Bautätigkeit

Dieser Teil des Forums ist für allgemeine Diskussionen rund um Crossen gedacht.

Übungstunnel für die Thüringer Feuerwehr

Beitragvon jhmatz » 09.06.2017, 08:01

Auf einer Regionalkonferenz wurde über die Ausbildungsqualität, Strukturreform und Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr diskutiert.

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Innenstaatssekretär Udo Götze (links) und Landesfeuerwehrschulleiter Jörg Henze mit dem unterzeichneten Pachtvertrag für das Übungsgelände der Deutschen Bahn in Crossen. Foto: TMIK/Jacob Schröter

Hermsdorf. Geht Udo Götze zur Feuerwehr, dann fast nie mit leeren Händen. Zur Regionalkonferenz Ost des Thüringer Feuerwehrverbandes am Mittwochabend in Hermsdorf brachte der Innenstaatssekretär jedoch keinen Scheck für ein neues Löschfahrzeug mit. Sondern einen Pachtvertrag.

Vertragspartner ist die Bahn AG, die in Crossen (Saale-Holzland-Kreis) ein nicht mehr genutztes Gleisgelände zur Verfügung stellt. Entstehen soll hier Deutschlands erstes und wohl einziges Übungszentrum für das Löschen von brennenden Zügen im Tunnel. Sechs ausrangierte Waggons hat die DB AG schon zum Abfackeln zugesagt. Was in Crossen noch fehlt, ist eine 300 Meter lange Tunnelröhre. Und womöglich auch die Ausbilder der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz, die jährlich mindestens 400 Kameraden auch zur Brandbekämpfung in Schienentunneln befähigen sollen.

Damit ist eines der Themen, die zur Konferenz in Hermsdorf an drei großen Tischen simultan debattiert wurden, bereits benannt: Welche Qualität hat die Ausbildung der rund 35 000 aktiven Feuerwehrleute im Freistaat? Lassen sich Qualifizierungslehrgänge besser auf die Bedürfnisse der überwiegend ehrenamtlichen Kameraden zuschneiden? Braucht es wirklich 16 Unterrichtsstunden, um ein Sprechfunkgerät sicher zu bedienen?

Hier gingen die Meinungen der etwa 50 haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus ganz Ostthüringen noch am wenigsten auseinander. Manche Ausbildungsmodule seien zu lang, andere zeitlich zu unflexibel. Aber die zwei Wochen Grundausbildung, die blieben das A und O. Jörg Henze, Chef der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz, nahm eine Menge Anregungen und Vorschläge auf.

Staatssekretär Götze auch. Er saß am Gesprächstisch "Strukturreform" und erlebte hier im kleineren Format, was er bereits aus den Debatten mit den Bürgermeistern zur Gemeinde­reform kennt: Skepsis bis Ablehnung, größere Strukturen zu bilden. Peter Lindner, Kreisbrandmeister der Stadt Greiz, warnte davor, über die Schließung von Feuerwehrstandorten nachzudenken, die noch gut funktionieren. Besser wäre, denen beim Sterben zuzuschauen, die ohnehin keinen Nachwuchs mehr gewännen. Andere berichteten, dass vor allem ältere Kameraden angekündigt hätten, bei Zwangsfusionen von Wehren ihr Ehrenamt sofort hinzuwerfen. Götze sagte, er nehme so etwas ernst. Wolfgang Fiedler, langjähriger Innenpolitiker der CDU-Landtagsfraktion und steter Kämpfer für die Interessen der Feuerwehr, entschärfte die Befürchtungen auf seine Art. Der Spuk dieser Gebietsreform, sagte er, sei sowieso bald vorbei.

An einem dritten Tisch ging es um neue Uniformteile und die Nachwuchsgewinnung. Zwischen beidem bestehe durchaus ein Zusammenhang, hieß es. Auch bei der Jugendfeuerwehr sei die Uniform identitätsstiftend. Sie müsse aber vielseitig, zweckmäßig und nicht aus der Zeit gefallen sein. Steffen Jubold aus Zeulenroda-Triebes trug schon mal zwei neue Teile, die in Baden-Württemberg eingeführt wurden. Diese dunkelblaue Diensthose, lobte er, überstehe auch mal eine Brandsicherungswache.
Brandschutz ist kommunale Pflichtaufgabe

Ende 2015 gab es in Thüringen 1498 freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren.
Nur die Städte Altenburg, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Jena, Nordhausen und Weimar unterhalten zusätzlich Berufsfeuerwehren.
Die Zahl der aktiven Kameraden in Einsatzabteilungen sank von rund 39 300 im Jahr 2011 auf gut 35 000 im Jahr 2015.
Die Jugendfeuerwehren haben konstant 11 000 Mitglieder, aber statistisch nur jeder zehnte Jugendliche bleibt bei seiner Wehr.

