Was wird mit dem Schloss ?

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Was wird mit dem Schloss ?

Beitragvon jhmatz » 02.10.2007, 19:12

Hallo, hat jemand Infos, wie es mit dem Schloss weitergeht?
Haben ja jetzt 2 Iren, wie soll es genutzt werden, wird es verfallen?

Interessiert es überhaupt die Crossener was mit dem Schloss wird?
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Diese Iren mit folgender Firma haben nun das Schloß

Beitragvon jhmatz » 17.03.2008, 21:01

Hurlson GmbH, Berlin


Veränderungen

Firma: Hurlson GmbH Gegenstand: Der Kauf und Verkauf von eigenen Immobilien (Wohn- und Gewerbeimmobilien). Erlaubnispflichtige Tätigkeiten gem. § 34c GewO werden nicht ausgeübt. Nicht mehr Geschäftsführer:; 1. Geller, Evelyn; Geschäftsführer:; 2. Hurley, Eftim, geb. **.**.****, Arklow/Wicklow/Irland; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen; Geschäftsführer:; 3. Robinson, John, geb. **.**.****, Newtown Mt. Kennedy, Co. Wicklow/Irland; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen Rechtsform: Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13.07.2007 ist der Gesellschaftsvertrag geändert in § 1 (Firma) und in § 2 (Gegenstand)..
22. Juni 2007
ELOA Einunddreißigste Vermögensverwaltung GmbH, Berlin


Firma: ELOA Einunddreißigste Vermögensverwaltung GmbH Sitz: Berlin Gegenstand: Die Verwaltung eigenen Vermögens. Stamm- bzw. Grundkapital: 25.000 EUR Vertretungsregelung: Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Geschäftsführer:; 1. Geller, Evelyn, geb. **.**.****, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung; Gesellschaftsvertrag vom: 17.11.2006.
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Infos zum Schloß auf Wikipedia

Beitragvon jhmatz » 17.03.2008, 21:04

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Schloss Crossen KULTURGUT oder RAMSCH

Beitragvon jhmatz » 10.04.2008, 14:09

Hallo, crossen.de,
was ist der kleine, aber feine Flecken Crossen doch interessant und aufregend zugleich.
Bemerkenswert interessant ist die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 995 bis zum 12.Jahr nach seiner 1000 Jahr Feier.Bis dahin gab es,der Chronik und dem Leben zufolge, eine an Ereignissen reiche und bewegte Geschichte. Untrennbar und prägend beeinflusst von Burg und Schloss.Letzteres ab 1585 durch Umbau aus der Burg entstanden,im Auftrag seines Besitzers Hauptmann Wolf-Ernst von Wolframsdorf.
Aufregend wurde es mit der neueren "Geschichte" aus dem Forum der Hausseite der Gemeinde Crossen wurde mir bekannt, daß eine sogenannte "Landes - Entwichlungs-Gesellschaft Thüringen" das Schloß verramscht hat und das, wie im Internet zum Schloß Crossen nachzulesen, nach der bis dahin lobenswerten Sanierung des Bergfriedes, des Schiefer-Daches des Schlosses und der gesamten Heizungsanlage für nicht gerade wenige 2,4 Millionen Euro. Aus Landesmitteln, oder zu
deutsch: Steuern der Thüringer, versteht sich. Soweit so gut, aber offensichtlich wollte besagte Gesellschaft das Schloß nicht für das Land Thüringen entwickeln, sondern es so verkaufsfähiger machen. Nach einer gescheiterten Auktion vom 24.11.2006 in der Landeshauptstadt ist der Hammer über dem Barrock-Schloß Crossen dann im Juni 2007 gefallen und seit der Schlüsselübergabe im September 2007 liegt die Liegenschaft Schloß Crossen zwar noch in Thüringen, aber sie gehört nicht mehr Thüringen. Es ist jetzt Irland.
Über die Feilscherei um den Preis will ich keinen Kommentar abgeben,das ist zu widerlich und zu widersinnig, entspricht aber durchaus der "Subprime-Zeit", für Viel außer Verlust nichts zu erlösen. Und dort auch wie hier, ein offensichtlich dunkles "Geschäft" in dunkle Kanäle. Die eigens für den Kauf gegründete "GmbH" samt deren Geschäftsführer findet selbst Klicktel nicht im Telefonverzeichnis, wie auch deren ELOA-Vermögensverwaltung samt deren angeblich in Berlin wohnhaften Geschäftsführerin.
Was mit dem Crossener Schloß geschehen ist schreit zum Himmel. Die weiter dem Verfall preisgegebene baulich und kulturell hochinteressante Substanz erhebt sich über Crossen wie ein Fanal der Schande für den Wegwurf heimatlicher und kultureller Werte. Das Weis des Bergfriedes in der Web-Cam der Hausseite ist wohl weniger die Farbe der Unschuld, sondern mehr ein mahnender Leichenfinger.
Nicht zu vergessen, auf dem Schloß Crossen lebte und wohnte bis zu ihrem Tod 1925 die Schriftstellerin, und damalige Eignerin des Schlosses zu Crossen, Elisabeth Freifrau von Heyking, Enkelin von Bettina und Achim von Arnim !
Ihr Buch "Briefe, die ihn nicht erreichten" hatte im Erscheinungsjahr 46 Auflagen und machte diese schöne und intelligente Frau weltbekannt. Sie wurde nach ihrem Tod in der Gruft der Schlosskapelle zur letzten Ruhe gebettet, zu weiteren dort zur letzten Ruhe Gebetteten.
Das läßt zwingend den Schluß zu, daß die Verkäufer das Schloß inclusive dieser sterblichen Überresten unter den Hammer brachten, oder? Der Ortspfarrer würde andernfalls in seinen Büchern eine Eintragung zu einer Umbettung auf den Friedhof seiner Gemeinde
haben, falls es je eine solche gegeben haben sollte und dazu auch wann und von wem, oder....überhaupt nicht ???
Ehemalige Angestellte bestätigen zwar, daß mit dem Umbau der Kapelle zu Institutszwecken die Särge ortsverändert wurden, doch nur in einen anderen Raum "verbracht" wurden.
Wem gehören denn nun die sterblichen Überreste der Schriftstellerin und Enkelin der Dichterfamilie Bettina und Achim von Arnim?
Was sagt der Bürgermeister, was der Landrat und was der Ministerpräsident des Freistaates?
Ist Kulturpolitik nicht mehr "in" und die deutsche Kultur "out" ??
Wenn die interessierten Leser und die eigentlich dafür Bezahlten sich zu den Werken der Schriftstellerin des Schlosses Crossen belesen möchten, bitte hier,per Mausklick - gegen Hammerzuschlag -

