Bautätigkeit

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Übungstunnel für die Thüringer Feuerwehr

Beitragvon jhmatz » 09.06.2017, 08:01

Auf einer Regionalkonferenz wurde über die Ausbildungsqualität, Strukturreform und Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr diskutiert.

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Innenstaatssekretär Udo Götze (links) und Landesfeuerwehrschulleiter Jörg Henze mit dem unterzeichneten Pachtvertrag für das Übungsgelände der Deutschen Bahn in Crossen. Foto: TMIK/Jacob Schröter

Hermsdorf. Geht Udo Götze zur Feuerwehr, dann fast nie mit leeren Händen. Zur Regionalkonferenz Ost des Thüringer Feuerwehrverbandes am Mittwochabend in Hermsdorf brachte der Innenstaatssekretär jedoch keinen Scheck für ein neues Löschfahrzeug mit. Sondern einen Pachtvertrag.

Vertragspartner ist die Bahn AG, die in Crossen (Saale-Holzland-Kreis) ein nicht mehr genutztes Gleisgelände zur Verfügung stellt. Entstehen soll hier Deutschlands erstes und wohl einziges Übungszentrum für das Löschen von brennenden Zügen im Tunnel. Sechs ausrangierte Waggons hat die DB AG schon zum Abfackeln zugesagt. Was in Crossen noch fehlt, ist eine 300 Meter lange Tunnelröhre. Und womöglich auch die Ausbilder der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz, die jährlich mindestens 400 Kameraden auch zur Brandbekämpfung in Schienentunneln befähigen sollen.

Damit ist eines der Themen, die zur Konferenz in Hermsdorf an drei großen Tischen simultan debattiert wurden, bereits benannt: Welche Qualität hat die Ausbildung der rund 35 000 aktiven Feuerwehrleute im Freistaat? Lassen sich Qualifizierungslehrgänge besser auf die Bedürfnisse der überwiegend ehrenamtlichen Kameraden zuschneiden? Braucht es wirklich 16 Unterrichtsstunden, um ein Sprechfunkgerät sicher zu bedienen?

Hier gingen die Meinungen der etwa 50 haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus ganz Ostthüringen noch am wenigsten auseinander. Manche Ausbildungsmodule seien zu lang, andere zeitlich zu unflexibel. Aber die zwei Wochen Grundausbildung, die blieben das A und O. Jörg Henze, Chef der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz, nahm eine Menge Anregungen und Vorschläge auf.

Staatssekretär Götze auch. Er saß am Gesprächstisch "Strukturreform" und erlebte hier im kleineren Format, was er bereits aus den Debatten mit den Bürgermeistern zur Gemeinde­reform kennt: Skepsis bis Ablehnung, größere Strukturen zu bilden. Peter Lindner, Kreisbrandmeister der Stadt Greiz, warnte davor, über die Schließung von Feuerwehrstandorten nachzudenken, die noch gut funktionieren. Besser wäre, denen beim Sterben zuzuschauen, die ohnehin keinen Nachwuchs mehr gewännen. Andere berichteten, dass vor allem ältere Kameraden angekündigt hätten, bei Zwangsfusionen von Wehren ihr Ehrenamt sofort hinzuwerfen. Götze sagte, er nehme so etwas ernst. Wolfgang Fiedler, langjähriger Innenpolitiker der CDU-Landtagsfraktion und steter Kämpfer für die Interessen der Feuerwehr, entschärfte die Befürchtungen auf seine Art. Der Spuk dieser Gebietsreform, sagte er, sei sowieso bald vorbei.

An einem dritten Tisch ging es um neue Uniformteile und die Nachwuchsgewinnung. Zwischen beidem bestehe durchaus ein Zusammenhang, hieß es. Auch bei der Jugendfeuerwehr sei die Uniform identitätsstiftend. Sie müsse aber vielseitig, zweckmäßig und nicht aus der Zeit gefallen sein. Steffen Jubold aus Zeulenroda-Triebes trug schon mal zwei neue Teile, die in Baden-Württemberg eingeführt wurden. Diese dunkelblaue Diensthose, lobte er, überstehe auch mal eine Brandsicherungswache.
Brandschutz ist kommunale Pflichtaufgabe

Ende 2015 gab es in Thüringen 1498 freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren.
Nur die Städte Altenburg, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Jena, Nordhausen und Weimar unterhalten zusätzlich Berufsfeuerwehren.
Die Zahl der aktiven Kameraden in Einsatzabteilungen sank von rund 39 300 im Jahr 2011 auf gut 35 000 im Jahr 2015.
Die Jugendfeuerwehren haben konstant 11 000 Mitglieder, aber statistisch nur jeder zehnte Jugendliche bleibt bei seiner Wehr.

