Gefahr für den Zeitzer Floßgraben

Hier kann alles rein, was im Grunde nix mit Crossen zu tun hat

Gefahr für den Zeitzer Floßgraben

Beitragvon hossa21 » 02.07.2012, 09:48

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Frank Thiel streitet für den Elsterfloßgraben. (FOTO: ARCHIV)

ZEITZ/MZ/YVE. Der Elsterfloßgraben könnte von einem Gewässer 1. Ordnung herabgestuft werden. Dies sieht der Entwurf zum neuen Wassergesetz vor, das im nächsten Jahr in Kraft treten soll. Vier Landtagsabgeordnete trafen sich jetzt mit Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Elsterfloßgraben und der Geschäftsführerin des UHV Weiße Elster, Antje Klenke, um über Konsequenzen dieses neuen Wassergesetzes zu sprechen. Antje Klenke erläuterte die momentan bestehenden Defizite: der Übergabestatus für die Gewässer sei nicht definiert, die Frage des Mehraufwandes nicht ausreichend geregelt. "Kommunen können den Mehraufwand nicht allein stemmen", warnte die UHV-Chefin.

Sanierung gefährdet

Frank Thiel (Linke). Vorsitzender des Fördervereins Elsterfloßgraben, will den Status des Elsterfloßgrabens als Gewässer 1. Ordnung behalten. "Wenn überhaupt über eine Herabstufung nachgedacht wird, kann dies nur als ordentlich instand gesetztes Gewässer erfolgen", forderte Thiele. Schließlich sei der UHV kein Instandsetzungsverband. Dieser Auffassung schlossen sich Arnd Czapek (CDU) und Rüdiger Erben (SPD) an. Sie sagten zu, mit Vertretern von Ministerien und Landesbehörden zu sprechen und auf die Probleme aufmerksam zu machen. Uwe-Volkmar Köck (Linke), stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses Vernässung im Landtag, stellte fest, dass die Gleichbehandlung von Gewässern 1. und 2. Ordnung bei der Gebührenerhebung gerecht sei. Bisher hat das Land für Gewässer 1. Ordnung keine Gebühren erhoben. Das soll geändert werden.

Technisches Denkmal

Theo Immisch als Vertreter der Stadt Zeitz unterstrich die überregionale Bedeutung dar: als eines der längsten noch erhaltenen Kunstgrabensysteme Europas ist der Elsterfloßgraben technisches Denkmal. Er umfasst drei Bundesländer und hat vor allem in den Bereichen um Lützen, Bad Dürrenberg und Leuna eine wichtige Bedeutung als wartungsarmer Vorfluter. Nach Auffassung von Thiel ist hier langfristiges Denken erforderlich. Wenn die Mibrag den Tagebau Schwerzau verlässt, dann wird kein Wasser mehr in die neue Floßgrabenquelle gepumpt, die den Unterlauf nach Pegau (Sachsen) und Lützen versorgt. Folglich wird er trocken fallen mit Konsequenzen für die Wasserwirtschaft. Deshalb ist die Durchgängigkeit von der Einleitung von Crossen (Thüringen) bis zum Endpunkt im Staubecken Schladebach (Stadt Leuna) so wichtig. Das neue Wassergesetz soll im September in den Landtag eingebracht und eventuell bis Ende des Jahres beschlossen werden. Aus diesem Grund wollen sich die Abgeordneten eine fachlich fundierte Meinung bilden.

(Quelle: http://www.mz-web.de vom 01.07.2012)
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