Den Raum Elstertal entwickeln

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Den Raum Elstertal entwickeln

Beitragvon jhmatz » 24.02.2017, 08:08

Den Raum Elstertal entwickeln - Einladung

Crossen. Zum ersten Forum zum Gemeindlichen Entwicklungskonzept Raum Elstertal wird am Mittwoch um 17 Uhr ins Klubhaus Crossen eingeladen. Es findet gemeinsam mit dem Stadtplanungsbüro Quaas aus Weimar statt, heißt es in der Einladung des Bad Köstritzer Bürgermeisters Dietrich Heiland (CDU). An diesem Abend sollen die Stärken, Schwächen, Potenziale und Konflikte der Gemeinden und Ortsteile erfasst werden. Dabei geht es um Siedlungs- und Infrastruktur, Sozialleben, Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung sowie Landschaftsgestaltung und Naturschutz. Die Einwohner der Städte und Gemeinden ­sollen dabei gehört werden.
OTZ / 24.02.17
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Elstertal-Forum Nr. 1 am Mittwoch 1.3. im Klubhaus

Beitragvon jhmatz » 25.02.2017, 15:05

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Einige Elstertal-Gem. wollen gemeinsame Dorferneuerungsförde

Beitragvon jhmatz » 29.03.2017, 08:05

Einige Elstertal-Gemeinden wollen gemeinsame Dorferneuerungsförderung. Die Eckpunkte für das Konzept stehen.

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Es ist den Gemeinden im Elstertal bewusst, dass Flutschutz schon im Kleinen anfängt. Das soll im ­gemeinsamen Entwicklungsplan verankert sein. Foto: Tino Zippel

Crossen. Auch wenn in der Vergangenheit Städte und Gemeinden des Elstertals bis auf einige Ausnahmen jede für sich ihr Süppchen kochten, wollen einige von ihnen jetzt gemeinsame Sache machen. Schließlich könnten sie es mit einer überzeugenden Bewerbung in die Förderung der gemeinsamen Dorferneuerung schaffen. Weil die Zeit drängt, der Antrag bis 31. Mai beim Land gestellt sein muss, ist das Arbeitspensum des Forums zum Entwicklungsraum Elstertal straff.

Zum zweiten Mal trafen Montagabend Vertreter aus fünf Gemeinden und zehn Ortsteilen zusammen, um mit Unterstützung von Stadtplaner Ingo Quaas und seinem Team gemeinsame Handlungsfelder, Ziele und konkrete Startprojekte zusammen zu tragen. "Es geht darum, einen Maßnahmeplan zu stricken, der deutlich macht, dass es neben individuellen Vorhaben auch für alle geltende Ziele gibt. Wir müssen mehr als Region denken, auch wenn einzelne Maßnahmen immer den Ort betreffen", sagte Quaas.

Handlungsziele und Startprojekte bestimmt

Er stimmte die Teilnehmer aus den Bad Köstritzer Ortsteilen Pohlitz, Reichardtsdorf, Gleina sowie aus Caaschwitz im Landkreis Greiz und diejenigen aus Silbitz, Seifartsdorf, Hartmannsdorf sowie der Crossener Ortsteile Tauchlitz, Rosenthal und Ahlendorf mit aktuellen Bevölkerungszahlen auf die schwierige Aufgabe ein. "Denn wir werden immer älter und weniger. Diese Grenzen müssen wir bei all unseren Überlegungen mitdenken", sagte der Stadtplaner.

In einzelnen Gruppen eruierten die Teilnehmer also die Ziele für ihr Gesamtkonzept. Diejenigen, die sich mit Dorfleben/Daseinsfürsorge beschäftigten, präsentierten zwei Leitideen für die Elstertal-Gemeinden: Zum einen das Leben für Ältere mit Mehrgenerationenhaus, Einkaufsshuttle und Generationenspielplätzen, zum anderen die Sanierung von Dorfplätzen, Festwiesen und ortsbildprägenden Gebäuden. Starten könne man bereits in Kürze mit dem Anschieben engerer Kooperation zwischen den zahlreichen aktiven Vereinen.

