Dörfer im Elstertal: Fließen bald schon Fördermittel?

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Dörfer im Elstertal: Fließen bald schon Fördermittel?

Beitragvon jhmatz » 29.10.2017, 18:43

Über die Kreisgrenze hinweg: Mit Förderung zur Dorferneuerung können zehn Ortschaften in der Dorfregion Elstertal entwickelt werden

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Saale-Holzland-Kreis / Entwicklungsraum Elstertal / Foto: [xxx] OTZ


Region Elstertal. Für schöne Orte und auch den von Bürgern gewünschten Elster-Express im Busnahverkehr stehen die Zeichen bestens. Zehn Orte unterschiedlicher Gemeinden an der Weißen Elster von Bad Köstritz bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt haben vorgestern die Anerkennungsurkunden für die gemeinsame Entwicklung in der Dorfregion Elstertal erhalten.

„Das ist die Chance, mit Fördermitteln weiter zu entwickeln, was bereits besteht“, freut sich Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Im Frühjahr hatten Bürger aus den zehn beteiligten Orten im Elstertal gemeinsam mit dem Stadtplaner Ingo Quaas aus Weimar in langen Werkstatt-Abenden zusammengearbeitet, um Ideen zu entwickeln für eine gemeinsame Entwicklung im Elstertal. Die Voraussetzung für den Förderantrag, der bis Ende Mai zu stellen war. Von Crossen sind die Ortsteile Ahlendorf und Tauchlitz beteiligt. „Was mit unserem Startprojekt Scheithofplatz am Floßgraben werden kann, müssen wir sehen“, sagte Berndt. Für Tauchlitz sei unter anderem ein Erlebnispark zum Thema Wasserkraft angedacht. Ortsübergreifend könnte sich Berndt vorstellen, dass der Elsterradweg attraktiver gestaltet würde mit Kunstobjekten und Rastplätzen. „Das käme allen Orten in unserer Region zugute.“

Auch der Silbitzer Bürgermeister Silvio Mahl ist „sehr zufrieden“ mit der Anerkennung für die Dorfentwicklung. „Das ist gut für die gesamte Region.“ Für den Ortsteil Seifartsdorf ist der Hochwasserschutz das Startprojekt, „damit das Wasser nicht ins Dorf läuft“. Die Gemeinde möchte in Löschteiche, Wege und Straßen investieren. Genaue Vorhaben sollen in der nächsten Ratssitzung benannt werden für den Haushaltsplan 2018, damit die notwendigen Eigenmittel frühzeitig gesichert sind. Für Mahl ist es wichtig, dass mit dem Förderprogramm auch private Eigentümer die Chance erhalten, mit Zuschüssen Dächer, Tore und Mauern an ihren Höfen zu sanieren.

Joachim Fritzsche, Erster Beigeordneter und derzeit in Vertretung des Bürgermeisters von Hartmannsdorf aktiv, sagte im Gemeinderat: „Es zeigt, dass die Regierung wieder etwas mehr Wert auf ländliche Regionen legt.“ Bei Umsetzung der Ideen werde man möglichst viele Bürger einbinden. So hofft man etwa, dass die Straßendecke im „Kleinen Dorf“ mit Mitteln aus dem Topf in einen vernünftigen Zustand versetzt werden kann.

Auch für die Bürgermeister der Stadt Bad Köstritz mit ihren Ortsteilen Pohlitz, Gleina und Reichardtsdorf sowie der Gemeinde Caaschwitz ist die Zusage zum Förderprogramm eine gute Nachricht. „Ich freue mich sehr darauf, dass unsere Ortsteile davon profitieren“, sagte Dietrich Heiland, CDU-Bürgermeister von Bad Köstritz. Er sieht jetzt viele Möglichkeiten, an Unterstützung für Projekte zu kommen, die man ab Anfang 2018 umsetzen will. In Reichardtsdorf sollen nach Möglichkeit ein neues Versammlungsgebäude und ein Mehrgenerationenplatz entstehen, die Kirchenkapelle und der Feuerwehrstandort saniert werden. Für Gleina steht die naturnahe Gestaltung des Teichs an, ebenso die Teichertüchtigung in Pohlitz. „Natürlich müssen wir die Projekte gut begründen. Doch da sie helfen werden, die Dorfflucht zu stoppen, sehe ich gute Chancen auf Förderung“, so Heiland.

Sein Amtskollege Dieter Dröse (CDU) aus Caaschwitz hat auch ein gutes Gefühl für angedachte Projekte wie die energetische Sanierung von Dach und Fassade des Kindergartens sowie den Aufbau eines attraktiven Festplatzes im Ortskern. „Aber wir befinden uns in der Konsolidierung. Die Bereitstellung der Eigenanteile wird für uns trotz Förderung schwer“, gibt er zu Bedenken. Nun müsste man zudem ein Ingenieurbüro beauftragen, das die Dorfentwicklung über die nächsten fünf Jahre betreut. Eine konkrete Projektplanung stünde dann erst als zweiter Schritt an.

OTZ Angelika Munteanu / 28.10.17
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