Was wird mit dem Schloss ?

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Re: Was wird mit dem Schloss ?

Beitragvon ein_Lützower » 12.02.2011, 01:28

Der organisierte Kopfstand bei Hofe.

Kein Wunder,dass selbst die Presse das Normal des Blickwinkels verloren hat.Eine GmbH wird immer von einem eingesetzten Geschäftsführer geführt.Also n i c h t von einem "Chef"!! Da das Land zu 100% Anteilseigener besagter GmbH ist,sind ergo die Geschäfte des Landes "zu führen",nicht das Land !!.Dessen Wille wird - in der Regel - vom Landtag,dem höchsten Organ des Landes,bestimmt. Nachgeordnetes und Zwischengeschaltetes hat immer "zu dienen",wie auch per Schwur,...und zwar vor dem Landtag.....,feierlich geschworen.Missfallen kann sich also nur die gewählte Volksvertretung leisten,nicht die Dienerschaft.Diese führt wie im richtigen Leben des öfteren oder mit System "ihre" Herrschaft an der Nase herum, ...auf ihre Wege.Und wenn die "Herrschaft" sich ihrer Entscheidungen selbst nicht mehr sicher ist oder zu bequem und so alles der Dienerschaft überlässt,dann entstehen Kopfstände bei Hofe und die Herrschaft wird zum "schmückenden", weil ahnungslosen,Beiwerk.
Dann macht die Dienerschaft Dienst nach von ihr gestrickter "order"."Law" ist da schon ausgeblendet,da erschwerend bis gefährliche Stolpergefahr.
Und dabei hat diese Gilde an alles gedacht und alles bedacht in "order".Das sollte jeder Haushalts-und Finanzausschuss bedenken, denn Geld geht immer Hand in Hand,..mit einer Bank.Wenn dann auch noch Antragsteller und Bank eine Haustür vor den Fördertöpfen in Eu nutzen und ein Notar auf dem Ansinnen auftaucht,dann ist eine "Belastungsvollmacht" nicht auszuschließen und der "Bauantrag" kann gemäß "order" , mit notariell b e g l a u b i g t e n Kaufvertrag" dem Amt präsentiert werden.Das reicht als Nachweis des "Eigentums" völlig aus,laut "order",.. nicht gemäß "law"- das ist ja auch etwas ganz anderes -.Der Bauantrag kann also auch ohne im Grundbuch zu stehen (oder?) gestellt werden,das ist "Rechtens",sagt man,immer dann,wenn es gefühlt und auch theoretisch so nicht Recht ist.
Ach so,da war ja noch die gewählte Gemeindevertretung mit dem Beschluss zur Wahrnehmung ihrer in "order" festgelegten Rechte.
War aber so offensichtlich nicht gewünscht!!Die Diener wollen einen anderen,einen ihnen genehmen Käufer mit Aura für sich,die Bank
und somit für das Land.Während Alkohol ein Suchtmittel ist und "der Volksgesundheit schadet",....ist ...."in vino veritas" ...!
Dann Prosit,allen Bürgern des "Neuen Thüringen"! Aber nicht zu viel davon,ihr könntet sonst der Wahrheit zu nahe kommen !!Was soll dann der Chef denken.
Aber noch tobt ja die "Schlacht um Liebstedt",wie dereinst bei Jena/Auerstädt.Schlag um Schlag und Einschlag um Einschlag.Selbst die "olympische Entscheidung" vermittels des uralten und unter deutschen Prinzen so selbstverständliche urdeutschen "o.k." wurde von der Folgesalve sofort wieder völlig verschüttet und jede Menge Heimaterde umher geworfen.Ob denn die eigentlichen Herren im Landtag um die Details der Schlacht ihrer Dienerschaft wissen,darf bezweifelt werden.Wenn ja,wäre es auch kein großes Wunder. Letztlich hat ja die oberste ständige Dienerin des Landtages die Fortführung gebilligt,"..da nocht Nichts entschieden ist".
Da aber Vieles und Viele dieser Schlacht zum Opfer fallen werden,darf jede Familie im Freistaat schon einmal ganz frei vor ihren Wohnsitz die Landesflagge hissen.Dem traurigen Anlass gemäß auf Halbmast und ...ganzjährig! Dann würden sie wenigstens Flagge zeigen.
ein_Lützower
 
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Ordensburg in Liebstedt

Beitragvon jhmatz » 19.03.2011, 20:02

Prinz überrascht mit erstem Wein vom Gut zu Weimar

Nach den Rückschlägen in Kromsdorf und Liebstedt hält der Winzer Georg Prinz zur Lippe an seinen Plänen fest, neben einem Weinberg auch eine Kelterei in der Region zu realisieren. Alles andere wäre nicht authentisch, sagte er.

Weimar. Der Winzer war Gast des 315. Elephantengeburtstages und überraschte die Anwesenden: Sie durften mutmaßlich als erste überhaupt jenen Wein kosten, der seit 2008 in den historischen Weinberglagen in den Gemarkungen Großkromsdorf, Tiefurt und Schöndorf angebaut wurde. Es war ein 2010er Sauvignon Blanc, trocken, der direkt aus den Fässern im Keller des Weingutes Schloss Proschwitz stamme und noch unbehandelt sei. "Ich finde es schade, wenn es nicht gelingen sollte, eine Kelterei zu realisieren", sagte Georg Prinz zur Lippe. Trotz vieler Kaufinteressenten wolle er am Weingut zu Weimar festhalten. "Der Weinberg steht optimal in der Sonne." Binnen eines Jahres dürften dort etwa 30 Menschen in Lohn und Brot stehen. Mit Blick auf die Ordensburg in Liebstedt, bei der die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht wahrgenommen hat, sieht sich der Winzer als "Lame Duck", als lahme Ente. Es gebe einen gültigen Kaufvertrag mit der Landesentwicklungsgesellschaft, weshalb der Prinz eine juristische Auseinandersetzung im Gespräch mit unserer Zeitung nicht ausschloss. Die allerdings könne sich über Jahre hinziehen.

Auch der Jahrgang 2011 soll nach dem gescheiterten Kauf der Ordensburg Liebstedt im Weingut Proschwitz in Meißen verarbeitet werden.


Thorsten Büker / 16.03.11 / TLZ
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Analogien zu Crossen ?

