Buchautor aus Crossen

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Buchautor aus Crossen

Beitragvon jhmatz » 01.04.2014, 15:53

Erinnerungen eines Grenzsoldaten
10.01.2014 - 07:00 Uhr
Der russische Soldat kannte sich aus in dem Grenzabschnitt. Einige Wochen bevor er eine ganze Kompanie in Aufruhr versetzte, war er am Fuße des Hülfensberges im Eichsfeld als Beobachtungsposten eingesetzt, kannte daher die vielen Schwachstellen im Grenzzaun und bei der Besetzung des Abschnitts.
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Plötzlich an der Trennlinie zweier völlig unterschiedlicher Gesellschaftssysteme: Wilfried Schober vor dem Grenzzaun nahe Döringsdorf im September 1970. Foto: privat

Crossen an der Elster/Mühlhausen/Eichsfeld. Mit Maschinenpistole und mehreren Magazinen voller Munition bewaffnet war der Russe später aus seiner Einheit geflohen "und wollte bestimmt versuchen, an unserem Grenzabschnitt durchzubrechen", schrieb Wilfried Schober damals nieder. "Bei seiner Flucht hatte er zwei Offiziere der Sowjetarmee erschossen und 10 weitere verletzt, davon einige sehr schwer durch einen Lungenschuss. (...) Er hatte also nichts mehr zu verlieren."

Es ist eine der dramatischeren Episoden, die Wilfried Schober in seinem Buch "Als Grenzsoldat in der Mitte Deutschlands - Briefe und Erinnerungen aus den Jahren 1969/70" beschreibt. In mehr als 70 Briefen, eigenen Aufzeichnungen und heimlich geschossenen Fotos vom Grenzgebiet der DDR dokumentiert er darin fast lückenlos seine 18-monatige Dienstzeit bei der Nationalen Volksarmee (NVA) als Grenzsoldat.

Wie ein längst vergangener Film
"Vor einigen Jahren übergab mir meine Mutti alle von mir geschriebenen Briefe als Erinnerung zurück mit den Worten: Ich habe alles unzählige Male gelesen, vielleicht sollten die Menschen heute von dieser aufregenden Zeit deiner Generation erfahren." Beim Lesen sei die Zeit an ihm vorbeigelaufen "wie ein längst vergangener Film", sagt der 64-Jährige aus Crossen an der Elster (Saale-Holzland-Kreis), aber auch so, als ob es erst gestern gewesen wäre.

Zuerst habe er nur seine Gedanken zu Papier bringen wollen. "Doch dann ließ es mich einfach nicht mehr los, und ich schrieb Kapitel für Kapitel dieser aufregendsten Zeit meines Lebens." Schließlich entschloss er sich, ein Buch aus seinen Erinnerungen zu machen.

Von Drill und Schikanen
Wilfried Schober war 19 Jahre alt, als im Mai 1969 seine anderthalbjährige NVA-Zeit begann. Nach einem kurzen Abriss seiner Kindheit und Jugend beschreibt er den schweren Abschied von den Eltern, der Schwester und Freunden und die ersten sechs Monate Ausbildung zum Grenzsoldaten in Mühlhausen. In seinen Briefen und Aufzeichnungen berichtet der gelernte Werkzeugmacher und spätere Ingenieur vom neuen Leben mit weiteren neue Soldaten auf einem Zimmer, dem stundenlangen Marschieren und Strammstehen, von Drill und Schikanen der Ausbilder, von der Schießausbildung "und auch den politischen Schulungen, von uns Soldaten als Rotlichtbestrahlung bezeichnet".

Es habe aber auch schöne Erlebnisse gegeben im ansonsten harten Ausbildungsalltag - wie die wenigen genehmigten Ausgänge nach Mühlhausen, Biere und Schnäpse mit den Kameraden ("Nun konnten wir uns alle einmal näher kennen lernen und ungezwungen Gespräche führen") und einer Tanzveranstaltung, bei der "auf ein weibliches Wesen mindestens fünf männliche Bewerber kamen".

