Baum - Schau

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Baum - Schau

Beitragvon jhmatz » 07.02.2016, 11:21

Für Crossener Eichen gilt „Gefahr im Verzug“
04.02.2016 - 07:24 Uhr

Die Ergebnisse der jüngsten Baumschau stellte Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) diese Woche dem Crossener­ ­Gemeinderat vor. Vor allem auf dem Markt muss zügig ­gehandelt werden.

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Am Crossener Teich muss eine in die Jahre gekommene Birke weichen. Auch eine Weide ist innen hohl. Foto: Susann Grunert

Crossen. Zusammen mit Ronny Rönsch von der Firma Rönsch Landschaftspflege & Gestaltung nahm Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) kürzlich die Stabilität einiger Bäume in der Elstergemeinde unter die Lupe. Die letzte Baumschau lag nach seiner Auskunft schon mehrere Jahre zurück.

Dringender Handlungsbedarf herrscht demnach auf dem Markt. Die dortigen Eichen tragen Totholz in Größenordnungen. „Hier ist wirklich Gefahr in Verzug“, so Uwe Berndt. Schließlich befinde sich gleich neben den Bäumen eine Bushaltestelle. An der linken Eiche, an der schon einmal der Blitz ein­geschlagen war, sei zudem unten ein Loch entdeckt worden, zirka 20 Zentimeter im Durchmesser. Das Landratsamt sei gebeten worden, sich selbst ein Bild vom Schaden zu machen, und das weitere Vorgehen zu empfehlen.

Baumschau in der Regel zweimal im Jahr
Am Teich muss wahrscheinlich eine Birke gefällt werden. „Die hat ihr Alter erreicht und stellt eine Gefahr dar“, erläuterte der Bürgermeister. Auch eine Weide am Teich – nahe der kleinen Brücke – sei innen hohl und wahrscheinlich zum Fällen verdammt.

Betrachtet wurden zur Baumschau ebenfalls die Gehölze am Sportplatz. Auch hier seien et­liche Bäume innen hohl und könnten eine Gefahr für die Umwelt darstellen. „Wenn wir hier aber Bäume fällen müssen, dann kann das nur in Gruppen geschehen“, so Uwe Berndt. Bei Einzelaktionen wäre die Verteilung der Windlast sonst so ungünstig, dass die Stabilität anderer, gesunder Bäume ins Wanken geraten könnte. Auch hier soll zunächst eine Begehung mit Vertretern des Umweltamtes durchgeführt werden. Einen konkreten Termin dafür gebe es aber noch nicht, so Berndt gestern auf Nachfrage.

Eine Baumschau wird in der Regel zweimal im Jahr durch­geführt. „Einmal im belaubten, einmal im unbelaubten Zustand“, erklärt Ronny Rönsch, aus­gebildeter Gartenlandschaftsbauer. Er beschäftigt in seinem Unternehmen mit Robert Hagen auch einen sogenannten European Tree Worker. Dabei handelt es sich um eine europaweit anerkannte Ausbildung, deren Absolventen über umfangreiches Wissen zur qualifizierten Baumpflege ver­fügen müssen.

Rund zwei Stunden habe die jüngste Baumschau in Crossen gedauert, so Rönsch. Betrachtet wurden die Bäume, an denen Bürgermeister Berndt Handlungsbedarf gesehen hat. „Wir schauen uns die Bäume an, ­beurteilen ihre Vitalität, mög­liche Probleme, Krankheiten oder Astausbrüche“, erklärt der Fachmann. Daraus resultiert die notwendige Pflegeleistung. Außerdem gibt es zu jedem Baum ein Protokoll.

Angeschaut wurde in diesem Rahmen auch die Linde vor der Kirche, obwohl die nicht in das Zuständigkeitsgebiet der Gemeinde fällt. Hier sei aber noch nicht klar, ob sie innen hohl ist. „Dort muss erst gebohrt werden, aber das ist Sache der Kirche“, so Uwe Berndt.

Susann Grunert / 04.02.16 / OTZ
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