Volkhard Paczulla / 09.06.17 OTZ

Beitrag von Gestern


Einzige Anlage in Deutschland: Thüringer Feuerwehren bekommen Übungstunnel für Zugbrände


Die Thüringer Feuerwehren können künftig das Löschen an einem brennenden Zug auf einem eigenen Tunnelübungsgelände trainieren.


Crossen. Einen entsprechenden Pachtvertrag für ein nicht mehr genutztes Bahn-Gleisgelände in Crossen (Saale-Holzland-Kreis) haben Innenstaatssekretär Udo Götze und der Leiter der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, Jörg Henze, unterzeichnet, wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. "Das Trainingsgelände wird die erste und damit auch einzige Übungsanlage für Zugbrände in Deutschland", erklärte Götze.

An der Tunnelanlage sollen jährlich 400 bis 500 Einsatzkräfte der Thüringer Feuerwehren ausgebildet werden. Die Ausbildung auf dem Übungsgelände solle zunächst mit sechs von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellten Waggons realisiert werden. Die ersten 150 Meter der 300 Meter langen Tunnelröhre sollen bis Ende 2019 fertiggestellt sein. Gasbefeuerte Hotspots im Zug sollen für realistische Brandszenarien sorgen.
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Kirche darf in Crossen bauen

Beitragvon jhmatz » 07.07.2017, 07:11

Crossen. Der Crossener Gemeinderat hat mehrheitlich sein Einvernehmen zum Bau eines Gemeindezentrums der Kirche beschlossen. Dafür darf von den örtlichen Bauvorschriften abgewichen werden. Im Gemeinderat war zu erfahren, dass die Kirche plant, dem Gebäude ein flaches Dach zu geben, das von den vornehmlich eher steilen Dächern in der Umgebung abweicht. Zudem sollen die großen Fenster keine Sprossen erhalten, so wie es die Vorschriften für Gebäude in Crossen vorsehen.

Die Zustimmung erfolgte allerdings nicht einstimmig. Ratsmitglied Jörg Henke (AfD) merkte an, dass die Evangelische Kirche sich in Mitteldeutschland ohnehin inmitten einer Umstrukturierung befinde. Deshalb könne man nicht sicher sein, dass das Gemeindezentrum dann überhaupt noch gebraucht werde. Die Gemeinde sollte deshalb kein Geld für das Zentrum ausgeben.

Dem entgegnete die Verwaltung jedoch, dass die Gemeinde Crossen selbst finanziell nicht an der Angelegenheit beteiligt sei. Die Kosten für das Bauvorhaben trägt die Kirche selbst – die Gemeinde erklärt sich lediglich damit einverstanden, dass der Bau tatsächlich errichtet wird.

OTZ / 07.07.17
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Crossen will 100 Prozent Förderung für Breitbandausbau

Beitragvon jhmatz » 11.07.2017, 06:55

46 200 Euro außerplanmäßige Ausgaben für den Eigenanteil könnten die Gemeinde in die Haushaltssicherung rutschen lassen

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Bald sollen auch in Crossen solche Kabel im Boden versenkt werden. Wie das bezahlt werden soll, ist allerdings noch nicht gesichert. Foto: Peter Kneffel

Crossen. Der Breitbandausbau in Crossen soll nicht an fehlendem Geld scheitern: Trotzdem hat der Gemeinderat kürzlich beschlossen, die dafür nötigen 46 200 Euro Eigenanteil nicht als außerplanmäßige Ausgabe von Seiten der Gemeinde bereitzustellen. Wesentlicher Grund dafür ist die Sorge, dadurch in die Haushaltssicherung zu geraten und somit eine stärkere Kontrolle des Haushalts durch die Kommunalaufsicht zu riskieren.

Man habe jüngst viel Gewerbesteuer zurückzahlen müssen und könne sich die außerplanmäßige Ausgabe schlicht nicht ohne größere Verwerfungen leisten, sagte Bürgermeister Uwe Berndt (Linke). Zunächst sollte das Ansinnen des Landratsamtes, von dem die Aufforderung zur Bereitstellung der 46 200 Euro kam, mit einer Ablehnung zurückgewiesen werden.
Erst soll die Aufsicht den Fall genau prüfen

Mit Hilfe des Beschlusses sollte das Landratsamt gezwungen werden, sich zu überlegen, wie Crossen statt einer 90-Prozent-Förderung den gesamten Betrag für den Breitbandausbau als Förderung bekommt.

Gemeinden oder Kommunen, die entweder bereits in der Haushaltssicherung sind oder durch die Ausgaben in die Sicherung rutschen, sollen vollständig gefördert werden. Also beschloss der Gemeinderat, er könne die außerplanmäßige Ausgabe zunächst nicht genehmigen.