Beitragvon jhmatz » 15.09.2011, 07:18

Die unglaubliche Geschichte von Schloss Hummelshain

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Das zwischen 1880 und 1885 erbaute Neue Jagdschloss in Hummelshain gilt als letztes in Europa errichtetes Residenzschloss. Foto: Dieter Urban

Dass am Neuen Jagdschloss demnächst Gerüste stehen, ist trotz anderslautender Ankündigungen des Schlossherren sehr unwahrscheinlich. Die unglaubliche Geschichte des Dr. Lutz R. und der LEG liest sich wie ein Märchen, ist aber keins.

Hummelshain. Es war einmal ein verwunschenes Märchenschloss mitten in den Wäldern des Saale-Holzlands.

Obwohl es so schön ist, wollte es das Land Thüringen nicht mehr haben und die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) verkaufte es 1998 an Dr. Lutz Rothe und seine Alpha Sat Communications GmbH in Leipzig. Der Nachrichtentechnikhersteller versprach, ein Technologiezentrum mit allem Pipapo zu bauen. Doch das Schloss blieb verwunschen. Elf Jahre später wären Gemeinde, Denkmalschutzbehörde und der Förderverein schon froh, wenn wenigstens das kaputte Dach repariert würde, damit das Schloss seinen Dornröschenschlaf trocken und sicher weiter träumen könnte.

Standesgemäß in der S-Klasse vorgefahren

Denkmaltag 2011, letzten Sonntag: Vor dem Märchenschloss parkt standesgemäß eine schwarze Mercedes S-Klasse der 500-er Reihe, Leipziger Kennzeichen. Vorgefahren ist damit Schlossherr Dr. Lutz Rothe, der drinnen den ganzen Tag über Hunderten Besuchern die Geschichte des 1885 fertiggestellten Prachtbaus erzählt.

Die Menschen sind beeindruckt, und Dr. Rothe setzt noch einen drauf: Eine Schweizer Firma - das klingt schon erst mal nach viel Geld - will das Schloss als Kongress- und Schulungszentrum nutzen. Ab Oktober 2011 beginne die Sanierung. 4,7 Millionen Euro wollen die Eidgenossen, die das Schloss von Dr. Rothe und seiner Alpha Sat schon 2008 gekauft haben, in ein neues Dach und in die Sanierung der Fassade stecken. Wieder einmal. Angeblich hat der neue Eigner einen Industrieauftrag von 200 Millionen Euro an Land gezogen. Im Saale-Holzland, wo der aus Halle an der Saale stammende Dr. Rothe auch scherzhaft "Märchenonkel" genannt wird, weil er schon so oft Sanierungen angekündigt hatte, ist man skeptisch.

Sven Kopp von der IBK-Bauplan aus Tröbnitz bezweifelt den Sanierungsbeginn im kommenden Monat. "Von den mir bekannten regionalen Unternehmen ist noch keines angefragt worden. Aus eigener Erfahrung dürfte es für den Bauherrn sehr schwierig werden, bei der momentanen Firmenauslastung im Bausektor überhaupt Angebote zu erhalten", sagt Kopp.

Jörg Schindewolf von der Unteren Denkmalbehörde des Landratsamtes Eisenberg ist von der Ankündigung ebenfalls überrascht. "Weder bei uns, noch drüben im Bauamt liegt irgendeine Planung oder ein Antrag vor", so der Behördenleiter. Ohne Einbeziehung der Denkmalschützer sind umfangreichere Arbeiten am Schloss aber nicht zulässig.

Die Recherche zu dem angeblich finanzkräftigen Investor und neuen Eigentümer aus der Schweiz führt zunächst auf die Internetseite der Firma. "Die Aufgabe der AlphaAir Communication Holding AG besteht in der differenzierten Verwaltung von Unternehmungen des Hochtechnologiebereiches", ist dort zu lesen. Ziemlich schwammig. Eingetragen ist das Unternehmen im Handelsregister des Schweizer Kantons Obwalden. Ansässig ist die Alpha Air im beschaulichen 10 000-Einwohner-Städtchen Sarnen. Der Auszug aus dem Handelsregister beschert ein Dejavu: "Präsident" oder Geschäftsführer Dr. Gerhard Rothe (das ist der zweite Vorname des 60-Jährigen). Unternehmenszweck ist laut Eintrag Alles und Nichts: von der Gründung neuer Unternehmen bis zum Immobiliengeschäft. Eine ähnliche Holding ist auch in Liechtenstein eingetragen und heißt HorizonRe Holding Limited. Man ahnt es: Geschäftsführer Dr. Rothe aus Halle, deutscher Staatsbürger.

In seinem Heimatland ist Dr. Lutz Rothe nicht so leicht zu finden. Jedenfalls nicht für den Leipziger Rechtsanwalt Tim Steinbach, der im Auftrag des Amtsgerichts Leipzig am 8. August 2011 das Insolvenzverfahren gegen Rothes Firma Alpha Sat Communications GmbH Leipzig eröffnete. Termine mit dem Insolvenzverwalter nimmt Rothe nicht wahr, verweigert jede Mitarbeit und Post sei ebenfalls nicht zustellbar - weder in Halle noch in Hummelshain. Verwertbares Vermögen hat Rothes Firma nicht, dafür satte 7,5 Millionen Euro Schulden, wie Rechtsanwalt Steinbach bestätigt. Das Geld stammt vor allem von Privatpersonen, die Rothe offenbar als Investoren gewann. Es gibt insgesamt 40 Insolvenzanträge von Gläubigern.

Dabei ist die Firma von Rothe, der sich laut des Fachblattes VDI-Nachrichten (2. Dezember 1994) als Nachrichtentechniker schon seit 1986 in der DDR mit Problemen der Hoch- und Höchstfrequenztechnik beschäftigte, nicht erst seit diesem Jahr zahlungsunfähig. Laut Handelsregister stammt der letzte Jahresabschluss der Alpha Sat GmbH aus dem Jahr 2002. Geordnete Buchhaltung: Fehlanzeige. Bereits seit 2005 gibt es keine nachgewiesene Geschäftstätigkeit der Leipziger Firma mehr. Dennoch sollen Umsätze aus unbekannter Quelle über die Konten gegangen sein. Neben dem Insolvenzverfahren läuft auch ein Steuerstrafverfahren gegen den Hummelshainer Schlossherrn.

