Crossen in der Presse

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Bauhof mitten in Crossen sorgt für Streit

Beitragvon jhmatz » 06.11.2017, 11:38

Anwohner in Crossen klagen über Lärm und Unordnung auf dem Gelände

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Der Bauhof von Crossen ist vorübergehend in der alten Feuerwehr untergebracht. Umliegende Anwohner stören sich an Lärm, Gestank und Unordnung. Foto: Susann Grunert

Crossen. Der Frust saß auch gestern Morgen noch tief. „Wir sind schwer enttäuscht, das können sie ruhig so schreiben“, sagte eine Frau, die ihr Zuhause in Nöben, gleich gegenüber der alten Feuerwehr in Crossen hat.

Das baufällige Gebäude dient dem Bauhof der Gemeinde als Unterkunft, seitdem dieser aus der „Nudel“ am Rande Crossens ausziehen musste. Und hier ­begann aus Sicht der Anwohner der Ärger.
Gemeinde prüft andere Standorte

„Der ständige Lärm ist einfach kein Zustand“, beschwerten sich gut 15 Betroffene am Donnerstagabend zur Bürgerfragestunde im Gemeinderat. Nicht selten werde man in aller Frühe durch die Inbetriebnahme von Fahrzeugen und Geräten aus dem Bett geschmissen. „Das geht einfach nicht, hier ­wohnen ja auch viele Leute, die im Schichtdienst arbeiten“, so eine Anwohnerin. Auch die Unordnung rings um das Gebäude sei ein Ärgernis.

„Ist denn eine Lösung in Sicht?“, wollten die Nöbener vom Gemeinderat wissen. Zumindest keine schnelle, wie sich im Verlauf der Diskussion abzeichnete. „Die derzeitige Unterbringung des Bauhofes war eine Verlegenheitslösung“, gab Gemeinderatsvorsitzender Jens Lüdtke zu. Aber man habe ­mangels Alternativen auf diese ­alte Liegenschaft zurückgreifen müssen, auch wenn das „weder für die Anwohner noch für die Gemeindearbeiter vertretbar“, sei. Gegenwärtig bemühe man sich um ­Lösungen, ziehe zum Beispiel die alte Umformer­station in Tauchlitz als neuen Standort für den kommunalen Bauhof in Betracht, doch eine umfassende Prüfung dauert.

Den ein oder anderen Vorschlag zur Güte hätten die Anwohner von Nöben zur Sitzung gerne selbst noch eingebracht, seien aber aus ihrer Sicht nur „unfreundlich abgebürstet“ worden. Frühere Kuhställe in Ahlendorf oder das Gelände der ehemaligen Gärtnerei „Grüner Kern“ in Crossen wurden gestern im Nachhinein als mög­liche Alterna­tiven diskutiert.

„Natürlich wissen wir nicht, ob diese Gelände überhaupt ­verfügbar sind“, hieß es. Das ­hätte man aber gerne mit dem ­Gemeinderat besprochen.

OTZ Susann Grunert / 04.11.17
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Susann Grunert liest viel Positives aus dem Elstertal

Beitragvon jhmatz » 14.11.2017, 09:05

Deutschlandweit einzigartig – wenn man diese Worte in Verbindung mit seiner Gemeinde hört, dann lacht das Bürgermeisterherz. Zwar ist nicht Crossen, sondern die Landesfeuerwehrschule der Bauherr für die bundesweit erste Tunnelübungsanlage für Feuerwehrleute, der Standort profitiert aber natürlich genauso.
14. November 2017 / 02:58 Uhr

Schließlich werden Kameraden aus allen Ecken des Landes nach Ostthüringen reisen, um sich hier fortbilden zu lassen. Und bei dieser Gelegenheit vielleicht das schöne Schloss besichtigen, dass dank der Hilfe der benachbarten Bad Köstritzer und dem zähen Ringen des Schlossvereins nicht mehr vor sich hin rotten muss.

Es sind wirklich fast ausschließlich positive Nachrichten, die in den vergangenen Wochen und Monaten aus dem Elstertal dringen. Nur dieser eine mysteriöse Anrufer, der ausgerechnet aus einer Telefonzelle in Crossen dem Jenaer Uniklinikum mit einer Bombe drohte, will da nicht recht ins Bild passen. Aber der war hoffentlich nur auf der Durchreise.

OTZ
Susann Grunert / 14.11.17
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Kriegerdenkmal wird eingeweiht

Beitragvon jhmatz » 16.11.2017, 16:10

Crossen. Das restaurierte Kriegerdenkmal für Gefallene im Ersten Weltkrieg auf dem Crossener Marktplatz wird wieder eingeweiht an diesem Sonntag.

