Windräder auch in Crossen ?

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Windräder auch in Crossen ?

Beitragvon jhmatz » 14.01.2016, 20:05

Plakate in Etzdorf gegen Wildwuchs bei Windrädern

4.01.2016 - 05:11 Uhr
Bürgerinitiative Zukunft Heideland trifft sich Donnerstag zu ihrer nächsten öffentlichen Versammlung in Etzdorf.

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Plakat in Etzdorf gegen Windrad-Wildwuchs im Heideland. Foto: Angelika Munteanu

Heideland. In den Orten im Heideland wächst die Zahl der Plakate gegen den Wildwuchs von Windkrafträdern. Über weitere Aktionen will die Bürgerinitiative Heideland heute auf ihrem nächsten Treffen beraten. Zu diesem sind interessierte Bürger um 19 Uhr in den Speisesaal der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen in Etzdorf neben dem Naturhotel Etzdorf willkommen.

In Etzdorf ist im Dezember vergangenen Jahres das Bündnis Thüringer Bürgerinitiativen, Thüringer Landesverband Energiewende mit Vernunft e.V. gegründet worden. Die Bürgerinitiative Zukunft Heideland ist Gründungsmitglied.

OTZ / 14.01.16 / OTZ
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OTZ Artikel von Wolfgang Maruschky

Beitragvon jhmatz » 05.06.2016, 20:50

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OTZ Artikel von Knut Meenzen

Beitragvon jhmatz » 05.06.2016, 20:52

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OTZ Artikel vom 3.6.16

Beitragvon jhmatz » 05.06.2016, 20:54

Gemeinderat Crossen
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Der Artikel von Knut Meenzen schockiert mich

Beitragvon jhmatz » 05.06.2016, 21:23

Als ich den Artikel von Hr, Meenzen las, war ich doch überrascht.
Sicher hat Hr. Maruschky dann mit den Vergleich Schloss-Wartburg etwas weit ausgeholt.

Aber die Einordnung des Schlosses als nur "C" Bedeutung ist eine Frechheit.
"C" haben einfache Kirchen !

Auch ist der Abstand nicht "ein paar Kilometer" Hr. Meenzen, sondern ca. 1,2 Km.
In Bayern dürfte neben einer 200m hohen Anlage selbst ein einfaches Haus erst in 2 Km Entfernung stehen.

Sie können sie Entfernung ja bei Googel einfach mal ermitteln.

Hier mal ein Bild aus der Planung.

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Jörg-Hendrik Matz
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Re: Windräder auch in Crossen ?

Beitragvon kmeenzen » 08.06.2016, 14:13

Hallo Herr Matz,
was schockiert Sie denn so. Ich habe nicht geschrieben, dass für mich Windräder das non plus ultra der regenerativen Energien sind. Auch will ich das Crossener Schloß nicht abwerten.
Ich bin sehr dafür, dass jedes Windrad kritisch bewertet wird - aber von beiden Seiten. In der Gemeinderatssitzung gab es nur contra durch den Verein Zukunft Heideland und Herrn Maruschky zu Meinungsbildung und kein pro, welches betrachtet worden ist.

Wie war die Diskussion im Vorfeld des Nickelsdorfer Windrades? Wurde da auch mit so harten Bandagen gekämpft? Dieses Windrad ist meines Erachtens viel präsenter in Bezug auf unser Schloß. Zu der Zeit war ich glaub ich noch kein Crossener - vielleicht ist die Bürgerinitiative damals ja an mir vorbei gegangen, die dagegen gekämpft hat um das Schloß vor dem Wildwuchs der Windkraft zu retten.

Der Verkauf des Schlosses war ein großer Fehler und dies sollte meiner Ansicht nach auch irgendwie geregelt werden - ein Rückkauf durch das Land oder einen seriören Investor wäre toll. Ich denke trotzdem, dass die evtl. geplanten Windräder bei Thiemendorf keinen Einfluß auf potentielle Investoren haben werden. Sollte ich mich hier irren und mir weist jemand das Gegenteil nach, bin ich gern bereit, meine Meinung zu revidieren.