Zudem wurde die Gemeindeverwaltung noch beauftragt, der Kommunalaufsicht ein Begleitschreiben mit Erläuterungen zukommen zu lassen, dass man die Förderung sehr wohl in Anspruch nehmen will. Doch ehe man die Ausgabe vielleicht doch genehmigt, soll die Aufsicht nun prüfen, ob nicht doch die 100-Prozent-Förderung möglich wäre, weil man sonst nicht länger Herr der eigenen Finanzen wäre.

Der entsprechende Beschluss erging am Ende einstimmig.

Florian Girwert / 11.07.17 OTZ


Kommentar:
Florian Girwert über den Wert eines schnellen Netzes auf dem Land
So ein Breitbandausbau ist eine feine Sache, die eigentlich jeder irgendwie gut findet, solange sie wenig oder gar nichts kostet. Genau darin liegt das Problem: Sind geringe Kosten schon wenig genug – oder sollte der Breitband-Ausbau Gemeinden am besten gar nichts kosten?

Schkölen hat sich bereits vor einigen Wochen mit dem Problem beschäftigt und ging davon aus, dass der vom Landratsamt geforderte Eigenanteil zu hoch ist und nicht aus eigener Tasche gezahlt werden kann. In Crossen ist es nun ganz ähnlich: Hier will man prüfen lassen, ob man nicht doch berechtigt wäre, sich den Ausbau ganz bezahlen zu lassen. Doch auch dieses Handeln kittet nur ein Problem, das eigentlich viel größer ist als der Saale-Holzland-Kreis oder Thüringen.

Der Breitband-Ausbau gehört zur Infrastruktur und ist nicht nur etwas, das man gerne hätte. Nein, ein schneller Internetzugang ist heute oft Voraussetzung, dass Unternehmen so funktionieren, wie sie sollen. Den Ausbau davon abhängig zu machen, ob eine Gemeinde ausreichend Geld hat oder nicht, würde bestehende Ungleichheiten zwischen unterschiedlichen Gemeinden nur befördern. Doch rückwirkend lässt sich das Problem nicht beseitigen.

Florian Girwert / 11.07.17 OTZ
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11 200 Euro für neue Laternen in Crossen

Beitragvon jhmatz » 26.07.2017, 19:57

Crossen. Für eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 11 200 Euro stimmte am Montag der Crossener Gemeinderat. Mit dem Geld sollen vier alte Betonmasten der Straßenbeleuchtung entfernt und modernisiert werden. Betroffenen sind davon Masten im Crossener Wiesenweg und der Friedensstraße. Die Gelegenheit dafür sei günstig, sagte Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) gegenüber den anwesenden Stadträten. So konnten durch Eigenleistungen der Gemeinde die Kosten beim Bau des Sport- und Freizeitparks gesenkt werden, was nun die außerplanmäßige Ausgabe ermögliche.

Schulweg besser ausleuchten

Neben der Erneuerung der vier alten Laternen in Crossen ist zudem die Errichtung eines weiteren Masts in der Friedensstraße in Richtung Sparkasse geplant. Ziel sei es, den Schulweg für die Schüler besser auszuleuchten. „Hier ist es doch ziemlich dunkel. Deswegen wollen wir das gleich mit erledigen“, ergänzte Berndt während der Gemeinderatssitzung.

Der Antrag wurde von den Gemeinderäten einstimmig angenommen.

Martin Hauswald / 26.07.17 OTZ
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Bahnschienen freigeräumt - für Tunnelrettungsgelände

Beitragvon jhmatz » 10.08.2017, 10:06

Gera. Auf Anforderung begann das Technische Hilfswerk (THW) aus Gera ein großes Projekt der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS).

Am Samstag fuhr das THW Gera zum Bahnhof Crossen an der Elster. Insgesamt acht THW Helfer begannen die stillgelegten Bahnschienen freizuräumen, um die Grundlage des neuen Bauprojektes der LFKS zu schaffen. In der Nähe des Bahnhofes wird bald ein neues Ausbildungsgelände entstehen.

Zwei von insgesamt vier Schienen sind nun komplett freigelegt. Mit dem Ausbilder für Tunnelrettung wurden bereits die nächsten Pläne besprochen und ein neuer Termin wird angestrebt.

OTZ / 10.08.17
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Pilotprojekt: Schule versorgt sich selbst mit Strom

Beitragvon jhmatz » 20.09.2017, 11:20

Die Bürgerenergie Saale-Holzland testet die Technik der Stromspeicher – Auch für Privatpersonen kann sich das lohnen

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Vorstand der Bürgerenergie Saale-Holzland Thomas Winkelmann zeigt die Stromspeicher im Wartungskeller der Crossener Regelschule. Foto: Martin Hauswald

Crossen. Erneuerbare Energien haben es nicht immer ganz leicht. Als zu unsicher erscheint die Stromversorgung. Wenn die Sonne mal nicht scheint oder Wind nicht weht, ist Schluss mit dem grünen Strom aus der Steckdose. Überschüssigen Strom zwischenspeichern? Schwierig. Um den Strombedarf in Deutschland zum Beispiel in einem Pumpspeicherkraftwerk zu sichern, wäre ein Stausee von der Größe des Müritz-Sees notwendig. Vor dem Hintergrund dieser Dimensionen erscheint eine zentrale Lösung als unrealistisch.
Pilotprojekte in Crossen und Schlöben

Daher geistert seit Jahren die Forderung durch die Gesellschaft, auf dezentrale Energieerzeugung zu setzen. Also die Stromproduktion und den -verbrauch vor Ort.