Verurteilt wegen vorsätzlichem Bankrott

Erfahrungen mit der sächsischen Justiz sammelte der promovierte Nachrichtentechniker bereits 2008. Die Strafabteilung des Amtsgerichts Leipzig verurteilte Dr. Lutz Gerhard Peter Rothe im Juli 2008 rechtskräftig wegen "Vorsätzlichen Bankrotts" zu einer Haftstrafe von einem Jahr, ausgesetzt zur zweijährigen Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 1000 Euro.

Zur Hauptverhandlung musste Rothe übrigens per Strafbefehl (liegt der Zeitung ebenso wie das Urteil vor) geholt werden, da er nicht erschien. Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Leipzig stand die Alpha Sat GmbH bereits 2006 mit 1,7 Millionen Euro bei Gläubigern in der Kreide. Weshalb weitere Millionen Euro Schulden aufliefen und das Insolvenzverfahren erst im August 2011 eröffnet wurde, ist schleierhaft.

Beeindrucken von dem Leipziger Geschäftsmann und seinem Hummelshainer Schloss ließ sich auch ein Unternehmer (Name ist der Redaktion bekannt) aus Südtirol. Er stellte Rothe 2005 knapp 600 000 Euro für die Entwicklung neuer Antennensysteme, angeblich für Airbus, VW, Daimler etc., zur Verfügung. "Heute weiß ich, dass der Herr Dr. Rothe die Gelder zweckentfremdet eingesetzt hat", schreibt der Gläubiger in einem Brief an die Gemeinde Hummelshain und bietet an, in einem möglichen Verfahren gegen Rothe auszusagen.

Eine wesentliche Mitschuld an der Misere von Schloss Hummelshain trägt auch die in Erfurt ansässige Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die Rothe die Immobilie vor 13 Jahren verkaufte. Deren Pressesprecher Dr. Holger Wiemers sieht aber keinerlei Grund für eine Rückabwicklung des Geschäfts, auch wenn bis heute 300 000 Euro der vereinbarten Kaufsumme von knapp einer Million Euro - die wurde im Laufe der Zeit wohl auch noch heruntergehandelt auf 800 000 Euro - noch immer nicht gezahlt sind. "Diese Restschuld ist durch eine Grundschuld abgesichert", sagt Dr. Wiemers. Dass Rothe das Gebäude inzwischen weiter "verkauft" hat an die Alpha Air Communication AG sei seine Sache. Kurz: Für die LEG ist alles im grünen Bereich.

LEG-Klausel sorgte für Niederlage vor Gericht

Kein Wunder, dass die Landesentwickler Schloss Hummelshain wie eine heiße Kartoffel behandeln, denn die LEG merkte schon kurz nach dem Verkauf, dass sie sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte: Im Juni 2003 verklagte die LEG die Alpha Sat GmbH auf Zahlung des vollen Kaufpreises, weil erst 500 000 Euro auf dem LEG-Konto angekommen waren.

Doch die Erfurter holten sich am Landgericht Leipzig eine schallende Ohrfeige ab. Ein Passus im Kaufvertrag wurde zum Bumerang: Um Eigentümer des Schlosses zu werden, hätte Dr. Lutz Rothe bis Ende 1998 eine Bankbürgschaft über den Kaufpreis vorlegen müssen. Rothe hatte die Bürgschaft nie beschafft. Sie ist aber die Voraussetzung dafür, dass der Kaufpreis überhaupt fällig wird. Diese Klausel hatte sich die LEG einfallen lassen, um sicher an ihr Geld zu kommen. Richter Dr. Torsten Umbach stellte jedoch fest, dass der komplette Kaufpreis auch nach fünf Jahren nicht fällig ist. Denn ohne Bürgschaft kein Kaufpreis. Für die LEG ein Urteil nach dem Motto "außer Spesen nichts gewesen": Rund 15 000 Euro Prozesskosten wurden fällig: 2500 Euro fürs Gericht und 12 500 Euro für den eigenen und den Anwalt von Alpha Sat.


Ob, wie am Sonntag angekündigt, ab Oktober Gerüste am Märchenschloss stehen, davon wird man sich in einigen Wochen überzeugen können. Wie heißt es am Ende jedes Märchens: Und wenn sie nicht gestorben sind


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Weitere Analogien zu Crossen ?

Beitragvon jhmatz » 18.09.2011, 17:31

Freistaat zeigt keinerlei Interesse an Jagdschloss Hummelshain

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Die Noteindeckung des Schlosses Hummelshain ist inzwischen völlig verschlissen.

Rückübertragung oder Sanktionen gegen den Käufer des neuen Jagdschlosses Hummelshain wegen Vertragsverletzung - beides schließt die Landesregierung im Fall des Jagdschlosses Hummelshain aus. Das geht aus der Antwort von Finanzminister Dr. Wolfgang Voß (CDU) auf eine Anfrage der Jenaer Landtagsabgeordneten Jennifer Schubert (Grüne) hervor.

Hummelshain. Gleichwohl ist die Landesregierung davon informiert, dass durch den Eigentümer Dr. Lutz Rothe seit 1998 keinerlei Sanierungsmaßnahmen erfolgten. Die völlig verschlissene Noteindeckung der Dachflächen lasse Wasser in das Dachtragwerk als auch in die darunter liegenden Räume eintreten, was laut Ministerium bereits zu erheblichen Schäden geführt habe. Mehrfach sei das Land mit Denkmalpflegegeldern in Vorleistung gegangen, um bauliche Gutachten zu erstellen. Bis heute habe der Eigentümer darauf kein Sanierungskonzept aufgebaut, heißt es aus dem Finanzministerium.

Trotz dieser Untätigkeit seit 13 Jahren wollen Landesregierung und Landesentwicklungsgesellschaft das Schloss keinesfalls zurück, was seitens der LEG mit wirtschaftlichen Erwägungen begründet wird. Auch eine nachträgliche Übernahme des Schlosses in die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wird mit einem einzigen Wort "Nein" beantwortet.

"Mit dieser Hängepartie zeigt sich, dass die Landesregierung sich davor drückt, im Bereich Denkmalschutz ein landesweites tragfähiges Konzept vorzulegen", sagt Landtagsabgeordnete Jennifer Schubert . Es sei klar, dass Thüringen nicht alle seine Denkmäler erhalten kann. Umso mehr dürfe sich die Landesregierung nicht davor drücken, ehrliche Antworten auf die Frage zu geben: Welche Denkmäler wollen wir erhalten und welche nicht? "Das Jagdschloss Hummelshain gehört aus meiner Sicht unbedingt zu den erhaltenswerten Denkmälern", so Schubert.


