Kiesabbau vor der Ahlendorfer Brücke

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Kiesabbau vor der Ahlendorfer Brücke

Beitragvon jhmatz » 14.06.2017, 21:43

dieser offene Brief erreichte uns am 13.6.2017

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Sondersitzung zu Plänen zum Kiesabbau

Beitragvon jhmatz » 23.06.2017, 08:29

Crossen. „Nein, eine Stellungnahme zu den beim Land beantragten Kiesabbau-Plänen für Ahlendorf hat die Gemeinde Crossen noch nicht abgegeben“, sagt Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) auf OTZ-Nachfrage.

Im Crossener Ortsteil Ahlendorf formiert sich derweil die Gegenwehr gegen den beantragten Kiesabbau. Ihre Position hatten Bürger aus dem Ortsteil in einem offenen Brief an die Antragsstelle Thüringer Landesverwaltungsamt geschickt mit der ausdrücklichen Forderung, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den geplanten Kiesabbau durchgeführt werden soll.

Montag ab 19 Uhr im Klubhaus Crossen

Am kommenden Montag, 26. Mai, wird sich der Haupt- und Finanzausschuss des Crossener Gemeinderates um 19 Uhr zu einer Sondersitzung im Klubhaus Crossen treffen. Neben verschiedenen eiligen Bauangelegenheiten soll der beantragte Kiesabbau in Ahlendorf thematisierte werden, kündigt der Bürgermeister an. Zu der öffentlichen Sitzung sollen auch drei geladene Vertreter aus Ahlendorf ihre Position dem Gemeinderat erläutern.

Am bisherigen Verfahren für eine Stellungnahme der Gemeinde will der Bürgermeister festhalten. Es habe inzwischen eine Besichtigung gegeben in einer Kiesgrube des Unternehmens, dass den Abbau beim Land beantragt hat. Und es soll eine Arbeitsgruppe in Crossen gebildet werden, zu der auch Ahlendorfer gehören sollen, die eine Stellungnahme ans Land entwerfen.

Angelika Munteanu / 23.06.17 OTZ
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Beratungstermin zu Kiesabbau ist fix - 25.Juli

Beitragvon jhmatz » 27.06.2017, 07:35

Crossen/Weimar. Der sogenannte Scoping-Termin zum beantragten Kiesabbau im Crossener Ortsteil Ahlendorf steht fest. In dem Termin werden alle, die bisher dazu Stellung genommen haben, beraten, welche Untersuchungs- und Planungsprozesse für den Kiesabbau in die Wege zu leiten sind.

„Der Termin wurde für den 25. Juli vereinbart“, teilte gestern auf OTZ-Nachfrage eine Sprecherin des Thüringer Landesverwaltungsamtes mit. Auch ein Vertreter der Bürgerschaft aus Ahlendorf, die mit einem offenen Brief an das Landesverwaltungsamt Stellung zum umstrittenen Kiesabbau genommen hatte, sei dazu eingeladen. Irritationen gibt es unterdessen zur Stellungnahme aus der Gemeinde Crossen. Laut Landesverwaltungsamt liege eine Stellungnahme der Gemeinde vor. Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) sagte gestern auf Nachfrage wiederholt, es gebe bisher keine Stellungnahme der Gemeinde. Es sei von der Gemeinschaftsverwaltung lediglich ein Fragenkatalog ans Landesverwaltungsamt geschickt worden.
OTZ / 27.06.17
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Kiesabbau bewegt Crossen - OTZ Artikel

Beitragvon jhmatz » 28.06.2017, 10:35

Crossen/Ahlendorf. Es kommt nicht alle Tage vor, dass im Haupt- und Finanzausschuss einer Gemeinde mehr als ein Dutzend Bürger auftauchen, um der Politik auf den Zahn zu fühlen. Fast alle waren aus Ahlendorf gekommen. In dem kleinen Ortsteil, der seit 1994 zu Crossen gehört, könnte schon bald Kies und Sand abgebaut werden – eine Aussicht, die den Einwohnern so gar nicht gefällt. Von der Verwaltung, die entsprechende Pläne wenigstens seit Ende des vergangenen Jahres kennt, fühlen sich die Bürger nur unzureichend informiert. Dass man um mögliche Pläne wusste, geht aus öffentlich zugänglichen Ratsunterlagen hervor.