Bei der Überarbeitung des Denkmals wurden unter anderem die Namen der Opfer nachgezeichnet und die Hand der Germania, die auf einem Sockel vor dem Denkmal steht, repariert. Zunächst findet 14 Uhr ein Gottesdienst in der Crossener Kirche statt. Die Einweihung beginnt 15.15 Uhr.
OTZ / 15.11.17
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Kriegerdenkmal restauriert

Beitragvon jhmatz » 20.11.2017, 08:16

Germania von Steinmetzbetrieb ertüchtigt

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Zum Volkstrauertag ist in Crossen das Denkmal zum Gedenken an Kriege seit 1866 nach der Restaurierung wieder eingeweiht worden. Foto: F. Girwert

Crossen. Das Kriegerdenkmal am Crossener Marktplatz ist zum Volkstrauertag wieder eingeweiht worden. Thomas Haase vom gleichnamigen Steinmetzbetrieb in Eisenberg hatte mit seinen Mitarbeitern vor allem die Substanz des Denkmals erhalten wollen. „Wir haben erst einmal Moos und Flechten entfernt.“ Zudem verliere Sandstein mit den Jahren durch die Witterung zunehmend die Bindung. „Die Germania-Figur war auch fast schwarz.“ Hier habe man fehlende Teile, etwa die Schriftrolle und ein Stück Arm, ersetzt. Möglich gemacht haben das Lottomittel, hatte Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) gesagt, der in seiner Ansprache mahnte, dass bis heute der Drang nach Machterhalt oft größer sei als die Vernunft – weshalb man auch heute noch viele Kriege auf der Welt zu beklagen habe.

Zum Verdruss einiger Bürger jedoch ist das Denkmal nicht vollständig, ein Teil der ursprünglich vorhandenen Inschriften fehlt. Teilweise, so war zu erfahren, fehlten schlicht Dokumente, um die verwitterten Inschriften rekonstruieren zu können – das könnte sich allerdings noch ändern.

Eine weitere Tafel mit den Gefallenen des zweiten Weltkriegs habe nicht die Zustimmung einiger Nachkommen in Crossen gefunden – nicht alle wollten die Namen ihrer Vorfahren auf dem Denkmal lesen.

OTZ Florian Girwert / 20.11.17
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Crossens letzter Fernsprecher soll abgebaut werden

Beitragvon jhmatz » 23.11.2017, 12:15

Nach Bombendrohung aus der Telefonzelle: Crossens letzter Fernsprecher soll abgebaut werden

Bürgermeister Uwe Berndt setzt sich für einen Erhalt des Standortes ein – mit geringer Aussicht auf Erfolg.


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Nur noch eine Hülle: Aus der Telefonzelle auf dem Crossener Markt wurde sämtliche Technik entfernt. Foto: Jens Henning

Crossen. Überall werden in Deutschland nach und nach die magenta-farbenen Telefonhäuschen abgebaut. Doch in Crossen will man das letzte verbliebene öffentliche Häuschen im Ort behalten. Vor kurzem geriet die Zelle überregional in die Schlagzeilen, als ein Unbekannter von hier aus eine Bombendrohung in Richtung des Jenaer Universitätsklinikums absetzte.

„Es gab in den letzten Jahren immer wieder Anfragen seitens der Deutschen Telekom, das Häuschen entfernen zu wollen, weil es sich offenbar nicht mehr rechnet. Wir haben uns aber immer dafür stark gemacht. Und dabei bleibt es auch. Wenn wir gefragt werden, wollen wir das Häuschen auf dem Markt behalten. Man weiß ja nie. Wenn das Handy aussetzt, kann man vom Öffentlichen anrufen. Sollte einmal ein Sendemast ausfallen, hätten wir zumindest hier die Möglichkeit anzurufen“, sagte Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Er kennt auch die Vorgaben in Sachen Wirtschaftlichkeit des börsenorientierten Kommu­nikationsunternehmens. „Die Häuschen mit weniger als 50 Euro Umsatz im Monat rechnen sich nicht mehr“, sagte Berndt. Wie oft die Telefonzelle zuletzt genutzt wurde, dazu konnte er nichts sagen. Nach dem Vorfall mit dem ominösen Anrufer hat die Telekom oder ein beauftragtes Unternehmen die Technik der Telefonzelle entfernt. Das Häuschen selbst und auch der Verteilerkasten standen gestern noch. Die Chance, dass Crossen das Telefon-Häuschen behalten kann, sind aber gering. Steffi Kopp, Sprecherin der Jenaer Polizei, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen auch mit der Telekom Kontakt hatte, erfuhr dabei, dass sich die Telekom von diesem Standort trennen wolle.

Aus der Unternehmenskommunikation der Telekom waren auf Anfrage unserer Zeitung keine Infos über die Zukunft das besagten Telefon-Häuschens in Crossen zu erfahren. Die magentafarbene Zelle wurde 1997 aufgebaut. Davor stand an dieser Stelle das typisch gelbe Telefon-Häuschen der Deutschen Post.