Und dass es andere Gründe für eine Ablehnung des Vorranggebietes W17 habe ich in meinem Leserbrief garnicht betrachtet - ich wollte schließlich kein ganzes Buch schreiben. Wenn der Einfluß dieser Windräder auf den Vogelzug tatsächlich so dramatisch sind, dann ist das ein sehr guter Grund zum Ablehnung. Wenn andere rechtliche Dinge bei der Vorplanung nicht eingehalten worden sind, ist dies auch ein sehr guter Grund.

Aber wie gesagt: Leserbrief vs. Buch - ich habe mich für den Leserbrief entschieden.
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Re: Windräder auch in Crossen ?

Beitragvon jhmatz » 08.06.2016, 15:21

Hallo Hr. Meenzen,

was mich stört habe ich bereits im 1. Artikel geschrieben aber ich möchte es nochmal sagen.
Der Abstand ist nicht wie sie sagen "ein paar Kilometer" sondern nur 1,3 Km.
2. Die Einordnung des Schlosses in Kulturdenkmal Klasse C -(es ist zwar nicht die Wartburg) aber Klasse A oder B mindestens.

Das Windrad Nickelsdorf was sie ansprechen ist nicht in der Sichtachse zum Schloss von Crossen aus, auch ist es ein
"Winzling" gegen die riesen Windräder die jetzt gebaut werden dürfen und steht laut Bing 2,3 Km entfernt vom Schloss.

In Bayern gibt es ganz andere Vorschriften, warum soll Ost-Thüringen zugebaut werden, nur weil im Moment eine "Grüne Regierung" herrscht.

Wenn die Dinger stehen ist sowieso Alles vorbei.

Ihr Satz:
Ich denke trotzdem, dass die evtl. geplanten Windräder bei Thiemendorf keinen Einfluß auf potentielle Investoren haben werden. Sollte ich mich hier irren und mir weist jemand das Gegenteil nach, bin ich gern bereit, meine Meinung zu revidieren.

Wenn wir Ihnen das dann nachweisen können, haben wir schon verloren und dazu soll es nicht kommen.

Wenn sie sich etwas ausführlicher und emotionsloser mit den Argumenten der Windradgegner an diesem Standort auseinandersetzen, ändern sie vielleicht Ihre Meinung.

Jörg-Hendrik Matz
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Etzdorf: Windkraft-Gegner in Thüringen verschärfen den Ton

Beitragvon jhmatz » 10.06.2016, 13:35

10.06.2016 - 07:30 Uhr
Während eines Diskussions­forums in Etzdorf werden Forderungen laut, den Protest gegen die rot-rot-grünen Ausbaupläne zu intensivieren. Die Entschlossenheit der Bürgerinitiativen nimmt spürbar zu.

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Bei uns sollen 365 Hektar Wald gerodet werden, schimpfte Walter Rosenkranz aus Sankt Gangloff. Er sieht keine andere Möglichkeit mehr, als dass alle nach Erfurt fahren mit den Wende-Schildern Wir sind das Volk! Foto: Steffen Beikirch

Etzdorf. Wenn die Damen und Herren der Landesregierung nicht zu uns kommen, dann gehen wir eben zu ihnen. Holger Sehr freut sich über den kämpferischen Ton, den die Vertreter der Bürgerinitiativen gegen Windkraft mittlerweile anschlagen. Der Vorsitzende des Thüringer Landesverbandes Energiewende mit Vernunft (ThLEmV) stimmt ihnen zu: Es sei an der Zeit, deutlicher zu werden, den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Man habe es ja heute wieder gesehen, sagt Sehr nach einem gut dreistündigen Austausch in der Festscheune von Etzdorf (Saale-Holzland-Kreis). Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) war persönlich eingeladen, aber nicht wirklich erwartet worden. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) schon eher. Dass beide nicht mal einen Vertreter schickten, sorgt für eine leicht gereizte Grundstimmung.