Wie das Ganze aussehen kann, soll ein Projekt der genossenschaftlichen Bürgerenergie Saale-Holzland auf dem Dach der Crossener Grund- und Regelschule zeigen. Dort befinden sich seit kurzem 105 Solarmodule auf einer Gesamtfläche von knapp 170 Quadratmetern. „Das entspricht einer Leistung von 30 Kilowatt“, erklärt Thomas Winkelmann, Vorstand der Genossenschaft.

An sich kein sonderlich neues Projekt, ähnliches hat die Bürgerenergie bereits auf den Dächern der Hermsdorfer Regelschule oder des Förderzentrums Hainspitz realisiert, mit relativ guten Ergebnissen. Dort wird zwischen 30 und 50 Prozent des Solarstromes von den Schulen selbst verbraucht.

In Crossen sollen es immerhin 80 Prozent sein. Möglich machen soll das ein Stromspeicher. Für die Bürgerenergie Saale-Holzland ist das ein Pilotprojekt. „Den nutzen wir normalerweise nicht, dafür sind die Speicher einfach noch zu teuer“, ergänzt Winkelmann. Möglich wurde es für Crossen allerdings durch das Investitionsprogramm „Solar Invest“ des Thüringer Umweltministeriums, das 50 Prozent der Investitionssumme von 60 000 Euro übernimmt. Die restlichen 30 000 Euro stammten aus Mitteln der Genossenschaft.

Auch wenn die Anschaffungskosten hoch seien, könnte die Schule auf diese Weise einen Großteil ihres Stromverbrauchs selbst decken, ergänzt Winkelmann. Der Verbrauch ist nicht ganz unerheblich wegen des Schulbetriebs an der Grund- und Regelschule und den Betrieb der Turnhalle, die auch von Crossener Sportvereinen genutzt wird.

Neben der Crossener Schule, läuft ein ähnliches Projekt zur Zeit auch auf dem Dach des Schlöbener Familienzentrums. Dort wird für insgesamt 20 000 Euro eine Zehn-Kilowatt-Anlage aufgebaut. „Damit soll die Feuerwehr, die Kindergartengruppe und der Bauhof versorgt werden“, ergänzt Winkelmann.
Bis zu 800 Euro Stromersparnis

Auch wenn die Speichertechnologie noch in den Kinderschuhen stecke, könnte sich auch für Privatpersonen eine Investition in Solaranlagen auf dem eigenen Dach rechnen. „Der Erzeugerpreis für die Kilowattstunde liegt hier bei etwa elf Cent. Der durchschnittliche Preis bei Energieversorgern bei etwa 30 Cent“, meint Winkelmann.

Durchschnittlich verbraucht ein Vier-Personen-Haushalt in Deutschland nach Angaben des Bundesumweltministeriums pro Jahr etwa 4200 Kilowattstunden Strom. Damit ergibt sich schnell eine Ersparnis von rund 800 Euro pro Jahr. Aber auch ohne Speicher könne sich eine Solaranlage durchaus lohnen. Der Technik sei Dank. So könne versucht werden, den Stromverbrauch in den Tagesablauf zu verlagern, sagt Winkelmann: „Moderne Geräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschinen lassen sich ja vorprogrammieren.“ So ließe sich der Strom auch nutzen, selbst wenn er nicht gespeichert werden könne. Für die nächste Zeit stehen in der Energiegenossenschaft weitere Projekte auf dem Plan. So sollen unter anderem die Schule in Königshofen und zwei weitere Schulen in Jena mit Solaranlagen versehen werden. Dort aber zunächst ohne Stromspeicher, sagt Winkelmann.