http://ngiyaw-ebooks.de/ngiyaw/author/heyking.htm

Sie finden hier die Bücher ungekürzt und....die verblüffende Weitsicht einer sehr intelligenten vormaligen Einwohnerin des Fleckens Crossen.
Ich habe zu dem Suchwort "Schloss Crossen"alles mögliche gefunden, wie dessen Rettung vor dem Abriss durch den Zeitzer Professor Jefimow, die Nutzung des Komplexes als Lehrer-Bildungsinstitut auf dessen Betreiben und im "Jahr der deutschen Einheit" die fragwürdige Übereignung an die genannte Entwicklungs-gesellschaft. Von wem eigentlich, das Gebäude war doch nicht Volkseigentum sondern nur in diesem Sinne für das Volk genutzt?
Von "Wir sind das Volk" konnte die Übergabe nicht erfolgt sein, hier war schon zu "Wir sind ein Volk" umgeleitet in die Kanäle der Ruhe vor dem Prekariat.
War es etwa die so genannte "Treuhand", der Greul für Recht und Gesetz und für die ehemaligen Brüder und Schwestern? Wer also schacherte da Kraft welcher Wassersuppe mit volkseigen genutzten Privateigentum und deren Gebeinen?
Auch staatliche Hoheit endet bekanntlich beim Immobilienhandel vor dem Notar mit dem Kaufvertrag in der Hand, vor der Umschreibung der Eigentumszuordnung im Grundbuch, oder?
Zu dem Umgang mit Kriegsbeute stehen in der "Haager Landkriegsordnung" eindeutige Regelungen. Selbst unter die Bestimmungen des Alliierten Kontrollrates fallende Immobilien sind nicht verkäuflich, und von den Besiegten schon garnicht..
Wieso landeten überhaupt Thüringer Schlösser in der Regie der LEG? Wieso ist ein beachtlicher Teil in der Regie der "Landesstiftung Thüringer Schlösser und Burgen" aber das Crossener nicht? Wer ist überhaupt die LEG und wer im Land steht ihr vor, welches parlamentarische Gremium kontrolliert diese mit Millionen hantierende Gesellschaft überhaupt? Wer stellt die Betriebsmittel bereit und wer haftet im Crashfall ?
Weshalb machten weder Gemeinde, noch die VG Heideland-Elstertal, noch der Saale-Holzland-Kreis, noch der doch vorgeblich so wirtschaftlich erfolgreiche Freistaat Thüringen Gebrauch von dem im eigenen Landesgesetz stehenden Vorkaufsrecht?
Wenn man denn wirklich regiert, sollte man darum wissen.
Ist man im Land schon so arm, daß keiner, wenn auch widersinnigerweise an sich selbst,
die schlappen 205 000 Euro zusammen bekommt?
Angesichts der gezahlten 31,5 Milliarden aus Steuergeldern von Bund und Ländern zur Deckelung der "Höchstleistungen" deutscher Bänker und gleich Großer kaum denkbar. Geld ist offensichtlich kein Thema, egal mit wieviel Nullen. Wieso fehlten hier die "Erdnüsse"??
Auch in der Chronik Crossens kein Aufschrei, alles Ducks-Mäuschen-still. Keine Transparente am Bergfried wie "Hände Weg, das ist Teil unseres Lebens" Nein, nichts dergleichen. Alle gebeugt vor den Herren, oder vor deren tollen Leistung?
Sagt man deshalb Freistaat, weil nun alles sogar so frei ist, das selbst die
Kultur und deren sterblichen Überreste auf den Markt landen?
Ist das christlich oder demokratisch? Ist die Zivilisation schon von der
Kosten-Nutzengesellschaft umgebracht worden?
Oder gibt es höhere Interessen, die das gemeine Volk nicht begreifen würde und man es ihm deshalb garnicht sagt.
Betrachtet man sich u.a. das sehr schöne Luftbild des Schlosses auf dem Verkaufsprospekt der LEG, dann erfasst man m.E, erst die Schönheit der Gesamtanlage. http://crossen.de/leg-flyer-schloss/crossen_web_neu.htm
Es ist aber auch augenfällig, daß ein geschlossener Innenhof auch durchaus gut für eine geschlossene Gesellschaft
ist und der Verweis auf ein einsatzbereites Internat im Verkaufsprospekt wird sicher nicht nur Hoteliers begeistern.
Vielleicht ist ja noch etwas zu retten, so man denn in Diätenkreisen den Rückkauf betreibt, denn die Immobilie Schloß Crossen soll ja mit
entsprechenden Aufschlag wieder "auf dem Markt herumliegen".
Man brauchte sich also nur zu bücken.
Der Verlust, siehe "Subprime".
Wie belehrten uns Ureinwohner aus der "Ehemaligen" doch die aus dem freien Restteil Deutschlands übergekommenen Demokraten? Richtig, wir sollten nicht mehr schweigen. Mal sehen,ob solcher Rat denn hilft.