Die Gruppe Dorfbild/Dorfökologie einigte sich auf folgende Leitprojekte: 1. Hochwasserschutz, vor allem in vielen kleinen Maßnahmen bei Zuläufen und Bächen in den Dörfern, 2. das Historische erhalten und gleichzeitig für Barrierefreiheit sorgen und 3. Streuobstwiesen als Kulturlandschaft bewahren. "In Gleina könnte man mit einem überschaubaren Projekt zur naturnahen Umgestaltung hinter dem Teich beginnen", nannte Sebastian Nachtigall das mögliche Startprojekt.

Für das Handlungsfeld Siedlungsentwicklung/Infrastruktur einigte sich die Runde auf die Sanierung von wichtigen Straßen und Plätzen in allen Gemeinden, auf ein notwendig zu erarbeitendes Mobilitätskonzept, den Erhalt des Öffentlichen Nah- und Fernverkehrs sowie die Bereitstellung von Löschwasser als gemeinsam anzugehende Leitprojekte.

Zu guter Letzt hatte die Gruppe Wirtschaft/Tourismus eine zündende Idee: "Man könnte eine Weiße Elster als Landmarke installieren und als Symbol für das Elstertal in verschiedenen Varianten und an unterschiedlichen Orten manifestieren", so Quaas. Konkrete Vorschläge waren hier verbindende Rad- und Wanderwege, ein Info-Wegweisung für Freizeit und Erholung in den Ortsteilen sowie die Idee "Offenes Haus für Radfahrer" mit Willkommenssymbol an Geschäften, Gaststätten und Privathäusern.

"Ich würde sagen, das war eine intensive Mitarbeit, die realistische, bodenständige Ziele zum Ergebnis hat", sagte Ingo Quaas nach der Gruppenarbeit. Auch Silvio Mahl, Bürgermeister von Silbitz, bestätigte: "Es war sehr konstruktiv. Nun bleibt die Hoffnung auf die Fördermittel, denn ohne die wird vieles nicht gehen." Armin Baumert, Bürgermeister in Hartmannsdorf im Saale-Holzland-Kreis ist wie Ina John überzeugt, dass der Blick über den eigenen Tellerrand nur gut sein kann. "So weiß man mal, was die Nachbargemeinden brauchen", sagten sie. Helmut Wunderlich aus Crossen hofft, dass diese gemeinsame Bewerbung Anstoß für mehr Kooperation untereinander in der Zukunft ist.
Eine Infoveranstaltung mit Präsentation der Ergebnisse soll am 10. Mai, ab 17 Uhr, im Palais Bad Köstritz, Heinrich-Schütz-Straße 4, stattfinden
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Zehn Orte im Elstertal wollen gemeinsam ihre Region entwicke

Beitragvon jhmatz » 29.03.2017, 08:14

Die Orte wollen über die Kreisgrenze hinweg ihre Region entwickeln. Der Förderantrag ist bis Ende Mai zu stellen.

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Stärken und Schwächen der Orte werden vor einer gemeinsamen Gebietsentwicklung im Elstertal herausgearbeitet: Im ersten Einwohnerforum in Crossen schmieden Einwohner von Silbitz und Seifartsdorf Pläne für ihre Ortsteile. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. Was verbindet die Orte im Elstertal? Diese Frage steht ganz oben für eine gemeinsame Entwicklung in der Region an der Weißen Elster zwischen Gera und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Zehn Ortsteile aus fünf Gemeinden aus dem Elstertal haben sich dafür zusammengefunden. Und die Zeit drängt. Denn wenn es Förderung für diese neue Form der gemeinsamen Dorfentwicklung geben soll, dann muss der Förderantrag bis zum 31. Mai beim Land gestellt sein. Und dafür braucht es ein gemeinsames Konzept und eine alle umfassende Klammer. Die kann heißen Weiße Elster.

So hat es Stadtplaner Ingo Quaas aus Weimar am Mittwochabend im Klubhaus Crossen zum ersten Einwohnerforum für die Elstertal-Gemeinden erläutert. Zunächst gehe es nicht um die Fördermittel, sondern darum, dass die Bürger zur Sicht des Planers von außen die "Innensicht" aus den Dörfern liefern, und darum, dass geklärt wird: "Welche sind die Themen für die Region?" Leerstand, Dorfbild, soziale Infrastruktur, Dorfleben, Mobilität, Wirtschaft, Dorfökologie und Tourismus sind die Themen für ein gemeinsames Konzept zur regionalen Entwicklung. Die schließt ein, dass die einzelnen Ortskerne gestärkt werden. Und es gehe bei weitem nicht nur um Bauliches, sondern auch um Soziales und Ökologisches, erläuterte der Planer den Bürgern aus dem Elstertal.
Orte arbeiten ihre Stärken und Schwächen heraus

Das Geld, das es als Förderung dafür von Bund und Land geben könne, sei beschränkt, so wie auch die Eigenmittel, die die Kommunen aufbringen müssten. "Deshalb soll es dorthin gebracht werden, wo es am nötigsten ist", sagte Ingo Quaas.