OTZ - Martin Hauswald / 20.09.17
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Vollsperrung Brücke Tauchlitz

Beitragvon jhmatz » 08.10.2017, 18:33

Tauchlitz. Wegen dringender Reparaturarbeiten am Straßenbelag an der Brücke muss die Straße von Crossen nach Tauchlitz am 10. Oktober für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert über Silbitz. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung.
OTZ / 06.10.17
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Kreisstraße zum Rittergut Nickelsdorf wird saniert – ab 2020

Beitragvon jhmatz » 11.10.2017, 20:56

Anwohner und Bürgermeister hoffen auf schnelle Besserung – Landratsamt verweist auf Landes-Fördermittel

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Die Straße hinauf zum Rittergut in Nickelsdorf gilt als eine der schlechtesten im Saale-Holzland-Kreis. Mehrere Arten Pflaster in schlechtem Zustand wechseln sich mit einer Reihe von Asphalt-Flicken ab, die auch in schlechtem Zustand sind. Foto: Florian Girwert

Nickelsdorf/Eisenberg. Im Auto rumpelt es bedenklich, als der Reporter testweise die Strecke abfährt. Etwas mehr als einen Kilometer lang ist die Straße, die vom Crossener Ortsteil Nickelsdorf hinauf zum Rittergut führt, das ebenfalls zu Nickelsdorf gehört. Mancher bezeichnet den Straßenabschnitt als „eine der schlechtesten Straßen im ganzen Landkreis“. Mehrere Sorten Pflaster, die ihre besten Zeiten hinter sich haben, wechseln sich mit Asphalt ab, der an mancher Stelle nur Löcher stopft und über mehrere hundert Meter etwa ein Drittel der Fahrbahn belegt.

Problem ist, dass auch der Asphalt längst nicht mehr in gutem Zustand ist und in alle Richtungen bröckelt. Aus Sicht von Anwohner Wolfgang Werner wäre es längst Zeit für eine Erneuerung. „Früher hat man uns gesagt, dass jederzeit die Russen mit Panzern hätten über die Straße fahren können. Da wäre eine Erneuerung sinnlos gewesen. Das ist aber heute nicht mehr so“, sagt er. Für ihn unverständlich, dass im Rittergut Menschen aus ganz Europa für Veranstaltungen oder Seminare zusammenkommen und die Straße ihnen das Leben unnötig schwer mache. In die Kerbe stößt auch Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Linke), der auf eine zügige Besserung der Lage hofft.

Immerhin seien die letzten gründlichen Arbeiten lange her, vor zehn bis zwölf Jahren sei mit Schwarzdecke geflickt worden, erinnert sich Wolfgang Werner. Im Winter werde die Lage vermutlich nicht besser, wenn die Asphalt-Reste weiter aufbrechen. Für das Rittergut finde sich immer wieder Geld – da müsse sich doch auf der Straße selbst auch etwas tun.

Immerhin, die Aussicht besteht, dass die Straße zum Rittergut auf Vordermann gebracht wird. Die Kreisstraße K127, wie die Straße im Amtsdeutsch heißt, soll ab dem Jahr 2020 saniert werden, so die Sprecherin des Landratsamtes auf Anfrage unserer Zeitung. Doch auch dahinter steht noch ein Fragezeichen. „Die Realisierung hängt ab von der Bewilligung von Fördermitteln durch das Land.“

OTZ Florian Girwert / 11.10.17
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Schule in Crossen erzeugt ihren Strom selbst

Beitragvon jhmatz » 25.10.2017, 07:28

Solaranlage auf der Turnhalle in Crossen geht ans Netz – Bürgerenergie und Landkreis kooperieren

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Bei günstigem Wetter kann die neue Photovoltaikanlage der Genossenschaft Bürgerenergie den Energiebedarf der Schule in Crossen decken. Künftig sollen sich die Schulgebäude und die Turnhalle autark mit Energie versorgen können. Foto: Angelika Munteanu

Crossen. 30 Kilowatt je Stunde Energieleistung haben die Schulgebäude in Crossen gestern gebraucht. Zehn Prozent davon konnten mit Energie vom eigenen Turnhallendach gedeckt werden bei grauem Himmel und Nieselregen. Wenn die Sonne scheint, dann können sich die Grund- und die Regelschule künftig selbst versorgen dank einer Photovoltaikanlage, die jetzt in Betrieb gegangen ist.

„Die Leistung stimmt“, stellte gestern vor Ort Thomas Winkelmann von der Genossenschaft Bürgerenergie Saale-Holzland fest. Die Genossenschaft und ihre technische Partner haben die Anlage gemeinsam mit dem Landkreis als Träger der beiden Schulen verwirklicht. In kurzer Zeit wurden auf dem Turnhallendach auf knapp 170 Quadratmetern Fläche 105 Solarmodule installiert. Im Technikraumen stehen neue Stromspeicher mit 112 Speichermodulen. Während ältere Solaranlage einen Wirkungsgrad von 30 bis 50 Prozent haben, soll die neue Anlage eine Ausbeute von bis zu 80 Prozent schaffen können, damit die Schulgebäude und die Turnhalle mit Energie versorgt werden können.

