 271 von Hundert und für die Grundsteuer B auf 389 von Hundert festgelegt. Die Gewerbesteuer liegt bei 357 von Hundert. Die Hebesätze bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Investitionen sind nur wenige geplant, unter anderem der Ausbau des ländlichen Weges an der Elster. Dafür sind 224 000 Euro an Ausgaben und 145 000 Euro an Einnahmen durch Fördermittel eingestellt. Für eine mögliche Sanierung des Sportplatzes in den Jahren 2016 und 2017 werden in diesem Jahr Planungskosten eingestellt. Auch im Rahmen der Städtebauförderung fallen Planungsleistungen an.

„Wir haben zweimal Gespräche mit der Kommunalaufsicht geführt. Wenn wir keinen Haushalt hinbekommen hätten, wären Kürzungen fällig gewesen, auf die wir keinen Einfluss hätten“, sagte Berndt.

„Der Haushaltsplan zeigt den Einsparwillen der Gemeinde“, sagte Jens Lüdtke (CDU). „Einsparungen bei den Mitarbeitern lehnen wir aber ab.“ Zugunsten der Handlungsfähigkeit der Gemeinde stimmte die CDU-Fraktion jedoch nicht gegen den Beschluss zum Haushalt, sondern enthielt sich der Stimme.

„Auch wir sind mit den vielen Einsparungen nicht zufrieden. Es tut uns sehr leid, aber es gibt keine Alternative“, sagte Lisa Beckmann (Linke) für ihre Fraktion. Der Beschluss für den Haushalt 2015 wurde bei vier Enthaltungen von der CDU und AfD angenommen.

Julia Schäfer / 07.03.15 / OTZ
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überplanmäßige Ausgaben und Straßenausbau-Gebührenbescheide

Beitragvon jhmatz » 05.09.2015, 16:16

Gebührenbescheide für Straßenausbau kommen im Oktober

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aus OTZ 5.9.2015
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Re: Gemeindehaushalt OTZ 17.12.17

Beitragvon jhmatz » 17.12.2016, 21:31

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Gemeinderat hat den Haushalt für 2018 beschlossen

Beitragvon jhmatz » 13.12.2017, 09:17

Investitionen sind damit für das kommende Jahr in Crossen gesichert.         

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Das Rosenthal in Crossen ist ins Förderprogramm zur Dorferneuerung aufgenommen worden, gleichberechtigt wie alle am Regionalen Entwicklungskonzept im Elstertal beteiligten Kommunen und Ortsteile. Im Rosenthal sollen Straße, Bachlauf, Hochwasserschutz sowie die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung modernisiert werden. Crossen wird sich finanziell an der Planung und mit den notwendigen Eigenanteilen an der Sanierung der Infrastruktur beteiligen. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. Mit Mehrheit hat der Crossener Gemeinderat den Haushaltsplan 2018 beschlossen. Damit sind auch geplante Investitionen für das kommende Jahr in der Gemeinde gesichert.
Haushaltsvolumen von 2,2 Millionen Euro

Das Gesamtvolumen des Haushaltes 2018 beträgt mehr als 2,2 Millionen Euro. Mehr als 1,8 Millionen Euro stehen der Gemeinde im Verwaltungshaushalt 2018 zur Verfügung – im Jahr zuvor waren es knapp 1,78 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt stehen 400 000 Euro. Aus dem Verwaltungshaushalt werden dem Vermögenshaushalt, aus dem Investitionen finanziert werden, knapp 166 000 Euro zugeführt. Der Vermögenshaushalt erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 24 000 Euro.
Keine neuen Kredite vorgesehen

Die Aufnahme von Krediten ist 2018 nicht vorgesehen. Nach Kreditaufnahmen in den Vorjahren und der geplanten Tilgung beläuft sich der Schuldenstand von Crossen zum Jahresende auf 624 000 Euro. 2018 sollen die Kredite mit weiteren 78 000 Euro getilgt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt in Crossen aktuell bei 394,68 Euro.

Geplante Investitionen

Investiert werden soll in den Brandschutz. Die Feuerwehr Crossen-Elstertal erhält 3300 Euro, also zwei Euro je Einwohner der Gemeinde.

Die Einnahmen aus der Infrastrukturpauschale des Landes nach dem Kita-Gesetz in Höhe von 10 000 Euro soll für Investitionen in der Kita eingesetzt werden.

Der Sport- und Freizeitpark an der Schule soll im Frühjahr 2018 fertiggestellt werden. Für 2018 werden anteilig an der Gesamtinvestitionssumme Einnahmen aus Fördermitteln in Höhe von 62 000 Euro eingeplant und Ausgaben in Höhe von 107 000 Euro. Die in diesem Jahr nicht genutzten Investitionsmittel werden als Haushaltsreste ins nächste Jahr übertragen.