Das war der zentrale Kritikpunkt der Einwohner-Gruppe gegen Crossens Bürgermeister Uwe Berndt. Der hatte immer wieder darauf verwiesen, er habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen seiner Bürger. Im vorliegenden Fall, so zeigte sich nach der Sitzung vor dem Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen, hätte man eher den Anruf der Verwaltung erwartet – verbunden mit einem frühzeitigen Hinweis.

„Nicht einfach nur dagegen“

Man sei keinesfalls einfach nur gegen einen möglichen Kiesabbau, sagte etwa der Ahlendorfer Helmut Wunderlich. Doch mit dem Ausgang der Ausschusssitzung ist man alles andere als zufrieden: Beschlossen wurde einstimmig die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Zusammengesetzt sein soll die aus Mitgliedern des Gemeinderats und Ahlendorfern. Endgültig abgesegnet werden soll die Arbeitsgruppe in der kommenden Woche auf der Sitzung des Gemeinderates und dann zügig tagen. Wäre man frühzeitig informiert worden, so der Tenor, müsste man Bedenken jetzt nicht in aller Eile während der Urlaubszeit zusammentragen – bis zum 25. Juli. Dann findet bereits der Beratungstermin statt. Unter Führung des Landesverwaltungsamtes (LVA) sollen dann mögliche Bedenken vorgetragen werden – und zwar von allen betroffenen Interessengruppen. Umweltschützer, Bergbauunternehmen, Anwohner – sie alle sollen dann gehört werden. Nicht zuletzt davon hängt die Entscheidung des LVA ab, ob der Kiesabbau genehmigt wird. Bedenken der Anwohner gibt es reichlich.

Der Ahlendorfer Klaus Fuchs etwa hat im möglichen Abbaugebiet schützenswerte Pflanzen gesichtet und moniert, das Abbaugebiet liege mitten in einem möglichen Überflutungsraum der Weißen Elster. „Und es finden sich in der Umgebung noch immer Schutt-Überreste von der letzten Überflutung.“ Wer derartigen Müll wegräumen solle, sei vollkommen unklar.

Streit gibt es nach wie vor darum, ob die Gemeinde ohne Konsultation der Anwohner eine Stellungnahme zu dem Anliegen des Bergbau-Unternehmens abgegeben hat. Der Bürgermeister beharrte während der Sitzung darauf, das sei nicht der Fall. Es handle sich vielmehr um einen Fragenkatalog an das Landesverwaltungsamt – ohnehin habe man im Verfahren keine Entscheidungshoheit. Das Dokument konnte der Ahlendorfer Jürgen Fuchs nach eigenen Angaben einsehen und betrachtet es eher als Stellungnahme, die sich etwa mit möglichen Fördermittel-Rückforderungen und Kosten beschäftigt, die auf Wegen durch den Abtransport von Kies auftreten können. Als Stellungnahme sei es betitelt und vom Bürgermeister unterschrieben. Den Gemeinderäten soll das Dokument nach Willen des Ausschusses vor der nächsten Sitzung zugänglich gemacht werden.