Das fast dreistündige Einwohnerforum räumte den Einwohnern aus dem Elstertal Zeit ein, für jeden Ort die Stärken und die Schwächen herauszuarbeiten und anschließend in einer kurzen Präsentation zu benennen. Dafür hatte das Planungsbüro aus Weimar zehn Tische vorbereitet mit den Ortsnamensschildern und großen Bögen, auf denen Plus und Minus vermerkt werden konnten. Der Tisch von Gleina blieb vorgestern Abend leer, warum, konnte vor Ort nicht geklärt werden. Auch der Tisch für den Crossener Ortsteil Ahlendorf war nicht besetzt. Während in anderen Orten vor dem Forum bereits Pläne geschmiedet worden waren, solle das in Ahlendorf alsbald nachgeholt werden.

Einwohnerforum in Crossen zur Regionalentwicklung

Im ersten Einwohnerforum in Crossen schmieden Einwohner von Silbitz und Seifartsdorf Pläne für ihre Ortsteile. Zehn Orte im Elstertal wollen über die Kreisgrenze hinweg gemeinsam ihre Region entwickeln. Der Förderantrag ist bis Ende Mai zu stellen.
Forum mit fünf Gemeinden und zehn Ortschaften: Stärken und Schwächen der Orte werden vor einer gemeinsamen Gebietsentwicklung im Elstertal herausgearbeitet. Foto: Angelika Munteanu

Rosenthal

Im Rosenthal gebe es Mängel in der technischen Infrastruktur, erläuterten Kerstin Reinhardt und Hans-Peter Rudolph aus dem gerade einmal 500 Meter langen Crossener Ortsteil. Größtes Problem sei die noch dezentrale Abwasserentsorgung. Wenn die Straße grundhaft saniert würde, könnten sämtliche Infrastrukturprobleme gleich mit beseitigt werden. Vorzüge im Rosenthal sind etwa die Nachbarschaftshilfe und die Idee, wie in der Historie wieder Wein anzubauen.

Tauchlitz

Das teilsanierte alte Brauereigebäude in dem Crossener Ortsteil müsste noch stärker genutzt werden, sagte Bewohner Albrecht Pitschel. Den Tauchlitzern schwebt Tourismus auf der Weißen Elster vor und der Bau eines Spielplatzes. Wichtig sei, verfallenden Leerstand abzureißen und dass neben Straße und Stützmauern auch der Elsterdamm saniert wird, zumal Tauchlitz nach den aktuellen Plänen des Freistaates Thüringen keinen zusätzlichen Hochwasserschutz erhalten soll.

Silbitz und Seifartsdorf

In den beiden Ortsteilen der Gemeinde Silbitz fehlen aus Sicht von Bürgermeister Silvio Mahl Möglichkeiten für betreutes Wohnen. In Seifartsdorf fehle eine gute Busanbindung, in Silbitz der Breitbandausbau und die Nahversorgung für die Einwohner.

Hartmannsdorf

Die Gemeinde habe mit Verkehrsanbindung, Kita, Schulen in Crossen und Dorfgemeinschaftshaus viel zu bieten, sagte Ina John. Während eine Seite des Dorfes erneuert sei, müsse die andere saniert und der Leerstand beseitigt werden. Probleme seien die Löschwasserversorgung, die stillgelegte Fernwärmetrasse und unzureichend Raum für betreutes Wohnen.

Pohlitz

Der Bad Köstritzer Ortsteil ist relativ gut versorgt mit Anbindung an Bus und Bahn, drei Gaststätten und durch die sozialen Versorgung durch die Stadt. Als Mängel zählte Frank Schneider die Löschwasserversorgung, die marode Straße zur Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, sanierungsbedürftige Privathäuser und pflegebedürftige Grünflächen auf. Sorge hat der Ortsteil wegen der Hochwasserschutzplanung, die die Pohlitzer Flur als Überschwemmungsgebiet vorsieht.