Volkhard Paczulla / 09.06.17 OTZ

Beitrag von Gestern


Einzige Anlage in Deutschland: Thüringer Feuerwehren bekommen Übungstunnel für Zugbrände


Die Thüringer Feuerwehren können künftig das Löschen an einem brennenden Zug auf einem eigenen Tunnelübungsgelände trainieren.


Crossen. Einen entsprechenden Pachtvertrag für ein nicht mehr genutztes Bahn-Gleisgelände in Crossen (Saale-Holzland-Kreis) haben Innenstaatssekretär Udo Götze und der Leiter der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, Jörg Henze, unterzeichnet, wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. "Das Trainingsgelände wird die erste und damit auch einzige Übungsanlage für Zugbrände in Deutschland", erklärte Götze.

An der Tunnelanlage sollen jährlich 400 bis 500 Einsatzkräfte der Thüringer Feuerwehren ausgebildet werden. Die Ausbildung auf dem Übungsgelände solle zunächst mit sechs von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellten Waggons realisiert werden. Die ersten 150 Meter der 300 Meter langen Tunnelröhre sollen bis Ende 2019 fertiggestellt sein. Gasbefeuerte Hotspots im Zug sollen für realistische Brandszenarien sorgen.
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Kirche darf in Crossen bauen

Beitragvon jhmatz » 07.07.2017, 07:11

Crossen. Der Crossener Gemeinderat hat mehrheitlich sein Einvernehmen zum Bau eines Gemeindezentrums der Kirche beschlossen. Dafür darf von den örtlichen Bauvorschriften abgewichen werden. Im Gemeinderat war zu erfahren, dass die Kirche plant, dem Gebäude ein flaches Dach zu geben, das von den vornehmlich eher steilen Dächern in der Umgebung abweicht. Zudem sollen die großen Fenster keine Sprossen erhalten, so wie es die Vorschriften für Gebäude in Crossen vorsehen.

Die Zustimmung erfolgte allerdings nicht einstimmig. Ratsmitglied Jörg Henke (AfD) merkte an, dass die Evangelische Kirche sich in Mitteldeutschland ohnehin inmitten einer Umstrukturierung befinde. Deshalb könne man nicht sicher sein, dass das Gemeindezentrum dann überhaupt noch gebraucht werde. Die Gemeinde sollte deshalb kein Geld für das Zentrum ausgeben.

Dem entgegnete die Verwaltung jedoch, dass die Gemeinde Crossen selbst finanziell nicht an der Angelegenheit beteiligt sei. Die Kosten für das Bauvorhaben trägt die Kirche selbst – die Gemeinde erklärt sich lediglich damit einverstanden, dass der Bau tatsächlich errichtet wird.

OTZ / 07.07.17
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Crossen will 100 Prozent Förderung für Breitbandausbau

Beitragvon jhmatz » 11.07.2017, 06:55

46 200 Euro außerplanmäßige Ausgaben für den Eigenanteil könnten die Gemeinde in die Haushaltssicherung rutschen lassen

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Bald sollen auch in Crossen solche Kabel im Boden versenkt werden. Wie das bezahlt werden soll, ist allerdings noch nicht gesichert. Foto: Peter Kneffel

Crossen. Der Breitbandausbau in Crossen soll nicht an fehlendem Geld scheitern: Trotzdem hat der Gemeinderat kürzlich beschlossen, die dafür nötigen 46 200 Euro Eigenanteil nicht als außerplanmäßige Ausgabe von Seiten der Gemeinde bereitzustellen. Wesentlicher Grund dafür ist die Sorge, dadurch in die Haushaltssicherung zu geraten und somit eine stärkere Kontrolle des Haushalts durch die Kommunalaufsicht zu riskieren.

Man habe jüngst viel Gewerbesteuer zurückzahlen müssen und könne sich die außerplanmäßige Ausgabe schlicht nicht ohne größere Verwerfungen leisten, sagte Bürgermeister Uwe Berndt (Linke). Zunächst sollte das Ansinnen des Landratsamtes, von dem die Aufforderung zur Bereitstellung der 46 200 Euro kam, mit einer Ablehnung zurückgewiesen werden.
Erst soll die Aufsicht den Fall genau prüfen

Mit Hilfe des Beschlusses sollte das Landratsamt gezwungen werden, sich zu überlegen, wie Crossen statt einer 90-Prozent-Förderung den gesamten Betrag für den Breitbandausbau als Förderung bekommt.