Florian Girwert / 28.06.17 OTZ
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Angst vor neuem Tagebau in Crossen: Kies-Gruppe soll es rich

Beitragvon jhmatz » 06.07.2017, 15:07

Skepsis gegen den Abbau nahe Ahlendorf bleibt – Ob Crossen von Gewerbesteuern profitieren könnte

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Bei Ahlendorf plant die Firma LZR den Abbau von Kies zwischen Floßgraben und Weißer Elster, wo heute Getreide steht. An dem Pfosten sind zuvor Probebohrungen unternommen worden. Dauern soll der Abbau sechs bis acht Jahre – dann soll das Gelände renaturiert werden. Die Anwohner Helmut Wunderlich, Hermann Gentzsch und Jürgen Fuchs haben etwas dagegen. Foto: Girwert

Ahlendorf/Crossen. Eine Arbeitsgruppe soll für die Gemeinde Crossen eine Position zum geplanten Kiesabbau nahe Ahlendorf entwickeln. Während der gestrigen Gemeinderatssitzung meldeten sich dafür fünf Gemeinderatsmitglieder. Vertreter des betroffenen Ortsteils Ahlendorf waren bereits in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der vergangenen Woche benannt worden. Die Gruppe soll ausarbeiten, welche Bedenken und Forderungen die Gemeinde bei einem sogenannten Scoping-Termin bezüglich des Kiesabbaus am 25. Juli im Landesverwaltungsamt vortragen soll. Der Wunsch nach einer weiteren Sitzung des Gemeinderates wurde vom Vorsitzenden Jens Lüdtke verworfen – zu kurzfristig.

Während des Termins sollen relevante Interessengruppen zu dem Vorhaben zwischen Weißer Elster und Bahnlinie gehört werden – von der Gemeinde über Umweltschützer bis hin zum Unternehmen selbst.

Einige Ahlendorfer waren pikiert, dass sie über das Vorhaben der Firma LZR Baur Beton später informiert wurden, als es der Gemeinde Crossen möglich war. Erst nachdem die Gemeinde eine Stellungnahme an das Landesverwaltungsamt geschickt hatte, in der auch eine Reihe von Finanzierungsfragen für den Wegebau rund um das mögliche Abbaugelände aufgeworfen werden, waren offenbar das konkrete Vorhaben sowie der genaue Abbauort zu den Ahlendorfern durchgedrungen. Mitte April war die Gemeinde vom Landesverwaltungsamt über die Pläne aufgeklärt worden. Auf Anfrage betont Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Linke), man habe sich erst ein Bild von einer solchen Kiesgewinnung machen wollen, ehe man an die Öffentlichkeit gegangen sei.

Die Bürger, unter ihnen Jürgen Fuchs, Helmut Wunderlich sowie Hermann Gentzsch, haben Zweifel, ob das Gebiet nahe ihrer Haustür zum Kiesabbau geeignet ist. Rundheraus dagegen sein wollen sie nicht – aber der Bedenken gibt es viele: „Was passiert, wenn das nächste Hochwasser kommt?“, fragt Gentzsch. Das bringe meist Schlamm und Unrat mit sich. Werde nun Kies quasi im Überflutungsgebiet abgebaut – sei die Abbau-Firma dann verantwortlich, mögliche Verschmutzungen zu entfernen? Ebenfalls moniert wird die mögliche Lärmbelastung durch den Abtransport des Kieses – mehrere große Lastwagen pro Tag wären zu erwarten. Diesen Punkt hatte auch die Gemeindeverwaltung in ihrer Stellungnahme an das Landesverwaltungsamt zur Sprache gebracht. Dass der Scoping-Termin für den 25. Juli angesetzt wurde, habe die Verwaltung nicht erwartet, so Berndt. „Davon wurden wir überrascht.“ Offiziell vom Gemeinderat sei die gemeinsame Arbeitsgruppe aus Ahlendorfern und Gemeinderäten bereits in einer vergangenen Sitzung ins Leben gerufen worden – am Montagabend habe man lediglich die Mitglieder benannt. Berndt berief die Sitzung für Donnerstag in den Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ein. Zudem gibt es eine zweite Fahrt zum Kiesabbau nach Kitzingen. Dort wird der Kies nass abgebaut – wie es auch in Ahlendorf passieren soll. Interessierte sollen sich am nächsten Freitag vor Ort informieren können, wie der Abbau aussieht.