Reichardtsdorf

Der Köstritzer Ortsteil als Sackgassendorf mit 120 Einwohnern ohne Busanbindung (außer dem Schulbus) fühlt sich von der Welt abgeschnitten. Leerstand gebe es nicht, sagte die Ortsteilbürgermeisterin Martina Lehnhardt. Den Zustand ihres Dorfgemeinschaftshauses, des Weges zur Kirche und die Löschwasserwasserversorgung sehen die Bewohner jedoch kritisch.

Caaschwitz

Die Gemeinde kann mit guten Verkehrswegen, zwei Gaststätten, Gewerbe und sogar einem hauptamtlichen Imker punkten. Sorgen hat sie aber, so Uwe Schlundt, wegen drei verfallenden Gebäuden im Ortskern, 17 seit Jahren freien Baugrundstücken, eines fehlenden Ladens oder schlechter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Im Resümee stellte Planer Quaas fest: Das Dorf- und Vereinsleben funktioniert in den Ortsteilen. Fast alle aber haben mit Leerstand und Verfall zu kämpfen und viele mit fehlender Anbindung an den Nahverkehr. Die Idee für einen "Elster-Express" wurde geboren, als Einkaufsshuttle für Senioren vielleicht einmal in der Woche.

Zwei weitere Einwohnerforen sind geplant. Und die jeweilige Gemeinde muss ihren Beschluss fassen, ehe bis Ende Mai die Anerkennung als Förderschwerpunkt Elstertal beantragt werden kann.
Angelika Munteanu / 03.03.17
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Elsterradweg - Schöne Aussichten auch bei Regen

Beitragvon jhmatz » 15.04.2017, 11:34

Wanderbares Saale-Holzland Auf dem Elster-Radweg lässt es sich hervorragend radeln – oder wandern
15. April 2017 / 02:59 Uhr
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Reporter Florian Girwert hat sich aufs Rad geschwungen. Foto: Katja Dörn

Eisenberg. Der Blick gen Himmel verheißt nichts gutes. Während der schreibende Radwanderer sein Fahrrad aus dem Kofferraum holt, das Vorderrad montiert und mit der Luftpumpe ordentlich Druck macht, tropft es immer wieder von oben. Das Auto bleibt vor dem Klubhaus Crossen stehen, der Reporter macht sich mitsamt Ausrüstung trotz Regen auf, um ein Stück auf dem Elster-Radweg zurückzulegen. Nicht zuletzt aus Zeitgründen wird das Fahrrad gewählt, doch während der Fahrt wird klar – Wanderer sind auch hier alles andere als falsch.

Der Weg führt vom Klubhaus über die Bahnschienen und die Weiße Elster zu einer kleinen Siedlung Am Mühlberg. Dieser Abschnitt gehört bereits zum Elster-Radweg, den man beispielsweise von Bad Köstritz über Caaschwitz, Silbitz und Tauchlitz nehmen kann. In Crossen lässt es sich mitten im Ort parken – das erleichtert die Rückkehr, wenn man nur eine Strecke fahren möchte. Doch dazu später. Wer hier bereits erschöpft ist, kann unterm Dach von "Pauls Ruh" eine Pause einlegen.

Anschließend geht es bergauf. Mittlerweile hat der leichte Regen aufgehört, die Bremsen am Fahrrad quietschen nicht mehr. Aber hier sind sie auch gerade nicht mehr nötig, denn der Anstieg braucht seine Zeit. Durch eine Allee von Obstbäumen – eine Rückkehr im Sommer ist daher angeraten – geht es entlang einiger Gärten den Berg hinauf. Immer besser lässt sich beim Blick nach Westen der Fluss erkennen, der sich durch die grüne Landschaft zieht. Der Weg ist befestigt und bestens für Läufer und Radfahrer geeignet.

Wer nicht gut in Schuss ist, sollte es nicht eilig haben, denn der Anstieg zieht sich etwas. Zum Glück fahren hier keine Autos und bei dem eher schlechten Wetter sind auch keine Radfahrer unterwegs. Nach etwa 20 Minuten bergauf, die zu Fuß sicher in weniger als einer Stunde zu schaffen sind, tut sich ein schicker Aussichtspunkt auf. Über eine Holztreppe kann man seinen Standpunkt um etwa zweieinhalb bis drei Meter erhöhen und bekommt einen herrlichen Blick über das Elstertal. Unter dem Aussichtspunkt findet sich – wie an mehreren Stellen des Weges – eine Übersicht zur hiesigen Flora und Fauna. Sitzgelegenheiten sind ebenfalls in Reichweite, zudem gibt es nur wenige Meter weiter einen Schutzhütte, wenn das Wetter einmal noch schlechter ist als an diesem Tag.