Gemeinden oder Kommunen, die entweder bereits in der Haushaltssicherung sind oder durch die Ausgaben in die Sicherung rutschen, sollen vollständig gefördert werden. Also beschloss der Gemeinderat, er könne die außerplanmäßige Ausgabe zunächst nicht genehmigen.

Zudem wurde die Gemeindeverwaltung noch beauftragt, der Kommunalaufsicht ein Begleitschreiben mit Erläuterungen zukommen zu lassen, dass man die Förderung sehr wohl in Anspruch nehmen will. Doch ehe man die Ausgabe vielleicht doch genehmigt, soll die Aufsicht nun prüfen, ob nicht doch die 100-Prozent-Förderung möglich wäre, weil man sonst nicht länger Herr der eigenen Finanzen wäre.

Der entsprechende Beschluss erging am Ende einstimmig.

Florian Girwert / 11.07.17 OTZ


Kommentar:
Florian Girwert über den Wert eines schnellen Netzes auf dem Land
So ein Breitbandausbau ist eine feine Sache, die eigentlich jeder irgendwie gut findet, solange sie wenig oder gar nichts kostet. Genau darin liegt das Problem: Sind geringe Kosten schon wenig genug – oder sollte der Breitband-Ausbau Gemeinden am besten gar nichts kosten?

Schkölen hat sich bereits vor einigen Wochen mit dem Problem beschäftigt und ging davon aus, dass der vom Landratsamt geforderte Eigenanteil zu hoch ist und nicht aus eigener Tasche gezahlt werden kann. In Crossen ist es nun ganz ähnlich: Hier will man prüfen lassen, ob man nicht doch berechtigt wäre, sich den Ausbau ganz bezahlen zu lassen. Doch auch dieses Handeln kittet nur ein Problem, das eigentlich viel größer ist als der Saale-Holzland-Kreis oder Thüringen.

Der Breitband-Ausbau gehört zur Infrastruktur und ist nicht nur etwas, das man gerne hätte. Nein, ein schneller Internetzugang ist heute oft Voraussetzung, dass Unternehmen so funktionieren, wie sie sollen. Den Ausbau davon abhängig zu machen, ob eine Gemeinde ausreichend Geld hat oder nicht, würde bestehende Ungleichheiten zwischen unterschiedlichen Gemeinden nur befördern. Doch rückwirkend lässt sich das Problem nicht beseitigen.

Florian Girwert / 11.07.17 OTZ
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11 200 Euro für neue Laternen in Crossen

Beitragvon jhmatz » 26.07.2017, 19:57

Crossen. Für eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 11 200 Euro stimmte am Montag der Crossener Gemeinderat. Mit dem Geld sollen vier alte Betonmasten der Straßenbeleuchtung entfernt und modernisiert werden. Betroffenen sind davon Masten im Crossener Wiesenweg und der Friedensstraße. Die Gelegenheit dafür sei günstig, sagte Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) gegenüber den anwesenden Stadträten. So konnten durch Eigenleistungen der Gemeinde die Kosten beim Bau des Sport- und Freizeitparks gesenkt werden, was nun die außerplanmäßige Ausgabe ermögliche.

Schulweg besser ausleuchten

Neben der Erneuerung der vier alten Laternen in Crossen ist zudem die Errichtung eines weiteren Masts in der Friedensstraße in Richtung Sparkasse geplant. Ziel sei es, den Schulweg für die Schüler besser auszuleuchten. „Hier ist es doch ziemlich dunkel. Deswegen wollen wir das gleich mit erledigen“, ergänzte Berndt während der Gemeinderatssitzung.

Der Antrag wurde von den Gemeinderäten einstimmig angenommen.

Martin Hauswald / 26.07.17 OTZ
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Bahnschienen freigeräumt - für Tunnelrettungsgelände

Beitragvon jhmatz » 10.08.2017, 10:06

Gera. Auf Anforderung begann das Technische Hilfswerk (THW) aus Gera ein großes Projekt der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS).

