Schülerkaffee

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Beitragvon jhmatz » 10.11.2015, 22:24

Eine Spende und weitere Vorhaben für das Schülercafé in Crossen

OTZ 10.11.2015 - 06:02 Uhr
Wenn draußen die Herbststürme wehen, können die Crossener Schüler ihrem Hobby, dem Fußball, trotzdem frönen – an einem Tischkicker.

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Jürgen Meißner von Meißner Paper & more Eisenberg, sponserte für die Grund- und Regelschule in Crossen ein Tischkickerspiel. Foto: Schule

Crossen. Ein nigelnagelneues Tischfußballspiel steht neuerdings im „Schülercafé“ der Grund- und Regelschule in Crossen. In den Pausen ist es dicht umlagert und am Nachmittag bei den Hortkindern beliebt.

Geschenkt bekommen hat die Schule das Spiel von Jürgen Meißner, Inhaber des Unternehmens Meißner Paper & more in Eisenberg. Das feierte kürzlich sein 25-jähriges Bestehen und das war dem Firmenchef Anlass, der Grund- und Regelschule in Crossen das Tischkickerspiel zu sponsern.

Die Freude bei den Kindern und auch bei den Mitgliedern des Schulfördervereins der Grund- und Regelschule Crossen sei groß gewesen.

Der Schulförderverein, der sich in vielen Belangen für die Schule und deren pädagogische Arbeit engagiert, hat wie Britt Woosmann und Marion Hollstein vom Vorstand berichten, in jüngster Vergangenheit viele neue Mitglieder gewinnen können. Eine seiner Aktionen, mit denen Geld in die Vereinskasse – und damit für die Schule fließen soll, ist die Herstellung eines Kalenders. In diesem Jahr vereint er kreative Schülerarbeiten zum Thema „Meine Lieblingsplätze“. Beim diesjährigen Teichfest in Crossen wurden zahlreiche Kalender verkauft.
Jüngstes Projekt, bei dem Schule, Förderverein und Bürgermeister Uwe Berndt zusammenarbeiten, ist die Wiedereröffnung des Schülercafés. „Das war damals über die Schulsozialarbeit eröffnet worden, doch leider ist es nun schon an die fünf Jahre geschlossen“, berichtet Sandra Bosse, Schulleiterin der Grundschule. Die Schüler hätten jedoch den großen Wunsch, hier wieder frühstücken zu können. Jetzt solle versucht werden, mit einem Bundesfreiwilligen an einen Neustart zu gehen.

Redaktion / 10.11.15 / OTZ
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Gesundes Essen im Schülercafé in Schülerhand

Beitragvon jhmatz » 20.09.2017, 11:07

Schülercafé eröffnet in Crossener Regelschule

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Paul Bremer und Sina Schlundt kümmern sich um das leibliche Wohl der Crossener Regelschüler. Foto: Martin Hauswald

Crossen. Allein vom Geruch her stimmt schon alles im Schülercafé der Crossener Regelschule. In der Luft liegt der Duft von frisch gebackenem Kuchen. Kleine Teller mit Plätzchen stehen bereit, genauso wie frisch gebrühter Kaffee. Dass gestern vor allem Süßigkeiten dominierten, war eher dem feierlichen Anlass, der offiziellen Eröffnung des Schülercafés, geschuldet.

Denn: „Wir kümmern uns darum, dass die Schüler hier gesundes Essen bekommen“, sagt Sina Schlundt. Die Zehntklässlerin betreut zusammen mit Paul Bremer aus der neunten Klasse das Schülercafé. „Wir machen dann halt auch mal einen Gemüseteller. Außerdem fragen wir bei den Schülern rum, was sie zum Mittagessen wollen“, ergänzt Bremer.

Mittlerweile werde das Café auch gut angenommen, sagt Schlundt: „Die Fünftklässler haben ein wenig Zeit gebraucht, um sich einzugewöhnen. Aber jetzt läuft der Laden. „Ergänzt wird das Team durch eine Stelle, die über den Bundesfreiwilligendienst realisiert wird.

Inoffiziell ist das Schülercafé schon seit dem 10. August in Betrieb, seit gestern also auch ganz offiziell. „Für die Schüler ist es eine schöne Sache, ihre Freistunden auch unter einem geschlossenen Dach verbringen zu können“, sagt Schulleiterin Sylvia Köpnick. Immerhin bieten die Räumlichkeiten nicht nur Verköstigungsangebote, sondern mit Billardtisch, Dartscheibe und Kicker auch Freizeitangebote. „Wir freuen uns, dass wir das Schülercafé aus dem Dornröschenschlaf erwecken konnten“, ergänzt Schulleiterin Köpnick. Ein besonderer Dank gelte dabei Brit Woosmann, die bereits im vergangenen Schuljahr die Räume für den Betrieb hergerichtet habe, sagt die Schulleiterin.

