Schulen

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Schulen

Beitragvon jhmatz » 22.03.2015, 20:15

Sanierungsstau an der Crossener Schule

20.03.2015 - 08:11 Uhr
NACHGEHAKT Eine Toilette in der Grundschule Crossen ist seit Dezember gesperrt, auf Knaufe an den Außentüren, damit nicht mehr jeder in die Schule kommt, warten Lehrer und Eltern seit langem.

Bild
Silvia Köpnick, beauftragte Schulleiterin der Regelschule Crossen zeigt einen Flur der Schule, der im Dezember saniert wurde. Foto: Julia Schäfer Silvia

Crossen. Eine Mutter hat sich mit ihren Fragen zur Grund- und Regelschule Crossen an die OTZ gewandt. Besonders ärgert sie, dass eine Jungs-Toilette in der Grundschule seit Monaten gesperrt ist und die Rutsche im Schulhof seit mittlerweile zwei Jahren nicht mehr benutzt werden kann – niemand wisse, wie es weitergeht.

Es sind allerdings nicht nur Eltern, die die Situation in den Schulen bemängeln. Auch Lehrer und Schulleitung sehen die baulichen Defizite. Was Eltern und Lehrer der Grund- und Regelschule zudem stört: Einige der Türen der Schule sind von außen zu öffnen. Jeder kann also in die Schule gelangen, ohne sich anzumelden. Silvia Köp-nick, beauftragte Schulleiterin der Regelschule, zeigt die beiden Türen, die von außen eine normale Klinke haben. „Es wäre wichtig, dass hier nicht jeder rein kann. In der Grundschule gibt es Schüler, deren Väter keinen Zugang zu ihren Kindern haben dürfen. Und auch aus Sicherheitsaspekten wäre eine abschließbare Tür angebracht“, sagte sie. Anderswo seien Türen mit Knauf und eine Klingel mit Gegensprechanlage längst Standard.

Loch unter dem Fußbodenbelag
Bei einem Rundgang durch die Schulen zeigt Köpnick weitere „Baustellen“: Ein Loch unter dem Fußbodenbelag im Musikraum, Risse an den Wänden, ein Flur, auf dem sich das abgetretene Linoleum an den Rändern nach oben wölbt.

Steffen Grosch, der zuständige Amtsleiter im Landratsamt, verweist auf die vorläufige Haushaltsführung des Landkreises. Da der Kreishaushalt noch nicht verabschiedet ist, dürfen nur Ausgaben getätigt werden, die unbedingt nötig sind. Er erklärt, dass die Toilette trotzdem so schnell wie möglich repariert werde. Ein Handwerker sei bereits beauftragt worden. Er wendet jedoch auch ein, dass an der Schule mehr Toiletten vorhanden seien, als eigentlich da sein müssten.

Das Gebäude der Regelschule Crossen gehört nach Angaben von Grosch zu den ältesten Schulgebäuden im Landkreis. Ein Teil ist denkmalgeschützt. Geplant sei, in Zukunft mehr Mittel für Schulen zur Verfügung zu stellen. Zeitpläne, was an welcher Schule saniert werde, würden dann auch den Schulen mitgeteilt. Die Unsicherheit, ob und wann eine Schule saniert werde, gehöre dann der Vergangenheit an.

In Crossen nur „normale Bauunterhaltung“
Große Sanierungsmaßnahmen stünden aber vorerst in der Grund- und Regelschule Crossen nicht an. „In Crossen ist nur die normale Bauunterhaltung geplant“, erklärte Grosch. So solle bald ein weiterer Teil des Fußbodens erneuert werden. Im vergangenen Jahr sei der Fußboden in einem Teil des Gebäudes bereits ausgetauscht worden.

Wie es langfristig mit der Regelschule Crossen weitergeht, ist noch nicht bekannt. Was allerdings bekannt ist: Die Schülerzahlen an der Regelschule gehen zurück. Nach derzeitiger Regelung liegt die Mindestgröße einer Klasse bei 15 Schülern. Diese Zahl wurde 2013 bei der damals neuen fünften Klasse gerade so erreicht. 2014 wurde laut Grosch eine Ausnahmegenehmigung erteilt, weil nur elf neue Fünfer in Crossen eingeschult wurden.

Steffen Grosch bittet alle Betroffenen um etwas Geduld. „Die Kreistagsmitglieder beschäftigen sich derzeit intensiv mit dem Thema Schule“, sagte er. Das Thema werde unter anderem vom Bau- und vom Bildungsausschuss behandelt. Und das Thema Türknaufe, damit kein Unbefugter in die Schule komme, sei bereits in Arbeit.

