Was den Thüringern wichtig ist

Hier kann alles rein, was im Grunde nix mit Crossen zu tun hat

Was den Thüringern wichtig ist

Beitragvon jhmatz » 07.10.2011, 08:09

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Vorallem praktische Dinge wie Arbeitsplätze oder Geld sind den meisten Thüringern sehr wichtig. Archivfoto: Marco Schmidt

Bereits im elften Jahr befragen Demoskopen und Politikwissenschaftler in einer Langzeitstudie die hiesigen Menschen nach ihren Sorgen, Wünschen und Vorstellungen. Der aktuelle Thüringen-Monitor zeigt einen erstaunlichen Pragmatismus beim Thema Gebietsreform - was den Koalitionsstreit um die Großkreise neu befeuert.

Erfurt. Seit mehr als einem Jahrzehnt geht das nun schon so. Jeden Herbst präsentiert die Regierung den "Thüringen-Monitor", also die neueste Folge der gleichnamigen Untersuchung, die vom Institut der Politikwissenschaft der Universität Jena betreut wurde - und seit diesem Jahr vom emeritierten Institutsdirektor Prof. Karl Schmitt weitergeführt wird.

Das Prinzip blieb aber dasselbe: Die Wissenschaftler beauftragten eine demoskopische Firma, die einer repräsentativen Auswahl von Thüringern bereits erprobte Fragen stellte, um die Änderungen in der Stimmung verfolgen zu können.

Darüber hinaus gab es aber auch dieses Jahr zusätzliche Fragen zu einem besonderen Themenfeld. Diesmal geht es um Einsparungen und Strukturreformen. Das überraschende Resultat: 78 Prozent der Thüringer würden eine Fusion des eigenen Kreises akzeptieren - und knapp zwei Drittel sogar eine Auflösung des Freistaats.

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Der besondere Wert des Monitors liegt aber eben darin, dass er eine Langzeitstudie ist, die interessante Vergleiche zulässt. So bezeichneten bei der Umfrage 60 Prozent die wirtschaftliche Lage als "gut bis sehr gut". Das ist der höchste bisher erfragte Wert - 2004 lag er zum Beispiel bei nur 19 Prozent. Auch die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage bleibt mit 61 Prozent auf Rekordniveau.

Wie soll es da noch besser werden? Die Prioritätenliste der Thüringer ist klar: An erster Stelle stehen Arbeits- und Ausbildungsplätze, gefolgt von Kinderbetreuung und gutem Lohn. Schöne Städte hält dagegen nur ein Drittel für "sehr wichtig".

Ein anderes Ergebnis passt offenkundig in die Zeit: Bloß noch jeder 20. Thüringer empfindet sich als Europäer. Sonst waren es eher doppelt so viele.

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Martin Debes / 06.10.11 / TA

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