60 000 Euro hat die Bürgerenergie-Genossenschaft in die Anlage investiert. „Davon sind die Hälfte Fördermittel für Solarinvestitionen vom Thüringer Umweltministerium. Die andere Hälfte des Geldes kommt von Bürgern aus der Region“, erläuterte Landrat Andreas Heller (CDU). Mit ihren Anteilen – einer im Wert von 500 Euro – beteiligen sich Bürger an der Genossenschaft und an ihren Projekten. Eine ganze Reihe von Schulen im Landkreis trägt bereits Solaranlagen. Damit trägt der Landkreis selbst dazu bei, sein Klimaschutzkonzept zu verwirklichen. Wichtig seien dezentrale Anlagen zur Selbstversorgung in der Vielfalt der alternativen Energieerzeugung mit Windkraft, Biomasse und Photovoltaik – ohne lange Leitungen, sagte Heller. Die neue Art der Energiespeicherung, die an der Schule in Crossen genutzt wird, könnte auch interessant sein für private Hauseigentümer.

Nicht nur für die Strom- und Wärmeversorgung sehen die beiden Schulleiter Sylvia Köpnick und Sylvio Hoffmann für ihre Schulen einen Gewinn. Anschaulicher als im Technikraum der Solaranlage lässt sich im Physikunterricht wohl kaum der Sinn des Wandelns von Gleich- in Wechselstrom erläutern. Und: „Unser Lernort ist wieder auf einem neuen Stand“, bedankte sich Hoffmann.

Für die Genossenschaft Bürgerenergie Saale-Holzland sei das Projekt in Crossen bereits das achte in der Region. Aktuelles Ziel sei es, den alternativ erzeugten Strom maximal auszunutzen. In Jena gelinge das bereits in einer Schule, deren Anlage mit einem Hotel kombiniert ist. In Crossen soll dies auch gelingen. Noch kann überschüssig erzeugte Energie nicht ins Netz eingespeist werden, weil das eine unzulässige Doppelförderung zu dem Geld vom Umweltministerium wäre, erläuterte Winkelmann. Eine Quartierslösung mit dem Wohnumfeld in Crossen wäre eine Überlegung wert, sagte Steve Orels von Solarzentrum Thüringen in Hermsdorf, einem der Partner der Bürgerenergie. Von dort auch stammt die Speicherlösung für die Anlage in Crossen. Für die Unabhängigkeit von anderen Stromlieferanten hat sich Christian Leibling von Senec in das Projekt eingebracht. Wenn auf dem Schuldach überschüssiger Strom – etwa in den Sommerferien ohne Schulbetrieb – produziert wird, kann er später ins öffentliche Netz eingespeist werden. In einer Cloud gebe es einen virtuellen Speicher, aus dem die Schule bei mehr Energiebedarf im Winter wieder Energie abrufen kann. „Garantiert grüner Strom.“ In fünf Jahren, wenn die Anlage ins öffentliche Netz einspeisen darf, wäre diese Lösung über eine Rückleitung dann nutzbar.

OTZ - Angelika Munteanu / 24.10.17
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Crossen: Sozialtrakt kommt weg

Beitragvon jhmatz » 06.11.2017, 11:36

Abriss in Crossen wird komplett gefördert

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Der alte Sozialtrakt am Sportplatz wird abgerissen. Foto: Susann Grunert

Crossen. Die Tage des mehr als maroden Sozialtrakts auf dem Sportplatz in Crossen sind gezählt. „Wir haben die Möglichkeit, den Trakt mit hundert­prozentiger Förderung abreißen zu lassen“, informierte Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) zur Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Der – noch im Bau befind­liche – neue Sport- und Freizeitpark „Gutmanns Wiese“ werde künftig auch von der Schule genutzt, so dass Umkleiden am alten Sportplatz nicht mehr benötigt werden. „Außerdem sind die ­Toiletten dort in einem sehr schlechten Zustand, da ist es günstiger, bei Bedarf einen Toilettenwagen zu mieten, als den Bestand zu sanieren“, so Berndt.

Der Wasseranschluss soll für Festivitäten am Sportplatz, zum Beispiel dem Osterfeuer, aber erhalten bleiben. Der Beschluss zum Abriss wurde einstimmig angenommen.

OTZ / 04.11.17
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Deutschlands erstes Tunnelausbildungszentrum

Beitragvon jhmatz » 14.11.2017, 09:00

Deutschlands erstes Tunnelausbildungszentrum für Feuerwehrleute kommt nach Crossen

In Crossen erfolgt der Startschuss für das Tunnelausbildungszentrum für Feuerwehrleute. Zunächst dienen sechs Waggons zum Trainieren.

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Auf einem derzeit noch brach liegenden früheren Gelände der Deutschen Bahn in Crossen will die Landesfeuerwehrschule ein Tunnelausbildungszentrum errichten. Foto: Susann Grunert

Crossen. Noch stehen nur einige Meter Bauzaun rund um das brach liegende Bahngelände an der Ladestraße des Crossener Bahnhofs.