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Was hat Hummelshain und Crossen gemeinsam ?

Beitragvon jhmatz » 31.01.2012, 08:12

Die Politiker des thüringer Landtags lieben nun mal die Leuchtenburg, in die Millionen von Euros fließen.
Da reichts nicht mehr für eine Bürgschaft (nicht mal Geld, nur Bürgschaft) für das Schloß Crossen.

Auch in Hummelshain hat die sog. LEG ein Glanzstück abgeliefert wie aus folgenden OTZ-Artikel ersichtlich ist.


Keine guten Aussichten für Jagdschloss Hummelshain

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Das Neue Jagdschloss Hummelshain. 1999 wurde es verkauft. Foto: Dieter Urban

Obwohl der zu einer Freiheitsstrafe verurteilte Eigentümer des Schlosses Hummelshain die Behörden seit Jahren an der Nase herum führt, tut die Landesentwicklungsgesellschaft so, als ob sie von nichts wusste.

Hummelshain. Das Neue Jagdschloss Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis träumt weiter seinen Dornröschenschlaf. Das tut es seit seinem Verkauf 1999 an einen privaten Investor, und daran wird sich trotz eines kaputten Daches wohl auch auf absehbare Zeit nichts ändern.

Fünf Monate nach der jüngsten Ankündigung des Schlossherrn Dr. Lutz Rothe, dass ab Herbst 2011 die Sanierungsarbeiten im Westflügel beginnen, hat sich nichts getan. Es regnet weiter durchs Dach. Der angebliche Millionensegen aus Patentverkäufen war nur ein neuerliches Märchen. Ende November 2011 hatte das Leipziger Amtsgericht Rothe zu einem Jahr und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt, wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung. Zum zweiten Mal übrigens. Auch wenn mit der Revision noch eine ganze Weile ins Land gehen dürfte, ehe der 60-jährige Ex-Unternehmer wirklich einsitzen muss, der Zustand des denkmalgeschützten Schlosskomplexes wird nicht besser, so wie der Schuldenberg Rothes von rund zehn Millionen Euro bei Gläubigern nicht kleiner wird.

Das Schloss gehört inzwischen einer Gesellschaft in der Schweiz. Hinter der steckt, so wie hinter einem ganzen Geflecht dubioser Firmen, natürlich Rothe. Dabei ist er in Deutschland schon nach seiner ersten Verurteilung nicht mehr geschäftsfähig, und so stellte es das Gericht fest seit 2001 mit seiner Firma Alphasat Communications faktisch pleite. Trotz dieses wirtschaftskriminellen Hintergrunds und Außenständen beim Kaufpreis für das Schloss in Höhe von 300 000 Euro sorgte die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen dafür, dass Rothe noch im April 2008 als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen wurde kurz bevor die erste Verurteilung wegen vorsätzlichem Konkurs in Sachsen Rechtskraft erlangte. Zufälle gibt es.

Überhaupt ist die LEG als Verkäuferin der Immobilie die personifizierte Unschuld vom Thüringer Lande, die von alledem nichts wusste. Das geht aus einer zweiten "Kleinen Anfrage" der Jenaer Landtagsabgeordneten Jennifer Schubert (Grüne) hervor, die Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) in dieser Woche beantwortete.

So spricht Voß immer noch von einem für "die Liegenschaft und die Region sehr vorteilhaften Investitionsvorhaben des Käufers", der ein Forschungs- und Innovationszentrum auf dem Schlossareal bauen wollte. Um dieses Vorhaben nicht durch "zusätzliche Kosten zu belasten", so der Minister, habe die LEG auf eine Bürgschaft und auf das Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag verzichtet.

Hier ist freilich die LEG die Märchentante. Schon 2003 hatten die Landesentwickler gemerkt, dass etwas faul war und wollten den Kaufpreis von Rothe einklagen. Dabei holte sich die LEG eine blutige Nase, denn das Geld war laut Vertrag erst nach Vorlage einer Bürgschaft fällig. Rothe hätte also gar nicht zahlen müssen, da er keine vorlegte. Dumm gelaufen. Spätestens 2006 hatte aber Rothe mit der ersten Verurteilung endgültig seine Unschuld verloren. Dass die LEG das alles nicht gewusst haben will, als sie Rothe 2008 das Schloss übereignete, ist sehr unwahrscheinlich.

Die abschließende Frage, was das Land zu tun gedenkt, um den Verfall des Schlosses zu stoppen, beantwortete der Minister lapidar mit dem Hinweis, dass die Eigentümerin Fördermittel der Denkmalpflege beantragen könne. Dazu müsste freilich Rothe erst einmal Eigenkapital haben.

Soviel Fürsorge um das kulturelle Erbe erfreut das Herz des heimatverbundenen Bürgers.


Lutz Prager / 29.01.12 / OTZ
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Hummelshainer Schlosseigentümer sitzt in U-Haft

Beitragvon jhmatz » 07.02.2012, 07:50

Bild
Dr. Lutz Rohte (links) unterhält sich bei der Gerichtsverhandlung in Leipzig mit einem Journalisten. Foto: Lutz Prager