Fraglich ist bisher auch noch, ob Crossen finanziell von der Errichtung eines Kiesabbaus profitieren könnte. So ist bisher unklar, ob die Firma LZR verpflichtet werden könnte, vor Ort einen Betrieb zu gründen, der gewerbesteuerpflichtig wäre.

Florian Girwert / 05.07.17 OTZ

Kommentar: Schwierige Heilung

Eigentlich könnte man beinahe an einem Strang ziehen: Ahlendorfer Bürger und ihr Bürgermeister aus Crossen. Doch der Kies-Abbau spaltet. Die betroffenen Bürger fühlen sich schlecht informiert und haben den Bürgermeister als Schuldigen ausgemacht. Der weist jede Schuld von sich, hätte aber durchaus früher informieren können, was da womöglich auf die Ahlendorfer zukommt – zumal die Gemeinde selbst gar nicht Herrin des Verfahrens ist. Dennoch teilt der Bürgermeister einige der Bedenken – ob etwa die Gemeinde dringend benötigte Steuereinnahmen mit dem Kiesabbau erzielen könnte, ist bisher nicht klar.
05. Juli 2017 / 02:59 Uhr

Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Arbeitsgruppe zum Kiesabbau bis zum Scoping-Termin trotz begrenzten Einflusses effektiv arbeitet – und die Mitglieder des Gemeinderates mit den Ahlendorfern an einem Strang ziehen, damit der Abbau entweder verhindert wird, wenn die Gemeinde außer Ärger nichts davon hat – oder das zuständige Landesverwaltungsamt alle nötigen Auflagen erlässt, damit der Abbau möglichst verträglich vonstatten geht.

Dass die Bürgerbeteiligung erst während der großen Ferien so richtig losgeht, ist jedoch ein Makel, der bleiben wird. Das ist zwar bedauerlich, jedoch jetzt nicht mehr zu ändern.
Florian Girwert / 05.07.17
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Arbeitsgruppe zum Kiesabbau in Crossen

Beitragvon jhmatz » 13.07.2017, 06:48

Gemeinde ist für den Kiesabbau nicht Herr des Verfahrens

Nach dem Start will sich die Arbeitsgruppe zum Kiesabbau in Crossen nun ein zweites Mal treffen.

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Crossen an der Elster. Foto: Peter Michaelis

Crossen. „Um den Kiesabbau bei Ahlendorf werden wir wohl nicht umhin kommen“, stellt Helmut Wunderlich fest. Der „Herr des Floßhauses“ am Landwirtschaftsweg zwischen Bahnübergang Crossen/Ort und dem Ortsteil Ahlendorf gehört zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zum Kiesabbau in Crossen.

Am 6. Juli 2017 hatte sich die Arbeitsgruppe ein erstes Mal getroffen. „Weil es wichtig ist, habe ich meinen Urlaub extra ein paar Tage nach hinten verschoben“, sagte am Tag nach dem Treffen Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Am 13. Juli 2017 soll – nach der Abreise der Bürgermeisters – der Erste Beigeordnete in Crossen, Hans-Ulrich Feit (FDP), das zweite Treffen der Arbeitsgruppe leiten.

„Der AG gehören vier Ratsmitglieder und sechs sachkundige Bürger an, darunter auch Leute aus dem Ortsteil Ahlendorf“, informierte Berndt. Viele der sachkundigen Bürger hätten auf dem ersten Treffen festgestellt, dass sie den Kiesabbau bei Ahlendorf nicht würden aufhalten können. Maximal könne die Zeit bis zum Beginn des Abbaus verzögert werden.

Und die Mitglieder der Arbeitsgruppe hätten festgestellt, dass die Entscheidung darüber, ob Kies abgebaut wird oder nicht, nicht in der Hoheit der Gemeinde liegt. „Die Gemeinde ist nicht Herr des Verfahrens“, unterstrich der Bürgermeister zum wiederholten Male. Die Entscheidung darüber liege bei der Oberen Wasserbehörde im Landesverwaltungsamt, dort wo die Genehmigung zum Kiesabbau von der Firma LZR-Baur Beton beantragt worden ist.

Nachdem im Frühjahr Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und auch die Gemeinde zu dem Antrag Stellung nehmen konnten, hat das Thüringer Landesverwaltungsamt für den 25. Juli 2017 einen sogenannten Scopingtermin anberaumt. Dabei sollen die, die Stellung genommen haben, teilnehmen. Im Ergebnis soll das weitere Zulassung- und Prüfungsverfahren für den Kiesabbau festgelegt werden.

Auch die Gemeinde wird an diesem Scopingtermin im Landesverwaltungsamt teilnehmen und das Ergebnis der Arbeitsgruppe zum Kiesabbau vertreten. Sicherlich werden die Zuwegung zum Abbaugebiet und Fragen des Immissionsschutzes aus Sicht der Gemeinde eine Rolle dabei spielen. Von Gemeindeseite werde das Vorhaben aber nicht abzuwenden sein, sagt der Bürgermeister.

Angelika Munteanu / 13.07.17 OTZ
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Bestandaufnahme zum Kiesabbau in Ahlendorf

Beitragvon jhmatz » 26.07.2017, 19:55

Crossen/Ahlendorf. Was der heutige Erörterungstermin im Landesverwaltung in Weimar zum geplanten Kiesabbau in Ahlendorf bedeutet, wollte Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) zur gestrigen Gemeinderatssitzung noch einmal betonen. „Es handelt sich dabei lediglich um eine Faktensammlung“, sagte Berndt gegenüber den Gemeinderäten und anwesenden Bürgern. So würden noch keine endgültigen Entscheidungen fallen. Es handele sich lediglich um den Auftakttermin, dem weitere, auch vor Ort, folgen würden. „Dabei werden die Betroffenen auch noch die Gelegenheit haben, gehört zu werden“, betonte der Bürgermeister.

Dennoch musste der Gemeinderat in einer Dringlichkeitssitzung zusammen kommen, um die Position der Gemeinde gegenüber dem Landesverwaltungsamt darstellen zu können. Die hatte in den vergangenen Wochen eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeinderäten und Vertretern des betroffenen Ortsteils Ahlendorf, erarbeitet. In dem gestern vorgestellten Positionspapier wurde unter anderem auf die Lärmbelastung für die Ahlendorfer verwiesen. „Um dem zu begegnen, kann zum Beispiel das Aufstellen von Lärmschutzwänden erwogen werden“, fasste Crossens Erster Beigeordneter Hans-Ulrich Feit (FDP) zusammen.

Darüber hinaus könne die Belastung für die Anwohner auch durch Vorgaben bei den Abbauzeiten oder des Betriebsablaufes verringert werden.

Darüber hinaus nennt das Positionspapier der Gemeinde auch Bedenken im Bereich des Wasserschutzes. Was dies konkret bedeute, soll heute in Weimar der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE) darstellen. Desweiteren sieht der Gemeinderat Schwierigkeiten bei der Infrastruktur. So sei die Zufahrt für die schweren Geräte nicht gewährleistet. Nach Ansicht der Gemeinde müsse sich daher das Straßenbauamt Ostthüringen zu diesem Sachverhalt noch einmal äußern. Was Fragen des Umweltschutzes angeht, ruft die Arbeitsgruppe Naturschutzverbände auf, sich ebenfalls an der Diskussion zu beteiligen.

Außerdem betonte Berndt, dass mit dem Positionspapier die Arbeitsgruppe noch nicht beendet sei: „Jetzt geht es erst einmal allein um die Bestandsaufnahme, aber die Arbeitsgruppe wird auch inhaltlich weiter gefragt sein.

