Kulturveranstaltungen - aller Art in Crossen

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Aus dem Leben einer Diplomatenfrau um 1900

Beitragvon jhmatz » 22.03.2017, 08:01

Schloss Crossen: Ein Abend zu Baronin Elisabeth von Heyking

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Die Bilder zeigen (von links) Elisabeth von Heyking, ein Aquarell der E.v. Heyking, welches den Eingangsbereich des Schlosses Crossen im Winter zeigt, und ein Aquarell von ihr, welches einen chinesischen Tempel zeigt. Die Bilder stammen aus dem Buch "Elisabeth von Heyking – ein romanhaftes Leben" von Herward Sieberg.Kopie: Ute Rückert


Nickelsdorf. Schloss Crossen ist in den vergangenen Wochen öfter in die Schlagzeilen geraten als umstrittene Immobilie im schönen Elstertal. Nun aber soll einmal seine Geschichte im Fokus stehen.

Vor 100 Jahren residierten dort Freifrau Baronin Elisabeth von Heyking mit ihrem Gatten Baron von Heyking, seinerzeit Diplomat des Kaisers. Frau von Heyking, geb. Flemming, erbte das Schloss und versuchte, es auf ihre Weise zu beleben. So gab es aus der Zeit Chinas noch Einrichtungsgegenstände im Schloss, die in den Kriegswirren nach ihrer Regentschaft jedoch größtenteils verloren gingen. Als Diplomatenfrau begleitete Baronin Elisabeth von Heyking ihren Mann – mit Schreibfeder, Tusche sowie Pinsel und Farben.
Ein großer Schatz an Regionalgeschichte

Sie veröffentlichte mehrere Bücher, "Briefe, die ihn nicht erreichten" wurde zum Bestseller! Während ihre Bilder und Zeichnungen zum größten Teil verbrannten, sind ihre Bücher bis heute erhalten geblieben und bergen einen großen Schatz an Regionalgeschichte sowie Reiseberichten aus aller Welt. Am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr wird in der Gutsherrnschenke Rittergut Nickelsdorf zu einer Lesung aus ihrem Buch "Tschun" eingeladen.

Tschun war der Diener der Baronin während ihres Aufenthaltes in China. Zu ihm entwickelte sie eine besondere Beziehung und schrieb seine Geschichte nieder. Geprägt von der alten Kultur erlebt er China in der Zeit des Umbruches, Boxeraufständen, Palastrevolten und sein eigenes Hin- und Hergerissen sein zwischen den Welten.
OTZ / 22.03.17
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Benefizkonzert soll Schloss und Schlossherrin würdigen

Beitragvon jhmatz » 22.03.2017, 08:03

Schüler des Musikgymnasiums „Franz Liszt“ aus Weimar treten im April auf. Ein Teil der Erlöse soll in die Arbeit des Schlossvereins fließen. Der sucht weiterhin einen Investor.

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Blick auf Schloss Crossen vom Schlossberg aus. Seit 1991 stehen die Gebäude leer. Foto: Susann Grunert

Crossen. Der Verein „Freunde und Förderer des Schlosses Crossen“ lädt am 23. April zu einem Benefizkonzert ein. „Damit wollen wir zum einen das ­barocke Erbe des Schlosses als auch das geistige Erbe von Elisabeth von Heyking würdigen“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Maruschky.

Zu hören sind Schüler des Musikgymnasiums „Franz Liszt“ aus Weimar, die klassische Werke aus der Zeit der letzten Schlossherrin, Freifrau Elisabeth von Heyking, erklingen lassen wollen, die von 1861 bis 1925 lebte.

Das Konzert findet im histo­rischen Saal des Gasthauses „Weißes Ross“ in Crossen statt. Die erzielten Einnahmen sollen der Unterstützung der Arbeit des Vereins ebenso dienen, wie der Förderung der jungen Musiker aus Weimar, betont Maruschky. Im Anschluss an das Konzert will sich der Verein vorstellen und zu einer Diskussionsrunde über das Schloss und seine Zukunft einladen.
Gemeinde Crossen gehört jetzt dem Verein an

Den Verein „Freunde und Förderer des Schlosses Crossen“ gibt es seit 2013. Ein Hauptziel sei es, Investoren für das Gebäude zu finden, das seit 1991 leer steht. Bisher ohne Erfolg. „Derzeit ist es leider ziemlich ruhig“, beurteilt Maruschky.