Auch Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) zeigt sich erfreut vom neuen Schülercafé: „Das ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Schule.“

1000 Euro für das Grüne Klassenzimmer

Neben den Gratulationen durfte sich die Schule auch über eine finanzielle Unterstützung freuen. So spendete Stefan Borzym von der Firma Party-Team 1000 Euro für das Grüne Klassenzimmer der Regelschule. „Ich bin selbst zehn Jahre hier zur Schule gegangen. Und so kann ich den Ort unterstützen, der die Zukunft der Kinder entscheidend mitprägt“, sagt Borzym.

Weitere 1000 Euro für das Grüne Klassenzimmer erhielt die Regelschule bereits in der vergangenen Woche von der Firma Hollstein Lohnschweißerei.

OTZ
Martin Hauswald / 18.09.17
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Crossener Schüler kämpfen mit Unterschriften für ihr Schüler

Beitragvon jhmatz » 22.02.2019, 14:57

Schülercafé in Crossen vorerst dicht: Deswegen gab es nun eine Unterschriftensammlung von Schülern und Schreiben der Gemeinde an den Landrat.

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Das Schülercafé an der Schule Crossen ist dicht, da die Fördermaßnahme der Betreuerin beendet ist. Schüler, Eltern, Schule und Gemeinde fordern den Erhalt und schreiben an den Landkreis als Schulträger Foto: Angelika Munteanu

Crossen/Eisenberg. Etwa 100 Unterschriften von Kindern aus dem Crossener Schulkomplex stehen auf einer langen Unterschriftenliste. Die Schüler wollen „ihre Frau Pfützner“ wiederhaben. Bis kurz vor den Winterferien hat sie als Bundesfreiwillige das Schülercafé im Schulkomplex in Crossen betreut. Dann war die geförderte Maßnahme beendet. Seitdem ist das Schülercafé zu und wurde auch in dieser Woche nach den Winterferien nicht wieder geöffnet, weil es an einer Betreuung fehlt.

Die Unterschriftensammlung ist an das Landratsamt geschickt worden, dazu ein Brief der Elternschaft. „Das war vor zwei Wochen“, sagt Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Die Post an den Landrat sei verbunden gewesen mit der Bitte, dass bei einer Lösung geholfen wird. Den kommunalen Zuschuss für die Bundesfreiwillige von 500 Euro im Jahr habe zuletzt die Gemeinde bezahlt, erinnert der Bürgermeister. Er sieht jedoch auch den Schulträger in der Pflicht.

Landratsamt prüft Fördermöglichkeiten

Ähnlich die Sicht der Crossener Regelschulleitung. „Das Schülercafé wird gebraucht“, sagt Schulleiterin Sylvia Köpnick . Nicht nur für die Pausenversorgung. Es ist auch der Raum, in dem vor allem die Regelschüler Hausaufgaben erledigen und die Zeit verbringen, bis sie der Schulbus nach Hause fährt. Den nutzen viele der Kinder, die aus den umliegenden Dörfern im Heideland und teils sogar als Gastschüler aus Eisenberg und aus Sachsen-Anhalt kommen.

Das Lehrerkollegium könne die Betreuung des Schülercafés nicht noch zusätzlich absichern, sagt die Schulleiterin. Zudem sei es wichtig, dass die Kinder in solch einer Einrichtung eine dauerhafte Bezugsperson haben – auch über die begrenzte Zeit von sogenannten Maßnahmen hinweg. Dass Frau Pfützner eine Vertrauensperson für die Kinder ist, zeigt die von einem Schüler initiierte Unterschriftenaktion.

„Die Unterschriftenliste der Schüler liegt dem Landrat bislang nicht vor“, hieß es auf Zeitungsnachfrage am Mittwoch aus dem Landratsamt. Dazu wird erläutert: „Der Landkreis unterstützt das Engagement für das Schülercafé vor Ort, indem er die Räume kostenfrei zur Verfügung stellt.“ Ob es darüber hinaus weitergehende Möglichkeiten der Unterstützung – zum Beispiel über Förderprogramme – geben könne, werde derzeit geprüft, teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung mit.