Der Eigentümer des Neuen Jagdschlosses Hummelshain musste seinen Landsitz mit einer Zelle tauschen.
Beamte der PI Stadtroda nahmen Dr. Lutz Rothe (60) am Sonnabend fest und brachten den Leipziger Ex-Unternehmer in die JVA Gera. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hatte den Haftbefehl erlassen.
Hummelshain. Zu den Gründen für die Inhaftierung waren von der Staatsanwaltschaft Leipzig gestern keine näheren Informationen zu erhalten. Der am 29. November 2011 am Amtsgericht Leipzig wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monate ohne Bewährung verurteilte Dr. Lutz Rothe hatte, so ist zu vermuten, einen Ladungstermin versäumt. Gegen den Inhaber der insolventen Firma Alphasat Communication GmbH läuft ein weiteres Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Im 600-Seelen-Ort Hummelshain hatte die Festnahme in der Nacht von Freitag zu Sonnabend für einiges Aufsehen gesorgt, denn neben einer Streifenwagenbesatzung kam auch die per Sirene alarmierte Freiwillige Feuerwehr des Ortes zum Einsatz. Zwei Beamte der zur Polizeidirektion Jena gehörenden Polizeiinspektion Stadtroda wollten am Freitagabend gegen 23 Uhr den Haftbefehl aus Leipzig vollstrecken. Zunächst blieben sie aber vor dem mit einer Kette gesicherten Tor zum weitläufigen Schlosspark stehen. Eine Klingel gibt es dort nicht. Um 23.43 Uhr forderten die Beamten über die zentrale Rettungsleitstelle in Jena Amtshilfe bei der Freiwilligen Feuerwehr an, die das Tor gewaltsam öffnen sollte. Wie Bürgermeister Stephan Tiesler über die Nacht- und Nebelaktion zu berichten weiß, wäre das aber gar nicht nötig gewesen. Wie sich herausstellte, war die Kette nur um das Tor geschlungen und das Vorhängeschloss nicht verriegelt. Die eigentliche Festnahme bereitete dagegen keine Probleme. Nachdem Polizei und Freiwillige Feuerwehr direkt vor dem Schlosseingang vorgefahren waren, öffnete sich die Tür und Dr. Lutz Rothe erschien. Er ließ sich von den Beamten die Situation erklären und stieg wenig später in den Streifenwagen ein. Laut Polizeiprotokoll erfolgte die Festnahme exakt sieben Minuten nach Mitternacht. Mit der Verhaftung von Rothe wird die Zukunft von Schloss Hummelshain, dessen undichtes Dach dringend saniert werden müsste, noch unklarer. "Es gibt leider keine Ansatzpunkte für uns als Gemeinde, wie wir das Schloss vor dem Verfall schützen können", sagt Bürgermeister Stephan Tiesler.

Die denkmalgeschützte Immobilie gehört offiziell einer auf Rothe eingetragenen Gesellschaft in der Schweiz und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, die das Schloss vor 13 Jahren verkaufte, hat auf alle Rückübertragungsklauseln und auf die Sanierungsverpflichtung verzichtet. "Nun gibt es nicht einmal mehr einen Ansprechpartner vor Ort", sagt Tiesler. Der von Rothe gegründeten Verwaltungsgesellschaft für das Schloss vertrauen Gemeinde und Behörden ebenfalls nicht. Der Verwalter, der in Leipzig ansässig ist, hat Ende 2011 mehrere Gesprächstermine platzen lassen und gehört wohl auch zu Rothes dubiosem Netzwerk.

Die Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal gab inzwischen das "Märchenschloss" als Außenstelle seines Standesamtes auf. "Trauungen finden hier keine mehr statt", sagte Ordnungsamtsleiter Volker Schmidt. Er muss nun sehen, dass er die der Verwaltungsgemeinschaft gehörenden Möbel sicherstellen kann. Wie, ist allerdings offen. Das Gebäude ist verschlossen. Auch Schmidt hat Sorge, dass sich die Schäden im nun nicht mehr bewohnten Schloss vergrößern könnten, etwa wenn Wasserleitungen einfrieren und brechen.


Lutz Prager / 07.02.12 / OTZ
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Privat-Initiative macht Hoffnung für Schloss Crossen

Beitragvon jhmatz » 14.03.2012, 08:17

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Das Crossener Schloss ist seit 2007 in der Hand irischer Investoren und verfällt zusehends. Eine Privat-Initiative um Dr. Wolfgang Maruschky will sich nun um den Erwerb des historischen Hauses bemühen und darin eine Weiterbildungs-Einrichtung etablieren. Foto: Dieter Urban

Privat-Initiative um früheren Silbitz Guss-Chef Dr. Wolfgang Maruschky bemüht sich um Erwerb des Barock-Ensembles. Nutzung als Weiterbildungs-Einrichtung angestrebt.

Crossen. Nicht nur den Crossenern blutet das Herz, beim Blick auf ihr Schloss hoch über dem Elstertal. Seitdem zwei irische Investoren das Barock-Ensemble 2007 von der Landesentwicklungsgesellschaft zu einem Spottpreis ersteigerten, ist die Gemeinde zum Zuschauen des langsamen Verfalls dieses regional prägenden Objektes verdammt. Doch nicht mehr lange, geht es nach dem Willen von Dr. Wolfgang Maruschky.

Der 69-Jährige, der vergangenes Jahr nach über 50 Jahren bei Silbitz Guss in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat ehrgeizige Pläne. "Wir wollen das Schloss im Rahmen einer Privat-Initiative erhalten", sagt er. Das heißt, das Schloss von den Iren zurück kaufen.

Erste Gespräche hätten schon stattgefunden. "Es gibt einen Kaufpreis, den man akzeptieren kann, genauere Zahlen möchte ich aber jetzt noch nicht nennen." Den Worten sollen nun schnell Taten folgen. "Als nächstes ist die Gründung eines Vereins geplant", erzählt Dr. Maruschky. Die "Freunde und Förderer des Schlosses Crossen" wollen dann aktiv für ihr Vorhaben werben und natürlich Spenden sammeln. Bei Einzelpersonen und vor allem Unternehmen. "Dr. Maruschky hat durch seine langjährige Tätigkeit bei Silbitz Guss natürlich die besten Kontakte und ist prädestiniert für diese Aufgabe", freut sich Landrat Andreas Heller (CDU) über den Vorstoß des Crosseners, ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte zu erhalten. Neben Heller findet die Idee auch beim Crossener Bürgermeister Jens Lüdtke (CDU) große Unterstützung.

"Es ist noch eine kleine und junge Initiative, die Mitstreiter braucht", sagt er, "aber ich finde das toll." Zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses soll Maruschky sein Vorhaben noch einmal vorstellen. Zudem wirbt Lüdtke im Gemeinderat darum, dem Verein zur Förderung des Schlosses beizutreten. Sollte die Initiative tatsächlich von Erfolg gekrönt sein, knüpft das altehrwürdige Gebäude in Sachen Nutzung an frühere Traditionen an. "Die Räume eignen sich einfach für eine Bildungseinrichtung", sagt Wolfgang Maruschky. Bis zur Wende war hier das Institut für Lehrerbildung untergebracht, das seit den 50er Jahren jährlich rund 330 Studenten ausbildete.

"Der Plan ist, das Schloss als Weiterbildungs-Einrichtung zu nutzen", so Maruschky, der hierfür Potenzial im Saale-Holzland sieht. "Gera und Jena verfügen über solche Einrichtungen, der Kreis nicht." Kooperationen mit Universitäten in Deutschland oder dem Ausland wären denkbar. "Das Exposé, das über unser Vorhaben informiert ist jedenfalls auch in Englisch und Chinesisch übersetzt." Auch für die Öffentlichkeit sollen sich die Schlosstore wieder öffnen. "Kulturelle Events jeder Art sind denkbar."

