Crossen in der Presse

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

„Leben an der Elster“ in der Alten Brauerei Tauchlitz

Beitragvon jhmatz » 09.08.2018, 13:19

Mittelpunkt des Crossener Ortsteils soll künftig stärker genutzt werden. Dafür soll ein Nutzungskonzept erarbeitet werden mit der Option auf eine Dauerausstellung.

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Der Tauchlitzer Dieter Hauschild in der Alten Brauerei in Tauchlitz mit einer historischen Ansicht der Anlage. Foto: Angelika Munteanu

Crossen/Tauchlitz. Die Alte Brauerei in Tauchlitz hat schon viele, darunter auch namhafte Gäste gesehen. Vereine trafen sich in dem sanierten Dorfmittelpunkt des Crossener Ortsteils. Ausstellungen gab es und im Vorjahr hatte das Gersche „Fettnäppchen“ hier Kabarett gespielt. „Aber an einer dauerhaften sinnvollen Nutzung fehlt es bisher“, stellte der Crossener Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Crossen fest.

Das Planungsbüro IPU habe dafür einen Kostenvoranschlag abgegeben über 7000 Euro, informierte Berndt. Die Summe sei voll förderfähig, erklärte der Bürgermeister.

Die Wahl des Erfurter Planungsbüros IPU kommt nicht von ungefähr. Denn es ist eingebunden in die Planung des Landes für den Hochwasserschutz an der Weißen Elster und damit auch unmittelbar am Crossener Ortsteil Tauchlitz. Die Idee für das Nutzungskonzept sei mit der Hochwasserschutz-Planung entstanden, wusste der Vorsitzende des Gemeinderates und zugleich Bewohner von Tauchlitz, Jens Lüdtke, zu berichten. Angedacht sei für die Alte Brauerei ein Ort für die Umweltbildung, möglicherweise mit einer Dauerausstellung zum „Leben am Fluss“.

Das Planungsbüro könne sich mit dem Nutzungskonzept einen Nutzen gleich für die gesamte Region am Fluss vorstellen, berichtete Jens Lüdtke von den Ideen für das sanierte ehemalige Brauereigebäude in Tauchlitz. Um die Kosten sei noch zu verhandeln und es seien Fördermittel für die Dorfentwicklung zu beantragen, sagte Lüdtke.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag von Ratsmitglied Lisa Beckmann, dass der Kultur- und Sozialausschuss des Crossener Gemeinderates diese Verhandlungen führen soll. „Das Objekt ist es auf alle Fälle wert“, sagte die Ausschussvorsitzende Lisa Beckmann.

ZUR SACHE: Die Brauerei

Die Schwarzbier-Brauerei wurde 1697 gegründet, noch vor der Brauerei im nahen Bad Köstritz. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein wurde in Tauchlitz Bier gebraut. Später wurde das Gebäude mit seinem großen Dachboden als Lager für die Landwirtschaft genutzt. In der jüngeren Vergangenheit ist die Alte Brauerei als Dorfgemeinschaftshaus saniert worden. Sie kann für Familienfeierlichkeiten und Veranstaltungen gemietet werden.

OTZ - Angelika Munteanu / 09.08.18
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Weiße Elster soll bundesweit bekannt werden

Beitragvon jhmatz » 13.11.2018, 11:38

Im Gespräch mit Tilo Wetzel (60) aus Gera, der die Antragserarbeitung für den Titel Flusslandschaft koordiniert

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Die Weiße Elster, hier ein Abschnitt entlang der Salzstraße in Gera-Liebschwitz, soll Flusslandschaft des Jahres 2020/21 werden. Foto: Peter Michaelis

Am Freitag, dem 16. November, ab 17 Uhr startet das Bewerbungsverfahren für den Titel Flusslandschaft des Jahres 2020/21 für die Weiße Elster mit einer öffentlichen Veranstaltung im Geraer Rathaussaal.
Die Naturfreunde Gera wollen bis Ende Mai 2019 federführend für die Mitteldeutschen Landesverbände einen Antrag erarbeiten, um diesen Titel zu erringen. Warum übernehmen Sie die Aufgabe?
Weil die Geraer ganz zentral am Fluss liegen und sich schon über 20 Jahre über die SPD-Initiative zur Kulturlandschaft Weiße Elster eingebracht haben. Die Idee für die Bewerbung hatte aber der sächsische Landesverband.