Dem Verein gehören aktuell 23 Mitglieder an. Als jüngstes Mitglied ist die Gemeinde Crossen beigetreten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung am 21. März. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Kommune keine Aufnahmegebühr und keinen Mitglieds­beitrag bezahlen muss. So sei es mit dem Verein abgesprochen worden. Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) sitzt nun im Vorstand des Vereins.

Das Benefizkonzert soll – so der Wunsch von Wolfgang Maruschky – zu einer Traditionsveranstaltung im April werden.

Kartenreservierungen für die Premiere sind im „Weißen Ross“ am Markt 7, Tel.: (036693) 4850 möglich.

OTZ Susann Grunert / 30.03.16
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Crossen hat Chancen auf Osterparty

Beitragvon jhmatz » 04.04.2017, 20:00

Crossen. Crossen könnte am Karsamstag in den Genuss einer großen Feuershow kommen – sofern die Gemeinde genügend Menschen zur Abgabe ihrer Stimme per Online-Abstimmung bewegen und damit die große MDR-Jump-Party zu sich holen kann.

Wo soll das Osterfeuer des Radiosenders "MDR Jump" am 15. April stattfinden? Ab sofort kann auf jumpradio.de abgestimmt werden: Crossen im Saale-Holzland-Kreis ist einer der sechs Orte, die um die große Party mit der MDR-Jump-Morning-Show, Stereoact ("Die immer lacht"), Wincent Weiss ("Musik sein") und vielem mehr kämpfen.

Bis zum Donnerstag, 6. April, läuft die Abstimmung auf jumpradio.de. In dem Ort, der dabei die meisten Stimmen auf sich versammelt, findet am 15. April das Osterfeuer statt. Am Freitag, 7. April, verkünden Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde um 7.10 Uhr in der MDR-Jump-Morningshow das Ergebnis des Votings.

Mehr als 500 Bewerbungen waren bei dem Sender eingegangen, eine Jury wählte die sechs Finalgemeinden aus.
OTZ / 04.04.17
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Osterfeuer im Saale-Holzland: Regenschauer hält die Massen a

Beitragvon jhmatz » 18.04.2017, 07:36

Wenig Gäste, viele Feuer: Besucher der Osterfeuer im Saale-Holzland-Kreis werden von Regenschauern auf die Probe gestellt.

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In Graitschen brannte das Feuer – trotz des Regens – überaus kräftig. Foto: Dieter Urban

Graitschen/Crossen. Mit den Glockenschlägen, die Punkt 17 Uhr von der Kirche erklingen, zünden Mitglieder des Heimat-und See-Vereins den beachtlichen Haufen trockener Althölzer an. Obwohl es zu regnen beginnt, finden die Flammen genügend Nahrung. Die Flammen lodern meterhoch in den grauen Himmel. Im Gemeindehaus haben die Vereinsleute kleine Oster-Nester für die Kinder versteckt. Den Knirpsen macht es sichtlich Spaß, die Ostereier und Süßigkeiten zu suchen.

In Crossen hatte man eigentlich geplant, mit dem Osterfeuer des Radiosenders MDR Jump in Mitteldeutschland Gäste weit über den eigenen Ort hinaus anzuziehen. Weil das wegen ein paar Stimmen zu wenig bei der Internetwahl nicht klappte, hatte man darauf gesetzt, stattdessen mit einheimischen Künstlern, gutem Essen und einem riesigen Feuer zu punkten.

Doch Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) wurmt das Wetter: "Von den Vereinen fehlen etliche Leute heute", schimpft er und blickt missmutig gen Himmel. Immer wieder ergießen sich unterschiedlich starke Schauer auf die Gäste auf dem Sportplatz, Dutzende Schirme sind aufgespannt.


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Für gute Stimmung sorgt das Schallmaienorchester Lindau/Rudelsdorf. Foto: Florian Girwert

Trotzdem ist die Stimmung meist locker, ein paar Kinder spielen Fußball, der Rest der Besucher gruppiert sich um Verpflegungsstände, wo es Bratwürste, Süßigkeiten, Bier und Pommes gab. Gegen 18 Uhr dürften es um die 400 Besucher sein.