Mit freundlichen Grüßen
Ein alter Thüringer und Crossenfan
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Beitragvon Markus » 15.04.2008, 18:48

Wollen wir hoffen, dass sich das Blatt noch zum Gutem wendet und aus dem Schloss ein Schmuckstück wird.

MfG
Markus
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Negative Neuigkeiten zum Schloss !!

Beitragvon jhmatz » 16.04.2008, 11:23

Schloss soll für 950.000,- Euro verramscht werden.
Iren wollen in wenigen Monaten 363 Prozent Gewinn aus Schloss Crossen erwirtschaften !
Hier ist die Schande zu sehen:

http://www.immobilienscout24.de/43721888

Als Verkaufsprospekt haben Sie sogar den von der LEG gemachten benutzt.
Wenn das Schloss verkauft wird, kann die LEG sicher deshalb noch Provison
von den Iren bekommen.

:oops:
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OTZ Artikel vom 16.4.08 - Sehr Interessant

Beitragvon jhmatz » 16.04.2008, 11:33

Schloss für Vielfaches der Kaufsumme im Angebot

Crossener verwundert - LEG: Keine Klausel

Crossen (OTZ/A. Kemter).
Nachdem das Crossener Schloss im September 2007 nach einer Versteigerung von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) für 205 000 Euro an zwei irische Geschäftsleute namens Hurley Eftim und John Robinson überging (OTZ berichtete), steht es erneut zum Verkauf.

Darauf machte ein verwunderter Crossener aufmerksam und verwies auf ein über die Internetseite der Gemeinde Crossen zu erreichendes Forum, in dem es ebenfalls um die Frage geht: Was wird mit dem Schloss?

OTZ befragte daraufhin Claire Schnyder, eine in Berlin lebende Schweizerin, die den Schlosskauf dazumal für die beiden Iren abgewickelt hatte.

Sie verneinte, dass es Neues zum Schloss gebe. Auf das erneute Verkaufsangebot hin angesprochen, sagte sie: "Das steht doch schon seit letztem Sommer." Das Schloss werde für 950 000 Euro im Internet angeboten, verwies sie auf das Portal Immoscout. Dort ist die Crossener Immobilie tatsächlich zu finden - unter der Überschrift "Barockschloss, ca. 50 Min. südlich von Leipzig".

Eine Klausel, dass es in so kurzer Zeit nicht weiterverkauft werden dürfe, gibt es laut Schnyder im Vertrag zwischen der LEG und den Herren aus Irland nicht. Ob es Interessenten gibt, wollte Frau Schnyder nicht sagen.

Das es demnächst wieder Besichtigungstermine mit zwei denkbaren neuen Eigentümern gibt, ist aber der Verwaltungsgemeinschaft bekannt geworden, die mit der Managerin Kontakt aufgenommen hatte, weil auf dem Schlossgelände nach einem Sturm dringend Bäume zu fällen sind, um Gefahr abzuwenden.

Wie VG-Vorsitzender Martin Bierbrauer mitteilte, habe die Gemeinde zwar bei einem Wiederverkauf das Vorkaufsrecht. "Aber wer damals die 205 000 Euro nicht hatte, kann wohl jetzt schwerlich 950 000 aufbringen."

Für die Landesentwicklungsgesellschaft sagte Dr. Holger Wiemers, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation, dass die LEG von dem neuerlichen Verkaufsangebot des Schlosses wisse. In dem Vertrag LEG-Iren gebe es keine Klausel, die dem neuen Eigentümer den Weiterverkauf untersage.

"Wir hatten uns vier Wochen ausbedungen, um uns den Käufer genau anzusehen, was eigentlich unüblich ist." Das sei schon ein Kompromiss mit dem Auktionshaus gewesen, unterstrich Dr. Wiemers nach Rücksprache mit einem Juristen der LEG. Schließlich sei es auch darum gegangen, dass die Landesentwicklungsgesellschaft ihren Vermarktungsauftrag erfüllt. Den habe sie vom Haushalts- und Finanzausschuss des Landes Thüringen bekommen, dem sie auch rechenschaftspflichtig ist.

Mit dem Verkauf habe die LEG auch die Verantwortung für das Objekt abgegeben. Was der Ersteigerer nun damit macht, "ist seine Sache. Grundsätzlich muss ein Käufer ja gewisse Möglichkeiten haben, mit seinem Eigentum zu verfahren."

Bleibt abzuwarten, ob die Iren das denkmalgeschützte Schloss für 950 000 Euro verkaufen können. Die LEG musste von ihrem ursprünglichen Angebot für 850 000 Euro zurück gehen, weil es damals zur ersten Versteigerung keine Gebote gegeben hatte.
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Beitragvon Markus » 16.04.2008, 16:34

Für mich sieht es hier nach skandalöser Geldmache aus.
Hoffentlich findet das noch ein glückliches Ende und das Schloss wird endlich saniert und für Touristen zugänglich gemacht.

