Crossen in der Presse

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Crossener Bürgermeister mit Erklärung

Beitragvon jhmatz » 23.01.2017, 21:24

OTZ 21.01.17
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jhmatz
 
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Fotografien für einen guten Zweck nutzen

Beitragvon jhmatz » 26.01.2017, 09:26

Katharina Dausch aus Eisenberg leidet an Krebs und startet Spendenaktion für andere

Unter ihrer Krankheit leidet nicht nur Katharina Dausch selbst, sondern die gesamte Familie. Dennoch bringt sie die Kraft auf, die Spendenaktion „Hilfe mit Herz“ ins Leben zu rufen, deren Erlös zum einen der Tafel in Eisenberg und zum anderen der Elterninitiative für krebskranke Kinder in Jena zu Gute kommen soll.

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Katharina Dausch und Crossens Bürgermeister Uwe Berndt. Foto: Angelika Munteanu

Eisenberg/Crossen. Der Turm von Schloss Crossen, eingebettet in Laub, ist auf einer der Fotografin zu sehen, die Katharina Dausch aufgenommen hat. Das Fotografieren hat sich die Eisenbergerin zum Hobby gemacht, "einfach um mich sinnvoll zu beschäftigen", sagt sie.

Die junge Frau hat Zeit, gezwungener Maßen, da sie an Krebs erkrankt ist. Unter ihrer Krankheit leidet nicht nur sie selbst, sondern die gesamte Familie mit zwei Kindern. Der Mann ist Alleinverdiener. Sein Einkommen reiche kaum für das Nötigste. Zuviel, um mit Hartz IV aufzustocken. Nur einen Wohngeldzuschuss gibt es. Zu wenig aber, um die Familie ausreichend versorgen zu können. Sehr offen spricht Katharina Dausch auch darüber, dass sie deshalb regelmäßig die Angebote der Eisenberger Tafel nutzt und Lebensmittel holt, um die Familie versorgen zu können.

Fotografien für einen guten Zweck nutzen

Als Betroffene von Krankheit und sozialer Bedürftigkeit schätzt sie das, was andere für Kranke und Bedürftige tun besonders. Die Fotografien, die sie aufgenommen hat - Motive aus dem Saale-Holzland wie das Schloss in Crossen oder jüngst das Neue Schloss in Hummelshain -, will sie nicht ins private Fotoalbum stecken, sondern für einen guten Zweck nutzen. Jetzt hat sie die Spendenaktion "Hilfe mit Herz" gestartet, deren Erlös zum einen der Tafel in Eisenberg und zum anderen der Elterninitiative für krebskranke Kinder in Jena zu Gute kommen soll.

Katharina Dausch ist sich sicher, dass das funktionieren kann. "Ich habe Fotos auf Facebook gestellt, dort sind sie gut angekommen. Es gibt sehr schöne Motive im Saale-Holzland."

Das erste Bild, das Crossener Schloss im Großformat, hat Crossen Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) zum Start der Aktion "Hilfe mit Herz" erworben. Auch Postkarten mit den Sehenswürdigkeiten im Landkreis will die junge Frau auflegen. "Das Werbestudio ,die2‘ in Eisenberg unterstützt mich dabei", berichtet Katharina Dausch.

Wer helfen möchte, erreicht die Akteurin per E-Mail unter katharina.dausch@gmx.de
Angelika Munteanu / 25.01.17
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Lust auf Zukunft

Beitragvon jhmatz » 22.02.2017, 08:45

Erfurt hat Lust auf Zukunft
Erste Netzwerktagung der Städte und Gemeinden aus dem Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune Thüringen“

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In Erfurt schon lange aktiv in Sachen Nachhaltigkeit: Helga Thiele, städtische Projektleiterin, Beigeordnete Kathrin Hoyer und Sylvia Hoyer (von links), Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit Foto: Lydia Werner

Erfurt. Kurz und knapp lässt sich zusammenfassen, warum die Landeshauptstadt sich in vielen unterschiedlichen Bereichen seit Jahren um Nachhaltigkeit bemüht: "Erfurt hat Lust auf Zukunft – ich finde das sagt schon alles", so die Worte von Kathrin Hoyer. Die Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt sprach das Grußwort am Dienstag im Rathausfestsaal. Dort war die Stadt Gastgeber des ersten Netzwerktreffens "Global Nachhaltige Kommune Thüringen", das unter gleichem Namen als Modellprojekt des Vereins Zukunftsfähiges Thüringen angelaufen ist.