"Bei gutem Wetter kämen wir ganz sicher auf viel mehr als doppelt so viele", so Berndt. Viele Ältere bleiben lieber fern. Er spricht mit ein paar Besuchern und steht dabei neben einer Reihe von Bierbänken und -tischen. Sie sind allesamt leer und auf ihnen steht Wasser. Wichtigstes Mitbringsel heute ist ganz klar ein Regenschirm.

Für gute Stimmung sorgt zwischendurch das Schallmaienorchester Lindau/Rudelsdorf. Die etwa zwei Dutzend Musiker in signalroten Jacken führen einen kurzen Fackelumzug durch die Stadt. Vielleicht die Hälfte der Besucher läuft mit. Bereits nach einer Viertelstunde ist das Orchester zurück, dann wird das große Feuer angezündet.

Es raucht ordentlich – doch nach etwa zehn Minuten schlagen die Flammen bis zu zehn Meter hoch von dem Berg aus alten Weihnachtsbäumen, Baumverschnitt und ein paar Papiertüten. Sicher drei Meter hoch und neun Meter im Durchmesser ist der Haufen, von dem aus die Flammen kurze Zeit später in den Himmel zucken.

Weniger spektakulär ist der Ablauf in Hainspitz. Ab Mittag des Ostersamstags konnten die Menschen in Hainspitz Gartenverschnitt beisteuern, der dann nach und nach den Flammen überlassen wird.

Bereits Karfreitag hat Rauschwitz‘ Bürgermeister Stephan Heller höchst persönlich das Osterfeuer an der neuen Festwiese entzündet. "Es ist das dritte Feuer, das wir hier oben angebrannt haben. Das erste war zu Ostern im vergangenen Jahr und das zweite zum Tag der Deutschen Einheit 2016", berichtet Heller. Die Organisation lag in den Händen der Pfingstgesellschaft.
Dieter Urban, Florian Girwert / 18.04.17 OTZ
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Drei-Groschen-Oper im Klubhaus Crossen

Beitragvon jhmatz » 21.04.2017, 07:17

Aufführung morgen ab 16 Uhr – Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse

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Die Drei-Groschen-Oper kommt ins Klubhaus Crossen. Aufgeführt wird das Stück von Laienschauspielern.Foto: Theater

Crossen. Das Musiktheater der Kulturvilla Zeitz bringt am Samstag, 22. April, die "Drei-Groschen-Oper" nach Crossen. Beginn ist 16 Uhr im Klubhaus Crossen. Karten gibt es im bei der VG Heideland-Elster-Elstertal-Schkölen oder an der Abendkasse im Klubhaus. Die Karten im Verkauf kosten 10,50 Euro, an der Abendkasse 12 Euro.

Das Musiktheater bietet musik- und theaterbegeisterten Laien die Möglichkeiten zum Mitwirken an Aufführungen großer Bühnenwerke. 23 Mitglieder im Alter von 16 bis 63 Jahren proben hierfür. Jedes Jahr wird ein neues Projekt auf die Bühne gebracht. In den Inszenierungen wird live gesungen, die Darsteller werden von einer Band begleitet.
OTZ / 21.04.17
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Kräuterwanderung am Sonnabend 13. Mai ab Klubhaus

Beitragvon jhmatz » 09.05.2017, 07:05

Crossen. Hiesige Kräuter können bei einer besonderen Wanderung am Sonnabend, 13. Mai, 9 Uhr, ab dem Klubhaus Crossen entdeckt werden.

Die Wanderung erfolgt durchs Rosenthal hoch auf den Berg bei Ahlendorf bis nach Ahlendorf. Schwerpunkt sind Pflanzen im Frühjahr.

Wer dann nicht mehr bis zum Klubhaus (1,3 Kilometer) laufen möchte, für den ist der Rücktransport gesichert.