Dass es sich beim Erwerb von Schloss Crossen um eine Mammut-Aufgabe handelt, ist Maruschky sehr wohl bewusst: "Ich glaube nicht, dass das Thema in drei bis sechs Monaten erledigt ist." Der Sanierungsaufwand für die Schlossanlage geht in die Millionen. Beträge, die die Fördertöpfe und Haushaltsmittel von Bund, Land, Kreis oder Gemeinde nicht bereitstellen können. Nicht zuletzt aus Geldmangel schlugen die Kommunen schon 2007 ihr Vorkaufsrecht für das Schloss aus.

"Wenn wir hier erfolgreich sind, dann können wir eine ganze Region beleben", so Maruschky. Und dafür will er kämpfen.


Susann Grunert / 14.03.12 / OTZ
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Re: Was wird mit dem Schloss ?

Beitragvon hossa21 » 15.03.2012, 06:50

Dazu auch noch der - wenn auch kleine - Beitrag vom MDR:

Crossen: Verein will Schloss retten

Ein Verein will sich künftig um die Zukunft des Crossener Schlosses kümmern. Initiator Wolfgang Maruschky sagte MDR 1 RADIO THÜRINGEN, dass dort Firmen und Privatpersonen mitarbeiten wollen. Nach ersten Plänen könnte in das leerstehende Schloss eine überregionale Bildungseinrichtung einziehen. Das Crossener Schloss gehört derzeit noch einem irischen Investor - mit ihm gebe es bereits erfolgreiche Verhandlungen, gibt sich Maruschky optimistisch.


(Quelle: www.mdr.de vom 14.03.2012)
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Beitragvon jhmatz » 16.03.2012, 07:57

Leserzuschrift OTZ
Zum Artikel „Privat-Initiative macht Hoffnung für Schloss Crossen“
Ich möchte mich für die Veröffentlichung des Beitrages in der OTZ ganz herzlich bedanken.
Dadurch war es mir als Gemeinderat möglich, interessante Vorhaben kennenzulernen, die unseren
Gemeinderatsvorsitzenden umtreiben, über die aber bisher weder die Bürger noch die Gemeinderäte
etwas offiziell erfahren konnten. Nicht verwunderlich, bedenkt man, dass es sich um eine Privat-
Initiative handelt.
Allerdings macht es mich etwas traurig, dass zu dem Artikel anscheinend wenig oder gar nicht
recherchiert wurde. So wäre es gut gewesen, hätten die interessierten Bürger auch etwas Näheres
zur bisherigen Geschichte eines möglichen Erhaltes des Objektes im territorialen Rahmen erfahren
können, wer wann wie das Objekt eigentlich mal erwerben wollte, wer kurzfristig dann bestehende
Möglichkeiten verfallen ließ usw.
Warum jetzt plötzlich, da das Kind nun tief im Brunnen liegt (inzwischen ausländischer Besitz!),
mit einem wahrscheinlich horrenden Aufwand das Schloss wiedererwerben, wenn es einfacher
gegangen wäre?
Bedauerlich finde ich auch, dass eine bestehende Arbeitsgruppe zur Thematik „Schloss Crossen“
seit Jahren nicht zum Arbeiten kam, die sich mit Fragen zum Erhalt des Objektes befassen sollte.
Wenn sich Herr Heller über das bestehende Interesse „zum Erhalt eines Stückes Heimat- und
Kulturgeschichte freut“, finde ich das in Ordnung; noch besser wäre aber, wenn aus dieser Richtung
vielleicht dann auch mit Fördermitteln zu rechnen ist. Das würde vieles leichter machen und könnte
vielleicht einen Teil des Versagens der Landesregierung beim früheren Erhalt des Crossener
Schlosses als Bildungsstätte für die Region kompensieren.
Mein Vorschlag wäre, vor Allem die Bürger mit einzubeziehen, indem man ihnen erst einmal
überhaupt Informationen (am besten auch über die OTZ!) zukommen lässt. Heimat- und
Kulturgeschichte könnte aber auch ein interessantes Gebiet für einen Heimatverein sein. An der
Gründung eines solchen arbeitet Herr Dr. Maruschky ja bereits seit über einem dreiviertel Jahr,
ohne dass trotz ausreichender Interessentenzahl dessen Gründung voranschreitet! Das ist sehr
bedauerlich.
Warum es jetzt wieder eine Privat-Initiative sein muss, die ausgerechnet der
Gemeinderatsvorsitzende ins Leben rufen will, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ebensowenig,
warum unser Crossener Bürgermeister Interesse an einer Mitgliedschaft in einem Verein bekundet,
der bereits nach der Konzeptionsaussage (im Artikel der OTZ) gegen die Interessen der Gemeinde
(Auslastung Millionenobjekt Bürgerhaus!) zu arbeiten beabsichtigt, wird er dann sicher auch im
kommenden Hauptausschuss erläutern, auf dessen erst jetzt herausgegebener Agenda der Punkt
eigentümlicherweise nicht verzeichnet ist. Für die Bürger wäre es ein Grund, dem öffentlich
tagenden Ausschuß am kommenden Montag beizuwohnen.

Wilfried Hebestreit
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Verfrühter Aprilscherz - OTZ 14.03.2012

Beitragvon jhmatz » 26.03.2012, 19:29

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Aus Allg. Anzeiger 18.04.2012

Beitragvon jhmatz » 18.04.2012, 09:32

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Lesermeinung zu Artikel im AA vom 18.04.2012

Beitragvon jhmatz » 18.04.2012, 09:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Interesse habe ich Ihren Artikel zur Zukunft des Crossener Schlosses
in der o.g. Ausgabe gelesen.

Der gleiche Sachverhalt wurde bereits in der OTZ thematisiert und die
Darstellungen werfen mehr Fragen auf, als Ihr Artikel beantwortet. Ich
denke, ein besseres Recherchieren waere dem Inhalt sehr zutraeglich gewesen.

Zu Ihrer Information verweise ich auf die Sammlung unter der Website
"Crossen.de":

viewtopic.php?f=1&t=40&start=30

Dort finden Sie einige Informationen, die Ihnen auch schon vor dem
veroeffentlichten Artikel zugaenglich gewesen waeren, aber leider nicht
genutzt wurden!