Jens Henning / 22.11.17 OTZ
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Elstertal kommt ins Förderprogramm

Beitragvon jhmatz » 17.12.2017, 16:59

Auch private Projekte sind zuschussfähig

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Für die Gemeinde Crossen wurden der Bereich Rosenthal und die Ortsteile Ahlendorf und Tauchlitz in die Dorferneuerung aufgenommen. Foto: Angelika Munteanu

Elstertal. Die Dorfregion „Entwicklungsraum Elstertal“ Gemeinden wurde als Förderschwerpunkt der Dorfregion anerkannt. Dazu gehören die Gemeinden Crossen, Hartmannsdorf, Silbitz/Seifartsdorf, Caaschwitz, Bad Köstritz und deren Ortsteile.

Neben gemeindlichen Projekten können auch Privatpersonen Förderanträge für ihre Vorhaben stellen. Sie haben Aussicht, bei der Sanierung von Häusern bis zu 35 Prozent der anfallenden Kosten gefördert zu bekommen.

Für die Gemeinde Crossen ist anzumerken, dass nur der Bereich Rosenthal und die Ortsteile Ahlendorf und Tauchlitz in die Dorferneuerung aufgenommen wurden. Demzufolge werden nur aus diesen Bereichen Fördermittelanträge entgegengenommen.

Vor der Beantragung von Fördermitteln können Beratungsleistungen des Planungsbüros Quaas aus Weimar in Anspruch genommen werden. Dieses wurde vertraglich gebunden, so dass die Kosten der Bürger für die Beraterleistungen von den Gemeinden zu übernehmen sind.

Der erste Termin, zu dem die vollständigen Fördermittelanträge beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Gera vorliegen müssen, naht bereits in vier Wochen: am 15. Januar 2018.

Vollständig bedeutet, dass zur Baumaßnahme unter anderem  mindestens drei Angebote von  Baufirmen eingereicht werden müssen. Da diese Beantragungsfrist sehr kurz gehalten wurde, besteht die Möglichkeit, in den nächsten fünf Jahren immer zum 15. Januar des jeweiligen Jahres weitere Anträge zu stellen.

„Nutzen Sie die Zeit, um in Ruhe Ihre Vorhaben zu planen und vollständige Anträge auf Förderung vorzubereiten“, empfiehlt das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft, das für weitere Informationen zur Verfügung steht.
OTZ / 16.12.17
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Crossens Telefonzelle zuletzt ein Tatort

Beitragvon jhmatz » 11.01.2018, 08:16

Die Telekom baute gestern das Häuschen ab. Ein Fernsprecher für den Notfall bleibt

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Das Basis-Telefon, das gestern kurz nach zwölf Uhr aufgebaut war, funktionierte auf Anhieb. Bürgermeister Berndt griff zum Hörer und vernahm in seinem linken Ohr das typische Freizeichen. Foto: Jens Henning

Crossen. Seit gestern Mittag hat der Ort Crossen keine öffentliche Telefonzelle mehr. Die Mitarbeiter der Firma Kabel Netzwerk Service (KNS) aus Niederwiesa bei Chemnitz hoben das Telefon-Haus vor dem Gasthof und dem Hotel „Weißes Roß“ aus der Verankerung und verluden es auf einen Transporter.
Drohung gegen Klinikum von diesem Apparat

„Ein wenig Wehmut ist schon dabei. Es geht damit ein Stück Crossener Geschichte verloren. Wir waren stolz, dass wir noch ein eigenes Telefonhäuschen hatten. Die verschwanden nach und nach. Ich weiß zwar nicht, wie viele Menschen aus Crossen oder auch Gäste von dieser Telefonzelle aus in die weite Welt aus noch angerufen haben. Die Zelle wird aber ab sofort fehlen im Stadtbild, ganz sicher. Ich denke hier vor allem auch an die älteren Bürger von Crossen. Da gibt es bestimmt einige, die könnten Geschichten erzählen. Vielleicht begann an dieser Stelle in Crossen die große Liebe. Es ist nun mal ein markanter Ort“, sagte Crossens ehrenamtlicher Bürgermeister Uwe Berndt.

Das Telefonhaus von Crossen erlebte in seinen letzten Tagen noch einmal überregionale Berühmtheit. Von dieser Zelle hatte ein Unbekannter in Richtung Jenaer Klinikum angerufen und eine Bombendrohung angekündigt. Die bestätigte sich nicht. Keine 24 Stunden nach dem Anruf waren die Spezialisten der Polizei in Crossen vor Ort.

Der Anrufer konnte bisher nicht ermittelt werden. Ob er überhaupt noch überführt werden kann, ist seit gestern äußerst fraglich. „Ich weiß, dass die Kriminalpolizei damals die Anrufanlage samt Münzsprecher ausgebaut hatte, um vielleicht an Hand von Fingerabdrücken auf den Täter zu kommen“, sagte Berndt.

Statt des Telefonhauses haben die Crossener und ihre Gäste ein sogenanntes Basis-Telefon bekommen. Dahinter steckt eine Säule aus Edelstahl, versehen mit einem Telefon. Berndt freute sich, dass zumindest diese Notfall-Variante für Crossen existiert. „Man weiß ja nie, wenn die Handy-Netze mal ausfallen sollten, was wir nicht hoffen, haben wir eine Stelle im Ort, um einen Notruf absetzen zu können“, sagte der Bürgermeister.