Für einen leckeren Imbiss im Anschluss sorgt der Kulturverein im "Schwalbenhof" Ahlendorf.
OTZ / 09.05.17
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Ironische Lesung in Crossen am Freitag 12. Mai

Beitragvon jhmatz » 09.05.2017, 07:06

Crossen. Zu einer unterhaltsamen ironischen Lesung wird für Freitag, 12. Mai, ins Klubhaus Crossen eingeladen. Los geht es um 19 Uhr. In ihrer Lesung ergänzen sich Jana Huster und Mark Jischinski in einem kongenialen Zusammenspiel zweier Literaten, die den Alltag aufs Korn nehmen, genau hinschauen und die Skurrilität und Absurdität des Lebens in ihren Geschichten verarbeiten. Die Zuhörer erwartet großartige Unterhaltung und eine Mischung aus Witz, Klamauk und Tiefgang.

Jana Huster hat bereits drei Bücher mit skurrilen Kurzgeschichten veröffentlicht. Mark Jischinski veröffentlicht Romane, Erzählungen und Short Stories. Zuletzt erschienen von ihm im adakia Verlag die Romane "Spatzenmuse" und "Wankelmuse" (mit Ophelia Hansen), "ironisch", eine Sammlung von Short Stories und "Iren ist menschlich", ein Tagebuch.
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Workshop zu Kinesiologie

Beitragvon jhmatz » 19.05.2017, 12:16

Crossen. "Vom Stress in die Balance – Leichter leben mit Kinesiologie" ist ein Miniworkshop mit Antje Serbser überschrieben am Dienstag, 23. Mai, ab 19 Uhr im Klubhaus Crossen.

Vermittelt werden Wissen und alltagstaugliche Techniken und Methoden, welche jederzeit und überall anzuwenden sind. Mit Hilfe der Kinesiologie soll der Stresspegel verringert werden und dadurch Denken und Handeln verbessert werden.

OTZ / 19.05.17
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das Kindergartenmuseum in Crossen

Beitragvon jhmatz » 19.05.2017, 12:32

Die kleinen Schatzkammern des Saale-Holzlandes: das Kindergartenmuseum in Crossen

Geschichten von Teddy und Sandmann: das Kindergartenmuseum von Eva Schaller in Crossen.

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Eva Schaller aus Crossen Foto: Hauswald

Crossen. Eva Schaller fällt es sichtlich schwer, die wenigen Stufen auf den Dachboden zu erklimmen, wo sich ihr Kindergartenmuseum befindet. Oben angekommen, vergisst die fast 80-Jährige alle Beschwerden, die sie plagen. Sie führt durch das kleine Museum und ihre Augen fangen an zu strahlen.

Eva Schaller erzählt von früher. 40 Jahre hat sie als Kindergärtnerin gearbeitet. Die Rentnerin hat ihre Arbeit geliebt und das strahlt auch ihr kleines Kindergartenmuseum aus. Nichts liegt unordentlich herum, die vielen Bücher, Puppen, Teddybären sind fein säuberlich sortiert und thematisch angeordnet.

"Das Museum stellt den Tagesablauf im Kindergarten dar", erklärt Schaller das Ordnungssystem. Angefangen bei der Garderobe über den Malbereich bis hin zum Spielzimmer ist alles da, was das Kinderherz höher schlagen lässt.

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Die gute Stube: Das Kindergartenmuseum von Eva Schaller in Crossen. Foto: Martin Hauswald

Im symbolischen Spielzimmer steht heute ein kleines Häuschen aus Bauklötzen samt Gartenzaun, daneben tummeln sich kleine Kühe und Pferde aus Plastik auf einer eigenen Koppel. Früher gehörte auch noch ein kleiner Metallturm zum Ensemble, wie Schaller sagt.
Aber er ist zum Opfer des Erfolgs geworden: "Den Turm hat mal so ein kleiner Steppke eingerissen, der hier zu Besuch war." Verärgert klingt die Crossenerin nicht, nur nachdenklich. Viele der Spielsachen des Kindergartenmuseums wecken Erinnerungen in ihr.

Vor allem die Bilderbücher haben es ihr nach all der Zeit immer noch angetan. Sie nimmt ein kleines Bilderbuch in die Hand und blättert durch. Nach all den Jahren geben die Seiten die Geschichte des "Ausreißers" preis. Ein kleiner Hund, der ohne Erlaubnis wegrennt und dabei für jede Menge Chaos sorgt. Auf den Seiten ist kein einziges Wort abgedruckt, nur die Bilder sind zu sehen. "Die Geschichten haben wir uns damals selbst dazu ausgedacht", sagt Schaller.

