Bewerbertraining

Bewerbertraining

Beitragvon hrpoehl » 07.12.2015, 13:29

Bewerbungen trainieren
Kann man trainieren, wie man sich gut und erfolgreich bewirbt?
Ja, man kann. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Regelschule in Crossen wagten diesen Versuch am 26. November, als dort der Bewerbertag stattfand. Im Rahmen des Unterrichts hatten sie sich vorher mit der Anfertigung einer Bewerbungsmappe beschäftigt. Nun kam es darauf an, sich in einem „richtigen“ Bewerbungsgespräch so gut wie möglich zu präsentieren. Hierzu hatte die Schule Vertreter von Firmen der Umgebung geladen, die ohne zu zögern in die Schule kamen. An dieser Stelle gilt unser Dank all denen, die unseren Schülern an diesem Tag zur Seite standen: Herrn Buff von der Tischlerei Buff aus Crossen , Herrn Keppler von Silbitz Group, Herrn Pauli vom Chemiewerk in Bad Köstritz, Frau Brettschneider von der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen, Herrn Stets vom Handelshof Globus in Hermsdorf, Herrn Fuglsang vom Gut Thiemendorf sowie Herrn Schakau von der Barmer GEK, der uns schon seit vielen Jahren dabei begleitet. Die Schüler erhielten zahlreiche Hinweise für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Nun liegt es an den Bewerbern von morgen, diese wertvollen Tipps zu beherzigen. Dazu wünschen wir viel Erfolg und freuen uns schon auf einen weiteren Projekttag zu diesem Thema im kommenden Schuljahr.
Die Organisatoren des Bewerbertages an der Regelschule „Elstertal“
hrpoehl
 
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Bewerbung simuliert in Regelschule

Beitragvon jhmatz » 04.12.2017, 08:15

Ausbilder von fünf möglichen Arbeitgebern fühlen Neuntklässlern auf den Zahn, sichten Bewerbungen und geben Tipps für künftige Azubis

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Paul Bremer besucht derzeit die 9. Klasse. Bald ist es Zeit, sich zu bewerben. Ein simuliertes Vorstellungsgespräch hilft dabei. Foto: Florian Girwert

Crossen. Zum Auftakt hat Paul Bremer gleich eine Frage: „Soll man zu Beginn die Hand geben?“ Er habe gehört, es sei vielleicht besser, erst angesprochen zu werden. Ronny Keppler sieht das anders: „Gleich die Hand geben ist netter.“ Willkommen beim Bewerbertraining der 9. Klasse in der Regelschule Crossen. An diesem Freitag haben sich Vertreter von fünf Arbeitgebern zur Schule aufgemacht, um Neuntklässlern auf den Zahn zu fühlen, Bewerbungsmappen zu sichten, simulierte Vorstellungsgespräche zu führen – und Fragen aller Art zu beantworten. Dass es oft Missstände bei Bewerbungen gibt, kann Keppler berichten: „Wir hatten auch schon Bewerber in Jogginghose“, sagt er. Am Outfit des Neuntklässlers ist nicht auszusetzen. „Es kommt ja auch immer darauf an, wo sich jemand bewerben will“, sagt er. In einer Bank seien die Erwartungen anders als in einem Industriebetrieb. Doch erst einmal gilt es, überhaupt zum Vorstellungsgespräch zu kommen – und dafür müssen die Bewerbungsunterlagen überzeugend und vollständig sein. „Praktikumsbescheinigungen auf jeden Fall anhängen, selbst wenn ich weiß, dass die oft wohlwollend formuliert sind“, so der erfahrene Ausbilder.

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Beim Bewerbungstraining an der Regelschule Crossen waren Vertreter von fünf Arbeitgebern zugegen, um den Schülern zu helfen. Einer von ihnen war Ronny Keppler, Ausbildungsverantwortlicher bei Silbitz Guss in Silbitz. Foto: Florian Girwert

Dann stellt er Fragen zu Noten oder Anmerkungen der Lehrer im Zeugnis. „Das muss man sich gefallen lassen, schließlich will man im Betrieb möglichst erfolgreich arbeiten.“ Paul Bremer zieht in Erwägung, Erzieher zu werden – daher gibt Keppler im Gespräch den Leiter einer Kita und will ganz genau wissen, wie sich der junge Mann den Tagesablauf vorstellt, ob er bereits Erfahrung hat und wie die Noten in den wichtigen Fächern sind. „Da ist auch interessant, ob jemand sich zum Beispiel im Sportverein engagiert, da erfahre ich nämlich etwas darüber, ob jemand mit Menschen umgehen kann.“ Immerhin sei klar, dass ein Jugendlicher nicht viele echte Referenzen habe – also müsse man als möglicher Ausbilder auf andere Aspekte schauen, um etwas über Bewerber zu erfahren.

Schulleiterin Sylvia Köpnick hält das Training für wichtig – auch wenn es der Schule einige Mühe abverlangt, es zu organisieren. Aber Berufsvorbereitung sei wichtig. „Deswegen machen wir auch, was möglich ist.“ Dann verweist sie darauf, dass der simulierte Bewerber Paul Bremer im echten Leben immerhin stellvertretender Schülersprecher ist – zweifellos ein Pfund, mit dem der junge Mann bei einer möglichen Erzieherausbildung wuchern könnte.

OTZ Florian Girwert / 02.12.17
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