Was wird mit dem Schloss ?

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Endlich: Kunst und Kultur zurück im Eisnberger Schloss

Beitragvon jhmatz » 20.08.2018, 07:34

Die Mitglieder vom Schlossverein blicken zufrieden auf das Veranstaltungs-Wochenende und wollen weiter am Erhalt des Gebäudes arbeiten

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Das Ensemble Kolorit gastierte am Freitag auf Schloss Crossen: Rotraud Denecke und Benjamin Butzke führten das Kabinettspiel „Goethe und die Frauen" auf. Foto: Susann Grunert

Crossen. Als Rotraud Denecke vom Ensemble Kolorit aus Zeitz am Freitagabend des Kabinettspiel „Goethe und die Frauen“ mit ihrem glockenklaren Gesang bereichert, musste man einfach die Augen schließen, um die Akustik des barocken Festsaals zu genießen. Nach so vielen Jahren kehren nun Kunst und Kultur nach Schloss Crossen zurück – mit einigen kleinen Einschränkungen: „Im Stück kommt eigentlich eine brennende Kerze vor, die wir hier aufgrund der Brandgefahr nicht zum Leuchten bringen können, sie müssen sie sich einfach vorstellen“, erklärte Wolfgang Maruschky, Vorsitzender des Vereins „Freunde und Förderer von Schloss Crossen“, dem schmunzelnden Publikum vorab.

Rund 100 Gäste wollten sich zum Auftakt des Veranstaltungs-Wochenendes auf dem Schloss vom Ensemble Kolorit über die Liebschaften des deutschen Dichterfürsten berichten lassen. Das taten Rotraud Denecke, Benjamin Butzke und Thomas Volk auch sehr unterhaltsam. Sie berichteten in Episoden, Briefen und Liedern von „Käthchen“ Schönkopf, Tochter eines Weinwirts, in die sich der junge Goethe 1766 verliebte, und natürlich über Charlotte von Stein, die über zehn Jahre an seiner Seite weilte. Sabine Korrmann aus Eisenberg fühlte sich jedenfalls gut unterhalten: „Ich liebe Goethe und das Stück gefällt mir sehr gut.“

Der Chorgesang stand dann am Sonnabend im Mittelpunkt, mit Auftritten der Schorlaer Bergsänger und dem Männer­gesangsverein aus Weißenborn. „Wir sind zufrieden mit dem Wochenende, organisatorisch hat alles gepasst“, sagte Wolfgang Maruschky. Die Veranstaltungen seien inhaltlich sehr unterschiedlich gewesen, hätten aber jeweils ihr Publikum gefunden. Auch im kommenden Jahr soll es wieder Konzerte auf dem Schloss geben. Bis dahin will der Verein am Ambiente arbeiten. „Wir wollen im Innenhof und auch am Durchgang etwas machen“, so der Vereinsvorsitzende. Das Kavaliershaus soll zudem zu einer Art Empfangs­bereich für Gäste werden. „Dann wird der Besuch noch ein bisschen angenehmer, als er es derzeit ist“, so Maruschky, wohlwissend um den morbiden Charme, den das Gebäude an einigen Ecken verströmt.

„Wir sind ganz begeistert von dem Saal“, stellte ein Besucherpaar indes fest. Es sei erstaunlich, wie gut die Malereien noch aussehen würden, obwohl so viele Jahre nichts für deren Erhalt getan wurde.
„Ich freue mich, dass wir wieder Veranstaltungen im Saal durchführen können“, meinte Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) und ergänzte: „Wir werden für dieses Objekt eine Lösung finden.“ Ohne Frage, mit dem Schloss ist der Landkreis auf alle Fälle um einen sehr attraktiven Veranstaltungsort reicher.

OTZ Susann Grunert / 20.08.18

PS: Die OTZ meinte in der Überschrift sicherlich Schloß Crossen und nicht Eisenberg.
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