Was hat die Weiße Elster, was haben die Anrainer vom Titel?

Zwischen der Quelle in As und der Mündung in Halle liegen reichlich 245 Kilometer mit fünf Grenzübertritten. Die Elster fließt von Tschechien nach Sachsen, dann durchs Thüringische, Anhaltinische, passiert wieder Sachen und kommt in Sachsen-Anhalt in der Saale an. Wir wollen aus allen fünf Planungsregionen die Beteiligten zusammenbekommen. Es geht darum, den Fluss deutschlandweit bekannt zu machen und mit dieser Öffentlichkeit den Tourismus zu fördern. Gleichzeitig wollen wir die drei Landesregierungen auf drängende Probleme aufmerksam machen und dazu beitragen, die EU-Wasserrahmenrichtline umzusetzen.
Welche Probleme meinen Sie?
Zuerst den Hochwasserschutz, weil er die Menschen unmittelbar betrifft. Nur die Hälfte des Einzugsgebietes der Weißen Elster ist durch Talsperren geschützt. Bei der nächsten Hochwasserlage werden wir genau die selben Sorgen haben. Ich halte es für einen unerträglichen Zustand, dass landwirtschaftliche Fläche durch Deiche gesichert wird, aber Städte wie Greiz, Gera und Zeitz ersaufen. Das nächste Problem ist die mangelnde Durchlässigkeit für Fische. Entweder werden Wehre zurückgebaut oder Aufstiegsmöglichkeiten für Lachse geschaffen, die wir wieder ansiedeln wollen.
Waren die Tiere hier so verbreitet?
Um 1800 haben sich in Gera Dienstboten schriftlich geben lassen, dass sie nur drei Mal Lachs in der Woche essen müssen. So fischreich war der Fluss.

Bliebe noch der Tourismus.

Genau. Der Fluss soll als naturnahes Wander- und Erholungsgebiet von Anwohnern und Touristen genutzt werden können. Dazu gehört für uns der weitere Ausbau des Elsterradweges. Von Wünschendorf bis Halle ist er durchgängig befahrbar. Zwei Schwachstellen gibt es noch auf Thüringer Boden. Einmal zwischen Greiz und Berga, wo er aus dem Tal hinauf nach Waltersdorf geführt wird. Hier überlegt man, die Route über Lehna­mühle und durch einen Kleinbahntunnel zu nehmen. Aus dem Tal heraus fährt man auch an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt auf den Sachsenberg. Die Aussicht ist schön, aber besser wäre es, der Radweg bliebe neben dem Flussbett.
Welche Vorarbeiten für das Treffen sind gelaufen?
Die drei Landesverbände der Naturfreunde haben sich verständigt und Kontakt zu den Landesanglerverbänden aufgenommen, mit der Schwierigkeit, dass der sächsische kein Mitglied im Bundesverband ist. Natürlich wurden viele Beteiligte eingeladen.
Woher rechnen Sie mit Unterstützung?
Aus allen Bereiche des Tourismus, aus den Verwaltungen der Anrainerorte aber auch von Vereinen. So wird der Verein, der sich um dem Elsterfloßgraben von Crossen-Ahlendorf bis Halle – der größten wasserbaulichen Anlage des Mittelalters – kümmert, erwartet. Ebenso der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder und die Kanuten aus Gera und Zeitz. Ich freue mich, dass die Thüringer Landgesellschaft zugesagt hat, die Wasserbaumaßnahmen zum Hochwasserschutz koordiniert und versucht, alle von uns genannten Probleme zu lösen. Aber ihre Zuständigkeit endet an der Landesgrenze. Willkommen sind auch Bürger, die die Beteiligten kennenlernen und eigene Vorstellungen einbringen wollen.

Was ist das Ziel des Treffens?