Über zwei Jahrzehnte zierte das Haus mit den typischen Magenta-Farben den Platz an der Hauptstraße Crossens. 1997 wurde das Häuschen aufgestellt, im Zuge der Fertigstellung der Straße. Davor stand das gelbfarbene Telefon-Haus der Deutschen Post.

Ralf Bäselt, Inhaber vom „Weißen Roß“, erinnerte sich an einige Gäste, die sich mit der Telefonzelle fotografieren ließen. „Einige haben gedacht, dass die Telefonzelle gar nicht mehr funktioniert. Sie dachten, die Zelle steht nur noch so da. Als sie die Nummer gewählt hatten und ihren Freund oder Bekannten am Ohr hatten, wussten sie, dass das Telefon tatsächlich noch geht. Einige Hotelgäste machten sich sogar einen Spaß, und wählten unsere Nummer vom Hotel. Wir haben an der Nummer gleich gesehen, dass der Anruf aus der Zelle kam“, sagte Bäselt.

Für die beiden Kollegen aus der Nähe von Chemnitz war die Montage Routine. „Wir sind im Auftrag der Telekom deutschlandweit unterwegs. Vor kurzem waren wir in den alten Bundesländern. Heute sind wir hier. In den nächsten Tagen haben wir noch in Hermsdorf und in Jena zu tun“, sagte KNS-Mitarbeiter Andre Oettler.

Das Telefonhaus in Crossen hat ausgedient. Es wird einer Entsorgungsfirma zugeführt. „In der jüngeren Vergangenheit gab es einige Anfragen für ein Umnutzung des Häuschens. So eine Zelle ist aber nicht ganz billig“, sagte der KNS-Mann.

Schaut man ins Internet, findet man verschiedene Formen der Nachnutzung. Die reichen von einem Mini-Tonstudio bis zu einem Bücherschrank im Freien.

Das Basis-Telefon, das gestern kurz nach zwölf Uhr aufgebaut war, funktionierte auf Anhieb. Bürgermeister Berndt griff zum Hörer und vernahm in seinem linken Ohr das typische Freizeichen.

Wie lange die Basis-Station in Crossen stehen wird und wie viele Anrufe nötig sind, um die Wirtschaftlichkeit zu garantieren, konnt gestern in der Pressestelle des Deutschen Telekom in Leipzig nicht erfragt werden.

Die Hoch-Zeit der Telefonhäuschen in Deutschland war in die 1990er Jahren. Da soll es in der gesamten Bundesrepublik über 160 000 Häuschen gegeben haben, eines davon in Crossen.

OTZ Jens Henning / 09.01.18
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Kameraden gegen Feuer, Wasser und Öl

Beitragvon jhmatz » 07.02.2018, 18:54

Freiwillige Feuerwehr Crossen/Elstertal bilanziert 2017:
Zahl aktiver Kameraden konstant -
Lob reicht nicht immer aus

OTZ 6.2.2018

bitte link für Artikel anklicken
http://www.crossen.de/bilder_fuer_forum/2018/otz_20180206_Feuerw.pdf
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Der Morgenhahn kommt ab heute aus Crossen

Beitragvon jhmatz » 28.05.2018, 07:27

Crossen. In dieser Woche spielen die Kegler des SV Elstertal Silbitz / Crossen im Frühprogramm von MDR Thüringen mit Moderator Johannes-Michael Noack um 500 Euro.

Seit 135 Jahren gibt es den Verein. Der Sport macht allen viel Spaß, er hält fit und stärkt die Gemeinschaft. Es gibt Frauen-, Kinder-, Männer- und Seniorenmannschaften. Der Jüngste ist 14, der Älteste noch aktive 74 Jahre. Im Sommer (10. bis 12. August) feiern die Kegelfreunde ihr 135-jähriges Jubiläum. Dafür möchten sie gern den Gewinn aus dem Morgenhahnspiel mit einsetzen. Der 1. Kegelclub wurde 1883 in Crossen gegründet. Damals war die Kugel noch aus Stein, heute sind sie aus Kunstharz. In den 1950er Jahren wurden die Kegler des Clubs in die BSG Stahl Silbitz als Sektion Kegeln integriert und nach der Wiedervereinigung als Abteilung im SV Elstertal Silbitz/Crossen weiter geführt. Vermutlich sind sie die am längsten organisierten Kegelsportler Thüringens.

Und wer so lange kegelt, der hat natürlich auch Erfolge vorzuweisen. Beim Deutschen Vizemeister der Senioren A im Jahr 2010 waren Männer aus dem Verein mit in der Mannschaft, die Seniorenmannschaft schaffte 2017 den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Hinzu kamen und kommen zahlreiche Pokale. Und darauf freuen sich die Kegler, lassen die Kugel gern rollen über eine 18 Meter lange Bahn, mit einem Anlauf von 6,50 mal 1,45 Meter.

