Feuerwehr - Chronik ist fertig

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Feuerwehr - Chronik ist fertig

Beitragvon jhmatz » 16.02.2015, 11:16

Zwei Stunden Feuerwehrhistorie in Crossen

16.02.2015 - 05:55 Uhr
Auf den Tag genau zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Crossen vor 81 Jahren stellte Heimatforscher Bernd Greibich im Klubhaus die erste umfassende Chronik der Elstertalwehren vor.

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Der 87-jährige Hans Seyfarth (links), der bis Ende 1960er Jahre Alarmbläser bei der Crossener Wehr war, und der Eisenberger Heimatforscher Bernd Greibich präsentieren im Crossener Klubhaus die Chronik über die Feuerwehren im Elstertal. Foto: Frank Kalla

Crossen. Vom Schlossberg aus lief Hans Seyfarth noch Ende der 1960er Jahr mit dem Signalhorn durch den Ort und rief so alle Feuerwehrleute zum Einsatz. Seyfarth, inzwischen 87 und einer der dienstältesten Feuerwehrleute überhaupt in der Region Elstertal, kann sich an viele Einsätze erinnern, beispielsweise an den Brand des Bauernhofes in Cosweda.

Künftig brauchen die Crossener, Silbitzer oder Raudaer Wehren nicht mehr zu befürchten, dass ihnen solches Wissen abhanden kommt. In mühevoller Arbeit hat Heimatforscher Bernd Greibich die Geschichte der Wehren im Elstertal recherchiert und in einer Chronik zusammengefasst. Und mehr noch: Bei seinen Recherchen fand der auch das alte Signalhorn von Seyfarth wieder und stellte zudem fest, dass das staatlich organisierte Feuerwehrwesen im damaligen Herzogtum Sachsen-Altenburg bereits seit 1715 existierte. Die Dokumentation dazu - in der Masse übersetzte Kopien von Originaldokumenten - überreichte er am Freitagabend während seines Vortrages im Crossener Klubhaus an den Vize-Chef des Kreisfeuerwehrverbandes Silvio Mahl.

Teilweise überraschende Funde förderte Greibich, der von der Crossener Wehr um die Arbeit gebeten worden war, zutage. So war bis Freitag den Crossenern nicht bewusst, dass ihre Wehr seit 81 Jahren existiert. Aber auch über die anderen Wehren war so gut wie nichts bekannt. Beispielsweise, dass die damaligen Feuerwehrinspektoren von Preußen der Handdruckspritze von Silbitz im Jahr 1932 bescheinigten, dass diese nicht zur Brandbekämpfung tauge.

Greibich ging in seinem Vortrag viel ins Detail und ließ die anwesenden Feuerwehrleute immer wieder mit seinem fundierten Wissen, auch aus der Zeit der DDR, erstaunen.

Silvio Mahl sieht die Arbeit von Greibich als ein Fundament, die Chroniken der Wehren im Saale-Holzland zu vervollständigen und fortzuschreiben. Keine Chance gibt er indes allen Überlegungen, noch in diesem Jahr ein Jubiläum 300 Jahre Feuerlöschwesen im SHK zu feiern. "Dazu ist die Zeit einfach zu kurz", meinte er.

Frank Kalla / 16.02.15 / OTZ
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