Übergreifende Aktionen in neuer Qualität geplant
Ich bin hergekommen, um einige Fragen zu stellen. Nur leider sind die Leute, denen ich sie stellen wollte, nicht da, ärgert sich Jens Maul aus Pausa (Sachsen). Er vertrat das sächsisch-thüringische Grenzgebiet. Mit einer eigenen Karte hat er die enorme Konzentration von Windenergieanlagen im bayrisch-thüringisch-sächsischen Vogtland dokumentiert. Nun schimpft er über die Arroganz und Ignoranz, mit der die Politik hier nicht nur Sachargumente, sondern auch den Bürgerwillen ignoriere. Die Deutschen seien nun mal so veranlagt, dass sie brav eine Bürgerinitiative gründen. Und was ist das Resultat? Wir unterhalten uns mit uns selber. Vielleicht, so sein Vorschlag, sollten die BI übergreifende Aktionen starten. Und zwar solche, die ein bisschen gegen den Strich bürsten.

Da konnte Tobias Gruber von der BI Sankt Gangloff gleich ein aktuelles Beispiel liefern: Am Samstag hatten mehrere BI den Grünen bei einem Biobauern in Tautendorf aufgelauert. Das war sehr erfolgreich. Die waren ziemlich blass, so Gruber. Aktiv und kreativ müsse man sein.

"Landrat des Saale-Holzland-Kreises: Wir hatten bei Windkraft keine andere Wahl"

Der Thüringer Dachverband, das bestätigen Vorstandschef Holger Sehr und Vorstandssprecher Eckart Illian, plane bereits gemeinsame Aktionen mit dem Bundesverband Vernunftkraft. Allerdings hätten die einzelnen Bürgerinitiativen auch lokale Interessen, die sich unterscheiden. Deshalb sei es sehr schwierig, alle Leute unter einen Hut zu bringen. Der Landesverband vereint bereits 25 BI.

Landrat Andreas Heller (CDU) wiederholt seine eindeutige Haltung zur Windenergie. Er beklagt sich über die ideologische Ausrichtung auf diesen Schwerpunkt. Heller ruft dazu auf, weiter gute Sachargumente zu sammeln.

Drei Fachvorträge liefern Munition
Dafür liefern an diesem Abend drei Fachvorträge reichlich Munition. ThLEmV­Vorstandsmitglied Kay Kister nennt Zahlen und Fakten zur Windenergie als Placebo mit Nebenwirkungen, der Jenaer Naturschützer Dietrich von Knorre schildert die Konflikte zwischen Windkraft und Tierwelt, die sächsische Forstingenieurin Karin Hohl beschreibt mit großer Leidenschaft, warum Windkraft im Wald ein ökologisches Desaster ist.

Die Argumentationslinien aus den drei Vorträgen hat sich Landrat Heller gleich bei den Autoren bestellt. Denn noch bis 12. Juli ist es möglich, Anregungen und Bedenken zum Regionalplan-Entwurf für Ostthüringen Abschnitt Windvorrang­gebiete einzureichen.

Nur kurz behandelt wurde eine wichtige Änderung des Erneuerbare Energien-Gesetzes, die das Bundeskabinett am selben Tag beschloss. Sie bremst den Windkraft-Ausbau in Thüringen wären pro Jahr künftig nur noch 30 neue Windräder möglich. Aber: Das Erfurter Umweltministerium hat bereits angekündigt, an seiner Planung nichts ändern zu wollen.

Steffen Beikirch / 10.06.16 / OTZ
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Aufruf - Verhindert diese Verschandelung

Beitragvon jhmatz » 04.07.2016, 21:26

Liebe Crossener und denkende Mitbürger

Zwischen Ahlendorf und Thiemendorf soll das Wind-Vorranggebiet 17 entstehen.
Die Nabenhöhen der Windräder beträgt 200 Meter.
Daraus ergibt sich das unten abgebildete Szenario.