Später stellt Schober die Zeit nach seiner Versetzung in eine Grenzkompanie an der innerdeutschen Grenze im Eichsfeld dar. "Bei meiner Ankunft konnte ich es kaum glauben, dass diese alten Holzbaracken mein neues Zuhause für ein Jahr werden sollten." Er beschreibt seine Erlebnisse bei Streifgängen und Begegnungen wie die mit einer Dame aus der Bundesrepublik, einem amerikanischen Panzer und einem Mönch im Kloster des Hülfensbergs.

Und er berichtet vom größtenteils tristen Alltag eines Grenzers ("Sonst kennen wir hier nur noch Dienst und noch mal Dienst. Nun haben die Spinner auch noch mit einer Ausbildung begonnen, als ob uns die Kälte und der Schnee nicht schon genügend Ärger bereiten").

Wilfried Schober betont heute, dass seine Aufzeichnungen über die Situation an der innerdeutschen Grenze eben nicht aus der Sicht von Politikern oder Offizieren stammen, sondern von einem jungen Menschen, "der, ohne dass er gefragt wurde, plötzlich unmittelbar an der Trennlinie zweier völlig unterschiedlicher Gesellschaftssysteme und der zwei größten Militärblöcke der Erde stand".

Leseprobe: Im Bunker gefangen
Großtöpfer, 23.02.1970 (...) Wenn man durchs Fenster schaute, konnte man (...) das Gruseln bekommen. Es schneite so stark, dass man den Wald, der keine 10 Meter vor unserem Fenster begann, kaum erkennen konnte. (...) Wir machten uns nun auf den Weg Richtung Bunker. Als wir ankamen, war er fast völlig zugeweht. Mit den Händen schaufelten wir den Eingang frei, bis sich die Stahltür nach außen öffnen ließ.

Im Anschluss daran entfernten wir den Schnee von den Sehschlitzen, die Richtung Grenze zeigten, obwohl es bei diesem Schneetreiben eh nichts zu sehen gab. Man erkannte nicht einmal die Sperrzäune, welche keine 50 Meter von uns entfernt waren. Danach betraten wir den Bunker, in dem es auch hundekalt war.

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Im Projekte-Verlag Cornelius GmbH Halle sind Wilfried Schobers Erinnerungen erschienen.

Zum Glück fand ich noch eine Kerze, sie war wahrscheinlich noch von Weihnachten, wo in diesem Bunker ein Posten Weihnachten oder sogar Heiligabend gefeiert hatte. Ich brannte sie an, und nach einiger Zeit wurde es mit Hilfe der Kerze und unserer abgegebenen Körperwärme sogar gemütlich warm in unserer Behausung. (...) Durch die Wärme oder wie auch immer sind wir beide gleichzeitig eingeschlafen.

(...) Plötzlich stößt mich mein Postenführer an und schreit: "Wir müssen hier raus, wir haben kaum noch Luft." (...) Nun versuchten wir gemeinsam, die Stahltür nach außen zu öffnen, doch sie bewegte sich keinen Millimeter. In meiner Verzweiflung nahm ich die Maschinenpistole, fasste sie am Lauf und schob sie mit dem Kolben zuerst durch den Sehschlitz. Durch Hin und Her bewegen gelang es mir, den Schnee etwas zu beseitigen.

Nach einigen Sekunden spürte ich, wie etwas frische Luft in den Bunker strömte. (...) Gemeinsam ließen wir uns mit aller Kraft gegen die Stahltür fallen. Nach unzähligen Versuchen, wir waren bereits durchgeschwitzt wie im Hochsommer, gelang es uns, die Stahltür so weit zu öffnen, dass es meinem Postenführer gelang, nach außen zu kommen.