MfG
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Wer berechtigt die LEG ein Kulturgut zu verramschen

Beitragvon jhmatz » 22.04.2008, 21:13

Folgende email erhielten wir:
.... Dabei habe ich nun gelesen, daß die LEG ihren "Vermarktungs- auftrag" für das Schloss vom Haushalts- und Finanzausschuss erhalten habe. Demnach regiert im Freistaat ein Finanzausschuß über die Werte des Landes, des Denkmalschutzes und der Kultur. einschließlich sterblicher Überreste !! Nicht zu fassen. Das wirtschaftsleitende Organ des Freistaates der Haushalts- und Finanzausschuss. Kein Kontrollinstrument, sondern laut Herrn Dr Wiemer die Exekutive !! Aber Hallo. Wozu dann die restlichen vollen Häuser?? Kann wohl und wird wohl so auch nicht ganz sein, zumal ein Finanzausschuss ja dazu da ist, daß mit dem Geld erlösbringend gewirtschaftet wird und nicht bei Aufwendung von 2,4 Millionen Ausgaben aus der Landeskasse mal gerade 0,205 Millionen € wieder in die Kasse....und die Differenz den Jordan hinab fließen. Das ist eine "Meisterleistung" ohnegleichen,wie der auf seltsame Weise über Nacht ohne Zutun gestiegene Angebotspreis an sich schon beweist und eigentlich als das neunte Weltwunder in die Geschichte der Menschheit aufgenommen werden müsste.
Wozu musste das Schloss eigentlich unter den Hammer? Wer hat das ohne drohende Insolvenz der Regierung verzapft? Wozu dieser Trick, dem Volk das sinkende Schiff vorzugaukeln?
Der Besitzer sollte zumindest die Möglichkeit haben, sein Eigentum nicht zum Schleuderpreis verkaufen zu müssen. Seit wann so etwas?
Seit wann geben Finanzausschüsse die Auflassung zu horrenden Verlustgeschäften zu Lasten der Wähler und Landeskinder?
Mir ist es inzwischen gelungen,das "neue" Verkaufsangebot auf dem Immobilienmarkt anzusehen. Nun weiß ich auch, weshalb die LEG darüber so gut informiert ist ! Vom Verkaufsprospekt bis zu eigenen LEG - Offerten alles da, mit offiziellen Logo, als ob das Schloss erst jetzt verkauft wird. Ein Verwirr- spiel ohnegleichen. Bis zum "Fördermittelrechner" der LEG, alles fest in "Privatbieterhand". Da staunt der Fachmann und der Laie bekommt das große Wahlgrübeln.
Selbst das Hausdarlehen berechenbar. Bei 13 Millionen Investition ist lediglich ein Eigenkapital von 2,6 Millionen erforderlich. Das wird doch die VG und das Land noch hinkriegen, weshalb das Wehgeschrei? Die Finanzämter auf die Steuerprüfung bei den "Notleidenden Großunternehmen "angesetzt und,..schon ist das Ziel erreicht. Aber es gibt da noch viel einfachere Lösungen. Schau doch bitte einmal auf die Seite
www,denkmalschutz.de/die_stiftung.html

Man könnte sich direkt an den Präsident der Bundesrepublick um Aufnahme des Schlosses in seine Stiftung wenden. Weiß das Ministerpräsident Althaus und der Haushaltsausschuss nicht?
Schon irgendwie seltsam, der Umgang mit der Gruft und den Gebeinen der Freifrau Elisabeth von Heyking. Liest am allerdings zu der Dichterfamilie von Arnim, dann scheint schon einiges seltsam und garnicht mehr so ganz als Zufall in diesem Land. Schaue bitte einmal auf die Seiten unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wi ... _von_Arnim

und lest besonders hier den Abschnitt "DDR" und den nachfolgenden "Nach der Wende". Da wurde ich stutzig über unsere Kulturverteidiger der "Neuzeit"aus den Neulanden. So einig war diese Vereinigung noch nie zuvor und nie wieder.
Und dann erst die mir immer sympathischer werdenden Bettinen, hier zu Bettina der Ersten:
www.dichterinnen.de/Arnim

Eine blendende Darstellung dieser Frau, die doch die Großmutter von der Schriftstellerin im Crossener Schloss ist. Zweifellos hat sie ihrer Enkelin geholfen sehen zu lernen. Es lohnt, diese Seite zu lesen. Das war weit mehr als nur eine deutsche Dichterin, ganz abgesehen davon, daß sie wohl die einzige war, welche dem großen Herder eine Ohrfeige gab.
Sie war unbequem, weil hoch intelligent und mutig, wie es dann auch ihre Enkelin wurde, deren Leistung man herabspielen wollte und scheint es immer noch will. Kein Wunder, wenn man allein "Tschun" ,Seite 343 bis 345,liest.
Bettina von Arnim, die Erste äußerte: "Wär` ich auf dem Thron, so wollt ich die Welt mit lachenden Mut umwälzen".
Soweit auseinander sind wir also nicht, denn dann käme mit lachenden Mut das Schloss wieder "nach Haus" würde in neuen Glanz erscheinen und den Menschen des Landes dienen.
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Kommentar zum OTZ-Artikel

Beitragvon jhmatz » 22.04.2008, 21:34

erreichte uns auch per email:

.. Immerhin, wenigstens bewegt sich etwas in der Presse. Wenn auch noch nicht mit dem sonst üblichen journalistischen Biss.
Auf alle Fälle hat der Verfasser des Artikels eines sehr deutlich gemacht: Das beängstigend inkompetente Handeln der für das Land und seine Kulturgüter Verantwortlichen.
Wer gab der LEG "ihren Vermarktungsauftrag", wie ist dessen Name und Funktion und von wem sein Auftrag zur Erteilung des "Vermarktungsauftrages"an die LEG?

Zitat des Artikels:..Grundsätzlich muss ein Käufer ja gewisse Möglichkeiten haben, mit seinem Eigentum zu verfahren".

Und welche Möglichkeiten mit ihrem Eigentum zu verfahren hatten die Thüringer und die Crossener ????

