Schulförderverein

Schulförderverein

Beitragvon jhmatz » 09.09.2015, 19:01

Im Gegensatz zum Flyer glaube ich, dass die Internetadresse der Regelschule folgende ist:

http://rs-crossen.de
info@rs-crossen.de


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Re: Schulförderverein

Beitragvon hrpoehl » 14.09.2015, 12:52

Das ist richtig. Wir werden diesen Fehler ändern. Danke.
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Offener Brief einer Mutter: Eltern-Engagement ausgebremst

Beitragvon jhmatz » 08.10.2017, 18:32

Brandbrief zur Lage der Schulen im Kreis von Marion Hollstein vom Förderverein der Grund- und Regelschule Crossen.

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Marion Hollstein ist Mutter dreier Kinder und engagiert sich im Förderverein der Grund- und Regelschule in Crossen. Das Engagement der Eltern sieht sie nicht ausreichend gewürdigt. Foto: Florian Girwert

Crossen/Eisenberg. Es war tatsächlich nur ein Tropfen, der das Fass bei Marion Hollstein zum Überlaufen brachte. Dass engagierte Eltern belohnt werden, die an den Schulen ihrer Kinder etwas verbessern wollen, hat die dreifache Mutter nicht erwartet. Doch dass Eltern oder Fördervereinen auch noch Steine in den Weg gelegt werden, ist aus Sicht Hollsteins zuviel – auch deshalb hat sie einen offenen Brief an Landratsamt, Landesregierung und unsere Zeitung geschrieben, in dem sie ihrem Ärger Luft macht. Etwa seien bei den Schulsozialarbeitern von Eisenberg, Schkölen und Crossen eine Personalrochade vorgenommen worden, die kontinuierliches Arbeiten erschwere.

Zudem beklagt Hollstein, dass der Förderverein der Schule überraschend einen Teil der Kosten für den Sonnenschutz der Klassenzimmer bezahlt hat, um den schwierigen Status quo zu überwinden. Eigentlich waren dafür Mittel aus einem Landestopf vorgesehen. Die aber kommen erst im Jahr 2018 zum Einsatz. „Ich war erschrocken, als dieses Geld weg war.“ Gebraucht hätte man es schließlich an anderer Stelle. Der Förderverein bemüht sich gerade um die Finanzierung eines sogenannten Grünen Klassenzimmers auf dem Gelände der Schule. Dort sollen Kinder die Möglichkeit bekommen, bei gutem Wetter an der frischen Luft kleine Theateraufführungen zu erleben, ihre Zeugnisse zu erhalten oder einfach in Ruhe etwas zu lesen.

Für die Pläne waren in der ersten Stufe insgesamt 11 000 Euro nötig, die mit Hilfe externer Sponsoren, einer Förderung des Umweltministeriums und aus Eigenmitteln des Vereins bezahlt werden sollten.

Der Eigenanteil fiel aber zunächst geringer aus als eigentlich gewünscht, da man sich im Lauf des Jahres gezwungen sah, beim Sonnenschutz an der Schule als Notnagel herzuhalten. „Die 5. Klasse hat ja teilweise an der Tafel nichts mehr gesehen, wenn die Sonne ungünstig stand.“ Man sah sich genötigt zu handeln – mithin fehlten die finanziellen Mittel dann beim Grünen Klassenzimmer.

Immerhin ist nur klar, dass die Schule im kommenden Jahr ihren Sonnenschutz vollständig erhält. Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) habe sich dafür noch einmal eingesetzt beim Landratsamt. „Ich weiß, schön ist diese Sache nicht“, sagt Berndt auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das Geld sei im Kreis-Haushalt zwar bereits verankert, die Ausschreibung aber erst kürzlich erfolgt, so dass die Arbeiten erst im kommenden Jahr beginnen können. Er bedauert, dass der Förderverein das bereits investierte Geld im Zuge der regulären Arbeiten nicht zurückerhalten kann. Das Landratsamt bestätigt: „Die rückwirkende Auszahlung von in Maßnahmen investierter Gelder ist im angesprochenen Fall aufgrund gesetzlicher Regelungen leider nicht möglich.“

Derweil scheint immerhin das finanzielle Problem des Fördervereins gelöst, mittlerweile seien weitere Spendengelder für das Grüne Klassenzimmer angekommen – Privatleute und Unternehmen fangen über den Förderverein auf, was der Staat an dieser Stelle auch aus Sicht der Eltern zu lange nicht leisten konnte.

Derlei Probleme stünden im Widerspruch dazu, dass Eltern noch zu Beginn des Jahres von Landrat Andreas Heller (CDU) ermutigt und gelobt worden seien für ihr Engagement. Auch das Bildungsministerium lobe die Elternvertretung für ihr Engagement – in konkreten Sachfragen allerdings sieht Hollstein Sorgen der Eltern zu wenig gehört.