Erfurt ist die größte Kommune unter den acht Städten und Gemeinden, die in das Modellprojekt aufgenommen wurden. Was bei ihnen in Sachen Nachhaltigkeit bereits gut läuft, schilderten die Vertreter beim Netzwerktreffen. Es diente auch einem ersten Kennenlernen. Bis 2018 läuft das Projekt, das weitere fünf Netzwerktreffen und eine große Abschlussveranstaltung beinhaltet. Am Ende soll eine passend auf die Kommune zugeschnittene Nachhaltigkeitsstrategie stehen.

"Wir begleiten insgesamt sieben Prozesse, weil Bad Köstritz und Crossen sich zwar einzeln beworben hatten, aber mit der Gebietsreform zusammen weiterplanen", informierte Katrin Nolting, Projektleiterin vom Verein Zukunftsfähiges Thüringen. Die anderen Städte sind Jena, Nordhausen, Arnstadt, Saalfeld sowie Schmölln gemeinsam mit Gößnitz.

Von Null startet keine der acht Kommunen. Im Gegenteil. Beim Beschreiben von Beispielen zeigte sich die ganze Bandbreite, die sich mit nachhaltigen Themen verbinden lässt. Aber die damit verbundenen Probleme ähneln sich. Eine Erfahrung, die die Akteure der beteiligten Städte und Gemeinden teilen: Der Begriff Nachhaltigkeit erscheint etwas sperrig, obwohl sich überall Beispiele für das Umsetzen nachhaltiger Ideen finden lassen, ist das Thema im Alltag oft schwer zu vermitteln. Die Frage also, die mehrfach formuliert wurde: "Wie kriegen wir die Menschen an Bord?" Und wie kann man das, was schon getan wird, besser kommunizieren? In der Stadt und auch in der Verwaltung. Sylvia Hoyer, die die Stabsstelle Nachhaltigkeit in der Erfurter Stadtverwaltung leitet, betrachtet das als eine Herausforderung.

Eine weitere Herausforderung liegt für sie darin begründet, dass Erfurt weiter wächst, nicht bloß angesichts einer bevorstehenden Gebietsreform: "Das macht die Probleme in Bezug auf Nachhaltigkeit nicht kleiner", sagt sie.

So wie etliche andere Teilnehmer des Modellprojekts ist Erfurt Fairtrade Town, hat ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept und ein Klimaschutzkonzept, um nur einige Gemeinsamkeiten zu benennen. Aus der Reihe der Projekte zur nachhaltigen Entwicklung griff sie die in Erfurt etablierte Zwischennutzung von Brachen auf. In der "Lagune" als bewirtschafteter Lernort funktioniert das schon seit vielen Jahren, aber auch der interkulturelle Garten im Norden der Stadt oder etliche Bürgergärten machen Schule. Dabei spielt Integration ebenso eine Rolle wie die Initiative "Essbare Stadt" mit Gemeinschaftsgärten, in denen Obst und Gemüse angebaut und gemeinsam Zeit verbracht wird. Wichtig ist es laut Sylvia Hoyer, Prioritäten zu setzen. "Bei dem beschriebenen bunten Blumenstrauß muss man sich ein Ziel für die nächsten 10, 15 Jahre abstecken, an dem wir uns ausrichten", sagte sie im Hinblick auf den ewigen Spagat wegen mangelnder Ressourcen oder Finanzen.

Neben der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, die am Ende für die beteiligten Kommunen herauskommen soll, stehen der Erfahrungsaustausch und das Lernen von den anderen Städten und Gemeinden als Beweggrund für die Teilnahme am Modellprojekt ganz oben.

Lydia Werner / 22.02.17 OTZ
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Grünes aus der Hexenküche

Beitragvon jhmatz » 24.04.2017, 06:54

Crossen. "Frühjahrsputz für den Körper – Grüne Smoothies" heißt es zum Kulturdienstag, 25. April, im Kulturhaus Crossen. Beginn ist um 19 Uhr. Petra Remde aus der Hexenküche stellt Gesundes vor. Außerdem werden sich die Teilnehmer über grüne Smoothies im Allgemeinen, über ihre Zubereitung, die verschiedenen Zutaten unterhalten. Interessierte lernen passende Frühjahrskräuter kennen. Es werden grüne Smoothies zubereitet und verkostet.
OTZ / 24.04.17
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Apfel-Mango-Saft aus Crossen: Heimische Tradition trifft Exo