Doch schon am Mittwoch (15. November 2017) erfolgt hier der Startschuss für das neue Eisenbahntunnelausbildungszentrum der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule – dem einzigen in ganz Deutschland.

Wie das Thüringer Innenministerium informiert, werden jetzt sechs Eisenbahnreisewaggons durch einen Hilfszug der Deutschen Bahn AG angeliefert. Im Juni war der Pachtvertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen wurden, die ein nicht mehr genutztes Gleisgelände in Crossen für das neue Ausbildungszentrum zur Verfügung stellt. Im Auftrag der Landesfeuerwehrschule beräumten dann im August Helfer des Technischen Hilfswerkes einen Teil der still­gelegten Bahnschienen.

„Das Ausbildungszentrum ist eine Bereicherung für die ganze ­Region, weit über Crossen hinaus“, sagt Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Er sei insgesamt froh, dass man eine Möglichkeit gefunden habe, das Tunnel­training nun auch preiswerter in Deutschland anbieten zu können. Bisher mussten Feuerwehrleute für entsprechende Fortbildungen bis in die Schweiz reisen. „Das Training ist wichtig, aber man hofft natürlich immer, dass es nie benötigt wird.“

Der Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD) betont die Wichtigkeit der neuen Ausbildungsmöglichkeiten: „Im Notfall zählt gerade in Tunnelanlagen jede Minute, um Leben zu retten. Die hohe Qualität der Ausbildung an der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule und die praktischen Einsatzübungen der Kameradinnen und Kameraden legen den Grundstein für eine gezielte und schnelle Bewältigung dieser speziellen Einsatzlagen.“

Übungen am Objekt, wie sie künftig in Crossen möglich sein werden, würden die Einsatzkräfte optimal auf den Ernstfall vorbereiten. Thüringen werde mit dieser einzigartigen Anlage besonders realitätsnahe Situationen vermitteln können.

Die Übungsanlage soll ab 2020 mit einem etwa 300 Meter langen Eisenbahnübungstunnel bebaut werden. Die Bereitstellung der Waggons ermög­liche es weit vor Errichtung der Tunnelelemente, erste Übungen auf dem Gelände durchzuführen. Als Sozialräume sollen für die Feuerwehrleute in Ausbildung zunächst Container dienen.

In einem Zeitungsinterview bezifferte Innenstaatssekretär Udo Götze (SPD) die Kosten für die Übungsanlage auf etwa zwei Millionen Euro kosten.

OTZ Susann Grunert / 14.11.17
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Europaweit einzigartige Übungsanlage

Beitragvon jhmatz » 16.11.2017, 16:08

Ausbildungszentrum in Crossen startet

In Crossen an der Elster entsteht ein Ausbildungszentrum, in dem Feuerwehrleute künftig Einsätze in Eisenbahntunneln proben.

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Millimeterarbeit: Spezialkräne der Bahn setzen die ausrangierten Waggons um. Hier in Crossen entsteht eine Übungsstrecke für die Brandbekämpfung in Eisenbahntunneln. Foto: Peter Michaelis

Crossen. Für die Eisenbahn-Fans und Hobbyfotografen, die an diesem novembergrauen Tag zum Bahnhof in Crossen (Saale-Holzland-Kreis) an der Elster gekommen sind, ist es ein Fest: Wie in Zeitlupe nimmt das „Mammut“, einer der drei Notfallkräne der Deutschen Bahn, nacheinander sechs Waggons an den Haken und setzt sie vom regulären aufs benachbarte Abstellgleis um. Dann schiebt ein gelber Schienenbagger die Wagen in Position.

Das seltene Schauspiel markiert den Startschuss für ein Vorhaben, das wahrlich viele Väter hat: allen voran die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz, das Thüringer Innenministerium, die Kommunen und die Bahn. Denn auf dem Bahnareal soll ein Tunnelausbildungszentrum entstehen, wie es nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa kein zweites gibt.

Notwendig ist das, weil vom 10. Dezember an der reguläre Bahnverkehr auf der Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Berlin und München startet, der mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde auch die Tunnelkette durch den Thüringer Wald rast. Solange die neue Trasse noch nicht am Netz war, konnten die Anrainer-Feuerwehren, die im Falle eines Brandes oder Zugunglücks ausrücken müssen, den Ernstfall in den Tunneln proben. In den zurückliegenden Monaten fanden allein dort zehn Großübungen statt.

Doch nun, da die Strecke in Betrieb genommen wird, ist das nicht mehr möglich. Andererseits reicht es nicht, nur die 21 Tunnel-Basiseinheiten entlang der Strecke regelmäßig zu schulen. „4000 ausgebildete Kameraden müssen ständig vorgehalten werden“, sagt Jörg Henze, Leiter der Landesfeuerwehrschule.