Schule in Crossen kein Einzelfall im Landkreis

Ein Einzelfall ist das jetzt geschlossene Schülercafé in Crossen aktuell nicht. Die Einrichtung, die es an der Regelschule in Eisenberg bis vor wenigen Jahren gegeben hat, wird derzeit auch nicht betreut. Im Sommer 2016 hatte die ehrenamtliche Betreuerin Eisenberg verlassen. Seitdem suchen der Schulförderverein als Träger des Schülercafés und die Schule händeringend nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Bisher vergeblich. „Wenn jemand die Betreuung des Schülercafés übernehmen möchte, kann er sich gern bei uns melden“, hieß es am Mittwoch aus dem Sekretariat der Schulleitung.

Auch an der Gemeinschaftsschule Bürgel gibt es derzeit kein funktionierendes Schülercafé. „Die Einrichtung haben wir, aber es ist noch nicht geklärt, wie sie betreut wird“, sagte Schulleiter Dirk Hänse . Im Moment sei das Schülercafé allerdings nicht die größte Baustelle für die Gemeinschaftsschule.

In dem Schulneubau, der größer ist als das bisherige Schulhaus und der am Wochenende mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet wird, sei noch vieles auch für die Lehrer in den Abläufen zu regeln und neu zu organisieren.

OTZ Angelika Munteanu / 21.02.19
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Meine Meinung: Angelika Munteanu über Ungeklärtes im System

Beitragvon jhmatz » 22.02.2019, 14:58

Ein Mittagessen, das Kindern schmeckt, Hausaufgabenbetreuung, ein Raum zum Spielen und Quatschen – das ist das, was Schüler brauchen nach dem Unterricht, ehe sie der Schulbus nach Hauses fährt. Doch genau dieses Angebot fehlt an etlichen Regelschulen im Landkreis.
21. Februar 2019 / 02:58 Uhr

Für die Jüngeren an den Grundschulen ist der Hort da, die Größeren sind außen vor, wenn das Schülercafé dicht macht, wie jetzt aktuell in Crossen.

Der Kampf der Crossener Schüler und Eltern um den Erhalt ihres Schülercafés ist aller Ehren wert. Dennoch fehlt es an einer grundsätzlichen Lösung, die allen Regelschülern im Landkreis zugute kommt. Anders als in der Großstadt, wo die Kids nach dem Unterricht nach Hause gehen können, weil sie gleich um die Ecke wohnen, sind die Schulwege und damit auch die Heimwege von der Schule für die meisten Schüler weit. Und im Grund erfüllen die Schulen längst die Aufgabe von Ganztagsschulen, auch wenn sie so nicht bezeichnet werden.

Diesem Erfordernis müssen auch die Angebote entsprechen. Bislang ging‘s im Ehrenamt oder mit Förderung. Nun offensichtlich nicht mehr. Gebraucht wird eine grundsätzliche Lösung auf Dauer für alle Schulen im Saale-Holzland.

OTZ Angelika Munteanu / 21.02.19
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6. März 19 - Keine Lösung für Schülercafé in Crossen

Beitragvon jhmatz » 06.03.2019, 11:04

Crossen. Für das Schülercafé in Crossen zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab.
Seit September 2016 und bis kurz vor den Winterferien wurde das Café von einer Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst betreut.
Seitdem ist es geschlossen, weil die Maßnahme ausgelaufen ist und nicht verlängert werden kann.

„Wir haben alles versucht, um Gelder zu finden, bis hin zum Land“, so Uwe Berndt .
Denn die Schüler würden „ihre Frau Pfützner“ gerne behalten, sammelten sogar rund einhundert Unterschriften dafür.
Der Landkreis als Schulträger sieht keine Möglichkeit, die weitere Beschäftigung von Frau Pfützner in irgendeiner Form zu fördern, informierte Uwe Berndt zur jüngsten Gemeinderatssitzung am Montagabend.
Es seien vom Landratsamt lediglich Vorschläge unterbreitet worden, zum Beispiel, dass der Schulförderverein als Arbeitgeber die Betreibung des Cafés absichern könnte.
Auch der Versuch, via Zeitung, Amtsblatt oder Facebook einen neuen Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst zu finden, sei bisher gescheitert.

Berndt bedauert das Aus für das Schülercafé sehr: „Es hatte sich zu einem richtigen Treffpunkt für die Schüler entwickelt.“

OTZ Susann Grunert / 06.03.19
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