Völlig unverständlich die ganz flotte Antwort des VG-Vorsitzenden zur Wahrnehmung des Vorkaufsrechtes.
"205000,00 € kommen aus der Einnahme der LEG für das Schloss und der Rest aus Landesmitteln oder Finanzmitteln der "Thüringer Stiftung für Schlösser und Burgen".
Es wird doch wohl ein sich in Thüringen niedergelassenes Geldinstitut sich zu einem Vorzugskredit durchringen, nach Jahren der Erlöse im Land.
Wenn mit dem Verkauf die Verantwortung für das Objekt von der LEG abgegeben wurde, weshalb dann das Wissen um die "aktuelle Marktlage" des Schlosses?
Wusste und weiß der Kultusminister von dem "Vermarktungsauftrag" der Kultur samt der Gebeine einer weltbekannten Schriftstellerin? Wenn ja,wozu dann noch die Bezeichnung "Kultusministerium"? Was gedenkt man zu tun? Alles schon vorbei mit dem "Verkauf"??
So leicht dürfen es die Herrschaften nicht haben. Wer weiß, was dann noch so alles "zum Verkauf beauftragt wird". Und die weise Fahne schwingen, das wäre in einer Demokratie wohl das Letzte und ein dicker Grund zum Rauswurf..

Ja wir Crossener müssen uns die Frage stellen, sind die LEG-Angestellten ihren Aufgaben gewachsen???
4 Wochen haben sie die iren geprüft und nicht herausgefunden, dass sie kein Nutzungskonzept haben außer Profitmaximierung.
Und die Bieter bei der Versteigerung die ein Konzept zur Erhaltung hatten und weit mehr geboten hatten als die Iren wurden bei der Versteigerung aus fadenscheinigen Gründen nicht berücksichtigt!
Jeder kann und sollte sich mal darüber gedanken machen.

Übrigens wurden bis heute 92 Stimmen in unserer Umfrage abgegeben.
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Warum wurde das Schloß nicht mit in Stiftung aufgenommen?

Beitragvon jhmatz » 22.04.2008, 21:47

Hier nachfolgend die Stiftungsgesetze und Objekte die das Glück hatten in die Stiftung aufgenommen zu werden.
Oder hatten sie eine bessere Lobby ?


Auszug aus dem Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Thüringen

1994 Ausgegeben zu Erfurt, den 17. März 1994 Nr. 9

10.03.1994 Thüringer Gesetz über die Errichtung der “Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten” 284-287

Thüringer Gesetz über die Errichtung der “Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten” Vom 10. März 1994

Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen:

§ 1
Errichtung, Rechtsstellung

Unter dem Namen "Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten" wird eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Rudolstadt errichtet. Die Stiftung entsteht mit Inkrafttreten dieses Gesetzes.

§ 2
Stiftungszweck

(1) Zweck der Stiftung ist es, die kulturhistorisch bedeutsamen Liegenschaften, insbesondere in bezug auf ihre historische, kunsthistorische, denkmalpflegerische und landschaftsprägende Bedeutung, zu verwalten. Hierzu gehört es insbesondere, die Liegenschaften baulich zu betreuen sowie sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen oder einer ihrer Bedeutung gerecht werdenden Nutzung zuzuführen. Das Nähere regelt die Satzung.

(2) Die Zuständigkeit der Denkmalfachbehörden bleibt unberührt.

§ 3
Stiftungsvermögen

(1) Das Vermögen der Stiftung besteht aus landeseigenen Grundstücken, die in der Anlage 1 zu diesem Gesetz aufgeführt sind. Das Eigentum an diesen Grundstücken ist auf die Stiftung zu übertragen, es geht mit Inkrafttreten dieses Gesetzes auf die Stiftung über.

(2) Mit bestandskräftiger Zuordnung zum Landesvermögen gilt für die in Anlage 2 aufgeführten Grundstücke Absatz 1 Satz 2 entsprechend. Die weiteren in der Anlage 2 aufgeführten Grundstücke können die Eigentümer der Stiftung übertragen. Darüber hinaus können der Stiftung nach entsprechendem Beschluß des Stiftungsrats weitere Grundstücke nur im Rahmen des Stiftungszwecks (§ 2 Abs. 1) übertragen werden.

(3) Die bisherigen Eigentümer sollen angemessene
Beiträge zur Verwaltung der Liegenschaften
leisten.

§ 4
Rückübertragung

(1) Der Stiftung übertragene Grundstücke können in begründeten Ausnahmefällen an die bisherigen Eigentümer zurückübertragen werden, sofern sichergestellt ist, daß diese die Liegenschaften einem in § 2 Abs. 1 genannten Zweck zuführen.

(2) Im Falle der Rückübertragung ist der Anspruch der Stiftung auf Ersatz der auf die Liegenschaft gemachten Aufwendungen mit den nach § 3 Abs. 3 geleisteten Beiträgen zu verrechnen.

§ 5
Zuwendungen

(1) Zur Erfüllung des Stiftungszwecks erhält die Stiftung jährliche Zuwendungen des Landes. Diese Zuwendungen werden im Rahmen der jeweiligen Haushalte bewilligt und dienen zur Abdeckung des jährlichen Fehlbedarfs der Stiftung.

(2) Die Stiftung ist berechtigt, Zuwendungen Dritter, insbesondere des Bundes und von Gebietskörperschaften, anzunehmen, um sie für den Stiftungszweck zu verwenden. Das Land wird der Stiftung Denkmalpflegemittel, die der Bund für bedeutende Kulturdenkmale zur Verfügung stellt, zuwenden.Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen:

§ 6
Satzung

Die Stiftung gibt sich eine Satzung, die einstimmig vom Stiftungsrat beschlossen wird. Satzungsänderungen werden mit einer Mehrheit von mindestens vier Stimmen vom Stiftungsrat beschlossen und bedürfen der Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

§ 7
Organe der Stiftung

Organe der Stiftung sind der Stiftungsrat und der Direktor.

§ 8
Stiftungsrat

(1) Der Stiftungsrat besteht aus bis zu acht Mitgliedern, und zwar

1. einem Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst als Vorsitzenden,
2. einem Vertreter des Finanzministeriums,
3. einem Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr,
4. dem Landeskonservator,
5. zwei Vertretern des Arbeitskreises (§ 11),
6. Vertretern von Zuwendungsgebern, die auf Beschluß des Stiftungsrats Mitglied werden.
Die Mitglieder können sich vertreten lassen.