„Es ist nicht mehr so, dass die Schüler automatisch kommen“, erklärt Silvia Köpnick. Crossener Eltern von Grundschülern würden ihre Kinder nicht mehr automatisch auf die Regelschule im Ort schicken. Andere Schulen würden gezielt um Schüler werben, das müsste die Regelschule Crossen in Zukunft auch viel stärker machen. Beim „Schnuppertag“, bei dem die zukünftigen Fünfer sich in der Schule umschauen, die Lehrer und die Schulleitung kennenlernen können, hätten sie die Möglichkeit, die Vorteile ihrer Schule darzustellen. Für Eltern, die nur die nicht sonderlich attraktive Fassade der Schule kennen, sei das häufig eine Überraschung. „Wir werden um die Crossener Kinder kämpfen“, sagt Köpnick. Schließlich seien die kleinen Klassen und die familiäre Atmosphäre auch ein Vorteil, den viele Eltern für ihre Kinder schätzten.

Allzu Schwarzsehen will sie jedoch nicht: Kommen doch fast in jeder Klassenstufe Gastschüler aus Eisenberg in die Crossener Regelschule. „Das zeigt uns, dass wir an unserer Schule auch vieles richtig gemacht haben“, erklärt die Schulleiterin.

Julia Schäfer / 20.03.15 / OTZ
jhmatz
 
Beiträge: 1702
Registriert: 27.01.2006, 15:41
Wohnort: Crossen

Sorgen um die Zukunft der Crossener Schule

Beitragvon jhmatz » 20.05.2015, 21:17

Bild

20.05.2015 - 07:17 Uhr
Nachgehakt Nach dem OTZ-Artikel vom 20. März über den Sanierungsstau an der Grund- und Regelschule macht sich Wolfgang Maruschky Gedanken zur Zukunft der Crossener Schule.

Bild
Die bauliche Situation an der Grund- und Regelschule Crossen sorgt in der Gemeinde und darüber hinaus für Gesprächsstoff. Foto: Julia Schäfer

Crossen. „Nachdem einige Wochen vorüber sind, hatte ich die Hoffnung, dass eine Reihe von Bürgern und Verantwortlichen der Region sich bei so einem dringenden Problem äußern. Leider ist das bis jetzt nicht der Fall“, sagte Wolfgang Maruschky, ehemaliger Geschäftsführer von Silbitz Guss.

Er stellt sich die Frage, wo die Aktivitäten der politisch Verantwortlichen in den betreffenden Gemeinden seien, vor allem in Crossen und im Kreistag. „Wer kämpft eigentlich an welchen Fronten für diesen Schulstandort? Und wo sind die Aktivitäten der Abgeordneten der Kreistagsfraktion der Linken und in der Gemeinde, die dieses Thema als eines der wichtigsten Themen im Rahmen ihres Wahlkampfes projiziert haben? Wo sind die Elternvertreter, die Unternehmer, etc.?“, fragt er.

Dietmar Möller (FDP), Erster Beigeordneter des Saale-Holzland-Kreises und zuständig für die Schulnetzplanung, weist darauf hin, dass die derzeitige Schulnetzplanung bis zum Schuljahr 2015/16 aktuell sei. Im Sommer solle jede einzelne Schule im Kreis begutachtet werden. Die Erkenntnisse flössen dann in die neue Schulnetzplanung, die fünf Jahre oder länger gelten solle. Die Crossener Schule sei eine „Problemschule“. In der jetzigen fünften Klasse seien nur zehn Schüler, 15 müssten es sein. Für das neue Schuljahr ging die Zahl der Anmeldungen nach Möllers Informationen jedoch wieder nach oben. Trotzdem sei eine einzügige Regelschule – in Crossen gibt es nur bei den Neunern zwei Klassen – nicht ideal: Differenzierung bliebe auf der Strecke. Zudem könne eine kleine Schule den Unterrichtsausfall durch die Krankheit eines Lehrers nur schwer kompensieren.

Sanierungsstau betreffe alle Schulen im Kreis
Maruschky bemängelt, dass es seit 1990 nur marginale oder gar keine grundhaften Sanierungen gegeben habe. „Die Crossener Schule war in den letzten 25 Jahren schon mehrfach – nach meinen Begriffen – auf der Abschussliste bezüglich des Standortes.“ Die fehlende Sanierung in den vergangenen 25 Jahren bemängelt auch Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Linke): „Die Gemeinde hat sich an der Sanierung des Schulhofs und des Parkplatzes für die Busse beteiligt. Von Seiten des Landratsamtes ist bis auf Notreparaturen nichts passiert.“ Der Sanierungsstau betreffe jedoch alle Schulen im Kreis, nicht nur die in Crossen. Auf das Gebäude und die Lehrer habe die Gemeinde aber keinen Einfluss, das liege in der Hand von Landratsamt und Schulamt. „Wir müssen sehen, dass wir gut mit der Schule zusammenarbeiten. Das ist das einzige, was wir momentan machen können“, sagte der Bürgermeister. Eventuell brauche die Schule ein neues Konzept und müsse mehr Werbung für sich machen. Er setzt dabei auf die neue Schulleiterin Silvia Köpnick. „Auf jeden Fall werden wir aber für den Erhalt der Crossener Schule kämpfen.“