Am Samstag fuhr das THW Gera zum Bahnhof Crossen an der Elster. Insgesamt acht THW Helfer begannen die stillgelegten Bahnschienen freizuräumen, um die Grundlage des neuen Bauprojektes der LFKS zu schaffen. In der Nähe des Bahnhofes wird bald ein neues Ausbildungsgelände entstehen.

Zwei von insgesamt vier Schienen sind nun komplett freigelegt. Mit dem Ausbilder für Tunnelrettung wurden bereits die nächsten Pläne besprochen und ein neuer Termin wird angestrebt.

OTZ / 10.08.17
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Pilotprojekt: Schule versorgt sich selbst mit Strom

Beitragvon jhmatz » 20.09.2017, 11:20

Die Bürgerenergie Saale-Holzland testet die Technik der Stromspeicher – Auch für Privatpersonen kann sich das lohnen

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Vorstand der Bürgerenergie Saale-Holzland Thomas Winkelmann zeigt die Stromspeicher im Wartungskeller der Crossener Regelschule. Foto: Martin Hauswald

Crossen. Erneuerbare Energien haben es nicht immer ganz leicht. Als zu unsicher erscheint die Stromversorgung. Wenn die Sonne mal nicht scheint oder Wind nicht weht, ist Schluss mit dem grünen Strom aus der Steckdose. Überschüssigen Strom zwischenspeichern? Schwierig. Um den Strombedarf in Deutschland zum Beispiel in einem Pumpspeicherkraftwerk zu sichern, wäre ein Stausee von der Größe des Müritz-Sees notwendig. Vor dem Hintergrund dieser Dimensionen erscheint eine zentrale Lösung als unrealistisch.
Pilotprojekte in Crossen und Schlöben

Daher geistert seit Jahren die Forderung durch die Gesellschaft, auf dezentrale Energieerzeugung zu setzen. Also die Stromproduktion und den -verbrauch vor Ort.

Wie das Ganze aussehen kann, soll ein Projekt der genossenschaftlichen Bürgerenergie Saale-Holzland auf dem Dach der Crossener Grund- und Regelschule zeigen. Dort befinden sich seit kurzem 105 Solarmodule auf einer Gesamtfläche von knapp 170 Quadratmetern. „Das entspricht einer Leistung von 30 Kilowatt“, erklärt Thomas Winkelmann, Vorstand der Genossenschaft.

An sich kein sonderlich neues Projekt, ähnliches hat die Bürgerenergie bereits auf den Dächern der Hermsdorfer Regelschule oder des Förderzentrums Hainspitz realisiert, mit relativ guten Ergebnissen. Dort wird zwischen 30 und 50 Prozent des Solarstromes von den Schulen selbst verbraucht.

In Crossen sollen es immerhin 80 Prozent sein. Möglich machen soll das ein Stromspeicher. Für die Bürgerenergie Saale-Holzland ist das ein Pilotprojekt. „Den nutzen wir normalerweise nicht, dafür sind die Speicher einfach noch zu teuer“, ergänzt Winkelmann. Möglich wurde es für Crossen allerdings durch das Investitionsprogramm „Solar Invest“ des Thüringer Umweltministeriums, das 50 Prozent der Investitionssumme von 60 000 Euro übernimmt. Die restlichen 30 000 Euro stammten aus Mitteln der Genossenschaft.

Auch wenn die Anschaffungskosten hoch seien, könnte die Schule auf diese Weise einen Großteil ihres Stromverbrauchs selbst decken, ergänzt Winkelmann. Der Verbrauch ist nicht ganz unerheblich wegen des Schulbetriebs an der Grund- und Regelschule und den Betrieb der Turnhalle, die auch von Crossener Sportvereinen genutzt wird.

Neben der Crossener Schule, läuft ein ähnliches Projekt zur Zeit auch auf dem Dach des Schlöbener Familienzentrums. Dort wird für insgesamt 20 000 Euro eine Zehn-Kilowatt-Anlage aufgebaut. „Damit soll die Feuerwehr, die Kindergartengruppe und der Bauhof versorgt werden“, ergänzt Winkelmann.
Bis zu 800 Euro Stromersparnis

Auch wenn die Speichertechnologie noch in den Kinderschuhen stecke, könnte sich auch für Privatpersonen eine Investition in Solaranlagen auf dem eigenen Dach rechnen. „Der Erzeugerpreis für die Kilowattstunde liegt hier bei etwa elf Cent. Der durchschnittliche Preis bei Energieversorgern bei etwa 30 Cent“, meint Winkelmann.