Die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung der Verbände, die besagt, dass alle gewillt sind, den Antrag an das Bundesumweltministerium zu stellen. Zugleich wollen wir uns auf mindestens drei Flusskonferenzen, darunter eine in Gera, verständigen. Denn wir konnten noch nicht mit allen in den Regionen das Thema besprechen. Der Titel ist das eine, die Umsetzung das andere.
Was soll die Flusslandschaft des Jahres ausmachen. Gibt es dafür extra Geld?
Dass Geld fließt, ist kein Automatismus. Wir wollen die Kommunen an die Schwachstellen im Umgang mit der Weißen Elster erinnern und erreichen, dass sich die Länder beteiligen. Wunder erwarten wir keine.

Ist klar, wer Freitag die Interessen Thüringens vertritt?

Wir haben die Zusage vom Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und aus Sachsen-Anhalt kommt Rüdiger Erben, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion. Wer Sachsen vertritt, steht noch nicht fest.
Das sind SPD-Genossen. Sie selbst sind Mitglied der SPD. Sind die Naturfreunde ein Verein der SPD?
Nein, natürlich nicht. Unser Verein ist sicher im linken Spektrum anzusiedeln, aber er ist bei weitem kein SPD-Verein. Tilo Kummer von den Linken ist zum Beispiel Mitglied im Thüringer Landesvorstand.
Gibt es Konkurrenz um den Flusslandschaft-Titel?
Ja, aus Baden-Württemberg wurde uns das angedeutet. Die Murg, ein Nebenfluss des Rheins, soll da ins Rennen gehen. Doch in der Bundesfachgruppe der Naturfreunde zeigte man sich bei meiner Vorstellung des mitteldeutschen Projektes nicht abgeneigt.

Gesetzt den Fall, Ihr Antrag findet Anklang, was bedeutet das für 2020/21. Feiern wir die Weiße Elster?

Ich rechne mit einem Festakt zur Verleihung, der bundesweites Interesse auslöst. Noch sind die Flusskonferenzen nicht gelaufen, um genaue Pläne nennen zu können. Aber geführte Radtouren könnten dazu gehören. Ein wichtiger Effekt soll sein, dass die länderübergreifende Zusammenarbeit beschleunigt und verstärkt wird. Um Zeitz zu retten, müssen Überflutungsflächen zwischen Bad Köstritz und Wetterzeube geschaffen werden. Dazwischen liegt die Landesgrenze.

Bisher sind Sie als stellvertretender Vorsitzender des Bergbauvereins Ronneburg bekannt. Haben Sie jetzt das Ziel Ihres Engagements geändert?


Nein. Einmal Bergmann, immer Bergmann. Aber ich habe im Frühjahr den Geraer Ortsverband der Naturfreunde mitgegründet. Das Ronneburger Revier ist nur fünf bis sechs Kilometer von der Weißen Elster entfernt. Die Wismut entwässert über den Vorfluter in die Weiße Elster. Der Fluss ist stark vom Bergbau beeinflusst. Ist es hier die Wismut, so ist es zwischen Zeitz und Leipzig der Braunkohlentagebau. Auf elf Kilometern wird die Elster dort auf Asphalt geführt und Betonelster genannt. Dieser Ausbau sollte damals das Versickern in den Zwenkauer Tagebau verhindern.
Eröffnungsveranstaltung zur Bewerbung als Flusslandschaft des Jahres 2020/21 am Freitag, 16. November, 17 Uhr, Rathaussaal, Kornmarkt 12, 07545 Gera

OTZ Sylvia Eigenrauch / 13.11.18
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Re: Crossen in der Presse