(2) Beschlüsse im Stiftungsrat kommen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen zustande. Der Stiftungsrat ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind.

(3) In Haushalts- und Stellenangelegenheiten bedürfen die Beschlüsse des Stiftungsrats der Zustimmung der Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Finanzministeriums.

(4) Der Direktor der Stiftung und der Vorsitzende des Beirats nach § 12 nehmen beratend an den Sitzungen teil.

§ 9
Aufgaben des Stiftungsrats

(1) Der Stiftungsrat beschließt über alle grundsätzlichen Angelegenheiten der Stiftung, soweit sie nicht durch dieses Gesetz dem Direktor übertragen sind. Er beschließt insbesondere über den Haushalts- und Stellenplanentwurf und die Geschäftsordnung der Stiftung sowie über die Einstellung, Beförderung und Entlassung der Arbeitnehmer ab der Gehaltsgruppe III des Bundesangestelltentarifvertrages. Das Nähere regelt die Satzung.

(2) Der Stiftungsrat überwacht die Ausführung
seiner Beschlüsse durch den Direktor sowie dessen
Geschäftsführung.

§ 10
Der Direktor

1) Der Direktor wird nach Anhörung des Beirats auf Vorschlag des Stiftungsrats durch das Ministerium
für Wissenschaft und Kunst berufen.

2) Der Direktor leitet die Stiftung, führt die Beschlüsse des Stiftungsrats aus und bereitet dessen Sitzungen vor. Er vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Das Nähere regelt die Satzung.
§ 11
Arbeitskreis

Zur Wahrnehmung ihrer Interessen bilden Vertreter der Landkreise, Städte und Gemeinden, zu deren Gebietskörperschaft eine Liegenschaft derStiftung gehört, einen Arbeitskreis, der den Stiftungsrat und den Direktor berät. Der Arbeitskreis wählt einen Vorsitzenden. Das Nähere regelt die Satzung.

§ 12
Beirat

Der Stiftungsrat beruft einen Beirat, der sich aus bis zu acht sachverständigen Persönlichkeiten zusammensetzt und den Stiftungsrat und den Direktor berät. Der Beirat wählt einen Vorsitzenden. Dem Beirat sollen insbesondere Vertreter der Denkmalpflege, Kunstgeschichte, Architektur, Restaurierung, des Museumswesens sowie der Kulturpolitik angehören. Die erstmalige Berufung des Beirats wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst vorgenommen. Das Nähere regelt die Satzung.

§ 13
Beschäftigte

Auf die Arbeitnehmer der Stiftung sind die für Arbeitnehmer geltenden Tarifverträge und sonstigen Bestimmungen des Freistaats anzuwenden.

§ 14
Dienstsiegel

Die Stiftung führt ein Dienstsiegel.

§ 15
Aufsicht, Haushalt, Rechnungsprüfung

(1) Die Stiftung untersteht der Aufsicht des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

(2) Für das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen sowie für die Rechnungslegung gelten die Bestimmungen der Thüringer Landeshaushaltsordnung (LHO), insbesondere die §§ 23, 44, 44 a und 105 LHO und die dazu ergangenen Verwaltungsrichtlinien. (3) Soweit ein Wirtschaften nach Einnahmen und Ausgaben nicht zweckmäßig ist, kann der Stiftungsrat beschließen, daß die irtschaftsführung
aufgrund eines Wirtschaftsplans nach den Regeln der kaufmännischen doppelten Buchführung zu erfolgen hat (§ 1 1 0 LHO); hierzu ist die Genehmigung des Finanzministeriums erforderlich.

(4) Der Thüringer Rechnungshof prüft die Haushaltsführung
der Stiftung gemäß Â§ 91 LHO.

§ 16
Aufhebung

Die Stiftung kann nur durch Gesetz aufgehoben werden. Im Fall der Aufhebung fällt das eingebrachte Vermögen an die Eigentümer zurück, die ihr Eigentum in die Stiftung eingebracht haben.

§ 17
Inkrafttreten

Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

Erfurt, den 10. März 1994
Der Präsident des Landtags
Dr. Müller
Anlage 1
(Zu § 3 Abs. 1)

Landeseigene Grundstücke (Liegenschaften), die mit Errichtung der Stiftung in das Stiftungsvermögen übergehen

Erfurt - Peterskirche Erfurt
Flurstück 1/14, Flur 156
Gemarkung Erfurt-Mitte

Eisenach - Burgruine Brandenburg
Flurstück 185 a, Flur 2
Gemarkung Lauchröden

Hildburghausen - Veste Heldburg
Flurstücke 2931, 2931/2, 2932, 2936, 3009
Gemarkung Heldburg

Rudolstadt - Schwarzburg
Flurstücke 341, 366/343, 344 bis 363, Flur 4
Gemarkung Schwarzburg

Jagdschloß Paulinzella
Flurstück 32, Flur 1
Gemarkung Paulinzella

Pößneck Burg Ranis
Flurstück 6, Flur 11
Gemarkung Ranis

Schleusingen - Bertholdsburg
Flurstücke 79/1, 79/2, 79/3, 80, 81/1, 81/2, Flur 17
Gemarkung Schleusingen

Weimar - Ehemaliges Landesmuseum
Flurstück 1, Flur 34
Gemarkung Weimar

Anlage 2
(Zu § 3 Abs. 2)

Grundstücke (Liegenschaften), die nach der Vermögenszuordnung in das Stiftungsvermögen übergehen oder der
Stiftung übertragen werden