Matthias Benkenstein / 10.01.14 / TLZ
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Re: Buchautor aus Crossen

Beitragvon jhmatz » 28.04.2014, 20:35

Wilfried Schober aus Crossen (SHK) hat über seine Erfahrungen als Grenzsoldat in der Mitte Deutschlands ein Buch geschrieben

26.04.2014 - 09:45 Uhr
Dienst am rostigen Stacheldrahtzaun
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Wilfried Schober aus Crossen als Grenzsoldat bei Großtöpfer (Eichsfeld). Das Foto hat ein befreundeter Kamerad mit einem geschmuggelten Fotoapparat gemacht. Bilder von den Sperranlagen waren eigentlich streng verboten. Foto: privat

Ein Stapel längst vergessener Briefe wird für Wilfried Schober vor einigen Jahren zu einer Reise in die Vergangenheit. Als er von Mai 1969 bis Oktober 1970 als Grenzsoldat in der NVA diente, hat er seinen Eltern regelmäßig geschrieben. Über 70 Briefe. Seine Mutter hat sie aufgehoben und gibt sie dem Sohn zurück, damit Erlebtes nicht verloren geht.

"Als ich die Briefe gelesen habe, liefen die 18 Monate Dienstzeit wie ein längst vergangener Film an mir vorbei", erzählt der 64-Jährige, der heute in Crossen an der Elster (Saale-Holzland-Kreis) lebt. Die von ihm geschriebenen Zeilen wecken viele Erlebnisse, an die er seit Jahrzehnten nicht mehr gedacht hat. Man müsste alles einmal aufschreiben, denkt er sich. "Vielleicht sollten auch andere Menschen erfahren, wie es damals war, vor allem junge Leute, die die DDR und die NVA nicht mehr kennen gelernt haben."

Er beginnt seine Recherche in Buchläden, sucht nach Veröffentlichungen, die das Leben als junger Grenzsoldat beschreiben. Er wird nicht fündig. "Es gibt zahlreiche Literatur, die sich mit den letzten Jahren oder dem Ende der DDR beschäf­tigen, aber dieses Kapitel der Geschichte wurde noch nicht beleuchtet." Schober besucht Grenzmuseen in Mödlareuth, im Eichsfeld und die Gedenkstätte in Geisa. Nur mit seiner Erinnerung hat das hier Dar­gestellte wenig zu tun. "Zu meiner Dienstzeit an der Grenze gab es zum Beispiel noch keine unüberwindbaren Sperren, mit Streckmetallzaun und Selbstschussanlage, vielmehr markierten zwei fast schon durchgerostete Stacheldrahtzäune von zirka 2,5 Meter Höhe und ein sechs Meter langer Kontrollstreifen den Grenz­verlauf und das war eigentlich schon alles."

Anhand der von ihm damals gemachten Fotos und der Briefe an die Eltern war es Wilfried Schober fast mühelos möglich, seine Dienstzeit nochmals zu erleben und niederzuschreiben. "Als Grenzsoldat in der Mitte Deutschlands" hat er sein Buch genannt, das im September vergangenen Jahres im Projekte-Verlag (Halle) erschienen ist. Durch die Augen und mit den Worten eines 19-Jährigen beschreibt er eine schwierige und auf­regende Zeit, die der damals junge Mann nie vergessen wird.

Am 2. Mai 1969 wird Schober nach Mühlhausen zur Ausbildung als Grenzsoldat eingezogen. Mit einem mulmigem Gefühl zieht er zusammen mit ­anderen Wehrpflichtigen in die Rosenhof-Kaserne ein. "Wir waren zu zehnt auf dem Zimmer, geschlafen wurde in fünf Doppelstockbetten, und mit der Ruhe war es für die kommenden Monate vorbei", erzählt er. Mit einer Handvoll "Beschwerden" ist denn auch der erste Brief gespickt, der ein paar Tage nach Kasernen-Einzug an die Eltern geht. "Das Schlimmste ist, den Spind einzuräumen. Alles muss mit Papier zusammengefaltet und auf Kante gelegt werden und das genau nach vorgeschriebenem Plan übereinander liegen", mault er dort. Die Stiefel seien "unbequeme Monster", der Hauptfeldwebel "das Letzte". Und dann erst das Saubermachen: "Jeden Tag muss mehrmals gekehrt, gewischt und gebohnert werden, und dann ist es immer noch nicht richtig sauber." Das erste Diensthalbjahr vergeht. Der Sohn schreibt über seine Ausbildung im Gelände, beim Schießen, unter Tränengas und Napalm, von Skatturnier und Objektwache, vom Küchendienst und erstem Heimaturlaub. Im November 1969 wird Wilfried Schober in eine Grenzkompanie im Eichsfeld versetzt.