Beitragvon jhmatz » 27.04.2017, 07:58

Die Süßmostkelterei in Crossen erweitert unter neuer Leitung ihr Sortiment

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Die neue Firmenchefin Mareike Dietzsch in der Mosterei in Crossen mit der neuen 100-prozentigen Fruchtsaft-Komposition Apfel -Mango. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. "Wir wollen auch Neues ausprobieren", sagt Mareike Dietzsch. Seit Jahresbeginn ist sie die neue Chefin in der Süßmostkelterei in Crossen. In dem kleinen Familienbetrieb, in dem seit 1938 traditionell vor allem Äpfel aus der Ostthüringer Region bis hin nach Jena und Gera zu Apfelsaft und -wein gekeltert werden, hat man auch Lust auf Neues. Im neuesten Produkt treffen die heimische Tradition und Exotik zusammen: Apfel-Mango-Saft. "Die tropischen Mangofrüchte sind im Geschmack der Zeit", weiß Mareike Dietzsch und auch, dass es die Genießer dennoch möglichst gesund haben wollen. Die Mischung aus 80 Prozent selbstproduziertem Apfelsaft und 20 Prozent Mango ist deshalb auch ein reines Fruchtsaftgetränk ohne weiteren Zusatz von Zucker oder Süßungsmittel. Die exotischen Früchte, die als Püree hinzugekauft werden, stammen aus Brasilien, berichtet Mareike Dietzsch.

Die ersten Flaschen mit dem neuen Produkt sind bereits abgefüllt und etikettiert. Wieviel davon produziert werden soll? "Wir werden sehen, wie der Saft bei den Verbrauchern ankommt", sagt Mareike Dietzsch. Ja, ein bisschen teurer als andere Säfte sei er schon, aber dafür hochwertiger mit 100 Prozent Frucht. Einen Teil der Produktion vermarktet der kleine Crossener Familienbetrieb selbst. In Gaststätten in der Region zwischen Saale und Weißer Elster soll das neue Produkt in der nächsten Zeit vorgestellt werden und auch in verschiedenen Geschäften, beispielsweise in Hofläden im Umfeld von Crossen, angeboten werden.

Kommt der neue Saft gut an, könne je nach Bedarf produziert werden auf der vollautomatischen Abfüllanlage in Crossen. "Wie bei anderen Sorten auch", sagt Mareike Dietzsch. 20 Sorten, die Weine eingeschlossen, sind im Sortiment. Bis Ende Mai sollte die vermostete, in den neuen Edelstahltanks lagernde Lohnware abgeholt sein, damit Platz ist für den Saft aus den ersten Früchten der neuen Saison. "Was kommen wird, ist offen", meint Dietzsch. "Der kalte April und die Obstbaumblüte, die die Kälte abbekommen hat, sehen nicht verheißungsvoll aus." An Messen wie der Grünen Woche wird sich der Traditionsbetrieb aus Crossen nicht beteiligen. "Dafür sind wir viel zu klein und unsere Produkte sollen regional bleiben – von der Herkunft bis zur Vermarktung."

Angelika Munteanu / 27.04.17 OTZ
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Tauchlitz macht sich schön

Beitragvon jhmatz » 25.06.2017, 18:42

Jury für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in acht Orten im Saale-Holzland-Kreis unterwegs

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Albrecht Pitschel erläutert Jury-Mitglied Klaus Schirmer (links), was es mit Gebäudeteilen der alten Brauerei in Tauchlitz auf sich hat. Foto: Florian Girwert

Tauchlitz/Schkölen. Albrecht Pitschel ist in seinem Element: „Wie alt das Tor ist? Vielleicht 150 Jahre“, sagt er mit Blick auf das alte Tor an einem der Tauchlitzer Häuser. Zusammen mit weiteren Einwohnern zeigt er einer Kommission für die Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ den kleinen Ort mit knapp über 100 Einwohnern, der zur Gemeinde Crossen gehört. Pitschel weiß zu den meisten Gebäuden etwas zu sagen, der frühere Geschäftsführer der Köstritzer Schwarzbierbrauerei engagiert sich im Crossener Gemeinderat und hat nach seinem Rückzug aus dem Arbeitsleben jede Menge Beschäftigung gefunden. „Man muss sich nur lösen können. Das ist mir aber nicht schwer gefallen.“
Unterschiede zwischen Orten sind enorm