Bitte druckt den Widerspruch (Agenda) aus.
Ergänzt Namen und Anschrift und unterschreibt.

http://www.crossen.de/startseite/start_2.pdf

Dieses ausgefüllten Dokumente könnt ihr bis spätestens 11. Juli
im Bürgermeisterbüro (VG) abgeben.

Jeder Einspruch zählt. Wenn die Windräder erst einmal stehen, ist es zu spät !
Also handelt JETZT. Ausgedruckte blanko Formulare gibt es bei Computertechnik Matz und und .....

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BI - Zukunft Heideland zu -> Windräder auch in Crossen

Beitragvon jhmatz » 13.07.2016, 20:19

Ein OTZ-Artikel vom 13.7.16

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Schlossverein kämpft gegen Windmühlen

Beitragvon jhmatz » 15.07.2016, 13:40

Kampf gegen Windpark: Crossener Schlossverein will Gebäude als Denkmal von nationalem Rang einstufen

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OTZ vom 15.07.2016
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Aufruf zur Protest - DEMO nach Erfurt

Beitragvon jhmatz » 21.09.2016, 07:47

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Heideland und
den Nachbargemeinden,

im Heideland wurden von der Regionalen Planungsgemeinschaft
die Vergrößerung des Vorranggebietes Lindau,
das Vorranggebiet Thiemendorf und weitere 6 Prüfflächen
(mit insgesamt 8 Teilflächen) entlang der A9 im Status Entwurf
vorgeschlagen.
Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass jede dieser
Prüfflächen zum Vorranggebiet werden könnte, wenn das von der
Landesregierung gesetzte 1%-Ziel nicht erreicht wird…
In Deutschland werden pro Jahr 25 Mrd. € verbrannt indem Strom
produziert wird, den wir nicht verbrauchen aber bezahlen, und
um die Netze nicht zu überlasten auch noch ins Ausland (z. Z.
noch kostenlos) entsorgen.
Obwohl der Sachverständigenrat Wirtschaft die Förderung des
Windstromes kritisierte und mit dem EEG-Gesetz auch erste
Ansätze eines vernünftigeren Ausbaus der Erneuerbaren
Energien erkennbar sind, hält die Thüringer Landesregierung an
dem 1%-Ziel fest.
Weiteres können sie bitte der Internetseite unsere BI entnehmen
Bürgerinitiative Zukunft Heideland e.V.

Hier der komplette Aufruf als PDF-Datei
http://www.crossen.de/bilder_fuer_forum/2016/Demo_aufruf_Erfurt.pdf
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Mai 2017 Thüringen verdreifacht Vorrangflächen für Windparks

Beitragvon jhmatz » 09.05.2017, 07:26

Thüringen weitet die Vorrangflächen für Windparks spürbar aus. Die Umweltministerin stellt sich auf Konflikte vor Ort ein.

Bild
Hinter dem Ort Struth im Unstrut-Hainich-Kreis – hier mit der Kirche Sankt Jakobus – drehen sich die Windräder eines Windparkes mit Blick in Richtung Küllstedt. Nach den Plänen der Landesregierung sollen im Freistaat noch bis zu 750 weitere Windkraftanlagen entstehen. Foto: Alexander Volkmann

Gotha. Thüringen wird die Vorrangflächen für Windparks von bislang 0,3 Prozent der Landesfläche auf künftig ein Prozent mehr als verdreifachen.

"Wir werden die Ein-Prozent-Marke im Thüringer Klimagesetz fixieren", bestätigte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) gestern auf einem Forum in Gotha. "Windenergie in Thüringen – wie gelingt der Interessenausgleich zwischen Energiewende, Naturschutz und lokalen Akteuren" unter dieses Thema hatten die Veranstalter das Forum gestellt.

