Crossener Firmen und Geschäfte

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Crossener Firmen und Geschäfte

Beitragvon jhmatz » 13.07.2014, 20:14

Hier erscheinen Beiträge, die der Vorstellung von Firmen und Geschäften dienen.
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Fertigung per Hand bei der Crossener rmw Kabelsysteme GmbH

Beitragvon jhmatz » 13.07.2014, 20:56

Die rmw Kabelsysteme GmbH aus Crossen ist Spezialist für Kabel vom Erdungskabel bis zum Schaltschrank. Rund 165 Mitarbeiter zählt das Unternehmen aktuell.

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Die rmw Kabelsysteme GmbH aus Crossen ist Spezialist für Kabel vom Erdungskabel bis zum Schaltschrank.

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Rund 165 Mitarbeiter zählt das Unternehmen aktuell.

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Elektromechanikerin Petra Freidrich ist seit fast 20 Jahren dabei.

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Katrin Paul bei der Kontrolle.

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Mechatroniker Tommy Dobisch hat im Februar seine Ausbildung abgeschlossen.

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Mitarbeiterin Katja Opitz bei der Fertigung.

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Die Fertigung beruht auf Handarbeit.

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Sandy Geisler am Crimp-Automat.

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Geschäftsführer Klaus Müller.

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Geschäftsführer Klaus Müller am Shuttle-Regal, das zwischenzeitlich mit 15 Metern das höchste Deutschlands war.


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Anita Vorpahl am Shuttle-Regal, das zwischenzeitlich mit 15 Metern das höchste Deutschlands war.

Fotos: Oliver Will Bildrechte:OTZ
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20 Jahre Computertechnik Matz

Beitragvon jhmatz » 13.07.2014, 21:05

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rmw kabelsysteme GmbH

Beitragvon jhmatz » 18.07.2014, 08:01

Abheben mit Technik aus Crossen

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18.07.2014 - 06:38 Uhr
Seit 1991 fertigt die rmw Kabelsysteme GmbH in der Elstergemeinde Kabelbäume für Industrie-Kunden.


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Bei der rmw Kabelsysteme GmbH in Crossen wird vom Erdungskabel bis zum Schaltschrank auf Kundenwunsch alles produziert. In der Fertigung eher kleiner Serien ist nach wie vor Handarbeit gefragt. Fotos (3): Oliver Will

Crossen. Die Regale stehen voller Kisten, Klaus Müller greift in diese oder jene. Zu jedem Produkt weiß er etwas zu berichten. Er erklärt, wo es eingebaut wird, worauf es ankommt. "Jedes Detail kann entscheidend sein", sagt der Geschäftsführer der rmw Kabelsysteme GmbH aus Crossen (Saale-Holzland-Kreis).

Seit 1991 produziert das Unternehmen Kabelbäume für namhafte Industrie-Kunden. Zuvor gehörte der Betrieb zum Zeiss-Verband. Auch Müller ist echter Zeissianer. Der heute 62-Jährige hat im damaligen Kombinat in Gera Vorfertigungsmechaniker gelernt, dann in Jena-Göschwitz gearbeitet. Seit 1984 war der gebürtige Bad Köstritzer dann in Crossen tätig, wo ihm die technische Leitung oblag.

Nach 1989 einen Neubeginn gewagt
Nach 1989 musste auch für den Crossener Zeiss-Standort die Zukunftsfrage geklärt werden. Gemeinsam mit seinem Kollegen Rainer-Wolf Falkenhain und Ulrich Raab aus Bamberg, der in Franken ein ähn­liches Unternehmen führte, gründete Müller die rmw Kabelsysteme GmbH. "Wir haben im Mai 1991 mit 17 Leuten angefangen", berichtet er.

Genutzt wurden die ehemaligen Zeiss-Gebäude, die um 1880 als Zigarrenfabrik errichtet worden waren. Inzwischen sind sie modernisiert - unter anderem mit Deutschlands zwischenzeitlich höchstem Shuffle-Regal von 15 Metern Höhe - und um zwei weitere Standorte in Crossen beziehungsweise Hartmannsdorf erweitert.

Das Kernprodukt bei rmw sind Kabelbäume. Dabei geht es nicht um eigene Produkte. "Wir arbeiten rein nach Kundenwunsch", erklärt Müller. Das reiche von der grün-gelben Erdungsleitung hin zum komplexen Schaltschrank. "Aufgrund unseres breiten Spektrums sind wir für Unternehmen interessant, die ihre Geräte verkabeln wollen." Produziert werde ab einem Stück. "Es handelt sich eben oft um Spezialerzeugnisse, die nicht in großen Reihen laufen."