Beitragvon Christian Nitsch » 25.11.2018, 18:57

Crossen. Die Bürgerinitiative (BI) „Hochwasserschutz Crossen“ lädt am Freitag zu einer Bürgerversammlung ein. „Bisher haben wir uns im kleinen Rahmen getroffen“, sagt Wolfgang Maruschky, doch nun suche man die Ö!entlichkeit.
Denn: „Das nächste Hochwasser kommt
bestimmt“, es gebe aber Planungen für
Hochwasserschutzmaßnahmen im Raum
Crossen, die man so nicht akzeptieren könne.
Ein Kernproblem sei, dass der Bahndamm
planungsseitig als Hochwasserschutzobjekt nicht akzeptiert werde und somit in den Planungen auch keine Rolle spiele. Die Thüringer Land gesellschaft hatte wiederholt darauf verwiesen, dass Gespräche mit der Eigentümerin Deutsche Bahn AG ergebnislos verlaufen seien. Die Bahn werde ihren Damm nicht für den Hochwasserschutz zur Verfügung stellen. „Unserer Meinung nach sollte die Elster auch nicht verlegt, sondern besser der alte Mühlgraben wieder reaktiviert werden“, lautet ein anderer Vorschlag. Das hatte die Landgesellschaft aber ebenso ausgeschlossen, wegen dort liegender Altlasten aus der Silbitzer Gießerei.
Die BI, die laut Maruschky zwischen 10 und 12 Mitglieder hat, will die Bürger trotzdem informieren, denn: Hochwasser kann jeden betre!en.“
Freitag, 30. November, 19 Uhr, Klubhaus Crossen
Susann Grunert / 24.11.18
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Schwäne sollen in Crossen leben

Beitragvon jhmatz » 06.12.2018, 17:05

Eisenberg/Crossen. Die beiden Höcker-Schwäne Nils und Nele, die in den vergangenen Tagen von der Eisenberger Tierfreundin Jessica Leidolph und ihrem Freund Dirk Stellmacher in den eigenen vier Wänden aufgepäppelt wurden, werden ihre neue Heimat auf und am Teich im benachbarten Crossen finden.

Gestern Vormittag haben Gemeindearbeiter das vor Jahren aufgestellte Schwanenhaus in Crossen von zugewachsenem Gras frei geschnitten. Wann die zwei Schwäne von Eisenberg nach Crossen transportiert werden, steht noch nicht fest. Ursprünglich sollte der erste Schwan, den die Tierfreundin auf den Namen „Nils“ taufte, nach Dresden kommen. Dann hatte eine junge Frau aus Ilmenau den zweiten Vogel nach Eisenberg gebracht. Der Schwan wurde „Nele“ getauft. Dann schaltete sich Crossens Bürgermeister ein und schlug als Wohnort den Teich vor. (jehe)
OTZ / 06.12.18
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Neuer Busfahrplan im Saale-Holzland

Beitragvon jhmatz » 06.12.2018, 17:09

Verbesserungen und Kürzungen

Mit dem neuen Busfahrplan reagiert die JES auf Wünsche von Fahrgästen und Personalmangel

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Das Busunternehmen im Saale-Holzland-Kreis weitet mit dem neuen Fahrplan die Kooperation mit benachbarten Verkehrsunternehmen aus. Statt Parallelfahrten zwischen Eisenberg und Crossen werden sich Busse der JES und des Regionalverkehrs Gera/Land ergänzen. Foto: Angelika Munteanu/Karte: JES

Eisenberg. „Das Jahr 2019 wird für uns das Jahr der Veränderungen“, sagt Andreas Möller, Geschäftsführer der JES Verkehrsgesellschaft. Die Veränderungen beginnen mit dem neuen Fahrplan, der am Sonntag, 9. Dezember, in Kraft treten wird. Dieser wird Verbesserungen bringen, aber auch Kürzungen beim Angebot an Fahrten.

„Damit reagieren wir auf die Wünsche unserer Fahrgäste und auch auf die Personalsituation bei den Busfahrern in unserem Haus“, erklärt Möller. Beschwerden über ausgefallene Busse waren bislang direkt an das Nahverkehrsunternehmen gegangen. Gestern erreichte auch unsere Redaktion eine Leserbeschwerde darüber, dass eine ganze Reihe an Fahrten ausgefallen sind. 23 Ausfälle waren für gestern auf der Internetseite der JES mit einer Entschuldigung der Verkehrsgesellschaft aufgelistet, für den heutigen Tag weitere 17 Fahrten.