An dieser Stelle begibt man sich nach Sachsen-Anhalt. Der Anstieg ist allerdings noch nicht geschafft. Doch nach nur noch wenigen Metern hat man den höchsten Punkt des Abschnitts erreicht. Ab hier geht es ins Tal. Wer sich jetzt darauf freut, mal richtig aufzudrehen, muss vorsichtig sein. Auf dem Weg in die kleine Siedlung Kossweda gibt es immer wieder große Rinnen, in denen Wasser über den Weg geleitet werden soll, ohne dass das Wasser den nicht-asphaltierten Weg erodieren lässt. Es ist also Vorsicht geboten.

In Kossweda hat man nun zwei Möglichkeiten: Den Weg weiterzufahren oder zu laufen. Bis Zeitz sind es zwar noch mehr als zehn Kilometer, doch auf zwei Rädern ist die Strecke leicht zu meistern. Wer hingegen nur ein paar Schritte gehen wollte, nimmt den Weg von Kossweda nach Wetterzeube. Dort hält die Bahn, die von Gera über Bad Köstritz nach Leipzig und wieder zurück fährt.

Dort angekommen, brummt der Bahnwärter: "Gehen Sie ein Stück weiter nach hinten auf dem Bahnsteig. Hier vorne hält der wahrscheinlich nicht." Potztausend, dass ein so kleiner Bahnhof bemannt ist, hätte man nicht gedacht. Betreten darf man den Bahnsteig überhaupt nur, wenn der Wärter die vorgehängte Kette entfernt und die Passagiere durchlässt. Wie auf dem Radweg ist es auch hier: Weit und breit außer dem klammen Radler niemand zu sehen.

Es waren fünf bergige Kilometer von Crossen nach Wetterzeube auf einem Weg, der noch viel mehr zu bieten hat und deutlich länger befahren und erlaufen werden kann. Bei unvergnüglichen Wetterbedingungen war die Strecke allerdings ausreichend. Wofür mit dem Rad eine halbe Stunde über den Berg nötig war, das schafft die Bahn binnen weniger Minuten. Im Auto hilft die Heizung, wieder auf Temperatur zu kommen.

Und bei allen Widrigkeiten: Schön war es allemal. Beim nächsten Mal, vielleicht dann ohne Protokoll, darf die Strecke gern ein gutes Stück länger ausfallen.
Florian Girwert / 15.04.17 OTZ


Strecken-Fakten
15. April 2017 / 02:01 Uhr

Der Elster-Radweg misst etwa 250 Kilometer von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung in die Saale. Am Abschnitt zwischen Bad Köstritz und Wetterzeube gibt es in Bad Köstritz, Caaschwitz und Crossen Einkehrmöglichkeiten. Der Rückweg kann nach Bad Köstritz von Crossen oder Wetterzeube aus mit dem Zug zurückgelegt werden.
OTZ / 15.04.17
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Elstertal-Gemeinden einigen sich auf ein gemeinsames Leitbil

Beitragvon jhmatz » 11.05.2017, 08:14

Im Forum zum Gemeindlichen Entwicklungskonzept werden Maßnahmen festgelegt, die mit Dorferneuerungsförderung angestrebt werden

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Die Gemeinden des Elstertals wollen Gelder zur Dorferneuerung beantragen.Foto: Christine Schimmel

Bad Köstritz. Mit dem dritten Forum zum Gemeindlichen Entwicklungskonzept Elstertal (GEK) ging gestern Abend ein Prozess zu Ende, den zehn Ortsteile aus fünf Gemeinden aus der Region zwischen Gera und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt durchlaufen haben. Ziel ihrer Bemühungen war ein einheitliches Konzept, mit dem sie sich um Förderung von Dorfentwicklung beim Land Thüringen bewerben wollen.

Nun gibt es den Konzeptentwurf, dem mehrere Zusammenkünfte der Gemeindevertreter vorausgingen. Sie alle hatten mit Stadtplaner Ingo Quaas daran gefeilt, Wünsche und Planungen aller beteiligten Dörfer auf einen Nenner zu bringen, der auch beim Land punkten kann.