So arbeitet rmw seit etwa zehn Jahren für Airbus. "Jedes dieser Flugzeuge hebt seither mit Technik aus Crossen an Bord ab", sagt Müller. Über persönliche Kontakte sei diese Zusammenarbeit zustande gekommen. Damit wurde die Basis dafür gelegt, dass heute bei rmw etwa 80 Leute allein für die Luftfahrt arbeiten. "Das sind sehr aufwändige Produkte, bei denen jedes Detail stimmen muss", betont der Chef.

Auch der Flugzeugbauer Pilatus und der Zulieferer Nord Micro setzen auf Know-how aus Crossen. Dazu gehören Frachtladesysteme, Kabinendruckregelungen, und Bedientafeln für das Cockpit. Andere Standbeine bei rmw sind die Medizintechnik und der Maschinenbau.

Heute sind bei dem Kabel­Experten rund 165 Mitarbeiter beschäftigt. "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst", sagt Müller. Hätte er aber vorher gewusst, was ihm in den vergangenen 23 Jahren begegnete, wäre er den Schritt in die Selbstständigkeit vielleicht nicht gegangen.

"Aber es braucht den Mut, Entscheidungen zu treffen", meint der Geschäftsführer. "Sie können falsch sein, es ist jedoch noch schlimmer, sie nicht zu fällen." Es müsse immer wieder auf die Marktsituation reagiert werden, es sei eine ständige Akquise neuer Aufträge nötig. "Vor allem aber muss man die Finanzen im Blick haben und da haben wir uns nie überhoben." Rund 18 Millionen Euro Jahresumsatz macht rmw heute.

Ganz wichtig ist Müller auch die Ausbildung. Derzeit er­lernen bei rmw drei junge Leute den Beruf des Mechatronikers. Im kommenden Ausbildungsjahr sollen es zwei weitere sein, zudem beginnt eine Industriekauffrau ihre Lehre. Darüber hinaus werden wieder ein, zwei Betriebswirtschafts-Studenten der Berufsakademie im Unternehmen tätig sein.

"Zum Praktikum kommen aber vor allem die Kinder unserer Mitarbeiter, was ja an sich ein gutes Zeichen ist", sagt Müller. "Aber wir merken verstärkt, dass es weniger Interesse an technischen Berufen gibt." Es werde eben zu Hause weniger gebastelt und repariert. Auch die Qualität der Bewerbungen sinke bedenklich - für rmw eine Herausforderung.

"Denn für uns ist die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte entscheidend", sagt der Geschäftsführer. Deshalb sei rmw auch für verschiedene Branchen zertifiziert. Zudem spiele die Termintreue eine wichtige Rolle. "Wenn wir alles da haben, dauert es bis zur Auslieferung keine 14 Tage." Manches gehe auch schneller. "Aber wir können eben nicht auf Vorrat produzieren."

Arbeitsplatzsicherung ist zentrale Aufgabe

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Sandy Geisler am Crimp-Automat, mit dem Kabelkomponenten fest miteinander verbunden werden. Sandy Geisler am Crimp-Automat, mit dem Kabelkomponenten fest miteinander verbunden werden.

Für die Zukunft sieht Müller den Erhalt der Arbeitsplätze als zentrale Aufgabe. Dafür soll etwa das Kundennetz in Mitteldeutschland und Bayern weiter ausgebaut werden. "In diesem Raum gibt es viele potenzielle Partner, für die unsere Produkte interessant sein können." Und wegen der ebenfalls handwerklichen Orientierung der meisten Firmen böten sich Kooperationen an. "Und die langen Wege, auf denen Waren zum Teil aneinander vorbei transportiert werden, sind eigentlich unnötig."

Als selbstverständlich sieht rmw das öffentliche Engagement an. Das Unternehmen unterstützt seit Jahren den Köstritzer Werfertag. Daneben ist es bei der Barmer-Radtour und dem Mühltallauf als Sponsor aktiv. Vor Ort werden der SV Crossen, die Freiwillige Feuerwehr und die Kindertagesstätte unterstützt, aber auch Osterfeuer und Herbstfest. "Es gehört dazu, auch etwas für die Gemeinschaft zu tun", erklärt Müller dazu.

Oliver Will / 18.07.14 / OTZ
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Crossen hat 729 Arbeitsplätze

Beitragvon jhmatz » 04.07.2015, 10:27

Das Herz der Wirtschaft schlägt in Hermsdorf

Kein anderer Ort im Saale-Holzland kann auf so viele Arbeitsplätze und Einpendler verweisen wie Hermsdorf. Zudem haben in der Saalestadt Jena immer mehr Menschen aus dem Landkreis einen Job.