Vonseiten der Gemeinde könne auch eine neue Sportanlage auf der Gutmannswiese zur Attraktivität der Schule beitragen. Anträge auf Fördermittel dafür seien gestellt.

Maruschky fragt sich nun, ob die Weichen für eine Schließung der Crossener Schule bereits gestellt seien. Das verneint Möller. Bis die neue Schulnetzplanung veröffentlicht werde, gehe alles so weiter wie bisher. „Erst machen wir eine Bestandserhebung und dann werden die Ergebnisse in den Ausschüssen und im Kreistag diskutiert.“

Kurzfristige Schließungen könnten trotzdem für den Kreis nicht ausgeschlossen werden. „Es ist doch viel schlimmer, wenn man sagt, in zwei Jahren schließt die Schule. Dann ist doch niemand mehr motiviert“, sagt Möller. Das wichtigste sei, dass die Schule inhaltlich gute Arbeit leiste, das sei die beste Standortsicherung.

Darauf, dass bei der zukünftigen Schulnetzplanung nicht nur auf die Klassenstärke, sondern auch auf die Qualität der Einrichtung geachtet werde, hofft auch Maruschky. Die werde wesentlich davon bestimmt, wie die Lehrer inhaltlich ausgebildet seien, wie der Schulstandort erreichbar sei und wie die fakultativen Angebote seien.

„Schule heißt Wettbewerb zwischen den Bildungseinrichtungen nach dem altbewährten Prinzip, wo man gut kocht, wird man auch essen‘. In dieser Sache muss man allerdings sagen, man muss erst mal gut kochen dürfen. Vielleicht ist eine Bürger- oder Elterninitiative eine Lösung“, sagt Maruschky.

Mehr Werbung sei eine Möglichkeit, mehr Eltern dazu zu bewegen, ihre Kinder nach Crossen auf die Schule zu schicken, erklärt auch Möller.

Sogar aus anderen Landkreisen oder Bundesländern könnten Schüler angeworben werden. Diese Kinder benötigten dann nur ein Gastschulverhältnis, erläutert er.

Julia Schäfer / 20.05.15 / OTZ
jhmatz
 
Beiträge: 1702
Registriert: 27.01.2006, 15:41
Wohnort: Crossen

Crossener Schüler entdecken den Wald

Beitragvon jhmatz » 06.04.2017, 06:53

Ausflug für Grundschüler im Jugendwaldheim in Gera-Ernsee

Bild
Im Jugendwaldheim machten die Grundschüler auch Bekanntschaft mit einem Steinmarder – allerdings einem ausgestopften. Foto: Sylvio Hoffmann

Crossen/Gera-Ernsee. Schüler der Grundschule Crossen waren auf einem Ausflug im Jugendwaldheim in Gera-Ernsee. "Die Mitarbeiter bereiteten verschiedene Stationen für uns vor. Es ging um den Wald", berichten Nelly, Mika, Moritz und Mia.

Dabei seien viele Sinne gefragt gewesen. "Wir durften verschiedene Aufgaben meistern und hatten eine Menge Spaß. Zum Beispiel bei 1, 2 oder 3. Hier wurde unser Wissen getestet", berichten die Schüler. "Ein Mitarbeiter hat uns spannende Fragen gestellt und wir durften zur Lösung hopsen."
Viele Waldmedaillen für kleine Entdecker

Bei einer anderen Aufgabe wurden Geschicklichkeit und Teamfähigkeit der Kinder auf die Probe gestellt. "Wir haben gelernt, wenn wir blind sind, uns auf andere zu verlassen. Das Wetter hat gut mitgespielt und zum Schluss sind wir mit einem Sonnenschein-Lächeln zurückgefahren. Am nächsten Tag kamen die Förster noch einmal zum Überraschungsbesuch und brachten uns für unsere Leistung viele Waldmedaillen mit. Wir bedanken uns bei Daniel Heinrich und bei seinen netten Mitarbeitern aus dem Jugendwaldheim", so die Schüler,
OTZ / 05.04.17
jhmatz
 
Beiträge: 1702
Registriert: 27.01.2006, 15:41
Wohnort: Crossen


Zurück zu Allgemeine Themen - Crossen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron