Schkölen will der VG Heideland-Elstertal beitreten

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Schkölen will der VG Heideland-Elstertal beitreten

Beitragvon jhmatz » 10.11.2010, 08:40

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Neu gestalteter Platz am Schkölener Rittergut - Sitz der Stadtverwaltung

Im Nordosten des Landkreises zeichnet sich eine Verwaltungs-Ehe ab: Die Einheitsgemeinde Stadt Schkölen will der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal beitreten.


Schkölen. Das hat der Stadtrat am Montagabend beschlossen nach längerer, auch emotionaler Diskussion, aber letztlich einstimmig.

Für den Beitritt liegt ein Konzept vor, das die Rahmenbedingungen des Zusammengehens regelt. Es sieht unter anderem vor, dass Schkölen als Verwaltungsstelle erhalten wird analog der Verwaltungsstelle in Königshofen , so dass die Bürger nicht für jeden Behördengang zum Verwaltungssitz nach Crossen fahren müssen. Der hauptamtliche Bürgermeister wird Schkölen bis zum Ende der Legislaturperiode erhalten bleiben, also bis 2015, danach hätte es sowieso keine weitere Ausnahmegenehmigung dafür gegeben. 2015 wird in Schkölen dann ein ehrenamtlicher Bürgermeister gewählt.

Der Beitritt soll noch in der Freiwilligkeitsphase beim Land angezeigt werden, auch wenn es inzwischen kein Geld mehr für solche Zusammenschlüsse gibt. Mit dem In-Kraft-Treten per Gesetz wäre Ende 2011 zu rechnen.

Zunächst müssten in Kürze alle Mitgliedsgemeinden der VG (Heideland, Crossen, Rauda, Hartmannsdorf, Silbitz-Seifartsdorf und Walpernhain) gleichlautende Beschlüsse über den Beitritt Schkölens fassen. VG-Vorsitzender Martin Bierbrauer, der zu der Beratung im Schkölener Stadtrat am Montagabend hinzukam, glaubt, dass es damit keine Probleme geben wird. Denn bereits 2004 habe die VG einen Beschluss für ein Zusammengehen mit Schkölen gefasst.

Das Konzept des Beitritts soll jetzt in allen Ortsteilen von Schkölen in Einwohnerversammlungen vorgestellt werden. Die erste fand gestern in Zschorgula statt, die nächste ist morgen in Dothen, den Abschluss macht am 30. November der Ortsteil Hainchen.


Claudia Bioly / 10.11.10 / OTZ
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Schkölens Verwaltung wird weiter schrumpfen

Beitragvon jhmatz » 23.11.2010, 07:34

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Ehemaligen Rittergut - heute Sitz der Stadtverwaltung - in Schkölen.

Die Schkölener Verwaltung wird weiter schrumpfen. Zahlen dazu nannte Bürgermeister Dr. Matthias Darnstädt im Stadtrat im Rahmen der Beratung zum Nachtragshaushalt für 2010.


Schkölen. Nach dem Ausscheiden von zuletzt drei Mitarbeitern einer 2009, zwei 2010 hat die Verwaltung zurzeit noch elf Arbeitskräfte, allerdings nicht alle in Vollzeit, sowie zwei Azubis. "Trotz sinkender Personalzahlen haben wir steigende Personalkosten", erklärte der Bürgermeister. Das hänge u. a. mit Altersteilzeitregelungen zusammen.

Im kommenden Jahr werden weitere drei Mitarbeiterinnen ausscheiden, dann sei man bei "acht plus zwei" (2 Azubis), kündigte Darnstädt an. 2012 werde man nach jetziger Planung den Endstand von "sieben plus zwei " erreichen. Die Azubis werden gezielt in den Bereichen eingesetzt, in denen als nächstes Mitarbeiter gehen (Bauamt, Finanzen, Sekretariat) mit dem Ziel Übernahme.

Offen ist, wie groß künftig die "Verwaltungsaußenstelle" Schkölen wäre, wenn die Stadt wie angestrebt der VG Heideland-Elstertal beitritt.

Der Nachtragshaushalt umfasst 3,9 Millionen Euro und damit ca. eine halbe Million mehr als der ursprüngliche Etat. Im Verwaltungshaushalt stiegen die Einnahmen und Ausgaben um 285 600 Euro auf 2,6 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt um 192 400 Euro auf 1,0 Mio. Dass der Haushalt trotz herber Einnahmeverluste wie etwa bei den Schlüsselzuweisungen trotzdem wieder ausgeglichen werden konnte, ist u. a. der Gewerbesteuer zu verdanken. Sehr vorsichtig waren hier nur 50 000 Euro eingeplant gewesen, im Nachtrag stehen jetzt 450 000 Euro.

In Schkölen und den Ortsteilen ist in diesem Jahr viel investiert worden, vor allem auch dank des Konjunkturpakets II, zählte der Bürgermeister auf: Sportstätten, Kindergärten, Wegebau, Ratskeller, auch wenn Letzterer nicht aus dem Konjunkturpaket, sondern aus der Städtebauförderung Geld bekam. "Es wurden in fast allen Ortsteilen Maßnahmen realisiert", so Darnstädt, vieles "auf dem Weg der kleinen Reparaturen, um größere Schäden zu vermeiden und Schandflecke zu beseitigen." Investiert wurde auch in den Datenschutz (OTZ berichtete) mit Hard- und Software und ein neues Lohnprogramm.

Der Schuldenstand wird Ende 2010 bei 618 800 Euro liegen. Das sind 226,75 Euro pro Kopf, was vergleichsweise sehr niedrig ist. Der Thüringendurchschnitt lag Ende 2009 bei 1 039 Euro pro Kopf, der Durchschnitt der Gemeinden im SHK bei 1243 Euro.

Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig beschlossen.


Claudia Bioly / 23.11.10 / OTZ
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