Nun erläutert er einer sechs-köpfigen Fachjury aus dem Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (Alf) zusammen mit weiteren Anwohnern, warum Tauchlitz es wert ist, prämiert zu werden. Insgesamt 28 Dörfer hat die Jury einzuschätzen, allein am Freitag standen vier Orte auf der Inspektionsliste. Drei können am Ende prämiert werden. Insgesamt acht Orte aus dem Saale-Holzland-Kreis bewerben sich im Rahmen des Wettbewerbs: Milda, Golmsdorf, Wetzdorf, Tauchlitz, Zöttnitz, Gernewitz und Kleinprießnitz. „Die Unterschiede zwischen manchen Orten sind enorm“, sagt Lothar Howind. Er macht Öffentlichkeitsarbeit für das Amt und begleitet die Reisen. Gerade zwischen großen und kleinen Orten seien die Unterschiede mitunter enorm.

Pitschel hat inzwischen an dem alten Tor eine Jahreszahl gefunden. 1862. „Da lag ich mit meiner Schätzung ja einigermaßen richtig“, sagt er und lacht. Doch es geht bei dem Wettbewerb nicht nur um alte Gemäuer, sondern auch darum, wie lebhaft die Gemeinde ist, wer sich um was kümmert, was es für Gewerbe gibt und wie es um die Kultur bestellt ist.

Gisela Maria Bretschneider gehört zu den engagierten Bürgern im Ort. Nachdem sie zusammen mit einigen anderen Frauen die Kaffeetafel für die Gäste in der alten Brauerei bereitet hat, lauscht sie zunächst den einführenden Worten von Bürgermeister Uwe Berndt, unterbricht ihn dann allerdings selbstbewusst: „Wir sind zwar nur ein kleines Dorf, aber wir entwickeln uns prächtig“, sagt sie mit fester Stimme. Sogar einen Yoga-Raum hat sie eingerichtet, in dem regelmäßig gedehnt, gestreckt und entspannt wird. Mehr etwas für Frauen, finden einige der Männer in der Runde, doch davon lässt sich Bretschneider nicht beirren.
Keine Jobs mehr in der Landwirtschaft

Die zentralen Treffpunkte im Dorf sind jedoch die Alte Brauerei und der Platz am Backofen. Zwar wird seit Jahrzehnten schon kein Bier mehr gebraut und zwischenzeitlich wurde das Gebäude als Lager für die LPG genutzt, aber als Veranstaltungsort wird das Gebäude offenbar rege genutzt. Im Erdgeschoss sind die Tafeln in einem großen Veranstaltungsraum komplett gedeckt. „Morgen ist der Laden voll“, so Pitschel. Generell werde die Einrichtung auch von Einwohnern der Nachbarorte genutzt, es hänge in erster Linie von der Art der Veranstaltung ab, ist zu erfahren.

Zwischendurch ist zu erfahren, dass die Gemeinde zuletzt immer wieder Zuwachs hatte, einige Häuser sind in den vergangenen Jahren gebaut worden – und es könnten noch acht hinzukommen, schätzt Crossens Bürgermeister Uwe Berndt. 89 Menschen haben 1990 in dem kleinen Ort gelebt, heute sind es 103, zudem gibt es drei kleine Betriebe mit insgesamt zwölf Beschäftigten, darunter eine Autowerkstatt. In der Landwirtschaft sei heute niemand mehr tätig, so Albrecht Pitschel. Obwohl der Ort von Feldern und zahlreichen Obstbäumen eingerahmt ist. Letztere werden jedoch nicht mehr aktiv bewirtschaftet. Worüber sich mancher Ortskundige freut, wenn es im Sommer und frühen Herbst etwas zum Ernten gibt.

Ganz ähnlich ist früher am Tag der Rundgang durch Wetzdorf, einen Ortsteil von Schkölen, verlaufen, berichtet Bürgermeister Matthias Darnstädt. Man habe sich alles angeschaut und der Jury erläutert, wie das Leben im Dorf funktioniere. Die Wirtschaft sei geprägt von kleinen Dienstleistern – ähnlich wie in Tauchlitz – und der Gewinnung von Strom aus Windkraft.

Am Ende gibt jedes der sechs Jury-Mitglieder seine Einschätzung ab, aus der dann eine Gesamtnote errechnet wird.