Der ehemalige Schlosspark soll umgebaut werden. Für 2018 werden Planungskosten von 34 000 Euro eingestellt. Fördermittel für die Städtebausanierung in Höhe von 22 600 Euro werden erwartet.

Der Spielplatz soll neu gestaltet werden. Die benötigten 9000 Euro sollen komplett mit Fördermitteln finanziert werden.

Für die Dorferneuerung nach dem Gemeinde-Entwicklungskonzept im Elstertal werden für Planungsarbeiten 14 000 Euro eingeplant. Erwarteten werden 9000 Euro Fördermittel als Einnahmen.

Für den Ausbau im Rosenthal als Bestandteil der Dorferneuerung im Elstertal sind 50 000 Euro für die Planung vorgesehen. 32 500 Euro Fördermittel werden dafür als Einnahmen erwartet.

Für den Breitbandausbau in Crossen sind 46 200 Euro vorgesehen.
Wesentliche Einnahmen

Nachdem Crossen in diesem Jahr keine Schlüsselzuweisungen erhalten hat, da mit hohen Gewerbesteuer- Einnahmen gerechnet wurde, ist für 2018 wieder eine Einnahme durch Schlüsselzuweisungen vom Land in Höhe von 56 000 Euro vorgesehen. Ein Grund: Die Gewerbesteuereinnahmen 2017 sind nicht in geplanter Höhe ausgefallen. Die Gemeinde musste einen Teil der Steuereinnahmen zurückzahlen.

Aus dem Verkauf von Gemeindegrundstücken wird mit einer Einnahme von 90 000 Euro gerechnet.

Als Zuweisung vom Land für die Kita rechnet Crossen mit 117 600 Euro, das sind 20 900 Euro weniger als in diesem Jahr.

An Umlagen aus Nachbargemeinden für die Kita rechnet Crossen mit 66 700 Euro, 18 200 Euro mehr als 2017.

Der Zuschuss für einen Stadtmanager, der für 2017 mit 20 300 Euro eingeplant war, entfällt 2018, da sich für diese Aufgabe in der Gemeinde niemand gefunden hatte.

Mit Umsatzsteuer-Einnahmen in Höhe von 128 700 Euro wird gerechnet, 38 700 Euro mehr als in diesem Jahr.

An Einnahmen aus der Lohn- und Einkommenssteuer sind 401 200 Euro geplant, 23 800 Euro weniger als in diesem Jahr.

Crossen rechnet mit Nachzahlungen von Zinsen aus Gewerbesteuern in Höhe von 4000 Euro, macht 17 700 Euro weniger als 2017.
Wesentliche Ausgaben

Kreisumlage in Höhe von 518 100 Euro bei gleichbleibendem Hebesatz, da die Finanzkraft Crossens gesunken ist. Im Jahr 2017 waren es 552 000 Euro.

Schulumlage in Höhe von 35 600 Euro, das sind 2500 Euro weniger als in diesem Jahr

Miete für den Bauhof in Höhe von 600 Euro

Winterdienst für 5000 Euro

Gewerbesteuerumlage von 61 000 Euro

Zuführung zum Vermögenshaushalt 165 600 Euro.

Fahrzeughaltung für 18 000 Euro

Prüfgebühren 4000 Euro

Gutachten und Planungen 100 Euro
Grundstücks- und Gewerbesteuern

Die Hebesätze für die Grundsteuern der Gemeinde bleiben gegenüber 2017 unverändert:

Grundsteuer A für die Land- und Forstwirtschaftsbetriebe 271 vom Hundert (v.H.)

Grundsteuer B für Grundstücke 389 v.H.

Gewerbesteuer 395 v.H.
Ausgaben fürs Personal

Mit einem leichten Anstieg um 700 Euro wird bei den Ausgaben für die Gemeindearbeiter gerechnet.
Wo Crossen sparen will

Die Sachkosten verringern sich um 27 000 Euro. Gründe: Mietausgaben für den Bauhof um 13 500 Euro gesenkt, 7200 Euro weniger bei Geschäftsausgaben und 2000 Euro weniger Haltungskosten für die Fahrzeuge.
Rücklage wird wieder aufgestockt

Im Jahr 2018 sollen der Rücklage 49 200 Euro zugeführt werden. Damit kann die Höhe der Mindestrücklage wieder erreicht und die finanzielle Leistungsfähigkeit für Crossen gesichert werden.
Finanzplanung 2017 bis 2021

Investitionsumlage für die Feuerwehr

Maßnahmen der Städtebauförderung wie Schlosspark, Ausbau der Waldstraße und Ausbau im Rosenthal und die dazu gehörigen Planungs- und Beratungsleistungen
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