Mehr als 50 einzelne Maßnahmen hatten Pohlitz, Reichardtsdorf, Gleina, Caaschwitz, Silbitz, Seifartsdorf, Hartmannsdorf, Tauchlitz, Rosenthal und Ahlendorf aufgelistet, die sie langfristig umsetzen wollen, damit ihre Region dem demografischen Wandel entgegenwirkt, historische Bausubstanz erhalten kann und für die Einwohner und Touristen gleichermaßen als lebenswert empfunden wird. Das Leitbild "Elstertal: Attraktives Wohnen auf dem Land" steht über allen Bemühungen.

Neben der konsequenten Innenentwicklung der Dörfer haben sich die Gemeinden auf eine Bewahrung der Verkehrsinfrastruktur verständigt und sich das Ziel bewusst gemacht, auch Mobilitätsangebote für Menschen ohne Auto zu erschließen. Schnelles Internet und Barrierefreiheit sind von allen unterschriebene Ziele, ebenso wie die Pflege regionalen Brauchtums und die Unterstützung von Vereinen. Zu den konkret benannten Maßnahmen gehören die Errichtung von ortsspezifischen Generationenspielplätzen sowie die Etablierung eines Mehrgenerationenhauses. Natürlich betreffen zahlreiche Maßnahmen den Hochwasserschutz der Elsteraue-Region, die sich unter dem Begriff "Weiße Elster" stärker vermarkten will.

"Neben den langfristig angedachten Vorhaben sind einige Startprojekte beschlossen worden, die in kurzer Zeit und mit wenig Geld umzusetzen sind", stellte Ingo Quaas die Kooperation zwischen den Vereinen der Gemeinden, die energetische Dach- und Fassadensanierung der Kita Caaschwitz und die Errichtung einer Regenrückhaltefläche in Seifartsdorf vor. Auch die naturnahe Gestaltung des hinteren Teiches in Gleina und die Aktion "Offenes Haus für Radfahrer und Wanderer" mit einheitlicher Beschriftung und Logo seien solche Ansätze.

Nun müssen noch verschiedene Stellungnahmen in das Konzept eingearbeitet werden, dann soll es den Gemeinderäten vorliegen. "Ihre Beschlüsse müssen bis 29. Mai gefasst sein, damit das Papier bis 31. Mai im Amt für Landesentwicklung und Flurneuordnung vorliegen kann, um voraussichtlich im Herbst möglichst mit positivem Bescheid zurück zu kommen", so Quaas. Erst mit Anerkennung des Konzepts besteht die Möglichkeit auf Förderung von 65 Prozent auf kommunale und 35 Prozent auf private Maßnahmen.

Christine Schimmel / 11.05.17 OTZ
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Konzept für die Dorfregion gebilligt

Beitragvon jhmatz » 01.06.2017, 13:12

Bad Köstritz. Einstimmig haben die Bad Köstritzer Stadträte in der außerordentlichen Sitzung am Dienstagabend das Gemeindliche Entwicklungskonzept für die Dorfregion Entwicklungsraum Elstertal gebilligt.

Worum es in dem Konzept mit dem langen Namen geht, ist schnell erklärt. Fünf ländlich geprägte Gemeinden mit ihren Ortsteilen haben gemeinsam einen Antrag auf Dorferneuerung gestellt. Es handelt sich dabei um die Ortsteile Ahlendorf und Tauchlitz der Gemeinde Crossen sowie der Bereich Rosenthal, Silbitz mit Ortsteil Seifartsdorf, Hartmannsdorf, die Ortsteile Gleina, Pohlitz und Reichardtsdorf der Stadt Bad Köstritz sowie die Gemeinde Caaschwitz.
Landkreisübergreifende Maßnahmen

Im Konzept ist beschrieben, wie sich die Dorfregion in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln will, besonderes Augenmerk werde auf das Wohnen auf dem Land gelegt. Mit dem orts- und sogar landkreisübergreifenden Konzept reagiere man auf den demografischen Wandel, es sei deshalb zukunftsgerichtet.

Gestern musste das Konzept eingereicht werden, das Grundlage ist, um Fördermittel für Dorferneuerungsmaßnahmen beantragen zu können. Der Abgabetermin 31. Mai ist auch der Grund gewesen, weshalb der Stadtrat außerplanmäßig tagte.

Katja Grieser / 01.06.17 OTZ
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