Altenburg - Schloßkomplex einschließlich Mauritianum und Lindenaumuseum

Apolda - Wasserburg Kapellendorf
Arnstadt - Burgruinen Ehrenstein und Liebenstein
Artern - Klosterruine St. Wigbert, Göllingen
Sachsenburg - Oldisleben
Bad Salzungen - Schloß und Park Altenstein, Bad Liebenstein
Erfurt - Schloß und -Park Molsdorf
Gera - Kloster Mildenfurth, Wünschendorf
Osterburg, Weida
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jhmatz
 
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Zwischenstand Umfrage zu Schloss

Beitragvon jhmatz » 06.05.2008, 09:34

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laßt den Iren das Schloss - 9
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Vielleicht rettet neuer Kultus-Minister Schloss Crossen

Beitragvon jhmatz » 06.05.2008, 19:13

Vielleicht rettet neuer kultus-Minister Schloss Crossen vor dem Zerfall !?
Immerhin ist Bernward Müller aus unserer Region und müßte wissen, dass Crossen auch noch zu Thüringen gehört.


Artikel aus der Thüringer Allgemeine vom 6. Mai. 2008

Bernward Müller soll neuer Kultusminister werden

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Lehrer Bernward Müller soll neuer Kultusminister von Thüringen werden. Der 58-Jährige tritt am Donnerstag die Nachfolge von Jens Goebel (CDU) an. Das verlautete aus mehreren übereinstimmenden Quellen aus Regierungs- und CDU-Kreisen.
Müller ist bereits der zweite Kandidat innerhalb weniger Tage für das Kultusressort. Am Montag hatte der designierte Minister Peter Krause (CDU) nach massiver Kritik auf die Ernennung verzichtet: Ihm war vorgeworfen worden, für mehrere rechtslastige Zeitschriften gearbeitet zu haben. Die Neubesetzung des Kultusministeriums ist Teil einer radikalen Kabinettsumbildung. Insgesamt sollen am 8. Mai sechs neue Minister ernannt und vor dem Landtag vereidigt werden. Der Bundestagsabgeordnete und Althaus kennen sich seit längerem. Mitte der 90-er Jahre hatte Müller bereits im Kultusministerium unter dem jetzigen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) gearbeitet. Seit dieser Zeit gelten die beiden katholischen Eichsfelder als befreundet. Schon nach der Landtagswahl 2004 war Müller für einen Kabinettsposten gehandelt worden. Bernward Müller wurde am am 5. März 1950 im Kreuzebra im ehemaligen Kreis Worbis geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur studierte er 1968 bis 1972 Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1972 machte er seinen Abschluss als Diplomlehrer für Mathematik/Physik und arbeitete bis zur Wende als Lehrer in Eisenberg in der Nähe von Jena. 1992 wurde er Referent für Regelschulen im Thüringischen Landesverwaltungsamt, 1994 Referatsleiter im Thüringischen Kultusressort unter Minister Althaus. Nach einer kurzen Zwischenphase, in der er das Staatliche Schulamt in Stadtroda leitete, machte ihn Althaus 1998 zu seinem persönlicher Referenten. Kurz darauf kandidierte Müller für den Bundestag und ist seit Ende 1998 Mitglied des Parlamentes in Berlin.

Eine Kurzbiografie von Bernward Müller:
Geboren am 5. März 1950 in Kreuzebra, Kreis Worbis; römisch-katholisch; verheiratet, zwei Kinder.
1968 Abitur. 1968 bis 1972 Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 1972 Abschluss als Diplomlehrer für Mathematik/Physik.
1972 bis 1990 Lehrer im Kreis Eisenberg/Thüringen, 1990 bis 1992 Leiter des Schulamtes in Eisenberg, 1992 bis 1994 Referent für Regelschulen im Thüringischen Landesverwaltungsamt, 1994 bis 1996 Referatsleiter im Thüringischen Kultusministerium, 1996 bis 1997 Leiter des Staatlichen Schulamtes Stadtroda, 1998 Persönlicher Referent des Thüringischen Kultusministers.
1992 Mitglied der CDU, seit 1997 Mitglied des Ortsvorstandes der CDU Eisenberg und des Kreisvorstandes der CDU des Saale-Holzland-Kreises, seit 1999 Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Eisenberg, seit 1996 Vorsitzender des Landesfachausschusses Bildung der CDU Thüringen. 1990 bis 1994 Kreistagsmitglied im Kreis Eisenberg, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Bildung, Sport, 1994 bis 1999 Mitglied des Kreistages des Saale-Holzland-Kreises, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Bildung, Sport, Beigeordneter und Stellvertreter des Landrates. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat Eisenberg, seit 2004 Mitglied im Landesvorstand der CDU Thüringen.
Mitglied des Bundestages seit 1998.

Abstimmungsverhalten von Bernward Müller im Deutschen Bundestag:
24.04.2008 - EU-Vertrag von Lissabon: zugestimmt
06.02.2008 - Änderung des Stammzellgesetzes: dagegen gestimmt
14.12.2007 - Postmindestlohn: zugestimmt
16.11.2007 - Diätenerhöhung: nicht abgestimmt
15.11.2007 - Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF): nicht abgestimmt
09.11.2007 - Vorratsdatenspeicherung: zugestimmt
12.10.2007 - Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado): zugestimmt
12.09.2007 - Verlängerung Libanon-Einsatz: nicht abgestimmt
22.06.2007 - Emissionshandel: zugestimmt
21.06.2007 - Verlängerung Kosovo-Einsatz: zugestimmt
14.06.2007 - Aufenthalts- und Asylrecht: zugestimmt
14.06.2007 - Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur: zugestimmt
14.06.2007 - Mindestlöhne (Antrag Die Linke.): dagegen gestimmt
25.05.2007 - Unternehmenssteuerreform: zugestimmt
09.03.2007 - Rente mit 67: zugestimmt
09.03.2007 - Tornado-Einsatz: zugestimmt
02.02.2007 - Gesundheitsreform: zugestimmt
10.11.2006 - Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF): zugestimmt
26.10.2006 - EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens: nicht abgestimmt
28.09.2006 - Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF): zugestimmt
30.06.2006 - Föderalismusreform: zugestimmt
29.06.2006 - Antidiskriminierungsgesetz: zugestimmt
01.06.2006 - Anpassung u. Veränderung von Hartz IV: zugestimmt
01.06.2006 - Bundeswehreinsatz im Kongo: zugestimmt
19.05.2006 - Erhöhung der Mehrwertsteuer: zugestimmt