Es sind vor allem diese Geschichte, die sie bis heute faszinieren. Es war der Hauptgrund für die Crossenerin, das zu bewahren, was ihr Leben so lange ausgemacht hat. Als nächstes fällt Schallers Blick auf eine kleine Holzkiste mit Bauklötzen. Sie nimmt die Kiste in die Hand, dreht sie herum, nimmt einige Holzquader heraus und sortiert sie wieder zusammen. Fröbel-Gaben nenne sich die Kiste, klärt Schaller auf. "Dass so etwas auf der Straße gelegen hat, kann ich bis heute nicht verstehen", sagt die Rentnerin und kämpft ein paar Tränen nieder.

Tatsächlich hat sie viele der Stücke in ihrem Museum vor der Müllabfuhr gerettet. Die Spielsachen waren aussortiert worden und sollten entsorgt werden. "Viel konnten wir in Eisenberg noch vor der Vernichtung retten", sagt Schaller rückblickend. Im Parkverbot stehend hätten ihr Mann und sie den Großteil ins Auto geladen. Das Ergebnis der Rettungsaktion ist heute das Herzstück des Kindergartenmuseums. Im Laufe der Zeit seien noch viele private Spenden dazu gekommen. Ein kleines Spielzeug-Teeservice zum Beispiel oder der kleine Kinderwagen als Geschenk des Landratsamtes.

Auch die lebensgroßen Kinderpuppen, die in dem kleinen Sandkasten des Museums buddeln, seien so dazu gekommen. "Eine Familie aus Franken hat uns die zukommen lassen", sagt Schaller. Zum Spielen waren die Puppen damals zwar nicht geeignet, aber dekorativ passen sie doch ganz gut in das Gesamtbild. "Ich bin wirklich stolz darauf, dass ich damals die Idee hatte, das alles zu retten", ergänzt die Rentnerin. Mit ihren fast 80 Jahren hat sie sich auch schon Gedanken gemacht, wie es mit ihrem Lebenswerk einmal weitergehen soll.

Mit der Gemeinde und dem Heimatverein in Crossen hat sie bereits gesprochen. Hier sei bereits die Einigung erfolgt, das Museum zu erhalten. Auch die neuesten Entwicklungen in der Stadt könnten da hilfreich sein. "Wenn das Schloss wieder in kommunale Hand kommt, soll das Kindergartenmuseum dort einen Platz bekommen", sagt Schaller zur Zukunft.

Dort gebe es genügend Platz. Ihr Dachboden werde langsam zu klein. Auch träumt sie von einer besseren Präsentation: "Es wäre schön, wenn einige der wertvollsten Stücke einmal eine Vitrine bekommen könnten."

Martin Hauswald / 19.05.17 OTZ
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Crossen setzt heute den Maibaum

Beitragvon jhmatz » 27.05.2017, 10:23

Crossen. Heute werden in Crossen die Maibäume gesetzt.

Los geht es um 14 Uhr, wenn die Jüngsten der Gemeinde den Kinder-Maibaum setzen werden.
Ab 15 Uhr sind dann die Großen gefragt, die den großen Maibaum auf dem Kirchplatz in Crossen aufstellen werden.

Organisiert wird das Maibaumsetzen in Crossen traditionell vom Verein Elstertaler Burschenschaft.

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Maibaumsetzen im Saaleholzland:

Beitragvon jhmatz » 29.05.2017, 20:07

Wie die Orte das Traditionsfest feierten

Maibäume stehen wieder auf den Dorfplätzen: In Reichenbach, Stadtroda, Mertendorf, Crossen und Ruttersdorf wurde gefeiert. Zu Pfingsten hat das Maibaumsetzen erneut Hochkonjunktur.