Florian Girwert / 24.06.17 OTZ
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Hanffeld und Schlafmohn gefunden

Beitragvon jhmatz » 25.06.2017, 19:06

Die Polizei ermittelt dazu

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Schlafmohn in der Elsteraue.Foto: privat

Crossen. Bei einem Spaziergang auf der Suche nach geschützten Pflanzen haben Bewohner von Ahlendorf ein Feld mit etwa 20 Hanfpflanzen in der Nähe der Weißen Elster gefunden. Unweit davon haben sie außerdem Schlafmohn entdeckt.

„Die Funde sind bei uns angezeigt worden“, hieß es gestern auf OTZ-Nachfrage aus der Polizeiinspektion Saale-Holzland. Die Polizei ermittelt jetzt zu dem mutmaßlichen Drogen-Anbau bei Crossen.
OTZ / 24.06.17
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Crossener Senioren besuchen den Landtag

Beitragvon jhmatz » 29.06.2017, 09:24

Gespräche mit Abgeordneten aus dem Kreis

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Senioren aus Crossen besuchen den Thüringer Landtag.Foto: Steffen Much

Crossen/Erfurt. Mitglieder des Seniorenvereins Crossen haben auf Einladung des Abgeordneten Mike Huster (Die Linke) den Thüringer Landtag besucht. Bei Sommerwetter fuhren sie mit einem Bus nach Erfurt. Nach einer Einleitung durch den Besucherdienst des Landtages konnten sie das Plenum besichtigen.

Am Abgeordnetengespräch nahm auch der für den hiesigen Wahlkreis zuständige CDU-Abgeordnete Mario Voigt teil. Auch der Wunsch der Gruppe, das Landesfunkhaus des MDR zu besichtigen, wurde erfüllt. Hautnah und live waren die Senioren am aktuellen Sendebetrieb von MDR Radio Thüringen vor Ort und konnten so die Moderatoren agieren sehen. Menschen, deren Stimme man nur aus dem Radio kennt, Moderatoren aus dem Fernsehen, sonst nur im Anzug – hier live als Menschen wie du und ich.

OTZ / 29.06.17
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Dorfwettbewerb in Ostthüringen: „Aus jedem Euro werden drei“

Beitragvon jhmatz » 18.08.2017, 12:52

Der Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung, Jens Lüdtke, über den Dorfwettbewerb in Ostthüringen

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Jens Lüdtke, Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung in Gera in ­seinem Büro mit der Karte von Thüringen. Foto: Eva Marie Stegmann

Herr Lüdtke, die siebenköpfige Jury hat im Juni an neun Tagen 28 Orte in ganz Ostthüringen unter die Lupe genommen. In „Unser Dorf hat Zukunft“ will sich jede Kommune von der besten Seite zeigen. Wer hat den Wettbewerb gewonnen?

Erstmal muss ich klarstellen, dass ich selbst zwar Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung, des Alf in Gera, bin und der Wettbewerb bei uns angesiedelt ist. Aber ich selbst bin kein Teil der Jury gewesen. Denn sonst wäre der Gewinner sofort klar gewesen: Tauchlitz bei Crossen an der Elster im Saale-Holzland-Kreis.

Warum denn das?
Weil das meine Heimatgemeinde ist, lacht. Ich war einmal Bürgermeister von Crossen. Nun sitze ich nur noch im Gemeinderat. Unsere Jury ist zum Glück komplett unparteiisch.

Und der Gewinner ist ...?
Das verrate ich nicht. Die Bekanntgabe erfolgt im Oktober. Ich kann Ihnen jedoch schon jetzt sagen, dass sich die Jury einig war. Lange Diskussionen um den Gewinner hatten wir nicht.
Ich bin als Redakteur auch im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental im Altenburger Land unterwegs und wünsche mir den Sieg für Nöbdenitz oder Posterstein.
Beides schöne Kommunen. Sie müssen wissen, der Dorfwettbewerb ist auch eine Art Schau. Wir vom Alf helfen mit Fördermitteln und beim Wettbewerb sehen Sie ganz genau, wenn Sie durchfahren, wo unsere Mittel schon gewirkt haben. Das ist ein sehr schönes Gefühl. In Posterstein etwa, wo viele Vierseithöfe mit unserer Hilfe saniert wurden und nun das Großprojekt auf dem Burgberg „Gemeinsam statt einsam entsteht“. Dort ­sollen die Generationen zusammenleben, im Erdgeschoss sollen Gesundheitsangebote und Gemeinschaftsräume entstehen. Das passt hervorragend in unsere Zeit.
Solche Entwicklungen unterstützen wir! Dazu gehört natürlich die Finanzkraft der Kommunen. Sie müssen den Eigenanteil aufbringen. Doch: Aus jedem Euro werden drei zum Investieren.
Die Nöbdenitzer bemühen sich, trotzt klammer Kassen, Projekte zu stemmen, wie etwa den Dorfbackofen.
Genau. In Nöbdenitz war ich selbst nicht dabei. Die Kollegen berichteten mir, dass die Kirchgemeinde dort sehr aktiv und rührig gewesen sei. Generell hat sich die Region Altenburger Land sehr, sehr gemacht. Beim Punkt Erhaltung von Bausubstanz können sie noch aufholen im Vergleich zu Restthüringen.