JES-Chef Möller räumt kurzfristige Schwierigkeiten ein, alle geplanten Fahrten mit Busfahrern zu besetzen. Zu allererst müsse der Schulbusverkehr abgedeckt werden, mit dem das Verkehrsunternehmen vom Landkreis als Schulträger beauftragt worden ist. Um den Ausfall erkrankter Busfahrer zu kompensieren, würden bereits Mitarbeiter aus der Unternehmensverwaltung einspringen soweit sie einen Führerschein für Busse besitzen. Auch an Nachwuchs bei den Busfahrern fehlt es. Den Fachkräftemangel bekommt auch der öffentliche Personennahverkehr zu spüren.

„Wenn sich zehn Anwärter melden würden, würde ich sie sehr gern einstellen“, sagt Möller. Azubis für künftige Busfahrer gibt es bei der JES aktuell nicht. „Der Beruf ist offenbar nicht mehr interessant“, stellt Erich Engel, seit August Betriebsleiter bei der JES, fest. Quereinsteigern würde das Busunternehmen im Saale-Holzland den Einstieg erleichtern, etwa mit individuellen Regelungen bei der Teilung der Kosten für den Busführerschein. Auch mit tariflichen Regelungen will die JES den Beruf möglichst attraktiv machen.

Der neue Fahrplan ist damit auch eine Reaktion auf die aktuelle Situation. Um Personalengpässe zu kompensieren, Busfahrer zu entlasten und den Fahrgästen dennoch ein attraktives Angebot zu unterbreiten, setzt die JES verstärkt auf die Kooperation mit Verkehrsunternehmen in Nachbarkreisen. Die landesweit bedeutsame Linie 450/451 zwischen Eisenberg und Crossen soll mit dem neuen Fahrplan weiterhin im Stundentakt mit Niederflurbussen und im Sommer klimatisiert bedient werden, um den Abschluss an den Zugfernverkehr des Landkreises in Richtung Leipzig zu sichern. Parallelfahrten, die es bislang mit Bussen des Regionalverkehrs Gera/Land auf der Linie 203 gibt, sollen reduziert werden. Mit dem neuen Fahrplan werden ab Montag vier von zwölf Fahrten auf der Strecke Eisenberg — Crossen vom RVG bedient. Das spart Fahrzeiten ein für beide Verkehrsunternehmen. Denn: „Das Fahrpersonal ist überall knapp“, wusste gestern auf dem Eisenberger Busplatz Fahrer Toni Worms zu berichten, der in einem Herzum-Bus die RVG-Linie bediente. „Für den Fahrgast ändert sich nichts. Bis Jahresende werden die beiden Verkehrsunternehmen ihre Fahrscheine gegenseitig anerkennen“, so JES-Chef Möller. Ab 1. Januar gilt zwischen Eisenberg und Crossen in den Bussen von JES und RVG der Tarif des Verkehrsverbundes Mittelthüringen (VMT), dem die JES angehört.

Eine zweite neue Kooperation geht die JES mit der Personenverkehrsgesellschaft Weimarer Land (PVG) ein. „Sie wird Verbesserungen auf der Linie 424 von Dornburg über die Dörfer bis Isserstedt und Jena bringen“, kündigt Möller an. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 5 bis 19 Uhr werden die Busse im Zwei-Stunden-Takt verkehren. „Damit können Fahrgäste aus Stiebritz aller zwei Stunden ohne umzusteigen zum Globus Isserstedt und bis zum Busbahnhof in Jena fahren“, sagt der JES-Chef. Und mit der Kooperation sei auch Apolda dann im Zwei-Stunden-Takt erreichbar.

Anpassung werde es nach Zählungen auf der Stadtlinie 401 in Eisenberg geben. Diese wird zwar weiterhin samstags zwischen 9 und 16 Uhr bedient, aber nur noch mit sechs statt acht Fahrten.

Auf der Hauptlinie 410 Eisenberg-Bürgel-Jena werden aufgrund geringer Nachfrage an den Wochenende zwar weniger Fahrten angeboten. Die Busse fahren dann jedoch im Zwei-Stunden-Takt. Zudem werde es samstags einen Spätbus geben, der 22.19 Uhr in Jena in Richtung Eisenberg startet.