Sie wisse, dass der Ausbau der Windenergie vor Ort nicht ohne Konflikte verlaufe, räumte die Umweltministerin ein. "Deshalb ist ein sachlicher Austausch der Argumente notwendig", forderte Siegesmund. Man müsse den lokalen Akteuren die Chancen aufzeigen, die mit dem Ausbau der Windenergie verbunden seien, so die Ministerin.

Wenn es gelinge, Kommunen und Bürger zu Energiegewinnern zu machen, nehme die Zustimmung zum Bau neuer Anlage spürbar zu. Kluge Energiepolitik bedeute auch, die Wertschöpfung beim Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region zu halten und sie nicht den Bundesländern im Norden Deutschlands zu überlassen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung und der Artenschutz seien die größten Herausforderungen für die Windkraftbranche, sagte Michael Heinrich vom Windenergieanlagenbauer Enercon. "Sobald der Bau einer neuen Windenergieanlage angekündigt wird, gründet sich die Bürgerinitiative dagegen", schilderte Heinrich die gängige Praxis. Leider obsiege dann auf beiden Seiten der Wille, unbedingt recht behalten zu wollen, "Kompromisse sind dann kaum noch möglich", bedauerte Heinrich.

Er plädierte dafür die Anwohner und die Naturschützer frühzeitig in die Planungen einzubeziehen. Dabei müsse man auf berechtigte Ängste und Bedenken der Menschen eingehen.

Komme der geplante Ausbau der Windenergie in Thüringen im vorgesehenen Umfang bedeute dies den Bau von 750 neuen Anlagen und Investitionen in einer Größenordnung von insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro, so Heinrich. Er zeigte sich überzeugt, dass regionale Baufirmen und Ingenieurbüros einen nicht unwesentlichen Teil dieser Summe dann für sich akquirieren können.

Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland auf die erneuerbaren Energien sei ein Marathonlauf, für den man einen langen Atem benötige, erklärte Nils Boenigk von der Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin. Diesen Lauf wolle man erfolgreich beenden.

Enercon beschäftigt laut Geschäftsführer Volker Kendziorra in Gotha 170 Mitarbeiter.
Bernd Jentsch / 09.05.17
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Re: Windräder auch in Crossen ?

Beitragvon Christian Nitsch » 09.05.2017, 08:39

Zur nächsten Kreistagssitzung am 21. Juni 2017 steht das Thema "Klimaschutzkonzept" auf der Tagesordnung.

Die Fraktion Bi im Kreistag Delinger, Jörg - Peupelmann,Günter- Dörfel, Stefan- Nitsch, Christian- (der ich mich angeschlossen habe), unterstützen seit Jahren die Windkraftgegner. Wir/Ich sind die Mitverfasser dieses Schreiben.


Sehr geehrter Herr Landrat Heller,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrte Kreistagsmitglieder,
 

Wir, die Bürgerinitiativen gegen die Windkraft im Saale-Holzland-Kreis verfolgen mit großer Sorge, dass zur nächsten Kreistagssitzung das Klimaschutzkonzept (KSK) in fast unveränderter Form zur Beschlussfassung dem Kreistag vorgelegt werden soll.
Nach unserer einstimmigen Überzeugung sind im Klimaschutzkonzept keine ausreichenden Maßnahmen zur Förderung von Energieeinsparung und Energieeffizienz hinterlegt worden, um zur Schonung der natürlichen Ressourcen einen Beitrag zu leisten.
Vielmehr treffen zu den Inhalten des Klimaschutzkonzeptes die Schlussfolgerungen von Prof. Dr. Manuel Frondel (RWI-Leibnitzinstitut für Wirtschaftsforschung) in seinem Gutachten zur Bilanz der deutschen Klimapolitik zu (siehe Anlage). Analog seiner Feststellung, beruhen die Klimaschutzbemühungen im SHK vor allem auf der Subventionierung der Verbreitung alternativer Energietechnologien, vorwiegend zur Erzeugung von Strom.
Die vorgenommenen Änderungen mit der Umettikettierung der Windenergienutzung auf die höhere Ebene Erneuerbare Energien sehen wir äußerst kritisch. Durch die aktuellen Rahmenbedingungen zur Subventionierung der erneuerbaren Energien nach dem EEG zielt auch die Änderung des Klimaschutzkonzeptes weiterhin auf eine Förderung der Windkraftnutzung ab.
Wie die Bestandsanalyse des Klimaschutzkonzeptes aufzeigt, benötigt der Saale-Holzland-Kreis keinen Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, da die Strombedarfsdeckung aus erneuerbaren Energien bereits in 2014 die 90 Prozent Marke erreicht hatte. Die mangelnde Regelbarkeit einer volatilen Stromerzeugung ist weder verbrauchsorientiert noch steht in absehbarer Zeit zur Problemlösung eine entsprechende Speichertechnologie mit den erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung. Daraus folgend kann wegen der mangelnden Grundlastfähigkeit der volatilen Stromeinspeisung auch kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzen werden. Das Klimaschutzkonzept geht von fehlerhaften Annahmen aus, die eine bedarfsgerechte Stromversorgung des Saale-Holzland-Kreises gewährleistet und gleichzeitig eine deutliche Treibhausgasminderung erzielen könnte.
Die Kosten der EEG-Subventionierung zuzüglich Stromsteuer und Netzentgelten belaufen sich in diesem Jahr auf mittlerweile ca. 35 Milliarden Euro in Deutschland, welche vor allem die Bürger belastet. Die jährlichen Belastungen für einen vier Personenhaushalt sind mittlerweile auf über 400 Euro angestiegen. Vor diesem Hintergrund ist zu bedenken, dass mit der Förderung der regionalen Wertschöpfung - Handlungsfeld 3 des KSK -, vorwiegend durch die Anlagenbetreibung bzw. –beteiligung einzelne Profiteure zulasten der Bürgerinnen und Bürger einen Nutzen ziehen werden. Gerade die einkommensschwache Bürgerschicht werden die Mehrbelastungen wegen steigender Strompreise merklich spüren.
Viel gravierender für die Zukunft des Saale-Holzland-Kreises als attraktiver Wohn- und Lebensraum ist aber, dass durch die zu schaffenden Strukturen und Räume für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein hoher Flächenverbrauch im gering bebauten Außenbereich einhergeht. Die beabsichtigten Ziele und Handlungsempfehlungen des Klimaschutzkonzeptes führen insbesondere bei raumbedeutsamen Anlagen zu einem massiven Eingriff in die Natur und Landschaft, zu denen weder Vermeidungs-, Minimierungs- und/oder Untersagungsvorgaben noch Kompensationen für eine Konfliktregelung für den Gesamtraum des Saale-Holzland-Kreises formuliert wurden.
Wir sind explizit gegen die Abholzung unserer Wälder, insbesondere am Hermsdorfer Kreuz, und gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in landschaftlich und naturschutzfachlich schützenswerten Räumen sowie in der Nähe von windkraftsensiblen Tierarten. Wir wollen keine Windräder in Wohnortnähe und eine Verschandelung der historischen Kulturlandschaft (z.B. Thiemendorfer Höhe zum Schloß Crossen). Ein so massiver Eingriff in die Natur und Landschaft, wie er durch das aktuelle Klimaschutzkonzept vorgegeben wird bzw. resultiert, bedingt zunächst eine ganzheitliche Bewertung der Natur und Landschaft sowie eine Zielformulierung zur Erhaltung und Entwicklung der Natur und Landschaftspflege auf Kreisebene.