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Das Hermsdorfer Kreuz steht als Symbol für den Wirtschaftsstandort Hermsdorf. Foto: Marco Kneise

Jena. Nicht nur die Universitätsstadt Jena hat in den vergangenen Jahren dank der starken Wirtschaft vor Ort weiter an Strahlkraft gewonnen: Auch Hermsdorf kann sich als Indu­strie- und Technologiestandort in der Region sehen lassen. Dies geht aus den statistischen Zahlen der Agentur für Arbeit Jena hervor.

4581 Frauen und Männer arbeiteten demnach im vergangnen Jahr in Hermsdorf, gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von sechs Beschäftigten. Tagtäglich pendelten im vergangenen Jahr zudem 3681 Menschen nach Hermsdorf. „Die Wirtschaft stellt mehr Jobs zur Verfügung als die Stadt eigentlich braucht“, verweist Agenturchefin Birgit Becker auf den Pendlerüberschuss von 1680 Personen. Denn nur 2001 Hermsdorfer haben ihren Arbeitsplatz außerhalb der Stadt. Zudem liege Hermsdorf mit seinem Arbeitsplatzangebot im Saale-Holzland noch vor der Kreisstadt Eisenberg, wo man im vergangenen Jahr 4398 sozialversicherungspflichtige Jobs zählte. Auch hier sowie in den Orten Silbitz, Crossen, Bad Klosterlausnitz oder Bollberg gibt es mehr Ein- als Auspendler.

Auf ein negatives Pendlersaldo blicken hingegen Dornburg-Camburg (1296), Bürgel (822), Stadtroda (184) oder Kahla (100). Dabei entstanden in Kahla im vergangenen Jahr 40 zusätzliche Jobs. Mit 2569 Arbeitsplätzen stellt Kahla neben Hermsdorf, Eisenberg, Stadtroda (2128) und Bad Klosterlausnitz (1388) die Masse der Arbeitsplätze im Landkreis. Unschlagbar als ländliche Gemeinden sind auch Mörsdorf (820 Jobs), Crossen (729), Sankt Gangloff (700) oder Zöllnitz (283).

Wobei Zöllnitz im vergangenen Jahr herbe Verluste hinnehmen musste. 44 Stellen wurden hier gegenüber dem Vorjahr abgebaut. Ein Beschäftigtenabbau war auch in Stadtroda zu verzeichnen. 154 Jobs gingen hier innerhalb eines Jahres verloren. Wo der Arbeitsplatzabbau stattfand, lässt sich allerdings nicht sagen. „Das gibt die Statistik aus Datenschutzgründen nicht her“, erklärte Agentursprecherin Anke Klein.

Schwierig wird es auch, wenn man sich die Zahl der Betriebe anschaut. Zählte der Landkreis im Jahr 2009 noch 2343 Betriebsstätten mit mindestens einem Angestellten, so waren es Ende 2014 nur noch 2275 Unternehmen. „Das sagt aber nicht aus, dass die Wirtschaft insgesamt im Saale-Holzland-Kreis gesunken ist“, relativierte Agenturchefin Becker. Tatsächlich habe es einen Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegeben. Waren es 2009 noch 26 224 Beschäftigte, so kamen bis Ende 2014 weitere 239 Jobs hinzu. „Wir blicken auf ein leichtes Wachstum“, freut sich Becker.

Verglichen mit dem Wachstum in Jena nehmen sich die Zahlen allerdings mehr als bescheiden aus. Was aber kein Problem für den Standort SHK darstellt, Denn vom wirtschaftlichen Boom und dem Bedarf nach qualifizierten Fachkräften, der vom Leuchtturm Jena ausgeht, profitiert der Landkreis am stärksten. 8766 Frauen und Männer pendelten im Jahr 2011 zur Arbeit in die Saalestadt, im vergangenen Jahr waren es bereits 9542. Dies schlägt sich auch in der Arbeitslosenquote des Landkreises nieder, die im Juni mit 5,8 Prozent so niedrig wie noch nie lag. Schon Ex-Agenturchef Ulrich Gawellek sprach vor Jahren von einem Gefälle, das man auch in Ballungsräumen wie Nürnberg/Fürth beobachten könne. So würde sich hoch qualifiziertes Personal der Unternehmen im Speckgürtel der Stadt ansiedeln. Das senke die Arbeitslosenquote im ländlichen Raum.
Hinzu kommt der Fachkräftebedarf, der weiter steigt. 55,8 Prozent der im Landkreis Beschäftigten sind 25 bis 49 Jahre alt, 36,8 Prozent sind älter. Beim Nachwuchs sieht es eher mau aus. Nur 6,9 Prozent der Beschäftigten sind zwischen 15 und 24 Jahren, thüringenweit liegt der Durchschnitt hier bei 8,1 Prozent. „Die Region brauchte eigentlich mehr junge Menschen“, befindet Becker.

Frank Kalla / 04.07.15 / OTZ
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