Großtöpfer, ein Dorf mit damals etwa 350 Einwohnern, wird für ein Jahr seine Heimat werden. Gewohnt wird in Holzbaracken, alles sehr beengt. "Seit einigen Tagen bin ich nun fest in das System des Streifendienstes eingebunden. Jeden Tag geht es an einen anderen Grenzabschnitt", schreibt er. "Nachts klappert man manchmal wie ein junger Hund, denn wir liegen stundenlang im nassen Gras und das noch dazu bei strömendem Regen."

Der schneereiche und bitterkalter Winter 1969/70 wird Schober für immer in Erinnerung bleiben. "Es schneite so stark, dass man den Wald, der keine zehn Meter vor unserem Fenster begann, kaum erkennen konnte." Auf den jungen Burschen warteten acht Stunden Grenzdienst in einem Beo­bachtungsbunker. Sein Postenführer war zugleich Hundeführer, so leistete ein Schäferhund den beiden Männern Gesellschaft. "Diensthunde dienten damals dazu, Grenzverletzer aufzuspüren, denn sie hörten sich nähernde Personen schon über hunderte von Metern und machten ihr Herrchen mit leisem Winseln oder Lecken darauf aufmerksam." Das soll den beiden in dieser Februarnacht das Leben retten. Das stundenlange Schneetreiben hatte nach und nach die Sehschlitze verschlossen und den Eingangs­bereich des Bunkers, der tiefer als der Erdboden lag, völlig zugeweht. Als der Sauerstoff aus dem Bunker weicht, schlafen die Männer langsam ein, bis sie der Hund aufweckt, sie die Schlitze mit dem Lauf ihrer Maschinenpistolen befreien und mit letzter Kraft die Tür des Bunkers aufstoßen können.

Drei Monate vor Dienstende geschieht dann das, woran niemand mehr gedacht hätte: Fahnenflucht und Grenzdurchbruch. "Als wir nach Großtöpfer kamen, erhielten wir eine streng geheime Einweisung", so Wilfried Schober. Denn sollte einer der "Neuen" die Absicht haben, nach drüben abzuhauen, dann hatte er es in der dienstfreien Zeit, zum Beispiel während des Ausganges, zu tun. Auf keinen Fall sollten andere Gefreite oder Postenführer mit in die Sache verwickelt werden. Der Flüchtige gehörte einem anderen Zug als Schober an. Er hatte seinen Postenführer entwaffnet, ihm den Telefonhörer abgenommen und dann gefragt, ob er mitkommen wolle. Als er das verneinte, überwand der Soldat mit Leichtigkeit zwei Stacheldrahtzäune und verschwand. "Der Zaun war an manchen Stellen schon so durchgerostet, dass man ohne Schwierigkeiten hindurch kriechen konnte, ohne sich zu verletzen." Nach dem Verhör des Postenführers sei dieser eines Tages verschwunden gewesen. "Niemand wusste genau, wohin man ihn gebracht hatte."

Das Interesse an Schobers Buch ist zu dessen Freude sehr groß. Nicht nur ehemalige Grenzer von Leipzig bis Berlin hätten sich bei ihm gemeldet, selbst einige Geschichtslehrer würden das Buch im Unterricht verwenden. "Es ist aus der Sicht eines einfachen Soldaten geschrieben, wir haben ja unmittelbar vorn gestanden, hohe Offiziere hat man dort nicht gesehen."