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Zum Maibaumsetzen in Crossen muss der an den Baum gebundene Setzmeister freigekauft werden. Foto: Angelika Munteanu

Saale-Holzland. Auch wenn sich der Mai dem Ende neigt: Traditionell ist am Wochenende nach dem Männertag in verschiedenen Orten des Saale-Holzlandes das Maibaumsetzen gefeiert worden. Und diese Feste haben noch längst kein Ende: Zu Pfingsten wird das Maibaumsetzen – auch so will es die Tradition – in weiteren Gemeinden fortgesetzt. Und allerorts auf ganz besondere Weise. Reichenbach. 50 Euro waren Thomas Geithe die drei Holzstapel Wert. "Das Geld kommt am Ende dem Verein zu Gute. Da kann man sich auch mal überbieten", sagte der 57-Jährige. Er hatte am Sonnabend bei der Holzversteigerung nach dem Maibaumsetzen in Reichenbach mitgemacht. Geithe lieferte sich um die drei Holzstapel ein Bieter-Duell mit Fritz Petermann.
Alte Maibäume wurden versteigert

Die Versteigerung der Holzstapel ist für die Maibaumsetzer eine wichtige Einnahmequelle. "Die Gemeinde unterstützt uns. Die Auktion ist ein Spaß", sagte Rene Ebert, auch Bursche bei den Reichenbachern. Als Richtmeister Thomas Leidig die 21 Holz-Pakete höchstmöglich verkaufte, stand der neue Maibaum. Der misst 32 Meter. "Es gab keine Probleme. Thomas hatte alles im Griff", sagte Ebert.

Mertendorf. Für das kleine Mertendorf mit seinen etwa 175 Bewohnern ist der 25 Meter hohe Maibaum, den die Burschen mit Unterstützung der Pfingstgesellschaft Friedrichstanneck am Samstag aufgestellt haben, eine stolze Leistung. Setzhilfe gab es durch einen neuen Maibock. "Der alte war nicht mehr schön", sagte Setzmeister Stefan Treffer. "Den neuen haben Torsten Gruber und seine Frau entworfen. Horst Jugl hat die Holzarbeiten ausgeführt." Binnen zwei Stunden war der Maibaum gesetzt. Zu Pfingsten geht es weiter: Dann werden die Mertendorfer Burschen die Maibaumsetzer in Friedrichstanneck tatkräftig unterstützen.

Crossen. Gleich zwei Maibäume zieren den Kirchplatz in Crossen. Zehn Kinder hatten ihren Kindermaibaum mit der stolzen Höhe von 14,5 Metern errichtet. Nicht ganz problemlos hatten die Maibaumsetzer ihren großen Baum mit 28 Metern Höhe aus dem Bäckerloch zum Kirchplatz bekommen. Das Aufstellen schafften die 35 Burschen problemlos unter der Regie des neuen Setzmeisters Marek Kumanski. "Ich hab‘ das Amt abgegeben. Nach mehr als 20 Jahren und mit fast 60 muss mal Schluss sein", sagte Alt-Setzmeister Hans-Peter Rudolph. Als der Crossener Baum gegen 18 Uhr stand, zog Marta, die jüngste Tochter von Marek Kumanski, mit dem Hut herum, um Geld zu sammeln. Das sollte wenigstens für eine Runde für die Burschen reichen, die ihren Setzmeister an den Maibaum gebunden hatten und ihn nach Crossener Tradition auslösen ließen.

Stadtroda. Dass die Länge des Maibaumes in Stadtroda wegen diverser Stromleitungen auf 23 Meter begrenzt ist, stört die rodschen Maibaumsetzer nicht. "Wir haben 54 Vereinsmitglieder, 32 davon stehen am Baum. Da ist ein längerer Baum gar nicht möglich" sagt Vorstandsmitglied Frank Häcker beim gemeinsamen Frühstück im Wald. Die Krone wurde im Wald gegen eine neue ersetzt. Mit bunten Bändern wurden die Kronen des großen und des Kindermaibaumes auf dem Alten Markt geschmückt. Seit einigen Jahren setzen die Stadtrodaer auf zwei Richtmeister. Jens Häcker und Klaus Patzer zeigten sich optimistisch, auch das 65.Maibaumsetzen erfolgreich über die Bühne zu bekommen. Ruttersdorf. "Wir wollen mit dem Maibaumsetzen keine Rekorde brechen. Es soll einfach die Tradition des Maibaumsetzens gepflegt werden", sagte Richtmeister Volker Baumann während des Maibaumsetzens am Sonnabend in Ruttersdorf. Inzwischen ist es spruchreif, dass er nach 15 Jahren Richtmeistererfahrung im kommenden Jahr das Amt an Dennis Ahldorf übergibt. Die 84 Mitglieder des Feuerwehrvereins sorgten für ein gelungenes Fest. Kaffee und Kuchenpakete gingen weg wie warme Semmeln. Zeitgleich spielten die Schalmeien aus Großlöbichau, unterstützten so die Burschen am Baum. Diese kamen angesichts des 30 Meter langen Baumes mächtig ins Schwitzen. "Unser Ziel ist es, gegen 16 Uhr den Baum oben zu haben", sagt der ehemalige Vereinsvorsitzende Dieter Jungmann "Sobald der Baum steht, marschieren wir mit den Schalmeien in die Festhalle ein. Danach übergibt der Richtmeister die Baumwache in professionelle Hände, und wir können mit den Gästen feiern."