Der Anschluss an die Bahn in Hermsdorf soll mit der Buslinie 460/470 von Eisenberg aus gesichert werden. An den Wochenenden werden die Busse jedoch in Hermsdorf enden und nicht wie in der Woche nach Stadtroda weiterfahren.

„Diese Maßnahmen entlasten die Fahrer und bringen zum Teil dennoch Verbesserungen für die Fahrgäste“, so Möller.
Meine Meinung

OTZ Angelika Munteanu / 06.12.18


Im Überblick

Wesentliche Veränderungen gibt es mit dem neuen Busfahrplan der JES Verkehrsgesellschaft im Saaleholzlandkreis auf der Linie 401 im Stadtverkehr Eisenberg, auf der Linie 410 von Eisenberg über Bürgel nach Jena und zurück, auf der Linie 424 von Jena bis Isserstedt und darüber hinaus nach Dornburg bis Apolda und zurück, auf der Linie 450/451 gemeinsam mit der RVG-Linie 203 zwischen Eisenberg und Crossen und zurück sowie auf der Linie 460/470 von Eisenberg nach Hermsdorf bis Stadtroda und zurück.

Die neuen Fahrplanbücher der Region Jena/Saale-Holzland-Kreis können ab sofort bei den Busfahrern der JES für 1,50 Euro erworben werden. Zudem wird der neue Fahrplan auch auf der Internetseite der JES zu finden sei. Dort wird auch über tagesaktuelle Veränderungen informiert wie über derzeitige Ausfälle von Busfahrten sowie über Abweichungen von Fahrplan, die durch Baustellen bedingt sind. Im Internet unter folgender Adresse: www.jes-eisenberg.de

Für die Zukunft will die JES auch eine Handy-App herausbringen, die nicht nur über Planzeiten, sondern über aktuelle Abfahrtzeiten ihrer Busse informieren wird.

OTZ / 06.12.18
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Crossen gibt es schon, Eisenberg soll folgen

Beitragvon jhmatz » 14.12.2018, 17:46

Leuchtendes Eisenberger Schloss für 2019 versprochen

Fröhlich-festliche Stimmung auf dem Adventsmarkt der Awo.

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Schnitzkunst aus Wetterzeube. Foto: Angelika Munteanu

Eisenberg. „Hier ist es wunderschön, deshalb komme ich jedes Jahr her“, sagte gestern Rosemarie Jahr. Die Seniorin aus Eisenberg gehört wie viele zu den Stammgästen des Adventsmarktes, der gestern im Sozialzentrum der Arbeiterwohlfahrt in der Klosterlausnitzer Straße in Eisenberg abgehalten wurde.

Für fröhlich-festliche Stimmung sorgten Drehorgel- und Akkordeonmusiker aus Naumburg. Im Angebot war reichlich Handwerkskunst aus der hiesigen Region.

„Im nächsten Jahr bringe ich das Eisenberger Schloss als Schwibbogen mit.“ Das hat Holger Hoppe aus Wetterzeube gestern Eisenbergs Bürgermeister Michael Kieslich versprochen. Hoppes Metier ist die Schnitzkunst. „Ich versuche, für jeden Ort, an dem ich bin, etwas Typisches zu schaffen.“ Auf dem diesjährigen Kreativmarkt in Crossen hatte das Crossener Schloss als Schwibbogen viel Anklang gefunden. Im nächsten Jahr will Hoppe die leuchtende Eisenberger Vision auf den Awo-Adventsmarkt nach Eisenberg mitbringen.

Gleich neben ihm surrte gestern unentwegt das Spinnrad von Ingrid Hurlbeck. Die Dame aus Bad Klosterlausnitz ist mit ihrer althergebrachten Handwerkskunst auf vielen Märkten in Ostthüringen vertreten.

Auch Adelheid Hollmann aus Walpernhain mit wärmenden Schals, Handschuhen und Mützen für Babys, Kinder und Erwachsene und der Eisenberger Manfred Stiehl mit seinem Wagen voller Süßigkeiten sind längst keine Unbekannten auf den Märkten – nicht nur zur Adventszeiten im Saale-Holzland-Kreis.

OTZ Angelika Munteanu / 13.12.18
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