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In Bodelwitz halten die Männer des Skatclubs ehrenamtlich die Sitzgelegenheiten instand. Foto: Caroline Reul

Was können Sie zum Landkreis Greiz und der Stadt Gera sagen?
Mich hat schwer begeistert, dass der ländlich geprägte Ortsteil von Gera, nämlich Weißig, sagt: Da wollen wir mitmachen. Ich sah es als ein klares Bekenntnis der Oberbürgermeisterin zu dem Ort, wie sie morgens mit dabei war und so toll mit der Ortsteilbürgermeisterin zusammengespielt hat.
Und Greiz?
Dort fasziniert mich Mosen jedes Mal aufs Neue. Ein Minidörfchen, das eine schon aufgegebene Kirche komplett in Eigeninitiative wieder hergestellt hat. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Ortsbild dort komplett verändert durch die Dorferneuerung. Im Dorfgemeinschaftshaus mit Theater ist der Treffpunkt. In Langenwetzendorf hat sich bei mir ganz tief die Begeisterung der Akteure verwurzelt. Der Bürgermeister hat sich zurück gehalten und die einfach reden lassen. Schön. In Kauern freute mich die Verbundenheit des Dorfs mit dem dortigen Landwirtschaftsbetrieb.

Die Dörfer sind also auf ganz verschiedene Weise vom ­Ehrenamt geprägt.
Ja. In Hartmannsdorf im Saale-Holzland-Kreis zum Beispiel, ging die Initiative, bei „Unser Dorf hat Zukunft“ mitzumachen, komplett vom dortigen Heimatverein aus.
Was ist wichtiger: aktive Vereine und Ehrenamtler oder aktive Bürgermeister?
Beides. Es muss ineinandergreifen. Ich war selbst Bürgermeister. Es ist so viel möglich. Aber wenn Sie denken, dass Sie nach Ihrer Arbeitszeit einen guten Bürgermeister abgeben, dann ­irren Sie sich. Bei kleinen ­Kommunen von 400 oder 500 Menschen mag das gehen, ja. Aber ab 1000 Einwohnern bin ich ein großer Verfechter von hauptamtlichen Bürgermeistern.

Dann sind Sie also Verfechter der Gebietsreform?
Ich bin Verfechter von Veränderungen, aber nur, wenn sie Verbesserungen bringen. Ich halte sehr viel von kommunaler Selbstverwaltung. Wenn die Region im Mittelpunkt steht, unabhängig von Kreisgrenzen.
Was ist im Saale-Orla-Kreis in Erinnerung geblieben?
In Gahma bei Remptendorf die sehr, sehr enge Verbundenheit mit der Landwirtschaft, Agrar und dem Bürgermeister. Sie arbeiten Hand in Hand. Es ist ein sehr junger Bürgermeister, der mit viel Engagement die Belange junger Familien im Ort platzieren will. Als Beispiel: Hinter der Kirche gibt es eine Wiese. Eine naturbelassene Wiese. Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung haben sie dort einen Tisch installiert. Man kann sich hinsetzen und in einer wertigen, festen Mappe nachschlagen, was alles auf der Wiese wächst.
Fehlt noch Saalfeld-Rudolstadt ...
In Meura gibt es ein Gestüt. Dort dreht sich vieles rund ums Gestüt, das die Gemeinde als Aushängeschild nutzt. Sie sehen, mal sind es Unternehmen, mal Vereine, mal die Kirche, die mit der Kommune Veränderungen in Gang bringen.


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Auch Pölzig ist im Rennen. Foto: Peter Michaelis

Wenn Sie nun vergleichen: Das Altenburger Land mit dem Saale-Holzland-Kreis?
Im Altenburger Land könnte wie gesagt in Sachen Bausubstanz noch einiges getan werden. Wir unterstützen auch Privatleute bei Vorhaben mit Förderungen. Gerne komme ich auch mal persönlich vorbei. Im Saale-Holzland-Kreis könnte ich mir vorstellen, dass im Allgemeinen unsere Angebote noch besser angenommen werden könnten.
Vor drei Jahren ging der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erstmals in die Zuständigkeit des Alf. Was hat sich seither verändert?