Ergaenzend sei noch festgestellt, dass die in der OTZ Herrn Luedtke in
den Mund gelegte Aussage "Vorstellung des Projektes im Haupt- und
Finanzauschuss" durch Dr.Maruschky vom Buergermeister bestritten wird,
der nach seiner Darstellung nicht mit der Zeitung gesprochen hat. Auch
war Herr Dr. Maruschky weder bereit noch vorbereitet zu diesem fuer
Crossener Buerger sicher nicht unwichtigen Projekt vorzutragen.

So viel zu dieser von Ihnen nochmals aufgewaermten "Initiative"!
--
mit freundlichen Gruessen,
Wilfried Hebestreit
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Jagdschloss Hummelshain - Schadensvermeidung

Beitragvon jhmatz » 22.10.2012, 07:23

Abgeordneter Huster, DIE LINKE:

Jagdschloss Hummelshain - Inwieweit ist der Freistaat Thüringen seinen Pflichten zur Schadensvermeidung
und Schadensbegrenzung nachgekommen?

Das Jagdschloss Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis ist 1998 durch die Landesentwicklungsgesellschaft
Thüringen mbH (LEG) veräußert worden. Im Kaufvertrag sollen auch Investitionen zur Sanierung
der Liegenschaft vorgesehen sein sowie ein „Rückforderungsrecht“ bei Nichterfüllung der Pflichten zur
Kaufpreiszahlung bzw. zur Durchführung der Sanierungsinvestitionen.

Wie allgemein bekannt, wurden bis auf notdürftige Reparaturen nach Zwangsanordnungen
keine Maßnahmen an der Immobilie vorgenommen. In der Vergangenheit war bekannt geworden,
dass der Erwerber von 1998 öffentlich zwar von einem angeblichen Verkauf der Liegenschaft
an Schweizer Investoren gesprochen hatte, dass aber nach Recherchen der Ostthüringer Zeitung
(OTZ) hinter der genannten Schweizer Firma der Inhaber der Erwerberfirmen von 1998 selbst stehen
soll (vgl. OTZ-Artikel vom 14. Oktober 2011). Die Firmen des Erwerbers, die offiziell als Käuferinnen
beim Immobiliengeschäft aufgetreten waren, sollen mittlerweile in Insolvenz sein.

Ich frage die Landesregierung:

1. Wie stellt sich derzeit der Stand der Kaufvertragserfüllung von 1998 für das Jagdschloss Hummelshain
bezogen auf die Kaufpreiszahlung und die Sanierungsinvestitionen mit Blick auf die wirtschaftliche
und persönliche Situation der bzw. des Erwerbers dar?

2. In welcher Form bzw. nach welchen Kriterien wird von wem mit Blick auf welche etwaigen Konsequenzen
bei solchen Immobiliengeschäften wie dem Verkauf des Jagdschlosses Hummelshain vor
Abschluss des Kaufvertrags und während der weiteren Abwicklung des Vertrags die Bonität des Käufers
bzw. Erwerbers, insbesondere hinsichtlich der finanziellen Solvenz und der Tragfähigkeit des Investitionskonzepts
geprüft?

3. Wie wurden im Fall des Jagdschlosses Hummelshain nach Ablauf von Kaufpreis- und Sanierungsfristen
die Bonität bzw. die Risiken für die weitere Vertragserfüllung von Verkäuferseite bzw.
durch Aufsichtsstellen des Landes mit welchem Ergebnis geprüft?

4. Warum haben die LEG, die 1998 das Jagdschloss Hummelshain veräußert hat, bzw. das Land
bisher nicht den Rückübertragungsanspruch für das Jagdschloss Hummelshain geltend gemacht und
wird dies noch erwogen?

Vizepräsident Gentzel:
Für die Landesregierung antwortet der Finanzminister
Herr Dr. Voß.


Dr. Voß, Finanzminister:
Herr Präsident, sehr geehrter Herr Huster, mal vorausgeschickt:
Die Veräußerung des Jagdschlosses Hummelshain war schon mehrmals Gegenstand Kleiner Anfragen - ich glaube, auch von Ihnen -, und zwar die Kleinen Anfragen 1609 und 1937. Da sind die Dinge hinterfragt worden und geantwortet
haben wir auch dann mit Drucksache 5/3287 und 5/3941. Dann haben wir auch diese Frage schon im
Haushalts- und Finanzausschuss erörtert, dem Sie vorstehen, und zwar am 8. September 2011, am
16. Februar 2012 und 15. März 2012. Das möchte ich nur vorausschicken. Es ist seitens der Landesregierung
auf die Anfragen und Initiativen natürlich immer wieder informiert worden und es war auch
durch Ihre Initiative, Herr Huster, immer Gegenstand der Erörterungen.

Jetzt zu Frage 1: Es ist so, wie wir im Haushaltsund Finanzausschuss berichtet haben, dass der Stand bis dato, also der Stand der Kaufvertragserfüllung gegenüber den parlamentarischen Unterrichtungen sich nicht verändert hat. Ich sage noch einmal, der Erwerber hatte bisher 720.274 € gezahlt und weitere 300.000 € hat sich die LEG als Grundschuldbestellung eintragen lassen. Das ist der Sachverhalt. Die Erwerberin und frühere Eigentümerin, die AlphaSat Communication GmbH befindet sich im Insolvenzverfahren. Das ist leider so. Wie wir schon in der Beantwortung der Kleinen Anfrage 1637 mitgeteilt haben, hat sie das Schloss an die Zeta Verwaltungsgesellschaft mbH veräußert.
Das ist noch der Sachverhalt. Das wäre die Antwort auf die Frage 1.

Auf die Frage 2 möchte ich wie folgt antworten:
Sie fragen danach, wie vor Abschluss des Kaufvertrages Bonitäten der Käufer ermittelt wurden und ob sie überhaupt ermittelt worden sind. Dazu kann ich sagen, die LEG prüft die Bonität immer eines potenziellen Erwerbers vor Abschluss des Kaufvertrages, und zwar durch Anfrage bei einer Wirtschaftsauskunftsdatei, in diesem Fall Creditreform. Das Investitionskonzept wird von der LEG auf Plausibilität überprüft. So ist das auch hier bei dem Objekt gewesen.
Die Frage: Kann der Käufer überhaupt bankmäßig die Dinge aufbringen? Diese Wirtschaftlichkeitsprüfung
wird durch die Bankinstitute durchgeführt - und so unsere Information, die wir auch von der LEG erhalten haben. Eine laufende Überwachung während der weiteren Vertragsabwicklung wird nicht vorgenommen.