Bevor die Kegler jedoch das Geld aus dem Morgenhahnspiel einheimsen dürfen, müssen sie täglich eine Frage aus Sport, Aktuellem, eigenem Themengebiet, Natur oder Musik beantworten. Wenn das Team die richtige Lösung weiß, erhält es 100 Euro. Andernfalls gehen diese in den Jackpot. Am Freitag wird gegen die Hörer von MDR Thüringen gespielt. Wer am schnellsten die richtige Antwort auf eine Schätzfrage oder Rechenaufgabe weiß, erhält 100 Euro beziehungsweise das eventuell angesammelte Geld aus dem Jackpot.

Johannes und der Morgen-hahn: Montag bis Freitag, 5 bis 9 Uhr, MDR Thüringen

OTZ / 28.05.18
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Crossen fordert kalkärmeres Wasser

Beitragvon jhmatz » 01.06.2018, 10:34

Auch die Straßenabflüsse würden nicht funktionieren, erklärte Crossens Bürgermeister.

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Uwe Berndt, Bürgermeister von Crossen. Foto: Schott

Crossen/Eisenberg. Der Kalkgehalt in ihrem Trinkwasser macht den Bewohner von Crossen zu schaffen „Er ist zwar kein Kriterium für die Trinkwasserqualität“, weiß Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Aber für die Crossener ist der Aufwand beim Entkalken ihres Wasser immens und mit zusätzlichen Kosten verbunden – oder Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen müssen schneller getauscht werde als in Gegenden mit weicherem Trinkwasser.

So wie in der jüngsten Ratssitzung in der Gemeinde an der Elster angekündigt, hatte Bürgermeister Berndt das Problem der Crossener in der Verbandsversammlung der Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE) thematisiert – verbunden mit der Forderung, dass eine Lösung gefunden werden müsse. Denn es könne in der Solidargemeinschaft des Zweckverbandes nicht sein, dass Verbraucher in einzelnen Kommunen wie Crossen mehr belastet würden als andere – obwohl sie die gleichen Abgaben zahlen für das Trinkwasser wie die anderen.

Bürgermeister Berndt packte gleich noch ein zweites Crossener Problem auf den Tisch der Zweckverbandsversammlung. Bei Regen leiten die Entwässerungskanäle in der Ortsdurchfahrt und inzwischen auch in der Flemmingstraße das Oberflächenwasser nicht sofort ab, so dass sich Wasserflächen auf der Straßen bilden. Uwe Berndt forderte vom ZWE Abhilfe.

Probleme sollen Thema im Gemeinderat werden

ZWE-Geschäftsleiterin Ute Böhm erklärte, die Kanäle seien nach dem Stand der Technik gebaut. Er könne doch den Autofahrern an der Überschwemmungsstelle nicht die Baupläne vor die Nase halten, konterte Berndt. Der Verbandsvorsitzende, Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt, unterstützte seinen Crossener Bürgermeisterkollegen: „Das Problem muss gelöst werden“, sagte Darnstädt, dessen Stadt auch immer wieder mit den Folgen von Starkregen zu kämpfen habe, aber vom Land nicht als hochwassergefährdetes Gebiet eingestuft wird. Was heißt, dass auch keine Entschädigungen im Schadensfall zu erwarten sind.

Uwe Berndt lud die ZWE-Geschäftsleitung und den Verbandsvorsitzenden zu einer der nächsten Gemeinderatssitzungen in Crossen ein. Dort sollen die genannten Probleme besprochen und möglichst geklärt werden. „Und da es alle Bürger betrifft, in einer öffentlicher Sitzung“, stellte Crossens Bürgermeister noch klar.

OTZ Angelika Munteanu / 01.06.18


Angelika Munteanu über Unklarheiten beim Abwasser

Mysteriös sind die Vorkommnisse mit dem nicht abfließenden Regenwasser von den Hauptstraße in Crossen durchaus. An den Gullys soll es nicht liegen. Die seien frei, versichert der Bürgermeister.


Das Wasserproblem ist ein Fakt, an dem der zuständige Zweckverband in Eisenberg (ZWE) nicht vorbeikommt. Und die Befürchtung des Bürgermeisters, dass das Problem wachsen könnte, wenn künftig auch Etzdorf, das Rosenthal, das Kleine Dorf von Hartmannsdorf und Rauda ins Klärwerk Crossen einleiten, ist nachvollziehbar.

Das Klärwerk sei – so der ZWE – derzeit zu 80 Prozent ausgelastet und alles nach den Regeln der Technik gebaut. Doch auch im Klärwerk geht Mysteriöses vor. Dort komme laut ZWE fast das Doppelte von dem Abwasser an, das von den Verbrauchern bezahlt wird. Sickerwasser? Illegale Fremdeinleiter? Der ZWE ist ratlos und will die Sache aufklären.

Für Crossens Bürgermeister ist das keine Begründung für das Wasserproblem auf seinen Straßen. Möglicherweise ist es doch eine Ausrede. Denn Sickerwasser kann in die auf einem Hügel liegende Anlage schwerlich eindringen, es sei denn, das Klärbecken ist nicht dicht. Und ums fest verschlossene Gelände ist ein mindestens zwei Meter hoher Zaun gezogen. Kaum Chancen also für illegales Einleiten.