Uns hatte die Qualität des Wettbewerbs damals geärgert. Daher der Vorschlag: Nicht mehr Kreis-, sondern Regionswett­bewerbe. Und ich kann stolz ­verkünden, dass wir als Ost­thüringen die Region mit den meisten Teilnehmern, nämlich 28, sind. In Südthüringen haben elf, in ­Mittelthüringen knapp über 20    Gemeinden  mit­gemacht.

Und in diesem Jahr war die Verteilung über unsere Landkreise gut. So habe beim ­letzten Mal in Saalfeld-­Rudolstadt ein Ort seinen Hut in den Ring geworfen, dieses Jahr ­waren es fünf. Mehrfach ist uns auch zu Ohren gekommen, ­etwa    in Rositz oder Posterstein: „Wir wollen dem Alf Danke sagen für die gute Zusammenarbeit.“
Und da sagen Sie?

Aber gerne doch.

OTZ - Eva Marie Stegmann / 18.08.17
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Schulauftakt in Crossen

Beitragvon jhmatz » 28.08.2017, 07:21

Die Südseepiraten der 4. Klasse in der Elstertalgrundschule in Crossen haben am 12. August zugeschlagen: Sie entführten zur Schuleinführung die Schulanfänger in eine hoffentlich aufregende Schulzeit. Durch die Unterstützung ...

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Foto: Elke Ossetek

Die Südseepiraten der 4. Klasse in der Elstertalgrundschule in Crossen haben am 12. August zugeschlagen: Sie entführten zur Schuleinführung die Schulanfänger in eine hoffentlich aufregende Schulzeit. Durch die Unterstützung der Familie Hollstein konnten die Schulanfänger zum Abschluss sogar noch ihren eigenen Piratenballon in die weite Welt steigen lassen. Auf dem Bild ist die 1. Klasse mit 26 Schülerinnen und Schülern mit Klassenlehrerin Frau Bauer sowie den Horterzieherinnen Frau Wein und Frau Prieger zu sehen.

OTZ / 26.08.17
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Goldene Konfirmation in Crossen gefeiert

Beitragvon jhmatz » 04.09.2017, 07:25

Der Jahrgang 1967 feiert: Jubiläumsgottesdienst in der Michaeliskirche in Crossen.

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Bärbel Födisch, Ingrid Grunert, Ellen Kehr, Erika Baudach, Karen Keutsch und Helga Köppe (vorn von links) sowie Oberpfarrer Ulrich Katzmann, Heidemarie Sikoll, Christine Eckart, Klaus Theil, Barbara Fuchs, Roswitha Sandmann und Manfred Wohlfahrt (hinten von links). Foto: Ute Flamich

Crossen. Zwölf Konfirmanden des Jahrgangs 1967 aus den Kirchgemeinden Caaschwitz, Crossen und Seifartsdorf haben in der Crossener ­Michaeliskirche ihre goldene Konfirmation gefeiert. Oberpfarrer Ulrich Katzmann von der evangelisch-lutherischen Kirche im Pfarrbereich Crossen führte durch den Jubiläums-Gottesdienst.

„Es war eine schöne Zeremonie, zugeschnitten auf die runde 50, wir haben etliche Lieder gemeinsam gesungen“, sagte Bärbel Födisch nach dem offiziellen Teil in der Kirche. Alle Konfirmanden erhielten zur Erinnerung ein Gedenkblatt mit Gedenkspruch. „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“, stand da geschrieben.

Nach dem einstündigen Gottesdienst ließen die goldenen Konfirmanden ihr Jubiläum beim gemütlichen Kaffeetrinken im Lokal „Leimer‘s Eck“ in Crossen ausklingen. Viele Erinnerungen gab es da auszutauschen.

Dass die goldene Konfirmation überhaupt gefeiert wurde, ist vor allem Bärbel Födisch aus Tautenhain zu verdanken. Sie begab sich auf die Suche nach denen, die mit ihr im Jahr 1967 konfirmiert wurden. „Das war wirklich eine große Herausforderung und hat mich unheimlich viel Zeit gekostet. Es haben sich durch Hochzeiten ja die Nachnamen geändert, manche sind weggezogen und so weiter“, berichtete Bärbel Födisch.