Im Vergleich zu den erwartenden Auswirkungen, ist der Effekt der einseitigen CO2-Einsparungspolitik im Stromsektor endtäuschend. Der Vergleich des Trendszenarios (also ohne Maßnahmen im SHK) zum Klimaschutzszenario (mit den KSK Maßnahmen) im Stromsektor offenbart (Abschnitt 9 KSK), dass durch die Maßnahmen zur Ausnutzung der Stromerzeugungspotentiale im Saale-Holzland-Kreis nur eine CO2-Emissionenminderung um ca. 25 Tsd. Tonnen bis 2030 erreicht wird. Zu den derzeitigen gesamt CO2-Emissionen im Saale-Holzland-Kreis von knapp 600 Tsd. (Stand 2014) werden somit gerade einmal 3,7 Prozent CO2-Emissionen eingespart. Wobei anzumerken ist, dass im Klimaschutzkonzept unter Abschnitt 9 „Szenarien“ noch die alten Potentialwerte des KSK Entwurfsstand 22.12.2016 zur Windenergienutzung hinterlegt sind, also die Ausnutzung der 9 vorgeschlagenen Vorranggebiete durch die Regionalplanung.
Das Ergebnis spricht für sich und entpuppt sich als Flop. Das vorliegende Klimaschutzkonzept mit seinem Schwerpunkt auf der Erzeugung von erneuerbaren Energiestrom verfehlt sein eigentliches Ziel einer merkliche CO2-Emissionseinsparung und steht damit im keinem Verhältnis zu den Umweltauswirkungen, welche durch die Rahmenbedingung des Klimaschutzkonzeptes hervorgehen.
Bei unseren Recherchen zum Klimaschutzkonzept ist uns aufgefallen, dass die hier handelten  Personen, welche maßgeblich an der Konzepterstellung beteiligt sind, gleichzeitig Mitglieder und sogar im Vorstand oder im Aufsichtsrat von Bürgerenergiegenossenschaften sind. Gleichzeitig üben einige handelten Personen in der Regional- und Energieplanung einflussgebende Funktionen aus. Im Ergebnis werden in der Konstellation mit diesem Konzept die Rahmenbedingungen ihrer eigenen Geschäftsgrundlage und Planungstätigkeit  geschaffen. Exemplarisch ist hier die BürgerEnergie Thüringen e.V., die BürgerEnergie Saale-Holzland eG und der Stadt Jena in Verbindung mit der ThINK und den (IRE Abschnitt) über  die Fortschreibung für den Teilbereich der Stromerzeugung  für die Ostthüringer Planungsgemeinschaft zu nennen.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben bereits in Vorfeld von unserer Bundes- und Landtagsabgeordneten zu unserem Anliegen unterstützende Worte (zuletzt bei der 1.Mai - Veranstaltung) gehört.
Wir erwarten nun auch Taten. Die 6 Bürgerinitiativen im SHK lehnen das vorliegende Klimaschutzkonzept des SHK, insbesondere die darin enthaltene Förderung der Windkraft ab. Eine Windkraftnutzung ist explizit mit den avisierten Handlungen einer Förderung, Unterstützung und Beteiligung im Klimaschutzkonzept auszuschließen.

Abschließend ist anzumerken, dass eine Schaffung einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung nur gelingen kann, wenn die Klimaschutzbemühungen nachvollziehbar und im Verhältnis zum Ressourcenverbrauch stehen sowie die Belange der Bürgerinnen und Bürger verstanden und ausreichend berücksichtigt werden. Die mitwirkenden Personen bei der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes haben die Widerstände zum Windkraftausbau in der Bevölkerung (belegt mit 26.000 Unterschriften) unterschätzt und nicht ausreichend im Klimaschutzkonzept berücksichtigt.

Wir hoffen wiederum, sollte es zur Abstimmung des Klimaschutzkonzept  im Kreistag kommen, auf eine „namentliche Abstimmung“. Wir werden die Bürgerinnen und Bürger über den Ausgang informieren und entsprechende „Wahlempfehlungen“ für die bevorstehenden Wahlen aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen

gezeichnet
BI "Gemeinde Milda -Windkraft mit Abstand" BI Pro Holzlandwald e.V.
BI Unser Holzland -Kein Windkraftland St. Gangloff BI Zukunft-Heideland e.V.
BI Möckern AG Lebensraum Gönnatal
Christian Nitsch
 
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