OTZ Angelika Munteanu / 01.06.18
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32 Kirchen in einem Buch vereint

Beitragvon jhmatz » 04.06.2018, 07:14

Publikation kostenlos erhältlich

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Die alte Dorfkirche in BeutnitzArchivfoto: A. Schimmel

Eisenberg. Der Saale-Holzland-Kreis ist eine der kirchenreichsten Regionen Thüringens. Er zählt mehr als 130 Kirchengebäude. 32 davon stellte die Broschüre „Kirchen der Region Saale-Holzland“ vor, die 2012 herausgegeben wurde. Jetzt ist Teil zwei der Reihe erschienen.

Darin werden weitere 32 Kirchen im Saale-Holzland-Kreis in Text und Bild präsentiert, darunter Beutnitz, Crossen, Dorndorf, Golmsdorf, Gröben, Lehesten, Lindau, Milda, Rabis, Rothenstein, Seifartsdorf und Tautenhain. Das Titelbild zeigt die Glocke der Nikolaikirche in Löberschütz. Die Texte und Fotos stammen wie in Teil eins vom Hermsdorfer Autor Wilhelm Schaffer.

„Unsere vielfältige Kirchenlandschaft, das ist ein unvergleichlicher Schatz, den es zu bewahren gilt“, sagt Landrat Andreas Heller. „Ich freue mich besonders, dass die Identifikation der Gemeinden – der politischen wie der kirchlichen – mit ‚ihren‘ Kirchen zunimmt. Das Engagement in Vereinen und Interessengemeinschaften ist in den vergangenen Jahren noch weiter gewachsen.“

Beide Broschüren wurden finanziell von der Sparkasse Jena-Saale-Holzland unterstützt. „Das Druckwerk soll dazu beitragen, die sakralen Kleinode in der Region stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken und nicht zuletzt auch dafür sorgen, dass der Tourismus weitere Impulse erhält“, erklärte Sparkassenvorstand Erhard Bückemeier.

„Kirchen in der Region Saale-Holzland-Kreis“, Teil 2, ist im Landratsamt kostenlos erhältlich: (036691) 70222.

OTZ / 02.06.18
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Angelika Munteanu über Entsorgungssorgen im Kreis

Beitragvon jhmatz » 08.06.2018, 08:01

Die Idee aus Crossen ist so simple wie genial: ein Bioheizwerk, um Grünschnitt selbst zu entsorgen und aus dem Wertstoff Biomasse auch noch selbst einen Nutzen ziehen.
Da kann man nur hoffen, dass die Idee Wirklichkeit wird und sich viele Partner finden, die das Bioheizwerk mit ihren Grünabfällen füttern werden, damit es läuft.

So schwierig sollte das allerdings nicht sein. Denn Kommunen wie auch Bürger stehen alle vor dem gleichen Problem: Derlei Bioabfälle dürfen nicht verbrannt werden. Als das entsprechende Gesetz unlängst in Kraft trat, stellten sich viele, vor allem auch die Hobbygärtner, die Frage: Wohin nun mit den Abfällen? Termine für das kostenlose Abgeben gibt es zwar. Ansonsten ist für das Entsorgen zu bezahlen. Das könnte mit einem kommunalen Bioheizwerk anders gehen. Damit wären die Ordnungsbehörden künftig vielleicht auch die Sorge los, dass derlei Abfälle illegal in die Landschaft gekippt werden.
Und jeder könnte eines Tages ein bisschen selbst mit dazu beitragen, dass er in wohliger Wärme im Klubhaus Crossen Party feiert. Beispielsweise.

Im Elstertal wird über ein eigenes kleines Bioheizwerk nachgedacht

OTZ Angelika Munteanu / 08.06.18
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Im Elstertal wird über ein eigenes Bioheizwerk nachgedacht

Beitragvon jhmatz » 11.06.2018, 16:18

Entsorgen von Grünschnitt von öffentlichen Flächen kommt Kommunen teuer zu stehen. Crossen sucht nach einer Lösung und dafür Partner.

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Grafik für den Saale-Holzland-Kreis. Foto: Regionale Aktionsgruppe Jena-Saale-Holzland

Crossen. Das Entsorgen von Grünschnitt kommt Kommunen im Saale-Holzland oft teuer zu stehen. „Sieben Euro pro Multicar-Ladung – das ist viel Geld“, sagt Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). An die 500 Euro jährlich – so weiß es die Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen – zahlt allein diese Gemeinde im Elstertal dafür, dass sie den Grünschnitt von ihren Wiesen und Randstreifen los wird. Das sind etwa 70 Multicar-Ladungen voll, die für das genannte Entgelt nach Caaschwitz im benachbarten Landkreis Greiz geliefert werden, wo der Grünschnitt kompostiert und zu wiederverwendbarer Erde verwandelt wird.