Weiteres Geld beim Spendenlauf einwerben

So habe man sich etwa erkundigt, ob angesichts zunehmender Bestrebungen zur Inklusion von Schülern mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten die dafür nötige Anpassung der Gebäude ausreichend voranschreite. Die Antwort, die unserer Zeitung vorliegt, weicht dabei aus: Häufig seien mobile Hilfsmittel erprobt und verfügbar – und Schulumbauten müssten bereits seit einigen Jahren DIN-Vorschriften für öffentliche Gebäude genügen, was auch dem Bedarf bei vermehrter Inklusion entspreche. Hollstein moniert zudem, es gebe oft eine Tendenz, im Zweifel den Schwarzen Peter der jeweils anderen staatlichen Stelle zuzuweisen.

Die Grund- und Regelschule in Crossen ist derweil auf der Prioritätenliste des Landkreises immerhin in der Kategorie B für eine Komplettsanierung zu finden.

Dennoch wird es vorerst bei der Ergänzung des Sonnenschutzes für alle Klassenzimmer im Jahr 2018 bleiben, womit sich die Lernbedingungen auf der Südostseite des Schulgebäudes verbessern. Zusammen mit der Fertigstellung des Grünen Klassenzimmers wird die Schule damit erheblich aufgewertet.

Uwe Berndt ist derweil optimistisch: „Der Spendenlauf zur Eröffnung des Sport- und Freizeitparks wird weitere Mittel einspielen fürs Grüne Klassenzimmer.“ Derzeit wird der Park neben der Schule gebaut. Die Eröffnung samt Spendenlauf soll zusammen mit Vereinen aus der Gemeinde veranstaltet werden – allerdings erst im kommenden Jahr. Einige Unternehmer, darunter das von Familie Hollstein, hatte ein Überbrückungsfinanzierung für das Projekt zugesichert.

Der offene Brief von Frau Hollstein:

Schule – die Zukunft unsere Kinder

Sehr geehrte Damen und Herren Politiker -innen, soll das unser Ziel sein ?

Klassenstärken bis 28 Kinder, in denen alle Inklusionskinder, neben verhaltensauffälligen Kindern und Kindern mit Teilleistungsschwächen von einer Lehrer/-in unterrichtet werden

Kinder mit Lernschwierigkeiten im Alter von 12 Jahren in der 4 Klasse arbeiten und nach dem Lehrplan der 2. Klasse unterrichtet werden, weil wir die Förderschulen abschaffen

Ausgebildete Sonderpädagogen, die von Schule zu Schule fahren und in verschiedenen Klassen hin & wieder mal eine Schulstunde unterstützen oder den Unterricht übernehmen, wenn Klassenlehrer krank sind

Kinder ihre Schule nicht innerhalb ihres Landkreises wechseln können, ohne einen kompletten Schulbuchneukauf bzw. Umstellung des Schulkonzeptes in Kauf zu nehmen

Kinder nur noch bestimmte Klassen wiederholen können ( wenn ich den Stoff der 1 Klasse nicht verstanden habe, erst einmal mit in die 2. Klasse versetzt werden; ( Meiner Meinung nach verstärkt dies nicht gerade das Selbstwertgefühl der Kinder. )

Zeichen-, Musik- und Englischunterricht, welcher teilweise komplett ausfällt

Lehrer, die auf Weiterbildungen in Hinblick auf die Inklusionsbeschulung warten müssen bzw. nie eine belegen müssen oder können

Horterzieher für die ein Schlüssel 1 zu 20 festgelegt ist, egal ob Kinder mit sonderpädagogischem Hintergrund den Hort besuchen

Verstopfte Toiletten, die aufgrund von Haushaltsperren nicht repariert werden

Klassenfahrten die aufgrund mangelndem Angebotes, mangelndem Personal und Finanzierung nicht stattfinden oder auch aufgrund des hohen Aufwandes gar nicht mehr angeboten werden, wie z.B. Skilager

Kinder aus sozial schwachen Familien, die kein Mittagessen bekommen, da das Geld an ihre Eltern ausgezahlt wird und nicht direkt an die Einrichtungen

Lehrpläne aus den 60 er Jahren ? ( Warum wird Faust von der 10- 12. Klasse zerlegt, wenn wir uns doch mittlerweile mit anderen sozialpolitischen oder geschichtlichen Themen auseinandersetzen sollten ?)