Die Frage 3 zielt darauf, was passiert eigentlich nach Verkaufsvertragsabschluss? Gibt es eine laufende
Bonitätsüberprüfung? Dazu kann ich sagen, eine Bonitätsüberprüfung nach Ablauf von Kaufpreis-
und Sanierungsfristen hat die LEG nicht durchgeführt. Die LEG hat sich 2008 nach einer Risikoabwägung
für das Festhalten am Kaufvertrag entschlossen und gegen einen Rücktritt entschieden 2008, weil sie nach damaliger Einschätzung dazu gekommen ist, dass ein Erlös, den man eventuell danach erzielen könnte, auf jeden Fall unterhalb
dessen bleibt, was man jetzt vereinnahmt hat.
Wenn Sie das Land selbst ansprechen, wir selbst führen kein Vertragsmanagement durch, deswegen haben wir auch in Form eines Geschäftsbesorgungsvertrages die Aufgabe an die LEG übertragen.

Die Frage 4 bezieht sich auf den Rücktrittsanspruch.
Hier darf ich doch noch mal auf die Ausführungen im Haushalts- und Finanzausschuss im September 2011 und noch mal auf die Kleinen Anfragen verweisen, wo wir dieses beantwortet haben.
Noch mal ganz klar: Nach wirtschaftlichen Erwägungen hat die LEG auf den Rückübertragungsanspruch
verzichtet bzw. hat ihn nicht geltend gemacht und er besteht heute nicht mehr, insofern ist dieses verwirkt. Dem Freistaat selbst stand nie ein Rücktrittsanspruch gegenüber.
Nun ist das die Beantwortung der Anfragen bis zum aktuellen Rand. Herr Huster, ich weiß, dass diese Dinge unbefriedigend sind, Sie haben es ja immer artikuliert, aber so sind nun einmal die Vertragslage
und die Situation. Schönen Dank.

Vizepräsident Gentzel:
Es gibt eine Nachfrage durch den Fragesteller, Herr
Minister.

Abgeordneter Huster, DIE LINKE:
Vielen Dank, Herr Minister, für die Beantwortung zunächst. Meine erste Nachfrage: Wenn Sie das so
erläutert haben - es sind ja 15 Jahre, die da mittlerweile vergangen sind -, wo würden Sie rückwirkend
denn im Verfahren seitens der LEG und gegebenenfalls auch seitens der Landesregierung Mängel
oder Fehler sehen? Denn wir haben ja heute ein Ergebnis, welches unbefriedigend ist, denn das
Schloss verfällt vor sich hin und es stehen die Potenziale, touristischen Potenziale beispielsweise,
auch die kulturhistorische Bedeutsamkeit des Schlosses ist ja offen.

Dr. Voß, Finanzminister:
Fehler sehe ich nicht. Formal rechtlich sind die Dinge verfolgt worden und es ist auch der Verkaufsvertrag
mit Investitionsverpflichtungen - ich denke, das ist doch alles sauber gelaufen. Was wollen Sie machen,
wenn der Käufer insolvent geht. Man muss jetzt weiter versuchen, am Ball zu bleiben. Aber ein
Rückkauf kommt wohl nicht infrage. Vielleicht kann man sagen, dass es ja auch geglückte Fälle gibt.
Aber es gibt halt die Situation, wie sie jetzt ist. Ich denke, formal und was auch die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
anbelangt, wird man der LEG da keinen Vorwurf machen können. Ihre Frage zielt natürlich
darauf: Wie geht es weiter? Jetzt muss man sehen, dass der jetzige Eigentümer dort tätig wird
letztendlich.

Vizepräsident Gentzel:
Ich glaube, es gibt eine weitere Nachfrage durch
den Fragesteller.

Abgeordneter Huster, DIE LINKE:
Herr Minister, Sie deuteten an, es gibt Fälle, wo das positiver gelaufen ist. Ich frage andersherum: Sind
Ihnen weitere Fälle bekannt, wo zunächst vom Landtag an die LEG mit Beschluss übertragene Immobilien
und später durch die LEG mit Zustimmung des Haushaltsausschusses veräußerte Immobilien
dann später vor sich hin verfallen sind, weil die beim Verkauf getätigten Investitionszusagen seitens
der künftigen Erwerber nicht getätigt worden sind.

Dr. Voß, Finanzminister:
Herr Huster, klar gesagt, ist mir nicht bekannt.
Vizepräsident Gentzel:

Weitere Nachfragen sehe ich nicht. Danke, Herr Minister.
Wir machen weiter mit der Mündlichen Anfrage
des Abgeordneten Bärwolff von der Fraktion
DIE LINKE in der Drucksache 5/4904.
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Eine neue Chronik hat es Bekommen Dez. 2012

Beitragvon jhmatz » 30.12.2012, 18:28

Vielen Dank für das Nutzungsrecht der Chronik.

In ihr werden viele viele Besitzer aufgeführt. Vielleicht überlebt es auch seine jetzigen Besitzer, die 2 Iren.
Na wir werden sehen.

Der Ersteller dieser Chronik hat mir noch 2 weitere Chroniken über Crossen und ehemalige Einwohner angekündigt.
Da können wir jetzt schon gespannt sein.

Hier aber die Nr. 1 der 3 Chroniken: Schloss Crossen :D :D

Das Beste Resultat bei der Anzeige gibts auf folgende weise:

Link mit rechter Maustaste anklichen und dann öffnen im neuen Fenster.

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mdr Video zum Verkauf Thüringer Schlösser

Beitragvon jhmatz » 24.03.2013, 17:43

Der mdr hat ein Video mit Stellungsnahmen unserer besten Landespolitiker gemacht.
Leider hat der mdr sich nicht getraut diese Stellungnahmen zu kommentieren und nach Schultigen zu fragen.
Auch ist leider nicht nachgefragt worden, was die politik KONKRET unternehmen will, um diese unhaltbaren Zustände zu ändern und die gemachten Fehler zu korrigieren. :oops:

Hier nun zum Video:

http://www.crossen.de/berichte/13-mdr-schloss/Start_1.htm
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