„Die Geldausgabe können wir uns sparen und den Grünschnitt sogar noch nutzbringend für uns selbst einsetzen“, meinte Bürgermeister Uwe Berndt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Thomas Winkelmann als Projektmitarbeiter der Thüringer Bioenergieregion in der regionalen Aktionsgruppe (RAG) Jena-Saale-Holzland vorgestellt, wie es gehen kann. Sein Vorschlag: ein Bioheizwerk, das in Crossen angesiedelt wird, den Grünschnitt in Wärme verwandelt, mit dem kommunale Einrichtungen wie beispielsweise das große Klubhaus Crossen beheizt werden könnten.

Aktuell sei der Saale-Holzland-Kreis bei der Nutzung erneuerbaren Energien bereits gut aufgestellt, führte Winkelmann aus. 89 Prozent des Strombedarfs im Landkreis würden bereits aus erneuerbaren Energien gedeckt. Im Gebiet der Bioenergieregion mit der Großstadt Jena zusammen seien es jedoch nur 39 Prozent. Im Bereich Wärme durch erneuerbare Energie liege der bilanzielle Anteil im Landkreis bei nur 42 Prozent, mit Jena gemeinsam bei 29 Prozent des Wärmeverbrauchs. Das sei – so die Sicht von Winkelmann – jedoch durchaus normal: „Man muss die Region stets zusammen denken: ländlicher Raum mit den urbanen Gebieten. Erneuerbare Energieerzeugung braucht Fläche für Wind, Bioenergie und Photovoltaik auf Dächern“, erläutert Winkelmann.

Seine Schlussfolgerung: „Erneuerbare Energie findet also im ländlichen Raum statt. Schon immer hat der ländliche Raum auch die Städte versorgt, dafür bieten die Städte beispielsweise industrielle Arbeitsplätze, Studienmöglichkeiten und dergleichen.“

Am Beispiel der Bioenergieregion Mittelhessen verdeutlichte Winkelmann in der Ratssitzung in Crossen, welche Effekte die Selbstverwertung von Biomasse in Gestalt von Grünschnitt, Gehölz- und Heckenschnitt für eine gesamte Region bringen kann – wie das Beheizen von Schulen, Schwimmhallen und anderen öffentlichen Einrichtungen bis hin zur Produktion von „Terra Preta“, also Holz- und Pflanzenkohle-haltiger Erde, mit der die heimischen Böden für die Landwirtschaft aufgewertet werden können. Auch über mögliche Projektkosten informierte Winkelmann. Über das Thüringer Klimainvestprogramm gebe es Förderung ohne Eigenmittel für Untersuchungen zu Pilotprojekten. Gegebenenfalls könne über die Regionale Aktionsgruppe Jena-Saale-Holzland auch die Unterstützung externer Fachleute herangeholt werden.

„Wir sollten beschließen, das zu tun, wenn es 100 Prozent Förderung für die Untersuchung gibt“, empfahl der Bürgermeister. Mit eine Analyse müsse geklärt werden, wie hoch das Aufkommen an Gründschnitt sowie an Baum- und Strauchschnitt in der Region ist.

„Die Verwertung von Strauchschnitt ist derzeit suboptimal“, stellte der Gemeinderatsvorsitzende Jens Lüdtke fest und empfahl gleichermaßen: „Die Gemeinde sollte das auf die Beine bringen.“ Zugleich warnte er aber vor übereilten Beschlüssen wegen etwaiger Fördermittel. Innerhalb der VG sollte nach einer gemeinschaftlichen Lösung gesucht werden.

Denn von den Schnittresten der Grünflächen in Crossen allein wird ein Bioheizwerk in der Elstertal-Gemeinde nicht satt. Das ist den Crossenern bewusst und auch, dass es für solch ein Vorhaben Partner braucht. Solch ein Bioheizwerk könnte Annahmestelle werden auch für den Grünschnitt der Nachbarkommunen im Elstertal und innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Heideland-Elstertal-Schkölen. „Gegebenenfalls auch für Bad Köstritz oder Eisenberg“, meinte Bürgermeister Berndt.

„Die Gemeinden müssen wir dafür gewinnen“, sagt auch der VG-Vorsitzende Martin Bierbrauer. In der Versammlung der Gemeinschaftsmitglieder soll die Idee aus Crossen auf den Tisch, damit möglicherweise eine gemeinschaftliche Lösung zustande kommen kann.

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Mehr Löschwasser für Ahlendorf

Beitragvon jhmatz » 20.06.2018, 16:06

Am Floßgraben wurde eine alte Entnahmestelle reaktiviert. Der Förderverein maß parallel die Fließgeschwindigkeit.