Immerhin: 25 ehemalige Konfirmanden habe sie ausfindig machen können, habe mit fast allen telefonisch gesprochen und im Vorfeld der schriftlichen Einladung durch das Pfarramt Crossen den Termin 3. September benannt, betonte sie. Zwölf haben ihr Kommen zugesagt.

Aus den Kirchgemeinden Hartmannsdorf, Rauda und Silbitz sei keine Rückmeldung zur Teilnahme erfolgt.

OTZ Ute Flamich / 04.09.17
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Für die Floßgrabenbrücke und gegen Kiestransporte

Beitragvon jhmatz » 08.09.2017, 13:11

Bürgerinitiativen machen Forderungen auf.

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Die Floßgrabenbrücke in Ahlendorf vor dem Abriss ohne Zustimmung vom Denkmalschutz. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. Der geplante Kiesabbau im Crossener Ortsteil Ahlendorf und die dort abgerissene denkmalgeschützte Floßgrabenbrücke bewegt die Crossener Bürger. Zwei Bürgerinitiativen haben sich gegründet. Sie wollen dafür kämpfen, dass der Wille der Anwohner bei den Behörden und bei den Plänen der Kiesabbaufirma LZR Gehör findet und berücksichtigt wird.

Im Ort Crossen wehren sich die Bürger dagegen, dass künftig Kiestransporter durch die Ortsdurchfahrt Bahnhofstraße rollen, die Anwohner belasten und das Risiko von Gebäudeschäden mitbringen könnten. Sie gehen davon aus, dass mindestens acht Kies-Lastkraftwagen mit 40 Tonnen stündlich von Ahlendorf durch die Crossener Bahnhofstraße weiter über Hartmannsdorf und Rauda nach Eisenberg zum Betonwerk von LZR fahren sollen. Und das für den vorgesehenen Abbau-Zeitraum von acht bis zehn Jahren. Die Bürger aus dem Ort Crossen schlagen deshalb eine anderen Transportweg vor, wie Sprecher Wolfgang Maruschky in einem Schreiben mitgeteilt hat. So solle der Kies, der künftig bei Ahlendorf abgebaut wird, über die Landesstraße 1374 Richtung Sachsen-Anhalt bis Grana und weiter über die Bundesstraße 180 bis zur Autobahn-Auffahrt Naumburg und über die A9 nach Eisenberg transportiert werden. „Damit gibt es bedeutend weniger Belastung. Die Lösung ist bedeutend umweltfreundlicher und kostenneutral für die Firma LZR“, sagt Maruschky.
Ahlendorfer sammeln Spenden für Brücke

Im Ortsteil Ahlendorf hat sich jetzt wenige Zeit später eine Bürgerinitiative zur Förderung des Wiederaufbaus der Elsterfloßgrabenbrücke Nummer 3 gegründet. Die denkmalgeschützte Brücke wurde abgerissen und durch eine tragfähigere Zwischenlösung, letztlich auch für den Kiesabbau, ersetzt. Der Denkmalschutz im Landkreis fordert zwar den Wiederaufbau des Denkmals, doch – so befürchten die Ahlendorf – ist dieses unwiederbringlich verloren und der Denkmalstatus für immer erloschen. Ein Wiederaufbau werde sich um sechs bis neun Jahre verschieben durch den geplanten Kiesabbau und die Finanzierung des Wiederaufbaus durch die Gemeinde sei zudem ungewiss.

Die neue Bürgerinitiative bittet die Bevölkerung um Unterstützung, damit die Elsterfloßgrabenbrücke denkmalgetreu wieder aufgebaut werden kann. Damit könne den Ahlendorfer Bürgern, den Bürgern in Crossen überhaupt und auch der Gemeinde geholfen werden. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, sammelt die Bürgerinitiative jetzt Unterschriften. Auch Spenden sollen gesammelt werden für den Wiederaufbau des Brückendenkmals.

„Wir werden versuchen, alle erdenklichen Wege zu beschreiten, um die finanziellen Mittel dafür zu bekommen“, heißt es in einem offenen Brief der Ahlendorfer Bürgerinitiative. Der Elsterfloßgraben solle wieder ohne Brückenlücke erstrahlen, denn „nicht umsonst ist die Flößerei auf der deutschen Liste des immateriellen Kulturerbes“.

OTZ Angelika Munteanu / 08.09.17
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