Martin Hauswald / 25.07.17 OTZ
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Re: Kiesabbau vor der Ahlendorfer Brücke

Beitragvon Christian Nitsch » 31.07.2017, 10:48

Bad Crossen an der Elster ?

Es sollte niemand glauben das Crossen an der Elster nach dem Kiesabbau ein Badestelle bekommt! Eine offizielle Badestelle ist in Deutschland kompliziert. Hier sind Eigentums, Umwelt und Haftungsfragen zu beachten. Da reicht ein Blick ins Internet oder eine sachlich und fachliche „richtige“ Auskunft des VG -Leiter Bierbrauer. Crossen profitiert als Standort nicht von dieser Aktion! (Keine oder kaum Steuern oder Arbeitsplätze!) Hier geht es ums Geschäftemachen. Die Leittragenden sind die Menschen, Umwelt und Landwirtschaft vor Ort.

Meine Meinung dazu! -- Christian Nitsch
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weiteren Informationen der Ahlendorfer betreff Kiesabbau

Beitragvon jhmatz » 22.08.2017, 20:36

Hallo,
damit es nicht zur einer Gerüchteküche kommt möchte ich hier die weiteren Informationen der Ahlendorfer betreff Kiesabbau online stellen lassen. Damit können sich alle Crossener Bürger ein objektives Bild zur Sachlage machen.

„Viel Spaß“ beim lesen

http://www.crossen.de/buergers/2017/kies-20170821-schrift1.pdf

Antworten der Naturschutzbehörde und Schreiben an Obere Wasserbehörde stehen noch aus.

Grüße
Jürgen Fuchs Vertreter der Ahlendorfer Bürger
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Protokoll Scopingtermin 25.07.2017

Beitragvon jhmatz » 18.09.2017, 18:38

Hier waren die Schriftstücke zum Scoping , leider soll der Unmündige Bürger nicht alles Wissen, deshalb wurden wir aufgefordert das Wissen von der Internetseite zu löschen.
Wir erhielten diese Nachricht:


ich Bitte aus rechtlichen Gründen die am 18.09.2017 eingestellten Protokolle zum scoping Termin auf der Homepage zu entfernen.
MFG
Jürgen Fuchs


Dateien haben wir von Jürgen Fuchs erhalten.
Hier zum nachlesen die Untersuchungsräume, das Protokoll und die Teilnehmerliste (jetzt nicht mehr)

http://www.crossen.de/buergers/2017/Untersuchungsraeume_Ahlendorf-.pdf

http://www.crossen.de/buergers/2017/Protokoll_Scopingtermin_20170725-.pdf

http://www.crossen.de/buergers/2017/Teilnehmerliste_Scopingtermin_20170725-.pdf


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Antworten auf Fragen September 17

Beitragvon jhmatz » 18.09.2017, 18:58

Stellungnahme Gemeinde zum Brückenabriss und ländlichem Wegebau:
http://www.crossen.de/buergers/2017/stel_gem_abriss_2.pdf

Weitere Information zum ländl. Wegebau:
http://www.crossen.de/buergers/2017/stel_gem_wegebau_1.pdf

von Jürgen Fuchs
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Re: Kiesabbau vor der Ahlendorfer Brücke