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Zunächst sollte der Floßgraben an der Brücke Nummer 2 mit Holzbrettern angestaut werden. Die Bohlen wurden aber immer wieder hochgedrückt. Die Wassertiefe reichte aber auch so aus, um Wasser per Pumpe entnehmen zu können. Foto: Susann Grunert

Ahlendorf. Dass aus dem Floßgraben in Ahlendorf vor Jahrzehnten schon einmal Löschwasser gepumpt wurde, daran kann sich Gerthold Poetzsch noch gut erinnern. „Ich war damals bei der Feuerwehr, wir ­haben die Platten an der Entnahmestelle gelegt.“

Über die Jahre geriet die Entnahmestelle neben der Brücke Nummer zwei aber in Vergessenheit und wucherte zu. „Als wir die Brücke vor einiger Zeit beräumt haben, fielen uns Metallleisten an den Seiten auf“, erzählt Helmut Wunderlich vom Förderverein Elsterfloß­graben.

Alteingesessene Ahlendorfer erzählten ihm dann, dass zwischen die Streben früher Holzbohlen gesetzt wurden, um den Floßgraben anzustauen und so Löschwasser zu entnehmen. „Angesichts der Löschwasserproblematik, die in Ahlendorf herrscht, haben wir uns überlegt, ob die alte Entnahmestelle nicht wieder reaktiviert werden könnte“, sagt Wunderlich.

Auf Betreiben des Vereins fand daher am Sonnabend eine gemeinsame Übung der Feuerwehren Crossen und Wetter­zeube statt. Zahlreiche Ahlendorfer waren als Zuschauer dabei. „Ich habe im Floßgraben das Schwimmen gelernt“, erinnerte sich Erika Poetzsch. Damals sei er aber noch deutlich sauberer gewesen.

Zunächst wurden Holzbohlen, die von Ahlendorfer Bürgern gestiftet worden waren, wie früher in die Metallleisten gesteckt, um das Wasser anzustauen. Die Bohlen wurden aber wieder hochgedrückt.

Doch auch ohne Anzustauen, konnte genügend Wasser gepumpt werden: „Das ging wunderbar“, sagte der stellvertretende Wehrleiter von Crossen, Silvio Mahl. In Abstimmung mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie könne zudem das Schott am Floßhaus ­geöffnet werden.

Zu klären sei allerdings noch die Zugängigkeit zur Entnahmestelle. Die Zufahrt ist nur über eine Wiese möglich, die seit kurzem verpachtet ist. „Wir könnten zwar im Ernstfall trotzdem die Stelle anfahren, es käme aber zu Zeitverlust.“

Die Mitglieder des Floßgrabenvereins nutzten die Übung am Sonnabend auch gleich dazu, die Fließgeschwindigkeit des Floßgrabens zu ermitteln. „Dazu gibt es keine wirklichen Daten“, sagte Helmut Wunderlich. Dafür warfen sie an der Brücke Nummer eins zwölf Holzscheite ins Wasser, begleiteten sie zu Fuß und stießen das Holz ab und zu mit dem Flößerhaken an, damit nichts hängen blieb. Nach gut einer halben Stunde hatte das Holz die 500 Meter absolviert und kam an Brücke Nummer zwei wieder an. Damit liegt die Fließ­geschwindigkeit bei 0,5 Kilometern pro Stunde.

„Als wir vor vier Jahren hier angefangen haben, lag die Fließgeschwindigkeit vielleicht bei 0,1 Kilometer pro Stunde“, so Wunderlich. Die Arbeit des Vereins, der den Floßgraben beräumt hat, mache sich also mittlerweile bemerkbar. Und je schneller das Wasser fließt, ­desto besser geht es dem Floßgraben: „Er verschlammt nicht und reinigt sich selbst.“

OTZ Susann Grunert / 19.06.18
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Gestohlen, umgefahren oder unlesbar

Beitragvon jhmatz » 22.06.2018, 16:02

Nachgehakt zu Crossener Schildern

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Auch diese Ortstafel in Crossen muss erneuert werden. Der Rahmen steht bereits. Das neue Schild ist bestellt.Foto: Angelika Munteanu

Crossen. Das Ortseingangsschild von Crossen, von Nickelsdorf kommend, ist noch nicht erneuert. „Bestellt ist ein neues Schild“, sagte gestern Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) auf Zeitungsnachfrage.

Der Rahmen steht noch am Straßenrand. Das Schild daraus fehlt schon seit geraumer Zeit. „Das hat sich wohl einer dauerhaft entliehen“, hatte Berndt zur letzten Gemeinderatssitzung festgestellt. Auch der Rahmen in der Teiskersiedlung gleich gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus ist leer. Das Schild sei nicht geklaut, sondern umgefahren worden und müsse deshalb ersetzt werden. Der Rahmen steht bereits wieder. Das neue Schild sei bestellt. Wie eine ganze Reihe von neuen Hinweis- und Verkehrsschildern für die Gemeinde. „Die sind mit der Zeit unleserlich geworden und müssen ersetzt werden“, erläuterte Uwe Berndt. Er habe gehofft, gemeinsam mit anderen Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft eine Sammelbestellung aufgeben zu können, damit es preiswerter wird. „Daraus wurde nichts“, bedauert Berndt. Kosten je Schild: einige Hundert Euro.

OTZ Angelika Munteanu / 22.06.18
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