Angelika Munteanu, Jens Henning, Veit Höntsch / 28.05.17 / OTZ
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2017 Diamantene Konfirmation für einstige Crossener Schüler

Beitragvon jhmatz » 31.05.2017, 20:29

In Crossen gab es jetzt ein Wiedersehen nach 60 Jahren.

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Diamantene Konfirmation für ehemalige Crossener Schüler. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. Immerhin: 14 von einst fast 30 ehemaligen Schülern der Crossener Schule hatten sich am Sonntag zum Jubiläum in ihrer alten Heimat getroffen. Nach 60 Jahren haben sie ihre diamantene Konfirmation gefeiert.

"Wir haben das festliche Ereignis gleich mit einem Klassentreffen verbunden, denn nicht jeder aus unserer Klasse ist konfirmiert worden", erzählte Anita Korf. Sie gehörte zu den Organisatoren des geselligen Wiedersehens nach 60 Jahren. "Ich bin Sekretärin in der Stahlgießerei in Silbitz gewesen, deshalb haben die anderen gemeint, ich könne das ja machen", berichtete sie. Die meisten der ehemaligen Klassenkameraden, die nach der achten Klasse die Schule verlassen hatten – "das war damals so" –, leben bis heute im Saale-Holzland-Kreis. "Nur wenige sind weggezogen", berichtete Frau Korf. Mancher sei nach weiterführender Schulausbildung und Studium richtig namhaft geworden, wie Wolfgang Maruschky als ehemaliger Chef der Stahlgießerei in Silbitz oder Ulrich Zausch mit seinem Autohaus in Crossen. Andere wurden Finanzbeamte.

Unterrichtet wurden die Konfirmanden von vor 60 Jahren in der ehemaligen Schule von Crossen, in dem Gebäude neben der Kirche, in dem heute nach der Sanierung die Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen ihren Sitz hat. "Zum Teil hatten wir auch Unterricht im Schloss Crossen, als es schon Lehrerfortbildungsinstitut war." Und: Die diamantenen Konfirmanden waren der erste Jahrgang gewesen, der in die neue Crossener Schule gezogen war. "Damals waren wir bereits in der achten Klasse und als ältester Jahrgang hatten wir die Klassenräume mit sauber zu machen, damit darin unterrichtet werden konnte", erzählt Anita Korf.

Zwischen gemeinsamem Mittagessen und Kaffeetrinken im "Eck" am Kirchplatz wurde die diamantene Konfirmation in der Kirche gefeiert. Pfarrer Klaus Habicht zelebrierte den Gottesdienst für die einstigen Crossener Schüler und ihre Angehörigen.

Angelika Munteanu / 30.05.17 OTZ
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Sommernachtsfest in Crossen

Beitragvon jhmatz » 16.06.2017, 11:09

Der Kulturverein Crossen lädt
am Samstag, 17. Juni, ab 19 Uhr

zum Sommernachtsfest in der Kleingartenanlage Flurgraben in Crossen ein.

„Alle Tanz- und Partyfreunde sind eingeladen,
bei Fassbier, Sommerbowle sowie anderen kühlen Getränken
einen fröhlich-vergnüglichen Abend mit Feuerschale

und kleinen Überraschungen zu erleben“, heißt es von den Organisatoren.

Der Rost wird brennen.


OTZ / 15.06.17
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