Quelle: www.abgeordnetenwatch.de
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Die verkaufte Fürstengruft

Beitragvon ein_Lützower » 15.05.2008, 18:19

Der Verkauf der Immobilie Weimarer Fürstengruft sei unmöglich?Sind Sie sicher?Im Toyotaland ist sicher auch das eine sogenannte Option,frei nach dem Landesmotto :"Nichts ist unmöglich".Die Gebeine der Dichter sind ja, wie inzwischen von denen der Freifrau Elisabeth von Heyking in der Gruft des Schlosses von Crossen bekannt, offensichtlich kein Hindernis für den "Markt".Allerdings scheinen selbige den Marktpreis in die Höhe zu "katapultieren",denn das Schloss der Crossener war mit 205000,00 Euro
das weitaus teuerste unter den Burgen und Schlössern der "Letztzeit".Nein,ein Trost ist das nicht und soll es für die Crossener auch nicht sein.Aber einer Anmerkung ist es doch wert.
Denn es gibt da noch anderes auf dem Schloss- und Burgen-Schnäppchenmarkt des FreistaatesThüringen.wie z.B.:.

- Schloss Herrenbreitungen 85.000,00 €
Grundstückspreis - inclusive hochsanierten Schloss - rd 5,00 €/m²
- Burg Gräfentonna 65000,00 €
- die Leuchtenburg 100.000,00 € ( zahlbar in Raten)
Grundstückspreis - inclusive hochsanierter Burg - rd 2,40 €/m²
Das sei unglaublich angesichts der "üblichen" m² Preise auf dem Markt?Bitte,über-
zeugen Sie sich selbst davon,und von noch viel,viel mehr durch das Öffnen der nachstehende Internetadresse:
www.leuchtenburg.de/spendensponsoren/index.html
Lesen und hören Sie bitte restlos alles,lassen Sie bis zu den Presseartikeln nichts aus,damit auch die Einordnung der "Seriösität" des Artikels der OTZ zum Schloss Crossen gebührend Raum in Ihnen findet.
Haben Sie alles erfasst,sind Sie wieder im Begriff Ihre Erregung zu dämpfen?Haben Sie den Beitrag des Saale-Holzland-Kreises als interessante Info im Vergleich zu der
Aufopferung für den Erhalt des Schlosses Crossen gespeichert?
Wie steht doch in einem Vorwort eines Buches von Herrn Wolfgang Falck:
"Der aufrechte Gang bewahrt zwar nicht davor in die Irre zu laufen,aber wer kriecht, der wird zerteten".
Im übrigen sinkt der "Preis" des Schlosses Crossen auf dem "Markt".Per heute sind es schon "nur noch" 720.000,00 €.Das gleiche schweizer Maklerbüro ist im Bieterkreis für das Funkhaus in der Nalepastraße insolviert,da bietet man,für einen Teil des Gesamtareals rd 50 ha,welches für 350.000,00 € an einen Baumaschinen- Vermieter in Sachsen Anhalt "verkauft" wurde,über 4 Milliarden € !!!
Heinrich Heine muß das derzeitige El Dorado gekannt haben,als er in seinem Gedicht Wintermärchen schrieb:"Denk ich an Deutschland in der Nacht,dann bin ich um den Schlaf gebracht".Für uns bedarf es der Nacht erst garnicht,uns schüttelt es schon bei Tag.
Kleine Kostprobe aus den "höheren Kreisen"?Bitte,öffnen Si die Internetseite
www.bernhard-vogel.de
insbesondere zu dem Abschnitt .Huldigung.Schon sind wir wieder bei den großen Dichterfürsten.Und wie in der Fürdtengruft,ist Schiller da ja auch nicht darin,dafür gibt es "Neuernennungen".
Auf einen Nenner gebracht:Toyotaland:Nichts ist unmöglich".Selbst das Normal,inzwischen scheint es auch unmöglich.
Ist in Crossen nicht bald wieder die Wahl einesBürgermeisters?
ein_Lützower
 
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Beitragvon Dr. Reichert » 20.05.2008, 10:56

Obwohl ich die Unterlagen zur Veräußerung des Schlosses Crossen originär nicht kenne, ergibt sich aus den bisherigen Veröffentlichungen und der (passiven) Haltung der Beteiligten, dass es rechtlich wohl keine Möglichkeit mehr gibt, den Eigentumsübergang rückgängig zu machen.
Es ist sogar zu unterstellen, dass man bewußt auf eine diesbezügliche Absicherung verzichtet hat, um den Freistaat ohne weiteres von einem unrentablen Zuschußobjekt zu erlösen. Dafür spricht auch die Wahl des Rechtsgeschäfts der Versteigerung.
Es bleibt eigentlich nur noch die (theoretische) Variante, dass das Schloß zu den Bedingungen der jetzigen Eigentümer zurückgekauft wird.
Offengestanden halte ich das Hoffen auf erfolgreiches Wirken von Politikern für illusionäres Wunschdenken, war es doch gerade die Landespolitik, die das derzeitige Schicksal des Schlosses -entgegen den Interessen insbesondere der Gemeinde Crossen- durch die Versteigerungsentscheidung besiegelt hat.

Peter
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