Tunnelausbildungszentrum für Feuerwehrleute am Bahnhof Crossen

Am Mittwoch (15. November 2017) fiel in Crossen der Startschuss für das neue Eisenbahntunnelausbildungszentrum der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule.
Die Bereitstellung der Eisenbahnreisewaggons ermöglicht es, bereits weit vor der Errichtung der Tunnelelemente erste Übungen auf dem ehemaligen Bahngelände durchzuführen.

Bildrechte:OTZ

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Peter Michaelis / 15.11.17 / OTZ
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Bisher absolvierten die Profis in den Tunnelwehren zuerst einen Vorbereitungslehrgang in Bad Köstritz und anschließend eine Spezialausbildung bei der International Fire Academy in der Schweiz. Doch bei den Tausenden zumeist ehrenamtlichen Einsatzkräften wäre das weder praktikabel noch finanzierbar. Deshalb soll nun unter realistischen Bedingungen in Crossen und damit in der Nähe der Landesfeuerwehrschule geübt werden. Im Frühjahr 2018 kann das Training beginnen.

Ein erster Schritt war, das rund 22.000 Quadratmeter große Bahngelände zu pachten und mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks vom Wildwuchs zu befreien. In Mukran auf der Insel Rügen wurden die ausgemusterten Waggons gekauft, die freilich nur eine Notlösung sind. Denn geübt werden soll schließlich die Brandbekämpfung und Bergung aus ICE. Doch solche Waggons sind derzeit absolute Mangelware. „Die, die wir hatten, wurden in den arabischen Raum verkauft“, erklärt Mike Flügel, bei der Deutschen Bahn zuständig für die Inbetriebnahme der Strecke. In zwei Jahren, schätzt er, werden einzelne ICE 1-Mittelwaggongs zur Verfügung stehen.

Bis dahin soll sich auch auf dem Bahngelände in Crossen viel getan haben. Das Land will die Fläche kaufen und erschließen und dann mit der Errichtung einer etwa 300 Meter langen und zwölf Meter breiten Tunnelröhre beginnen. „Pro Jahr sollen etwa 100 Meter entstehen, dazu ein Funktionsgebäude“, sagt Patrick Wagner, Fachlehrer an der Landesfeuerwehrschule. Die Fertigstellung sei 2019/2020 geplant. Ob es eine Leicht- oder eine Festbauhalle werde, sei noch nicht entschieden. „Wir wünschen uns eine feste Bauweise“, sagt Wagner. Das nicht zuletzt deshalb, weil in dem Tunnel fünf Heißbrandstellen eingerichtet werden, an denen ein Brandereignis in einer unterirdischen Verkehrsanlage realitätsnah nachgestellt werden kann.

Insgesamt wird die Übungsanlage den Freistaat „mehrere Millionen Euro kosten“, wie Marc Stielow, Leiter der Gesamtkoordinierung Gefahrenabwehr im Thüringer Innenministerium, ankündigte. Bis die Anlage steht, können die Feuerwehrleute aber an den Waggons „schon einmal die taktische Vorgehensweise im Brand- und Katastrophenfall üben“, kündigt Fachlehrer Kai Pfützner an.

Die Infrastruktur ist indes nur die eine Seite der Medaille, das Ausbildungspersonal die andere. Deshalb ist es Musik in den Ohren von Schulleiter Jörg Henze, als Steffen Dittes (Linke) als Vorsitzender des Landtagsinnen- und Kommunalausschusses, eine Verbesserung der personellen Situation an der Landesfeuerwehrschule und einen „deutlichen Stellenaufwuchs in den Jahren 2018 und 2019“ in Aussicht stellt. Andreas Heller, CDU-Landrat im Saale-Holzland-Kreis, freut sich derweil, dass das Land am Rande des Freistaats investiert und Crossen mit dieser auch europaweit attraktiven Anlage damit ins Zentrum des Landes rückt.

Inzwischen hat das „Mammut“ seinen Einsatz beendet.Eine lange Verschnaufpause kann sich der Mann am Steuer aber nicht erlauben: Der Kran muss weiter. Weiter nach Frankfurt (Main), wo es einen Bahnunfall gab.

OTZ Sibylle Göbel / 16.11.17
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Bäumfällungen am Schlossberg

Beitragvon jhmatz » 21.11.2017, 07:44

Crossen. Am Schlossberg in Crossen müssen im Hang­bereich Richtung Sportplatz 24 Bäume gefällt werden. „Wir sind hier in der Verkehrssicherungspflicht“, erklärte Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) den Gemeinderäten. Unter anderem sei das Eschensterben hier ein größeres Problem.

Die Revierförsterin habe die Bäume untersucht und angezeichnet. Rund 6000 Euro werden die Arbeiten die Gemeinde kosten. Ast- und Kronenmaterial sollen im Hang verbleiben und gegen Abrutschen gesichert werden.

OTZ / 21.11.17
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