Susann Grunert / 26.04.14 / OTZ
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Re: Buchautor aus Crossen

Beitragvon jhmatz » 14.10.2015, 20:20

„Als Grenzsoldat in der Mitte Deutschlands“: Buch des Crossener Wilfried Schober neu verlegt
OTZ 07.10.2015 - 05:29 Uhr

Seine Erinnerungen an die Zeit „Als Grenzsoldat in der Mitte Deutschlands“ fanden ein interessiertes Publikum. Jetzt ist die zweite Auflage im Handel.

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Wilfried Schober aus Crossen an der Elster diente von Mai 1969 bis Oktober 1970 als Grenzsoldat. Foto: privat

Crossen. Das Buch von Wilfried Schober aus Crossen „Als Grenzsoldat in der Mitte Deutschlands“ – Briefe, Aufzeichnungen, Gedanken und Erinnerungen eines ehemaligen Soldaten der DDR-Grenztruppen aus den Jahren 1969/1970 ist jetzt neu verlegt worden. Nach der Erstauflage aus dem Jahre 2013 ist nun die zweite überarbeitete und erweiterte Auflage des Buches im Handel.

Wilfried Schober wurde nahe der Domstadt Naumburg geboren, wo er seine Kindheit, Jugendzeit und einen Teil seines Berufslebens verbrachte. Der heutige Diplomingenieur lässt 18 Monate Revue passieren, als er bei den Grenztruppen der NVA der DDR diente. Seine Mutter gab ihm nach 40 Jahren seine damals geschriebenen Briefe als Erinnerung mit den Worten zurück: „Ich habe alles unzählige Male gelesen, vielleicht sollten die Menschen heute von dieser aufregenden Zeit deiner Generation erfahren.“ Nach einem Abriss seiner sozialen Herkunft, der unbekümmerten Kindheit sowie seiner Jugendzeit erzählt der Autor von seiner Einberufung, den schweren Abschied von seinen Eltern und Freunden, über die ersten Tage in der Kaserne, die Vereidigung und die manchmal fast unmenschliche Ausbildung im Gelände, beim Schießen, unter Tränengas und Napalm, dem Härtetest, die von allen Soldaten gehasste Sturmbahn, bis zur Nahkampfausbildung. Aber auch von schönen Erlebnissen, wie dem Besuch im Freibad in Mühlhausen, den unerlaubten Besuch bei den Eltern und der Schwester eines Kameraden oder dem Besuch auf der Mühlhäuser Kirmes sowie den ersten Heimaturlaub nach 12 Wochen Kaserne.

Dann die Versetzung in eine Grenzkompanie im Eichsfeld, wo der Autor es zunächst nicht fassen konnte, dass diese alten Holzbaracken sein neues Zuhause für ein Jahr werden sollten. Dann die ersten Streifengänge an der innerdeutschen Grenze mit wieder völlig neuen Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren, der strenge Winter 1969/70 mit Schneehöhen von über einem Meter und Minustemperaturen von mehr als 20 Grad, die geflohenen russischen Soldaten oder die Begegnung mit einer jungen Mutti im eingeschneiten Betonbunker, wo ein Schäferhund ihn und seinen Postenführer das Leben rettete. Auch die Begegnung mit einem Mönch im Kloster Hülfensberg im Herbst 1970, dessen Abschiedsworte er damals keine Bedeutung schenkte, hat er niemals vergessen.

In seinen Schlussgedanken versucht der Autor die Situation an der innerdeutschen Grenze der Jahre 1969/1970 aus der Sicht eines jungen Grenzsoldaten zu beurteilen und auf alles damals Erlebte eine Antwort zu finden.

Viele Leser haben bereits mit dem Autor Kontakt aufgenommen. Grenzmuseen bekunden ihr Interesse am Buch. Sie finden diese Schilderungen als besonders wertvoll, da sie aus der Feder eines einfachen, jungen und damals naiven Soldaten stammen, der seinen Dienst an der Trennlinie zwischen Nato und Warschauer Pakt sowie zweier völlig unterschiedlicher Gesellschaftssysteme versehen musste.

Redaktion OTZ / 07.10.15 / OTZ
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