Kinder in der 5. Klasse die Regelschule besuchen und in Musik, Geschichte und Englisch bei einer Klassenstärke von 26 Schülern nur 4 neue Englischbücher bekommen, da kein Geld mehr für mehr Bücher zur Verfügung stehen

Grundschulkinder die keine Schreibschrift mehr schreiben , dies aber in den weiterführenden Schulen vorausgesetzt wird

Grundschüler, die keine Diktate mehr schreiben, dies aber ab der 5. Klasse wieder im Lehrplan steht

Gymnasiasten, die nach dem Abitur den amerikanischen Regierungssenat kennen, aber nicht wissen, wie unser deutsches Wahlsystem funktioniert

Chronischen Lehrermangel, der viele Ausfallstunden mit sich bringt

Viel zu viele Lehramtsstudenten für Sport, Deutsch und Geographie, aber nur wenige für Mathematik, Physik und Chemie, Biologie

Schulgebäude mit stinkenden Toiletten, kaputten Fenstern, überaltertem Inventar, ohne Fluchtwege und funktionierende Alarmsignale

Dies alles sind Sachen, die mir als berufstätige 3fach Mutti sofort einfallen. Ich habe mich auch persönlich für unsere Crossener Grundschule engagiert und auch im SHK. Die Lehrer und Erzieher sind für jede Unterstützung dankbar, aber sowohl sie als auch Eltern und vor allem unsere Kinder sitzen zwischen 2 Stühlen. Zum einem dem Bildungsministerium und zum anderen dem Schulamt bzw. dem Landratsamt ( zuständig für Gebäude und Schulinventar ) Und hier schiebt jeder dem anderen die Verantwortlichkeiten zu.

Das Lehrer und auch Eltern diesen Krieg leid sind, ist mehr als verständlich, verfolgt man doch tagtäglich die Steuergeldverschwendung und Bürokratiehürden in den Medien. Würde in der freien Wirtschaft so mit Geldern hantiert, wissenschaftl. Analysen so ausgewertet, glaube ich nicht das die Steuereinnahmen so sprudeln würden, wie zur Zeit.

Ich schätze mich glücklich in einem Land zu leben, in dem meine Kinder kostenfrei zur Schule gehen können. Aber mit der Verteilung und Prioritätensetzung in unserem Land bin ich sehr unzufrieden, denn unsere Kinder sind unsere Zukunft.

Marion Hollstein

OTZ
Florian Girwert / 05.10.17
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Große Schäden durch Vandalismus

Beitragvon jhmatz » 13.10.2017, 06:44

13. Oktober 2017 / 02:01 Uhr

Eisenberg. Es sei im Grunde ein Missverständnis, sagt Landrat Andreas Heller (CDU). Er meint einen der Kritikpunkte aus einem offenen Brief, den Marion Hollstein an unsere Zeitung geschrieben hatte. Darin hatte die dreifache Mutter aus Hartmannsdorf Kritik an Lehrplänen geübt, aber auch am Zustand der Schulen – explizit hatte Hollstein etwa auf den Zustand mancher Toilette hingewiesen. Diese Kritik war von Kreistagsmitglied Michael Gauer (SPD) bezüglich zweier Kahlaer Schulen ebenfalls angebracht worden.

Oftmals, so sagte der Landrat, liege das Problem bei fehlender Abstimmung und Kommunikation. Er habe sich zum Ziel gesetzt, Schulleitungen über mögliche Vorhaben besser zu unterrichten. Um die ehrenamtliche Arbeit der Eltern, etwa in Fördervereinen, besser zu würdigen, soll demnächst eine Dankeschön-Veranstaltung für die Elternvertreter im Landkreis auf die Beine gestellt werden.

Heller bemängelte, dass dem Kreis die Möglichkeit der Invest-Pauschale fehle. „Gäbe es das noch, könnte der Kreistag über den Einsatz der Mittel entscheiden.“ Derzeit erlaube der rechtliche Rahmen, dass das Land konkrete Projekte fördere.

Immerhin, das Investitionsprogramm für die Schulen habe man im Kreistag ohne Gegenstimmen beschlossen – allein die Mittel dafür sind begrenzt. 2,5 Millionen Euro pro Jahr steckt der Landkreis in Sanierungen an Schulen. Den Sanierungsbedarf hatte das Landratsamt bereits früher auf etwa 65 Millionen Euro geschätzt.

Hinzu kommen 300 000 Euro pro Jahr, die für die Bauunterhaltung aufgewendet werden. Das sei auch nötig, so Steffen Grosch, Amtsleiter für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement im Landratsamt. Immerhin gebe es pro Jahr allein Schäden in Höhe von etwa 80 000 Euro im gesamten Landkreis durch Vandalismus von Seiten der Schüler. So sei es zum Beispiel auch in Crossen passiert, dass Schüler Toilettendeckel zerstört hätten.

OTZ / 13.10.17
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