Beitragvon Christian Nitsch » 11.10.2017, 09:45

Wir die Bürger - widersprechen BM Berndt! - Die „Arbeitsgruppe“ wiederspiegelt nicht die Meinung der Bürger unserer Gemeinde. Das Beweist schon die Existenz von zwei Büeriniziativen Ahlendorf und Crossen, die gegen den Kiesabbau sind. Außerdem hat der Gemeinderat lt. Kommunalordung über den Antrag zu Beschließen! Nicht der Burgermeister und nicht eine „Arbeitsgruppe“ Wir fordern, daß sich der Gemeinderat mit den Thema Kiesabbau beschäftigt und per Beschluss den Antrag im Rahmen des Raumordnungsverfahren ablehnt! Die bereits erfolgte Stellungnahme der Gemeinde Crossen ist zurückzunehmen und durch eine neue und eindeutige Stellungnahme der Gemeide zum Vorhabensantrag zu fertigen.DIE GEMEINDE LEHNT DEN ANTRAG ZUM KIESABBAU AB! Der BM Berndt soll die VG -Leiter Bierbrauer beauftragen, dieses Gemeinderatsbeschluß und die Intresse der Bürger mit allen verwaltungstechischen und juristischen Mitteln beim Landesverwaltungsamt und transparent für uns Bürger zu vertreten! : NITSCH
Christian Nitsch
 
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Schreiben Bürgerinitiative an LZR

Beitragvon jhmatz » 04.02.2018, 20:48

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Beschlüsse des Gemeinderates
der Gemeinde Crossen an der Elster
zur Sitzung am 7. Dezember 2017


Beschluss - Nr. 46 / 2017:
Der Gemeinderat der Gemeinde Crossen an der Elster lehnt den
Kiesabbau ab.
Der Bürgermeister beauftragt die Verwaltungsgemeinschaft, die-
sen Beschluss mit allen erforderlichen Mitteln umzusetzen.
Die Verwaltungsgemeinschaft wird bei weiteren Verfahrensschrit-
ten über den Bürgermeister informieren.

- Zustimmung
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Bürgerinitiativen machen Druck gegen Kiesabbau bei Crossen

Beitragvon jhmatz » 05.02.2018, 08:30

Crossen. Nach dem Ratsbeschluss von Anfang Dezember in Crossen gegen den geplanten Kiesabbau in Crossen/Ahlendorf machen jetzt die Bürgerinitiativen in Crossen Druck.

Mit einem Schreiben hat sich die Bürgerinitiative (BI) Crossen/Ahlendorf auch im Namen der BI „Pro Elsteraue“ an die Kiesabbau-Firma LZR gewandt. Darin verweist die BI darauf, dass die Gemeinde Anfang Dezember mit einem öffentlichen Ratsbeschluss gegen den geplanten Kiesabbau Stellung bezogen hat. Die BI listet die auch in der Ratssitzung festgestellten Nachteile für Mensch und Natur auf. Und sie fordert das Unternehmen auf, „von Ihrem Vorhaben und Projekt sofort und schnellstens Abstand zu nehmen und dies dem Landesverwaltungsamt mitzuteilen, dass die entsprechenden Planungsverfahren nicht mehr durchgeführt werden müssen“.

Die BI „Pro Elsteraue“ hat den Crossener Bürgermeister gestern in einem Schreiben aufgefordert, seinem Auftrag aus der Ratssitzung vom 7. Dezember zeitnah gerecht zu werden und alle zuständigen Behörden über die ablehnende Stellungnahme der Gemeinde zum Antrag für einen Kiesabbau in der Elsteraue zu informieren. „Diese Schreiben sollten in aller Deutlichkeit den geänderten Standpunkt der Gemeinde Crossen mit allen Konsequenzen für die Verfahren enthalten“, fordert die BI „Pro Elstertal“. Zugleich wird der Bürgermeister um eine Rückinformation an die BI bis 15. Februar gebeten. Mit einem weiteren Schreiben an den Vorsitzenden der Crossener Arbeitsgruppe Kiesabbau bittet die BI „Pro Elstertal“ für eine weiter konstruktive Zusammenarbeit um eine „kleine Geschäftsordnung“. Die BI setzt auf Öffentlichkeit der AG, damit die Transparenz für die Bürger gewahrt bleibt.

OTZ Angelika Munteanu / 03.02.18
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Re: Kiesabbau vor der Ahlendorfer Brücke

Beitragvon Christian Nitsch » 06.02.2018, 12:13

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf die Internetseite hinweisen: http://www.pro-elsteraue.de/index.html hinweisen.
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