Durchschnittlich verbraucht ein Vier-Personen-Haushalt in Deutschland nach Angaben des Bundesumweltministeriums pro Jahr etwa 4200 Kilowattstunden Strom. Damit ergibt sich schnell eine Ersparnis von rund 800 Euro pro Jahr. Aber auch ohne Speicher könne sich eine Solaranlage durchaus lohnen. Der Technik sei Dank. So könne versucht werden, den Stromverbrauch in den Tagesablauf zu verlagern, sagt Winkelmann: „Moderne Geräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschinen lassen sich ja vorprogrammieren.“ So ließe sich der Strom auch nutzen, selbst wenn er nicht gespeichert werden könne. Für die nächste Zeit stehen in der Energiegenossenschaft weitere Projekte auf dem Plan. So sollen unter anderem die Schule in Königshofen und zwei weitere Schulen in Jena mit Solaranlagen versehen werden. Dort aber zunächst ohne Stromspeicher, sagt Winkelmann.

OTZ - Martin Hauswald / 20.09.17
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Vollsperrung Brücke Tauchlitz

Beitragvon jhmatz » 08.10.2017, 18:33

Tauchlitz. Wegen dringender Reparaturarbeiten am Straßenbelag an der Brücke muss die Straße von Crossen nach Tauchlitz am 10. Oktober für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert über Silbitz. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung.
OTZ / 06.10.17
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Kreisstraße zum Rittergut Nickelsdorf wird saniert – ab 2020

Beitragvon jhmatz » 11.10.2017, 20:56

Anwohner und Bürgermeister hoffen auf schnelle Besserung – Landratsamt verweist auf Landes-Fördermittel

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Die Straße hinauf zum Rittergut in Nickelsdorf gilt als eine der schlechtesten im Saale-Holzland-Kreis. Mehrere Arten Pflaster in schlechtem Zustand wechseln sich mit einer Reihe von Asphalt-Flicken ab, die auch in schlechtem Zustand sind. Foto: Florian Girwert

Nickelsdorf/Eisenberg. Im Auto rumpelt es bedenklich, als der Reporter testweise die Strecke abfährt. Etwas mehr als einen Kilometer lang ist die Straße, die vom Crossener Ortsteil Nickelsdorf hinauf zum Rittergut führt, das ebenfalls zu Nickelsdorf gehört. Mancher bezeichnet den Straßenabschnitt als „eine der schlechtesten Straßen im ganzen Landkreis“. Mehrere Sorten Pflaster, die ihre besten Zeiten hinter sich haben, wechseln sich mit Asphalt ab, der an mancher Stelle nur Löcher stopft und über mehrere hundert Meter etwa ein Drittel der Fahrbahn belegt.

Problem ist, dass auch der Asphalt längst nicht mehr in gutem Zustand ist und in alle Richtungen bröckelt. Aus Sicht von Anwohner Wolfgang Werner wäre es längst Zeit für eine Erneuerung. „Früher hat man uns gesagt, dass jederzeit die Russen mit Panzern hätten über die Straße fahren können. Da wäre eine Erneuerung sinnlos gewesen. Das ist aber heute nicht mehr so“, sagt er. Für ihn unverständlich, dass im Rittergut Menschen aus ganz Europa für Veranstaltungen oder Seminare zusammenkommen und die Straße ihnen das Leben unnötig schwer mache. In die Kerbe stößt auch Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Linke), der auf eine zügige Besserung der Lage hofft.

Immerhin seien die letzten gründlichen Arbeiten lange her, vor zehn bis zwölf Jahren sei mit Schwarzdecke geflickt worden, erinnert sich Wolfgang Werner. Im Winter werde die Lage vermutlich nicht besser, wenn die Asphalt-Reste weiter aufbrechen. Für das Rittergut finde sich immer wieder Geld – da müsse sich doch auf der Straße selbst auch etwas tun.

Immerhin, die Aussicht besteht, dass die Straße zum Rittergut auf Vordermann gebracht wird. Die Kreisstraße K127, wie die Straße im Amtsdeutsch heißt, soll ab dem Jahr 2020 saniert werden, so die Sprecherin des Landratsamtes auf Anfrage unserer Zeitung. Doch auch dahinter steht noch ein Fragezeichen. „Die Realisierung hängt ab von der Bewilligung von Fördermitteln durch das Land.“

OTZ Florian Girwert / 11.10.17
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